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17.08.2018
Sousa-Style: From Zero to Hero von Andreas Killat




vs.


SV Curslack-Neuengamme – SC Condor 1:1 (0:0)

SV Curslack-Neuengamme: Babuschkin – Brudler, Spiewak (46. Radic), Schalitz, Wilhelm – Bannasch, Papke – Lenz, Rogge, Buck (76. Künkel) – Lechler (84. Beldzik)
SC Condor: Lenz – Vinberg, Niederstadt, Grablewski, M. Cholevas – Iscan (61. Klammer), Pahl (83. Löw) – Choi (71. Dikenli), Ilic, Bulut – Sousa
Tore: 1:0 Lechler (65.), 1:1 Sousa (89.)
Besondere Vorkommnisse: Sousa (20.) und Cholevas (42.) scheitern jeweils mit einem Foulelfmeter an Babuschkin
Schiedsrichter: Kevin Rosin (SV Lieth): Auch ein Headset schützt offensichtlich nicht vor Kommunikationsproblemen. Beide Elfmeter waren berechtigt – aber wo blieb die persönliche Strafe für Spiewak (2x)? Und warum der SRA das üble Foul direkt vor seinen Augen von Schalitz an Sousa nicht anzeigte und SR Rosin sogar weiterlaufen (!) ließ, wird wohl das Geheimnis des Gespanns bleiben (90.+1)
Beste Spieler: Babuschkin, Lechler, Schalitz – Iscan, Bulut, Niederstadt
Zuschauer: 173

„Einer wird gewinnen“, so der Titel einer früheren ARD-Unterhaltungsshow, doch heute am Gramkowweg lautete das Motto: „Einer muss gewinnen“. Denn beide Teams hatten einen Fehlstart in die Oberliga-Saison 2018/19 hingelegt. Doch heraus kam die klassische Punkteteilung, wobei beide Teams am Ende dem „Dreier“ hinterher trauerten: Condor aufgrund der ersten Halbzeit mit zwei (!) verschossenen Elfmetern und Curslack hinsichtlich der zweiten Hälfte und der verpassten 2:0-Führung. Doch der Reihe nach:

Zur Begrüßung gab es eine Verabschiedung – kurz vor dem Anpfiff wurde nämlich Adrian Sousa mit einem gerahmten Trikot für seine Dienste am Gramkowweg verabschiedet. Und auch in der Stadionzeitung fand „Adi“ Erwähnung: „Sousa-Style“ lautete die Überschrift zur (un)modischen Sommerverfehlung vieler männlicher Besucher: SOcken Und SAndalen. Und der 24jährige sollte tatsächlich die Story des Spiels schreiben…

Die Gastgeber (wie schon in Rugenbergen) nun auch vor heimischem Publikum mit der Rückkehr zur 4-2-3-1 Formation (statt wie zu Beginn der Saison 3-5-2). „Wir haben nicht nur ein Spielsystem was wir durchziehen, sondern können beides“, so CN-Coach Matthias Wulff, der zu Beginn der Partie Chancen durch Arnold Lechler (2.) und Timo Lenz (16.) notieren konnte. Doch mit dem ersten ernsthaften Angriff der Gäste der Schock: Özgür Bulut mit einem seiner energischen Antritte über die linke Seite (die Mark Brudler - ähnlich wie Joshua Kimmich bei der WM – wegen vorrangig offensiver Aktionen häufig vernachlässigte), Sebastian Spiewak lässt ihn gewähren und in den Strafraum ziehen (Wulff: „Da muss er vorher dazwischen gehen“) und bringt ihn schließlich etwas hüftsteif zu Fall (20.). Und wer schnappt sich das Leder? Der Ex-Curslacker Adrian Sousa! Aber was für ein erbärmlich schwacher „Schuss“ war das bitte? Das Leder „rollte“ mittig aufs Tor zu, Keeper Gianluca Babuschkin hatte keinerlei Mühe und konnte den Ball sogar festhalten (!).

