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27.07.2018
Altonas ungestörte Ballstreicheleien von Mirko Schneider



vs.


HEBC – Altona 93 0:3 (0:2)

HEBC: Nennhaus – Peters, Ide, Flick, Trapp – Windhoff (46. Ikponmwosa), Wrede, Hackstein, Geist (56. Schulz) – Bundt (46. Höricke), Lemke
Altona 93: Grubba – Monteiro, Yilmaz, S. Atug, Saglam – Gebissa (70. Akoteng-Bonsrah), Schulz, Boock (84. B. Atug), Siebert – Kunter, Metidji (82. Wachowski)
Tore: 0:1 Monteiro (28., Vorarbeit Boock), 0:2 Boock (36, Kunter), 0:3 Metidji (49., Boock)
Schiedsrichter: Stephan Timm (SC Egenbüttel): Hatte die jederzeit faire Partie problemlos im Griff
Beste Spieler: keiner – Bock, Saglam, Metidji, Gebissa
Zuschauer: 1008

Das Eröffnungsspiel der Oberliga Hamburg versprach Großes. Oberligaaufsteiger gegen Regionalligaabsteiger. Zwei Traditionsclubs mit unterschiedlichen Ambitionen. Vierstellige Kulisse. Ergo: Es war angerichtet für das ewig junge Duell des leidenschaftlich kämpfenden Außenseiters gegen den spielerisch überlegenen Favoriten. Der Haken: Nur eine Mannschaft lieferte – die von der Adolf-Jäger-Kampfbahn. Auf den Trikots der Gastgeber stand zwar HEBC drauf, drin war eine Kopie der sonst daheim so beherzt an der kämpferischen Grenze agierenden Eimsbütteler Truppe. So nahm ein Spiel seinen Altonaer Lauf, in dem Sternschanzes anwesender Trainer Mattes Sandhop Anschauungsunterricht geliefert bekam, wie sein Team am kommenden Donnerstagabend auf keinen Fall die Pokalsensation gegen den AFC schaffen kann.

Dabei schien Altona in den ersten 25 Minuten, wenn man Algans überlegenem Team überhaupt etwas vorwerfen wollte, ein wenig die Zielstrebigkeit zu fehlen. Immer wieder näherte sich das Team dem gegnerischen Tor durch feine Kombinationen an, die begünstigt wurden von der fehlenden Aggressivität in der HEBC-Defensivarbeit, aber der Abschluss war letztlich harmlos. Joshua Gebissa schoss einen langen Einwurf von Niklas Siebert mit der Sohle drüber (11.), Hischem Metidji verzog nach schicker Ablage von Vincent Boock aus guter Schussposition am Sechzehner ganz weit (14.) und Gebissas flache Hereingabe nach einem Boock-Freistoß in seinen Lauf beförderte HEBC-ler Ilias Ide an die Hüfte von Pablo Kunter, von wo der Ball neben das Tor flog (24.). Alles nicht wirklich gefährlich – andererseits war vom HEBC offensiv so gut wie gar nichts zu sehen. Einzig Jan Geist sorgte ab und an mit energischen Vorstößen für einen Hauch von Gefahr. Die Maßnahme Großkopfs, Vincent Boock durch Felix Hackstein in Manndeckung nehmen zu lassen, ging derweil von Minute zu Minute weniger auf.

Boock entzog sich seinem Bewacher immer wieder geschickt – und beim Führungstor musste er dafür nicht mal was tun, da er eine Ecke ausführte. Punktgenau auf den Kopf von Eudel Monteiro am zweiten Pfosten, der sich resolut durchsetzte und einnickte (28.). Das weckte kurzzeitig den HEBC, der im Gegenzug seinen ersten vernünftigen Torschuss verzeichnete. Einen Freistoß von Kevin Trapp auf dem Halbfeld wehrte Altonas sonst überragender Linksverteidiger Onur Saglam (spielte Unmengen an gescheiten Bällen in die Tiefe) unglücklich ab und Fabian Lemke prüfte aus spitzem Winkel aus sieben Metern Tobias Grubba. Altonas Keeper war mit der Faust im kurzen Eck sicher zur Stelle (30.). Und gleich noch einmal der HEBC. Ein langer Lauf von Geist mündete in einer eigentlich schlechten Flanke, abermals wehrte Altona nicht gut ab. Hackstein vergab die Einladung und schoss aus 15 Metern weit drüber (34.).

Altona verstand dies als Weckruf, zog wieder an. Pablo Kunter verzögerte rechts bei der zweiten Welle eines schicken Angriffs wunderbar, legte an den Sechzehner ab auf Boock und der schob überlegt, flach und verdeckt gegen Nennhaus` Laufrichtung zum 0:2 ein (36.).

