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19.08.2018
Landesliga Hammonia: Von Tauben geärgert, von der Wespe gestochen von Andreas Killat


präsentiert:


vs.


USC Paloma – SSV Rantzau 3:2 (3:0)

USC Paloma: Voß – Marx, Styhn, Krause, Dreyer – Merkle, Iwosa – Schiemann (69. Mandelkau), Ulaga (69. Blunck), Madadi – Lindholm (77. Bein)
SSV Rantzau: Ladehof – Jensen, Lohmann, Rohr, Hartlieb (64. Dohrn) – Bendix, Tiryaki – Matern, Heinitz (72. Kenou), Breuel – Ruhser
Tore: 1:0 Lindholm (12.), 2:0 Merkle (22.), 3:0 Lindholm (34.), 3:1 Ruhser (68.), 3:2 Matern (82.)
Besondere Vorkommnisse: Schiemann verschießt FE (41., Keeper Ladehof hält)
Schiedsrichter: Paul Dühring (SVNA): Führte viele Diskussionen mit der SSV-Bank, machte aus jeder Gelben Karte eine kleine Show-Einlage und pfiff insgesamt sehr kleinlich.
Beste Spieler: Merkle, Ulaga, Lindholm – Breuel, Matern
Zuschauer: 70 Zahlende (+ 30 Dauerkartenbesitzer)

65 Jahre lang mussten die Barmbeker Zuschauer auf ein Gastspiel des SSV Rantzau warten, denn zuletzt kämpfte man 1953 gemeinsam in einer Liga um Punkte – und damals wurden die Gäste mit einem 0:12 (!) nach Hause geschickt (siehe „Statistik“ am Ende des Berichtes). Allerdings gab es im Jahr zuvor auch für die Tauben eine böse Klatsche (0:11), so dass man wohl von einer „Rache-Tat“ ausgehen darf. „Ich kann zu den Spielen von damals nichts sagen, da ich leider „erst“ seit 1959 dabei bin“, scherzte USC-Urgestein und Abteilungsleiter Wolfgang „Wüppel“ Wüpplinger, der sich heute zumindest in der ersten Halbzeit Hoffnungen auf ein erneutes Schützenfest machen durfte.

Die Tauben starteten eigentlich wie immer: Druckvoll, engagiert, zielstrebig. Denn wie schon am ersten Spieltag bei HSV III (1:0 in der 3. Minute), gegen Türkiye (5.) und bei HR (7.) gelang auch heute die frühe Führung: Nach einem Ballverlust von SSV-Verteidiger Marvin Jensen reagiert Dominic Ulaga blitzschnell mit einem genialen Pass durchs Zentrum in die Spitze auf Torben Lindholm. Der kommt gegen den zu zögerlich aus seinem Kasten stürzenden Malte Ladehof einen Schritt eher an den Ball und spitzelt ihn am Keeper vorbei aus 17 Metern ins Tor (12.). Nicht die letzte „unglückliche“ Aktion des 26jährigen SSV-Goalies, der einen rabenschwarzen Tag erwischte. Nach einer Ecke von Ulaga großes Durcheinander im Fünfmeterraum der Gäste, nacheinander „stochern“ Prince Boateng Styhn, Lindholm und Christan Merkle nach dem Ball und letztgenannter bugsiert die Kugel schließlich auch zum 2:0 über die Linie (22.).

Begünstigt durch zwei schwerwiegende Ballverluste von Peter Iwosa fand aber auch der Aufsteiger so langsam in die Partie. Beide Male profitierte Nico Breuel von den „Geschenken“, scheiterte aber erst am gut reagierenden Sebastian Voß (28.) und ballerte dann aus spitzem Winkel ans Außennetz (31.). Apropos „Geschenke“: Torwart Ladehof mit einem Abstoß über 15 Meter genau in die Füße von Ulaga, Querpass auf Lindholm und der umkurvt den Keeper zum 3:0 (34.). „Malte, wir spielen heute nicht in blau“, schimpfte SSV-Trainer Marcus Fürstenberg – und musste ohnmächtig den nächsten Patzer mit ansehen: Nach einem Steilpass von Ulaga in den freien Raum kommt Ladehof viel zu spät (und zu langsam) raus, so dass Madadi den Ball noch erreichen kann und dann vom Unglücksraben von den Beinen geholt wird: Elfmeter! Den vergibt Denny Schiemann allerdings mit einem unplatzierten Schuss, so dass Ladehof zumindest diesen Fehler mit einer guten Parade wieder ausbügeln kann (41.).

In der Halbzeitpause machte sich Ersatz-Torwart Ole Mohr warm und wollte nach Rückkehr der Mannschaften aus der Kabine auch schon aufs Feld – doch Fürstenberg, der sich neben drei Gegentoren auch noch einen schmerzhaften Wespenstich einfing, entschied sich offensichtlich in letzter Sekunde um und beließ Ladehof im Tor: „Das ist sein drittes Landesligaspiel, da passieren eben auch mal Fehler. Er weiß selbst, dass das keine gute erste Hälfte war und er sich der Kritik stellen muss“. Und so viel sei vorweggenommen: Nach Note 6 im ersten Durchgang steigerte sich Ladehof gewaltig und verdiente sich in der zweiten Hälfte die Note 3 (Gesamt = 4 bis 5). Journalisten-Kollege Jan Schubert (Sportmikrofon) tendierte für die Dienstags-Ausgabe sogar komplett Richtung „Befriedigend“, was jedoch Dennis Kormanjos (fussifreunde) mit einem: „Das kannst Du nicht bringen“ kommentierte.