Danach waren wieder die Vierländer dran, hatten durch Jan Bannasch (26.) und Jonas Buck (31.) gute Gelegenheiten, die der keineswegs immer sichere SCC-Torhüter Stani Lenz mit Mühe (aber letztlich erfolgreich) vereiteln konnte. Es folgte quasi eine Kopie des ersten Elfmeters: Wieder Bulut über links in den Strafraum, diesmal aber abgelegt für Sousa der von Spiewak mit einem „Bodycheck“ abgeräumt wurde (42.). Wieder Strafstoß! Und wieder keine Gelbe Karte für den Curslacker Innenverteidiger! Glück gehabt! Diesmal schritt Matthias Cholevas zur Ausführung, lief langsam an, verzögerte – doch „Babu“ roch den Braten, blieb lange stehen und schnellte dann reflexartig ins linke Eck nach unten und parierte den Linksschuss großartig!


Stark pariert! Auch den zweiten Elfmeter hält der Curslacker Keeper. Foto: Hanno Bode

„Das ist wie verhext bei uns. Ich möchte da schon fast von einem Fluch sprechen“, so Condors Trainer Femi Smith mit verzweifelten Gesichtsausdruck. Denn tatsächlich war es saisonübergreifend der fünfte verschossene Elfmeter in Folge (alle mit einem anderen Schützen)!


“Die Getränke gehen auf Dich“ scheint Elfmeterheld Babuschkin zum doppelten Verursacher Spiewak zu sagen. Foto: Hanno Bode

Zur Pause blieb der völlig fertige Spiewak in der Kabine („Nach diesen beiden Aktionen fühlte ich mich mental nicht mehr besonders gut“) und es sah nun nach einer Dreierkette aus (Brudler, Papke, Schalitz) – war es aber nicht, wie Wulff hinterher verriet: „Unser beiden Außenverteidiger Wilhelm und Brudler sollten sehr offensiv agieren, da hat sich dann Paddy nach hinten fallen lassen“. Diese mutige Marschrichtung wurde belohnt. Zwar vergaben zunächst Lenz aus spitzem Winkel (58.) und Brudler aus zehn Metern (64.), doch nach einer Ecke von Wilhelm brach im Condor-Strafraum Verwirrung aus. Das Leder „flipperte“ im Sechzehner hin und her, fiel Lechler vor die Füße und der knallte es mit ordentlich Schmackes zum 1:0 in die Maschen (65.).


Riesenjubel nach dem Lechler-Tor (vorne mit der Nr. 7). Foto: Hanno Bode

Die so wichtigen drei Punkte waren nun zum Greifen nahe – und hätte („Fahrradkette“) Buck nach einem Zuckerpass von Bannasch nicht völlig freistehend aus 25 Metern neben das leere Tor geschossen (Lenz irrte an der Strafraumkante umher), dann, ja dann hätte es wohl auch geklappt (68.). Doch so begann das große Zittern. Und die Raubvögel zeigten Moral. Trotz der beiden Elfer-Fahrkarten und des Rückstandes steckten die Femi-Schützlinge nicht auf. Cholevas mit einem weiten Einwurf in den Strafraum auf Sousa. Der dreht sich einmal um die eigene Achse, Brudler guckt nur zu und schwupps landet die Kugel zum Ausgleich im linken Eck (89.). Ausgerechnet „Adi“, der abgewanderte CN-Stürmer und Elfmeter-„Versager“ aus der ersten Halbzeit. „Bis kurz vor Schluss fand ich Dich noch sympathisch“, scherzte Berater Torsten Henke später im Vereinsheim und umarmte dabei den Condor-Retter herzlich.




