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01.09.2018
Zwei Spieler im Krankenhaus, ein Punkt auf dem Konto - Meiendorf "unter Schock" von Andreas Killat




vs.


SV Curslack-Neuengamme – Meiendorfer SV 0:0

SV Curslack-Neuengamme: Giese – Spiewak, Papke, Schalitz – Beldzik (39. Mokhlis), Bannasch, Rogge, Wilhelm – Driebel, Radic, Buck (84. Witmütz)
Meiendorfer SV: Alberti (64. Jonas) – Asante, Hercog, Heitbrock, Kaczenski – Sara (46. Shirdel), Kepceoglu – Hallmann (79. Herrdum), Fedai, Monteiro – Düzel
Tore: Fehlanzeige
Schiedsrichter: Johannes Mayer-Lindenberg (HTB): Heitbrock hätte er (statt Gelb) auch vom Platz schicken können (76.) und auch sonst ungewohnt häufig mit eher „halbgaren“ Entscheidungen.
Beste Spieler: Spiewak, Driebel – Hallmann
Zuschauer: 180

„Wir haben schlecht gespielt, kein Vergleich zur Vorwoche. Aber es gibt wichtigere Dinge im Leben“, so begann MSV-Trainer Baris Saglam sein Statement nach dem Spiel auf der Pressekonferenz. „Auf dem Weg zum heutigen Spiel ist unser Spieler Lawrence Schön (21) als Beifahrer in einen heftigen Autounfall verwickelt worden. Da hat es wohl richtig geknallt. Wäre er nicht angeschnallt gewesen…ich mag gar nicht daran denken. So ist er zum Glück mit schweren Prellungen davon gekommen und liegt jetzt im Krankenhaus“. HAFO drückt die Daumen und wünscht gute Besserung!

Die Nachricht erreichte das Team rund eine Stunde vor dem Anpfiff – und neben den sportlichen Umstellungen (Schön war für die Startelf vorgesehen) waren es vor allem die psychologischen Auswirkungen, die die Gäste das gesamte Spiel nicht überwinden konnten. „Er ist in der Mannschaft sehr beliebt und hat viele Freunde“, so Saglam, „da ist klar, dass die Spieler mit dem Kopf nicht bei der Sache sind“.

Damit fiel die komplette rechte Seite beim MSV aus, denn neben Schön fehlte auch der gesperrte Max Rosseburg. „Damit konnten wir heute spielerisch nicht das Niveau der letzten Wochen erreichen. Aber Gesundheit ist das wichtigste im Leben“. Von diesen Umständen wussten die Journalisten und die Zuschauer während des Spiel noch nichts, allerdings fragte man sich tatsächlich, warum die gelb-schwarzen so seltsam gehemmt agierten. Keine Spielfreude, kaum gelungene Aktionen und bis auf einen direkt aufs Tor gezogenen Eckball von Jonas Kaczenski, den Keeper Leon Giese mit einer Faust über die Latte bugsierte (37.), und einen Schuss ans Außennetz von Can Düzel (44., nach Torwartpatzer an der Strafraumkante) auch keine weitere ernsthafte Torchance im gesamten Match.

Doch die Hausherren wussten mit der Ungefährlichkeit des Gegners und der eigenen Dominanz nichts anzufangen. Ohne echten Stürmer (Arnold Lechler mit Bluterguss am Knie verletzt und Timo Lenz auf einer Hochzeitsfeier) und mit neuer Taktik (gegen den Ball 3-4-3 statt 3-5-2) sah es optisch zwar ganz gefällig aus, doch unterm Strich steht die „Null“.

Vor allem der sehr bemühte (aber völlig glücklose) Jonas Buck dürfte heute Nacht noch von so mancher Szene (alp-)träumen. Nach einem kapitalen Missverständnis an der Strafraumgrenze zwischen MSV-Keeper Alberti und Abwehrkante Kevin Heitbrock (ca. 100 KG reine Muskelmasse) fiel das Leder Buck genau vor die Füße, doch der traf aus 20 Metern das leere Tor nicht (16.). Das war sie, die Tausendprozentige. Danach folgten „nur noch“ eine Reihe guter Chancen, aber nichts wirklich Zwingendes mehr.

So erwischte Marvin Schalitz einen Wilhelm-Freistoß nur mit der Fußspitze (18.) und köpfte wenig später genau in die Arme von Alberti (32.). Zehn Minuten vor der Pause war es dann wieder Buck, der sich erst stark gegen Marcin Hercog behauptete, aber mit seinem strammen Schuss aus 18 Metern das Ziel um dreißig Zentimeter verfehlte.

Auch nach der Pause hatten die Vierländer alles unter Kontrolle – und zwei weitere Buck-Chancen. Doch erst rettete Alberti (58.), dann Yannik Jonas (69.). Jonas? Ja, richtig gelesen! Der Meiendorfer Ersatzkeeper kam nach 64 Minuten für Alberti in die Partie. Zuvor hatte es den zweiten großen Schockmoment für die Gäste gegeben: Der etwas übereifrige Neuzugang Hamed Mokhlis war mit viel Tempo und sehr ungestüm im Strafraum mit Meiendorfs Nummer Eins zusammengeprallt und erwischte ihn dabei mit den Stollen (bzw. dem Schuh) am Kopf (59.).

