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29.07.2018
Curslack verliert Auftaktspiel und Torjäger Sousa von Andreas Killat




von Hanno Bode


vs.


SV Curslack-Neuengamme – TSV Sasel 0:2 (0:0)

SV Curslack-Neuengamme: Giese – Brudler (84. Bannasch), Spiewak, Schalitz – Rogge, Papke, Beldzik, Wilhelm, Buck (69. Sousa) – Kochsiek (58. Driebel), Lenz
TSV Sasel: Tuffour – Steddin, Büge (62. Kourkis), Kaetow, Celikten – Adomat, Zankl (90. Bolz) – Winkel (80. Gerken), Tanovic – Lichy, Nadjem
Tore: 0:1 Kourkis (77.), 0:2 Nadjem (83.)
Schiedsrichter: Florian Schwarze (MSV Hamburg): Einige seiner Zweikampfbewertungen und Abseitsentscheidungen waren sehr diskussionwürdig. Harmonierte zuweilen – gelinde ausgedrückt – suboptimal mit seinen Assistenten. „Er war sicher nicht der beste Mann auf dem Platz, hat aber keine spielentscheidenden Fehler gemacht“, brachte es TSV-Coach Danny Zankl auf den Punkt.
Beste Spieler: Wilhelm (1. Hz), Spiewak - Celikten, Kaetow, Zankl, Nadjem
Zuschauer: 162

Ein paar Wochen lang hatte Adrian Sousa im vergangenen Jahr die Fans des SV Curslack-Neuengamme mit seiner eleganten Spielart in seinen Bann gezogen, sie verzaubert. Die Tribüne ließ den pfeilschnellen Stürmer hochleben, wenn er die gegnerischen Verteidiger schwindelig gespielt und ein paar Buden gemacht hatte. 14 waren es nach elf Partien. Beim Vierländer Dorfverein waren sie mächtig stolz auf diesen Transfer. Und darauf, dass sie Sousa mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet hatten. Doch der Zauber verflog schnell. Den 24-Jährigen machten chronische Probleme mit dem Oberschenkel zu schaffen. Und einigen seiner Teamkameraden seine dem Vernehmen nach wenig selbstkritische und teils etwas hochnäsige Art. Aus dem Hoffnungsträger wurde ein Sorgenkind. Man unterhielt sich, wie es weitergehen solle, einigte sich darauf, es noch einmal miteinander zu probieren, und entschloss sich nun doch, getrennte Wege zu gehen. Gegen den TSV Sasel lief Sousa letztmals für einige Minuten im Curslacker Jersey auf. Er verabschiedete sich mit einer 0:2-Pleite im Gepäck in Richtung Farmsen. Sein neuer Klub heißt SC Condor.


Umarmung zum Abschied: Adrian Sousa und Trainer Matthias Wulff. Foto: Hanno Bode

Der Abschied des bereits seit Monaten glücklosen einstigen Publikumslieblings wäre vielleicht nur eine Randnotiz gewesen, wenn er nicht noch einmal „Curslacks Neuen Kurs“ untermauern würde, wie das Stadionheft „Vereinsbrille“ titelte. Denn beim SVCN wird der in Post-Ära von Langzeit-Coach Torsten Henke keine Rücksicht mehr auf Eitelkeiten einzelner Kicker oder deren Verdienste genommen. Das hatte schon Jan Landau erfahren müssen. Der langjährige Curslacker Angreifer wollte gerne am Gramkowweg bleiben, weil er jedoch berufsbedingt nur noch alle zwei Wochen trainieren kann, sollte ihm die Aufwandsentschädigung gekürzt werden. Der 28-Jährige war darüber verstimmt, unterrichtete den Verein davon, mit Hamm United zu verhandeln und bekam zu seiner eigenen Überraschung grünes Licht für einen Wechsel. „Es wurde nicht mal nach einer anderen Möglichkeit gesucht“, echauffierte sich Landau am Sonntag kurz vor Spielbeginn. Da saß er noch ganz alleine auf der Tribüne. Später nahm der Neu-Hammer dann neben Sousa auf einer Bank hinter einer Werbebande Platz, auf der auch weitere SVCN-Reservespieler saßen.

Was sie alle von dort aus sahen, dürfte ihnen lediglich in der Anfangsphase gefallen haben. Denn das Team von Henke-Nachfolger Matthias Wulff versprühte beim Pflichtspiel-Debüt des neuen Trainers lediglich 10 bis 15 Minuten die Begeisterung aus der tollen Vorbereitung. Sebastian Spiewak (9.) und Marvin Schalitz (10., siehe Foto) verpassten jeweils per Kopf knapp die Führung, Witalij Wilhelms Rechtsschuss strich haarscharf über die Latte (16.). Hernach war es auch schon vorbei mit der Vierländer Sturm- und Drangphase. „Nach 20 Minuten war ein Bruch drin“, stellte Klubchef Hartmut Helmke zur Pause treffend fest.


Die große Chance zur Führung: Marvin Schalitz (Nr. 18) köpft, aber Keeper Todd Tuffour kann klären. Foto: Hanno Bode

Nach der ersten Trinkpause riss der Gast das Zepter zunehmend an sich. Sasel agierte nun überlegter und zielstrebiger als der zunehmend passiver werdende Kontrahent, der in Ballbesitz so gut wie keine Lösungen mehr fand. „Wir haben vorne wenig Durchschlagskraft gehabt und nicht gut Fußball gespielt. Zudem haben wir auf vielen Positionen körperliche Probleme gehabt“, resümierte der nun als Sportlicher Berater tätigte Henke. Recht hatte er.