Drehung, Schuss, Tor, Jubel: Adrian Sousa! Fotos: Hanno Bode

Stimmen:

Olufemi Smith (Trainer SC Condor):
Das wird bestimmt teuer für mich heute (lacht), denn bei dem Spielverlauf werde ich wohl um einige Phrasen nicht herum kommen (Anmerkung der Redaktion: CN-Liga-Manager Oliver Schubert „kassiert“ für jede Plattitüde auf der Pressekonferenz einen Euro ins Phrasenschwein für die Jugendabteilung). Ich fang mal an: Mit dem Ergebnis müssen wir zufrieden sein. Wobei ich meiner Mannschaft ein großes Kompliment für den heutigen Auftritt machen muss. Wir haben eine sehr gute Mentalität und Moral an den Tag gelegt, haben auch nach dem 0:1 nie aufgegeben. Vorwerfen lassen müssen wir uns natürlich die erste Halbzeit. Zwei Elfmeter liegen zu lassen – das ist mittlerweile wie verhext bei uns. Saisonübergreifend ist das der fünfte Elfmeter in Folge, den wir vergeben. Und es hat jedes Mal ein anderer geschossen! Da möchte ich fast schon von einem Fluch sprechen. Aber wir werden es weiter versuchen, auch wenn ich nicht mehr so viele Spieler habe, die dafür in Frage kommen. Für heute sind wir mit dem Punkt sehr glücklich und zufrieden. Jetzt sind wir hoffentlich in der Saison angekommen.

Matthias Wulff (Trainer SV Curslack-Neuengamme):
Die erste Halbzeit war glaube ich von beiden Teams ein äußerst dürftiger Auftritt. Viele Ballverluste und unnötige Fehler. Bei beiden Elfmetern stellen wir uns nicht gut an, aber „Babu“ hält uns da am Leben. Gerade der Zweite war klasse gehalten, da ist er lange stehen geblieben und toll abgetaucht. Trotzdem hatten wir drei dicke Chancen und müssen eigentlich in Führung gehen. In der zweiten Halbzeit ist dann eigentlich alles aufgegangen, was wir uns vorgenommen hatten. Das 1:0 war der perfekte Spielfilm für uns und wir hatten durch Buck die Hundertprozentige zum 2:0. Hinten haben wir nichts mehr zugelassen – bis auf diesen komischen Einwurf, wo dann Adrian Sousa viel zu viel Platz hat und locker den Ausgleich machen kann. Ganz bitter für uns, vor allem vom Zeitpunkt des Gegentores. Grundsätzlich bin ich aber mit dem Einsatz meiner Mannschaft zufrieden. Wir hätten den Sieg verdient gehabt.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1956): 37 Spiele: 9 Siege, 10 Remis, 18 Niederlagen, 45:70 Tore

1979/80: 0:1 / 2:2 Landesliga Hansa
1980/81: 2:0 / 1:0 Landesliga Hansa
1982/83: 0:3 / 1:4 Landesliga Hansa
1986/87: 1:1 / 0:0 Landesliga Hansa
1988/89: 3:4 / 0:6 Bezirksliga Ost
1990/91: 0:4 / 1:3 Landesliga Hansa (FSG Vierlande)
2006/07: 1:1 / 0:0 Hamburg-Liga
2007/08: 1:3 / 1:3 Hamburg-Liga
2008/09: 1:1 / 5:2 Oberliga Hamburg
2009/10: 5:4 / 1:0 Oberliga Hamburg
2010/11: 3:2 / 0:3 Oberliga Hamburg
2011/12: 2:1 / 0:1 Oberliga Hamburg
2012/13: 1:2 / 1:1 Oberliga Hamburg
2013/14: 1:2 / 2:3 Oberliga Hamburg
2014/15: 2:2 / 2:0 Oberliga Hamburg
2015/16: 1:0 / 0:3 Oberliga Hamburg
2016/17: 1:2 / 1:3 Oberliga Hamburg
2017/18: 1:2 / 0:0 Oberliga Hamburg
2018/19: 1:1 / --- Oberliga Hamburg


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