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08.10.2018
Interview: Sven Möller – Spieler des Jahres von Andreas Killat



Zur Person:
Sven Möller
geb.: 01.07.1990 in Nettelnburg
Beruf: Projektmanager (und Betreiber des Mode-Labels „BrokenSystem“)
Freundin: Maike (28), Mode-Bloggerin
Spitzname: „Mölli“

Statistik:
258 Oberliga-Spiele / 84 Tore (für Lohbrügge, Curslack, Dassendorf)
Erstes OL-Spiel: 08.08.2009 VfL Lohbrügge – Cordi 1:1 (67. eingewechselt)
Erstes Mal Startelf: 16.8.09 bei BU (1:1) – und gleich eine Rote Karte kassiert (57.)
Erstes OL-Tor: 27.04.2010 (in seinem 17. OL-Spiel) beim 1:3 gegen Lurup (83.)
Größte Erfolge:
Niedersachsen-Meister 2014 (mit dem LSK)
Hamburger Meister 2015, 2016, 2017, 2018
Oddset-Pokalsieger 2018
Pokalsieger 2003 mit der D-Jugend (SVNA)

Bisherige Vereine/Stationen:
Jugend:
1995-2005 SVNA und 2005-2009 VfL Lohbrügge
Herren:
VfL Lohbrügge (01.07.2009 – 30.06.2010)
SV Curslack-Neuengamme (01.07.2010 – 30.06.2013)
Lüneburger SK Hansa (01.07.2013 – 30.06.2014)
TuS Dassendorf (seit 01.07.2014)

Training statt HFV-Jahresempfang

Am 3. September 2018 wurde Sven Möller (28) zum „Spieler des Jahres 2018“ gewählt, war bei der HFV-Gala allerdings nicht vor Ort. Hat er etwa selbst gar nicht an seine Wahl geglaubt?

„Auch wenn die Veranstaltung sicher ganz nett ist – mir ist schon immer das Training wichtiger gewesen. Außerdem gebe ich zu, dass ich nicht wirklich mit der Wahl gerechnet habe. Es war zwar eine richtig geile Saison (Meister, Pokalsieger, 21 Tore geschossen), aber Dassendorf ist ja nicht die beliebteste Truppe im Hamburger Raum. Umso mehr freue ich mich über die Auszeichnung, das ist schon etwas Besonderes und reflektiert diese einmalige Saison“.


Strahlender Sieger: Sven Möller mit der HFV-Urkunde. Foto: Alexander Knull

Wahlergebnis zum Spieler des Jahres 2018:
1. Sven Möller (TuS Dassendorf), 24,4%
2. Jeremy Wachter (TuS Osdorf), 21,8%
3. Felix Drinkuth (Eintr. Norderstedt), 21,6%
4. Nick Scharkowski (SC Victoria), 17,6%
5. Aytac Erman (Teutonia 05), 14,6%

Mama hat mich mit Fußball infiziert

Wie und wann fing denn eigentlich alles mit dem Fußball für Dich an?
„Meine Mama war Alleinerziehend und wollte für mich immer nur das Beste. Ihr war ein familiäres Umfeld und soziale Kontakte wichtig, hat mich deswegen beim Verein SVNA angemeldet und schon mit fünf Jahren zum Training gefahren. Von da an war ich mit Fußball infiziert“.

Gab es damals jemanden, der Dich sozusagen „entdeckt“ hat?
„Das war 2005 Arne Baumann vom VfL Lohbrügge. Der hat mich zum Probetraining eingeladen und wollte mich unbedingt haben. Das war eine ganz neue Erfahrung für mich. Nach 10 Jahren bei SVNA habe ich dann Mama informiert und als fünfzehnjähriger selbst entschieden, das zu machen“.

Du hast also Dein „Schicksal“ schon früh in die eigenen Hände genommen.
„Ich war leider nie bei irgendwelchen Sichtungs- oder Stützpunkttrainings für Auswahlmannschaften, das wollte der SVNA damals nicht. Hätte ich als Kind schon früher davon gewusst, dass es sowas überhaupt gibt, hätte ich es gerne gemacht“.

