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29.09.2018
Altona grüßt weiter von ganz oben - Algan kann also doch Gramkowweg von Andreas Killat




von Jan Schubert


vs.


SV Curslack-Neuengamme – Altona 93 1:2 (0:1)

SV Curslack-Neuengamme: Giese – Brudler, Papke, Keklikci (69. Künkel) – Beldzik (72. Kerschke), Rogge, Schalitz, Wilhelm - Radic (46. Buck) – Mokhlis, Lenz
Altona 93: Grubba – Müller, Yilmaz, Atug – Gebissa, Wachowski, Schultz, Siebert – Metidji (66. Hacker), Boock (75. Kunter) - Tüter (82. Akoteng-Bonsrah)
Tore: 0:1 Schultz (41.), 0:2 Tüter (62.), 1:2 Wilhelm (78., FE)
Gelb-Rot: Wachowski (64., wdh. Foulspiel)
Schiedsrichter: Christian Okun (BSV 19): Lag für den neutralen Beobachter bei allen spielentscheidenden Situationen richtig, auch bei der Ampelkarte gegen Wachowski (64.) und beim Elfmeter nach Foul von Yilmaz gegen Lenz (78.). Doch den Curslacker Ehrenbürgertitel wird er nicht erhalten – die Gastgeber haderten mit dem Spielleiter, nicht nur wegen des vermeintlichen Elfmeters kurz vor der Halbzeit (41.).
Beste Spieler: Keiner - Wachowski
Zuschauer: 304

War es aufgrund seiner schlechten Statistik als AFC-Trainer am Gramkowweg? Oder doch ob der nicht geringen Fahrentfernung in den östlichsten Hamburger Randbezirk? „Die Spiele in Curslack möchte man nicht haben, die sind immer unangenehm“, hatte Altona-Coach Berkan Algan vor der Partie beim SV Curslack-Neuengamme ehrlich, wie ihm nun mal der Schnabel gewachsen ist, gesagt. Möglicherweise geisterten dem 41-Jährigen die letzten beiden Auftritte noch im Kopf herum.

Am 34. Spieltag der Saison 2015/16 echauffierte sich ein ungeduldiger Algan nach der 0:3-Pleite darüber, wie lange ihn die SVCN-Verantwortlichen am Tisch der Pressekonferenz warten ließen. Damals hatte er eine B-Elf auflaufen lassen, um vor den Aufstiegsspielen in die Regionalliga und dem Oddset-Pokal-Finale – beide Missionen misslangen letztlich - keine Verletzungen zu riskieren. Und beim nächsten Vierlanden-Gastspiel am 8. April 2017 (2:2) benahmen sich einige Altonaer Anhänger gehörig daneben, bedrängten am Ausgang der Sportanlage Gegnerakteur Sebastian Spiewak und andere Curslacker Zuschauer – unschön. Spiewak wurde nach einem unglücklichen Zusammenprall mit A93-Torwart Tobias Grubba, bei dem sich Letztgenannter schwer verletzte, zum Buhmann. Doch dieses Mal gab es seitens der Gäste keinen Grund für Unentspanntheit: 2:1-Auswärtssieg, Tabellenführung verteidigt und obendrein Algans erstes Erfolgserlebnis als Trainer am Gramkowweg.

Da blühte beim ehemaligen Edeltechniker Algan sogar der Flachs: Auf die Frage, ob er so eine Szene wie die aus der 33. Minute schon mal erlebt habe, als sein Spieler Niklas Siebert mit seinem Schuss zuerst Unterkante der Latte, dann Innenpfosten und final doch nicht das Tor getroffen hatte, entgegnete der ehemalige Profi mit Grinsen auf dem Gesicht: „Öfter. Das passiert. Aber den muss man genauer schießen.“ Manchmal ist Fußball wirklich simpel…
Tja: Wer vorneweg turnt, der hat nun mal gut lachen – und kann im Zweifel auch über diverse Hochkaräter, welche die Gäste im ersten Durchgang liegen ließen, hinwegsehen. Dabei startete Altona 93 keinesfalls gut und hätte nach gefühlten 9,7 Sekunden zurückliegen können: Seyhmus Atug unterlief einer von etlichen Stellungsfehlern, Timo Lenz zielte aber aus halbrechter Position zehn Meter vor dem Kasten drüber (1.).

20 Minuten brauchte der Favorit, um sich zu akklimatisieren – und machte zunächst den Torsteher der Heimelf, Leon Giese, zum starken Rückhalt: Der 24-Jährige ließ zunächst Tolga Tüter und Hischem Metidji bei ihrer Doppelchance verzweifeln (25.), wenig später wehrte er glänzend gegen Siebert ab, bevor dessen zweiter Versuch wie oben beschrieben doppelt an die Stange klatschte (33.).