Schöner als Boocks Treffer war allerdings seine Vorarbeit zur endgültigen Entscheidung. Vier Minuten waren im zweiten Durchgang gespielt, da bediente Kunter erneut Boock, der im Mittelfeld auf einmal den Turbo anzog, zwei Gegenspieler übersprintete und den Ball Metidji mustergültig in den Lauf legte. Dieser zog das Spielgerät mit der Sohle wunderbar am herausstürzenden Nennhaus vorbei und versenkte es lässig im Kasten zum 0:3 (49.).

Nun war die Begegnung endgültig gelaufen. Altona konnte sich ganz darauf konzentrieren, den Ball zu streicheln und schöne Spielzüge zu kreieren. Chancen, das Ergebnis in unerreichbare „Wir-wollen-auch-am-Sonntagabend-noch-Spitzenreiter-nach-dem-ersten-Spieltag-sein“-Höhen zu schrauben, waren genügend vorhanden. Kunter zielte auf Gebissa-Vorlage aus zwei Metern übers leere Tor (55.) und tat desgleichen, als der unsichere und fußballerisch schwache HEBC-Keeper Nennhaus nach einer abgefangenen Ecke am Sechzehner den Ball plötzlich fallen ließ (88.). Ein drittes Mal daneben, diesmal aus fünf Metern frei vorm Keeper, ballerte Kunter die Kugel in der Schlussminute (90.). Außerdem rettete Ide nach einem Boock-Heber auf der Linie per Kopf (66.) und machte dabei schmerzhafte Bekanntschaft mit dem Pfosten. Der HEBC kam nur noch zu einer Möglichkeit. Der eingewechselte Jefferson Ikponmwosa war kurz mal HEBC-Original und Boock-Kopie (zwei Gegner übersprinten, Traumpass spielen), Trapp scheiterte an Grubba (76.).

Schließlich war Schluss – und die Spieler des Aufsteigers nach der Vorführung wohl froh, dass es vorbei war. „Altona macht Angst“ stand auf einem der mitgebrachten Plakate der AFC-Fans. Für heute galt das. Ob das so bleibt, hängt davon ab, wie Algans Mannschaft ihr schön anzuschauendes Spiel durchzieht, wenn der Gegner körperlicher und fußballerisch viel sauberer agiert, als es der HEBC heute tat. Ist auch dann noch eine ähnliche Leistung drin, könnten sich Algans Worte nach dem 1:4 im Testspiel gegen Dulwich („Sorgen? Völliger Quatsch, ich mache mir keine Sorgen!“) als verheißungsvolle Prophezeiung erweisen.

Stimmen:

Berkan Algan (Trainer Altona 93):
Zunächst einmal ein Kompliment an den HEBC für die Ausrichtung des Spiels und die gesamte Organisation. Es hat alles reibungslos geklappt. Das ist ein hoher Aufwand und sicher nicht selbstverständlich. Zum Spiel: Ich denke, wir haben verdient gewonnen. Wir hatten in der Summe eine gute Spielkontrolle. Und wir hatten die Ruhe, die wir brauchen, haben auch mal das Tempo rausgenommen. Das hat sicher ab und zu behäbig gewirkt, war aber auch den hohen Temperaturen geschuldet. Das Umschaltspiel, das Besetzen der Zonen, das war alles schon okay dafür, dass wir so viele neue Spieler haben. Ich bin stolz, dass wir hier 3:0 gewinnen konnten.

Jörn Großkopf (Trainer HEBC):
Glückwunsch an Altona. Wir wollten in das Spiel gehen und erstmal diszipliniert gegen den Ball arbeiten. Das ist uns eigentlich ganz gut gelungen. Wir haben allerdings meines Erachtens nach viel zu viel Respekt gehabt. Genau in der Situation, als wir den Respekt so ein bisschen ablegten, kriegen wir das 0:1 durch einen Standard. Dann das 0:2, als wir links defensiv zu offen sind. Nach der Halbzeit kriegen wir nach fünf Minuten das 0:3 und dann gingen die Köpfe bei den Jungs runter. Ich muss meiner Mannschaft aber trotzdem ein Kompliment machen, dass sie nicht so gespielt hat, dass wir fünf, sechs, sieben Tore gekriegt haben. Auch wenn der eine oder andere Treffer für Altona sicher noch möglich war. Die Mannschaft lebt, sie hat Charakter. Wir werden wieder aufstehen und ab Montag in die nächsten Aufgaben gehen.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1945): 9 Spiele, 4 Siege, 1 Remis, 4 Niederlagen, 13:20 Tore

1947/48: 0:0 / 1:8 Verbandsliga Elbe-Staffel
1948/49: 1:0 / 1:2 Verbandsliga Elbe-Staffel
1968/69: 2:1 / 4:2 Landesliga Hamburg (= VL/OL)
1969/70: 3:1 / 1:3 Landesliga Hamburg
2018/19: 0:3 / --- Oberliga Hamburg


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