Schiedsrichterin Sandra Pansch bleibt unvergessen

Was fällt Dir zu Sandra Pansch ein?
„Den Namen werde ich nie vergessen (lacht laut los)! Die hat mir bei meinem ersten Startelf-Einsatz im Herrenbereich (am 3. Spieltag, 16.08.2009) gleich die Rote Karte gezeigt. Natürlich völlig unberechtigt (lacht). Ich hatte schon damals ein loses Mundwerk und bin ihr wohl quer gekommen“.


Schiedsrichterin Sandra Pansch zeigt dem sichtlich verdutzten Sven Möller „Rot“. Foto: André Matz

Danach warst Du drei Monate nicht im Kader und hast erst wieder im November gespielt.
„Das war aber nicht die Schuld von Sandra (lacht). Ich hatte damals große Probleme mit einer Schambeinentzündung, war lange beim legendären Sportphysiotherapeuten Gerhard Puchmüller in Behandlung, konnte kaum laufen“.

Nach dem Abstieg des VfL ging es weiter nach Curslack. Quasi durch einen prominenten „Spielervermittler“, oder?
„Wir haben im März 2010 mit Lohbrügge in Norderstedt gespielt, da hat mich Jörn Großkopf beobachtet und wollte mich zur U23 von FC St. Pauli holen. Ich war dort auch zu einem Probetraining, aber leider wurde daraus nichts“.

“Profi“-Traum 2010 geplatzt

Woran ist es gescheitert?
„Das weiß ich bis heute nicht. Ich dachte, es sei alles schon fix. Das werde ich nie vergessen: Ich war in einer Vorlesung in der Uni und mein Handy klingelte: Jörn Großkopf! Ich war sehr aufgeregt und habe mich schon gefreut. Sehr enttäuschend“.

Großkopf hat Dich stattdessen nach Curslack vermittelt?
„Ja genau. Er ist ja sehr gut mit Torsten Henke befreundet. Und zwei Sekunden, nachdem das Gespräch mit Großkopf beendet war, rief „Henko“ bei mir an. Wir haben den Wechsel dann am selben Tag noch fertig gemacht“.

In Lüneburg war alles professioneller

Nach drei Jahren in den Vierlanden hast Du 2013 sozusagen erstmals Dein Heimatgebiet verlassen und bist in die Oberliga Niedersachsen zum Lüneburger SK gewechselt. Was war dort anders?
„In Lüneburg war alles professioneller. Da gab es plötzlich einen Laktattest, es wurde die Wäsche gewaschen und sich um alles gekümmert. Weil wir alles ganz junge Spieler und zumeist noch Schüler und Studenten waren, konnten wir außerdem häufig schon vormittags oder am frühen Nachmittag trainieren“.

Und dort hast Du dann ja auch Deinen heutigen Trainer Elard Ostermann erstmals kennengelernt!
„Ja genau. Mit Elard hatte ich zum ersten Mal einen richtig guten Trainer im Herrenbereich, der echt Ahnung von Fußball hat und mich in meiner Entwicklung unheimlich vorangebracht hat. Wir hatten eine richtig junge Truppe, haben immer vor über 1.000 Zuschauern gespielt und wollten unbedingt in die Regionalliga aufsteigen“.

Das hat ja auch geklappt. Doch nach der gewonnen Meisterschaft bist Du im Sommer 2014 nicht mit dem LSK in die Regionalliga hochgegangen, sondern nach Dassendorf gewechselt.
„Ich wollte wirklich sehr gerne höher spielen, aber es passte damals einfach nicht zu meiner persönlichen Situation. Ich war „armer Student“ (Mode- und Textilmanagement), habe in Bergedorf in einer WG gewohnt, bin immer mit dem Auto nach Lüneburg gedüst und hatte monatlich 300 Euro Benzinkosten. Das ging nicht mehr“.