Trotz eines offensiven 3-5-2-Systems kamen die Hausherren aus dem Spiel heraus über die gesamte Distanz nur ein paar Mal zum Abschluss. Das Sturm-Duo Timo Lenz/Maximilian Kochsiek zeigte an diesem Tag nur bedingt (Lenz) oder noch gar kein Oberliga-Niveau (Kocksiek). Da auch Jonas Buck bei seinem Debüt in Hamburgs Beletage als Regisseur überfordert war, blieb fast alles bei den Vierländern Stückwerk. Ein wenig mehr Genialität, Tempo und Erfahrung hätten dem jungen Team fraglos gut getan. Eigenschaften, die Landau und Sousa fraglos haben, aber eben für den Gusto der Vereinsverantwortlichen zu selten abriefen. Nun sollen es Youngster wie Buck, Kochsiek oder der später eingewechselte Niklas Driebel richten. Zudem steht in Arnold Lechler (Trainingsrückstand) noch ein Drittliga-erfahrener Mann in den Startlöchern.

Auch Sasel hat sich einen Spieler der Kategorie Lechler gegönnt. Der heißt Stefan Winkel, kam von Teutonia 05 und traf gleich bei seinem Oberliga-Debüt für den TSV ins Netz. Allerdings verwehrte Referee Florian Schwarze dem Treffer wegen einer angeblichen Abseitsstellung des Schützen den Anerkennung (41.). Ob der Schiedsrichter mit dieser Entscheidung richtig lag, war ganz schwer zu beurteilen. Fakt aber war, dass Vorlagengeber Tolga Celikten die Pille zwingend selbst im Kasten hätte unterbringen müssen. Keeper Leon Giese hatte er vor seinem selbstlosen Querpass bereits ausgespielt…

Doch die vertane Großchance sollte sich nicht rächen. Weil der SVCN dem TSV nach dem Seitenwechsel mehr und mehr das Mittelfeld überließ, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis das Team von Coach Danny Zankl seine hohen fußballerischen Qualitäten gewinnbringend einsetzen würde. In der 77. Minute war es dann soweit: Der eingewechselte Lukas Kourkis wurde mustergültig freigespielt und überwand Giese mit einem trockenen Rechtsschuss aus der Halbposition. Als sich die Hausherren bald darauf in der Vorwärtsbewegung einen fatalen Ballverlust leisteten und der Gast blitzschnell umschaltete, war die Partie entschieden. Der sehr emsige Benjamin Nadjem traf aus beinahe identischer Position wie zuvor Kourkis zum Endstand (83., siehe Foto).


Benjamin Nadjem (Nr. 11) trifft zum 0:2. Foto: Hanno Bode

Zu diesem Zeitpunkt stand Sousa bei seiner Abschiedsvorstellung seit 14 Minuten auf dem Platz. Eine ordentliche Flanke und ein missglückter Schuss standen am Ende in seinem letzten Curslacker Arbeitszeugnis. Wulff drückte ihn nach dem Abpfiff dennoch beinahe zärtlich an sich. Wohlwissend, dass er einen der vielleicht begabtesten Fußballer in seinem Kader abgibt. Aber eben auch einen nicht ganz einfachen Charakter. „Adi hat uns um eine Auflösung des Vertrags gebeten. Wir werden ihm keine Steine in den Weg legen, damit er für sich einen Neuanfang machen kann“, erklärte SVCN-Manager Oliver Schubert.

Stimmen:

Danny Zankl (Trainer TSV Sasel):
Ich denke, dass es ein verdienter Sieg war. Wir sind noch nicht bei 100 Prozent, haben noch Verletzte. Daher wussten wir nicht, wo wir stehen. Ich hatte Curslack zweimal in der Vorbereitung gesehen und meine Mannschaft vor ihnen gewarnt. Da sind sie wirklich sehr dominant aufgetreten. Nach der ersten Trinkpause haben wir das Spiel gut in den Griff bekommen. Nach dem 1:0 haben wir das gut gemacht, waren sehr ballsicher und haben das gut gelöst. Wir haben 2:0 gewonnen, auswärts zu Null gespielt und machen da einen schönen Haken hinter.

Matthias Wulff (Trainer SV Curslack-Neuengamme):
Wir sind gut ins Spiel gekommen, haben in den ersten 10 bis 15 Minuten einen sehr guten Auftritt hingelegt. Danach hat Sasel dann immer mehr das Spiel übernommen. Wir sind nach und nach passiver geworden und haben uns sehr schnell auf lange Bälle verlegt – das war nicht so positiv. In der zweiten Halbzeit haben wir nur schwer Zugriff bekommen, haben Sasel dann 30 Meter vor unserem Tor das Spiel machen lassen. Sie haben dann am Ende verdient gewonnen. Sasel ist in seiner Entwicklung einfach einen Schritt weiter als wir, das muss man so ehrlich eingestehen. Aber das wirft uns nicht aus der Bahn. Es gab heute auch positive Ansätze.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1945): 15 Spiele: 6 Siege, 2 Remis, 7 Niederlagen, 34:34 Tore

1947/48: 3:1 / 6:3 B-Klasse Staffel 4 (SpVgg Vierlanden 1919)
1963/64: 0:6 / 1:5 Verbandsliga Hammonia
1997/98: 3:2 / 2:2 Landesliga Hansa
1998/99: 0:1 / 0:0 Landesliga Hansa
1999/00: 3:5 / 1:2 Landesliga Hansa
2011/12: 5:0 / 5:1 Oberliga Hamburg
2017/18: 3:1 / 2:3 Oberliga Hamburg
2018/19: 0:2 / --- Oberliga Hamburg


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