3:0 zur Pause (gefühlte Tendenz 5:0) – was soll da noch schiefgehen? Als regelmäßiger Paloma-Besucher darf man sagen: Eine ganze Menge! Zwar schlenderte Co-Trainer Mario „Harry“ Jurkschat ganz gelassen am Journalisten-Trio vorbei („Diesmal verdaddeln wir das nicht“), aber es kam eigentlich wie immer…

Der USC-Express hat offensichtlich immer nur Dampf für eine Hälfte und ruht sich dann auf dem Erreichten aus, statt einem angeknockten Gegner den endgültigen KO zu verpassen. So wurden die bis dahin völlig leblosen Gäste plötzlich wieder munter und belohnten sich nach einem feinen Hackentrick von Jonas Matern durch Jannik Ruhser mit dem 1:3-Anschlusstreffer (68.). Zwar hatten auch die Tauben noch ein, zwei Halbchancen durch Lindholm und Mandelkau, doch wie schon erwähnt: Nun war Ladehof auf dem Posten (52./76.).

Beim dritten Patzer von Iwosa (siehe erste Hälfte) klingelte es dann: Ballverlust an Breuel, der steckt durch zu Matern und der zimmert die Kugel aus 14 Metern mit einem satten Strahl in den linken Giebel (82.). Ein toller Treffer, der für reichlich Aufregung auf beiden Trainerbänken sorgte: „Nicht schon wieder“, stöhnte der USC, „hoffentlich geht da noch was“, rieben sich die Gäste die Hände.

Gegen die entblößte SSV-Abwehr kam es in den Schlussminuten naturgemäß zu besten Konterchancen, doch weder Tom Bein (87., klasse gehalten von Ladehof!), noch Michel Blunck (90., knapp vorbei) konnten zur Beruhigung der Trainernerven von Steffen Harms beitragen. Im Gegenteil: Jensen knallte einen SSV-Eckball direkt auf (!) die Latte (90.+3) – und als ein letzter Freistoßpfiff durch Schiri Paul Dühring erfolgte, ging Keeper Ladehof mit nach vorne (90.+4).

3:0 zur Pause, Freistoß in der späten Nachspielzeit und der Gäste-Keeper mit vorne? Da war doch was?! Nicht wenige fühlten sich nun an die Partie vor vier Monaten gegen Tornesch erinnert ( http://www.hafo.de/news/fullnews.php?id=6210)…aber diesmal ging es gut, der Freistoß verpuffte wirkungslos und Harms durfte jubeln – konnte es aber kaum. Zu viel mentale Kraft hatte diese zweite Halbzeit verbraucht, entsprechend fiel auch das Fazit aus: „Ein Sieg, der sich komisch anfühlt“ (siehe „Stimmen“).

Stimmen:

Marcus Fürstenberg (Trainer SSV Rantzau):
Bis kurz vor Schluss habe ich gedacht, wir haben gewonnen, weil wir in der ersten Halbzeit ja auch schon zwei Tore gemacht haben (lacht). Die erste Hälfte lief natürlich überhaupt nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Das war nicht Landesligatauglich. Frühaufsteher sind wir offensichtlich nicht, wir sind noch nicht so ganz in der Landesliga angekommen, haben wieder mit nur einem Tor Unterschied verloren. Aber auf der zweiten Halbzeit kann man aufbauen, hier bei Paloma muss man auch nicht zwingend Punkte holen, um den Klassenerhalt zu schaffen.

Steffen Harms (Trainer USC Paloma):
Ein Sieg, der sich sehr komisch anfühlt. In der ersten Halbzeit haben wir mal wieder vieles richtig gemacht und fast alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir hatten ein gutes Positionsspiel und haben Ball und Gegner laufen lassen. Da war noch alles schön und gut, das 3:0 war völlig ok. Nach der Pause wollten wir natürlich so weitermachen, aber unterm Strich haben wir uns wieder von einer negativen Situation aus der Bahn werfen lassen. Das werden wir in der kommenden Trainingswoche sehr intensiv aufarbeiten. Es kann einfach nicht sein, dass die Spieler einen sehr hohen Anspruch an sich selbst haben, aber bei jedem kleinen Fehler, die im Fußball ja völlig normal sind, in sich zusammenfallen. Und zwar nicht nur um eine Klasse, sondern um fünf! So werden wir in keinem Fall die nötigen Punkte einfahren, um um die Meisterschaft mitzuspielen. Da bin ich auf die Reaktion von den einzelnen Spielern gespannt. Wir haben jetzt oft genug darüber gesprochen, nun sind Taten gefragt! Am Ende sind wir froh, dass wir gewonnen haben. Aber es bleibt noch viel viel Arbeit...

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1945): 5 Spiele: 3 Siege, 1 Remis, 1 Niederlage, 19:15Tore

1951/52: 2:0 / 0:11 Bezirksklasse Elbe (= heutiges Landesliga-Level)
1952/53: 12:0 / 2:2 Bezirksklasse Elbe
2018/19: 3:2 / --- Landesliga Hammonia


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