Sofort strömte Blut auf den Kunstrasen! Die stark blutende Schnittwunde (rd. 15cm lang, vom Ohr bis zum Hinterkopf) versetzte das MSV-Team abermals in einen Schockzustand. Der sofort herbeigerufene RTW war zum Glück schnell vor Ort und Alberti wurde ins Krankenhaus gebracht. Nach der fünfminütigen Unterbrechung lief dann bei beiden Mannschaften nicht mehr viel zusammen, nur Mokhlis versuchte es mit einem satten Distanzschuss, der laut krachend an die „Bode“-Werbebande knallte (66.).

Curslack ist damit weiter sieglos (0-4-2), aber CN-Coach Matthias Wulff bleibt optimistisch: „Wir sind absolut gierig nach dem ersten Dreier. Das merkt man unter der Woche im Training, letzten Sonntag bei Teutonia und auch heute. Trotz des fehlenden Selbstvertrauens sind wir sehr dominant aufgetreten und ich glaube, wir stoßen den Bock schon nächste Woche bei HEBC um“.

Das ist angesichts der gestrigen Überraschungssiege von Süderelbe (4:3 gegen Dassendorf) und HEBC (3:1 bei BU) wohl auch dringend nötig, will man nicht weitere sechs Wochen im Tabellenkeller verbringen. Für Meiendorf folgen jetzt drei TSV-Heimspiele in Serie (Wedel, Sasel, Buchholz) – dann hoffentlich mit allen gesunden Spielern an Bord.

Stimmen:

Baris Saglam (Trainer Meiendorfer SV):
Wir haben heute nicht ansatzweise an unser Spiel von letzter Woche anknüpfen können. Unter den Gegebenheiten, die wir heute hatten, müssen wir aber mit dem Punkt zufrieden sein. Außerdem sind manchmal andere Dinge im Leben wichtiger. Bei der Anreise zum heutigen Spiel hat Lawrence Schön leider einen schweren Autounfall gehabt und musste mit starken Prellungen und Platzwunden ins Krankenhaus. An dieser Stelle alles Gute an den Jungen. Ebenso an unseren Torhüter Briant Alberti, der sich im Spiel einen 15cm langen Cut vom Ohr bis zum Hinterkopf zugezogen hat. Das alles hat uns natürlich nicht in die Karten gespielt, wir mussten einige Umstellungen vornehmen. Und jeder weiß, dass bei solchen Vorfällen ein Schock entsteht. Erst vor dem Spiel und dann auch noch eine halbe Stunde vor dem Ende. Aber das Gute an der Sache ist, dass beide Spieler es halbwegs gut überstanden haben. Von daher sind wir mit dem Punkt sehr zufrieden.

Matthias Wulff (Trainer SV Curslack-Neuengamme):
Den Genesungswünschen an Eure beiden Spieler kann ich mich nur anschließen. Hoffentlich geht es beiden schnell wieder gut. Die erste Halbzeit war ein Geduldsspiel, beide Teams haben taktisch sehr gut agiert. Es war mehr ein Abnutzungskampf, als ein Fußballspiel. Trotzdem hatten wir gute Torchancen, belohnen uns aber wieder nicht. Je länger das Spiel lief, umso präsenter waren wir. Unser Matchplan ist komplett aufgegangen. Die Jungs haben eine klasse Mentalität gezeigt und wir haben das Spiel dominiert. Deswegen ist es sehr bitter, dass wir nicht den ersten Dreier landen konnten. Trotzdem können wir aus diesem Spiel einige positive Dinge mitnehmen.

Statistik:
Gesamt-Punktspielstatistik aus Sicht des Gastgebers (seit 1949): 31 Spiele: 11 Siege, 7 Remis, 13 Niederlagen, 48:54 Tore

1979/80: 1:1 / 3:4 Landesliga Hansa
1980/81: 0:2 / 1:2 Landesliga Hansa
1981/82: 3:2 / 2:1 Landesliga Hansa
1982/83: 1:1 / 0:1 Landesliga Hansa
1999/00: 1:1 / 1:4 Landesliga Hansa
2006/07: 2:2 / 0:2 Hamburg-Liga
2007/08: 2:2 / 0:3 Hamburg-Liga
2008/09: 3:1 / 0:2 Oberliga Hamburg
2009/10: 3:4 / 1:2 Oberliga Hamburg
2010/11: 3:2 / 1:3 Oberliga Hamburg
2011/12: 1:0 / 2:1 Oberliga Hamburg
2012/13: 3:1 / 1:0 Oberliga Hamburg
2013/14: 4:1 / 1:3 Oberliga Hamburg
2014/15: 2:1 / 2:2 Oberliga Hamburg
2015/16: 1:3 / 3:0 Oberliga Hamburg
2018/19: 0:0 / --- Oberliga Hamburg


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