Dass Giese dann aber doch bezwungen wurde, lag an der individuellen Klasse des AFC-Kapitäns: Nachdem der SVCN-Hüne erneut großartig gegen Tüter pariert hatte und seine Vorderleute nicht richtig klären konnten, zielte Marco Schultz aus 18 Metern ganz genau, traf den Innenpfosten und von da aus ins Ziel zur Führung (42.). „Das war ein überragendes Tor“, befand auch Curslack-Trainer Matthias Wulff, der bei der deutlichen Leistungssteigerung seiner Eleven im Vergleich zur entsetzlichen letzten Heimvorstellung gegen den Niendorfer TSV (0:5) viel Gutes sah, aber auch hadern durfte: Zunächst ließ im „Duell der Eichenschränke“ nach einer Freistoßflanke Altonas Verteidiger Lennart Müller den zum Kopfball stürmenden Marvin Schalitz gerade noch vertretbar wieder los (41.) – Schalitz kam dennoch zu Fall und hätte wenige Augenblicke vor dem 0:1-Rückstand gern den Strafstoß gehabt: „Für mich der klarste Elfmeter, den ich diese Saison gesehen habe. Der Schiedsrichter meinte aber, dass man ihn geben kann, aber nicht muss“, schilderte Curslacks Nummer 18 eine kurze Unterredung mit dem Referee. Zur fahrigen Leistung von Atug hätte ein Eigentor nach scharfer Eingabe von Lenz gepasst, doch Torwart Grubba rettete die Halbzeitführung (43.).

Dann zeigte sich, warum Altona 93 oben und der SVCN weniger als mittelprächtig dasteht: Tolga Tüter nutzte die einzige Offensivszene der Gäste zum 2:0, auch weil Giese etwas zu zögerlich sein Gehäuse verlassen hatte (61.). Doch es wurde noch ein zittriger Arbeitstag für den Regionalliga-Absteiger: William Wachowski, spielprägende Erscheinung im Mittelfeld, musste mit Gelb-Rot runter (64.) – und als Witalij Wilhelm dann noch einen Foulelfmeter zum Anschlusstreffer versenkte, glaubten die Gastgeber zumindest wieder an den Punktgewinn (78.) Dazu kam es aber nicht mehr, weil Mark Brudler an Grubba scheiterte (79.), Altonas Nummer eins abermals gegen Schalitz zur Stelle war und der Nachschuss von Florian Rogge vorbeirauschte (84.).

„König Berki erobert Curslack?“ - Na ja, dafür reicht Altonas Sieg freilich nicht, aber Algan kann auch Gramkowweg: „Der Sieg war verdient, auch wenn uns die gelb-rote Karte aus der Fassung gebracht hat. Der Ausgleich hätte fallen können, doch wir haben uns dagegen gestemmt. Das macht mich sehr stolz“, sagt der Trainer des Oberliga-Ersten.

Hingegen wartet Wulff noch immer auf seinen persönlichen Heim-Einstandsdreier als SVCN-Chefcoach. Sechs Heimspiele, drei Remis, drei Pleiten (und nur drei erzielte Tore) – keine Traumbilanz. Mittlerweile könnten die Beobachter beinahe glauben, für Wulff wären die Partien am Gramkowweg unangenehm – was natürlich Unsinn ist: „Wir sind trotz gutem Spiel natürlich enttäuscht. Gegen Buchholz, Condor und Meiendorf waren wir die klar bessere Mannschaft, da hätten wir eher gewinnen müssen als heute. Aber grundsätzlich ist es wichtig, gerade auch zu Hause Punkte zu holen.“

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1919): 31 Spiele: 12 Siege, 3 Remis, 16 Niederlagen, 46:56 Tore

1971/72: 5:1 / 1:0 Amateurliga Hansa-Staffel
1973/74: 3:4 / 0:4 Landesliga Hamburg (= OL/VL)
1974/75: 1:2 / 1:0 Landesliga Hamburg
1975/76: 1:3 / 1:1 Landesliga Hamburg
1976/77: 2:1 / 0:1 Landesliga Hamburg
1977/78: 0:3 / 0:3 Landesliga Hamburg
1978/79: 1:2 / 1:4 Verbandsliga Hamburg
2009/10: 1:4 / 1:0 Oberliga Hamburg
2010/11: 3:1 / 0:1 Oberliga Hamburg
2011/12: 4:1 / 3:2 Oberliga Hamburg
2012/13: 2:1 / 1:2 Oberliga Hamburg
2013/14: 2:0 / 1:4 Oberliga Hamburg
2014/15: 2:3 / 2:1 Oberliga Hamburg
2015/16: 3:0 / 1:1 Oberliga Hamburg
2016/17: 2:2 / 0:2 Oberliga Hamburg
2018/19: 1:2 / --- Oberliga Hamburg


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