Sven Möller bejubelt eines seiner bisher 56 TuS-Tore. Foto: Hanno Bode

Wechsel nach Dassendorf – aber nur mit „Benno“

Für Dassendorf war das sozusagen ein Glücksfall. Und das auch noch im Doppelpack?!
„Als feststand, dass ich mich mit dem LSK nicht einigen kann, stand sofort Jan Schönteich mit dem Fuß in der Tür. Und als dann auch noch mein bester Kumpel Henrik Dettmann („Benno“) vom HSV zur TuS wechselte, war schnell alles klar“.

Dein Vertrag läuft im Sommer 2019 aus. Wann wird verlängert?
„Ich halte mich da an Henrik. Und er sich an mich. Das war bisher immer so, uns beide gibt es nur im Doppelpack (lacht). Wir sind beide in Bergedorf aufgewachsen und als ich damals 2005 zum Probetraining in Lohbrügge war, spielte „Benno“ dort schon (und ging dann zum HSV). Außerdem habe ich über ihn meine Freundin Maike kennengelernt, sie ist nämlich die beste Freundin von seiner Lebensgefährtin“.

Mode-Label und Schuh-„Tick“

Euer Liga-Manager Alexander Knull sagt, Du hast einen „Schuh-Tick“?!
„Haha, ja da ist was dran. Ich sitze manchmal vier Stunden am PC um mir neue Sneaker zu sichern. Und auch beim Fußball wechsel ich sehr häufig die Buffer, das ist immer eine Frage des Gefühls“.

Nicht nur Deine Freundin Maike ist als Mode-Bloggerin sehr erfolgreich, auch Du hast Dich mit dem Mode-Label „BrokenSystem“ selbstständig gemacht.
„Das läuft jetzt seit einem Jahr. Neben viel Spaß an der Sache steckt da aber auch sehr viel Aufwand hinter. Ich habe Mode- und Textilmanagement studiert und wollte schon immer was eigenes designen. Es wäre toll, wenn daraus eine erfolgreiche Sache wird. Der Markt ist aber dicht besiedelt“.

Ich habe die Gene von Thomas Müller

Du hast in den letzten vier Jahren nur zwei Punktspiele verpasst (1xGelbsperre und gegen Osdorf geschont fürs Pokalfinale), bist nie verletzt. Wie macht man das?
„Gute Frage! Ich habe wohl die Gene von Thomas Müller (FC Bayern), der hat ja eigentlich auch nie größere Probleme mit den Bändern oder so. Wenn man immer Vollgas gibt, dann ist das gut für die Muskeln und Bänder. Außerdem esse ich genau wie Joe Warmbier sehr gerne Käse-Lauch-Suppe mit Hack – darüber haben wir schon viel gelacht und gesagt, dass wir deswegen verletzungsfrei sind. Bis es ihn jetzt ja leider am Kreuzband erwischt hat (klopft auf den Holztisch)“.

Dann wünschen wir guten Appetit, eine weiterhin verletzungsfreie Karriere und bedanken uns ganz herzlich für das Interview!

Alle bisherigen Spieler des Jahres:
2018: Sven Möller (TuS Dassendorf)
2017: Nick Brisevac (Altona 93)
2016: Felix Brügmann (Altona 93)
2015: Jan-Marc Schneider (HR)
2014: Sascha Kleinschmidt (SC Condor)
2013: Jan Lüneburg (FC Elmshorn)
2012: Benny Hoose (SC Victoria)
2011: Arne Gillich (TSV Buchholz 08)
2010: Stephan Rahn (SC Victoria)
2009: Deran Toksöz (FC Bergedorf 85)
2008: Matthias Reincke (ASV Bergedorf 85)
2007: Stephan Rahn (SC Victoria)
2006: Felix Luz (FC St. Pauli)
2005: Sven-Arne Klein (ASV Bergedorf 85)
2004: Matthias Reincke (ASV Bergedorf 85)
2003: Florian Mohr (SC Concordia)
2002: Philipp Albrecht (FC St. Pauli Amateure)
2001: Hauke Brückner (FC St. Pauli Amateure)
2000: Benjamin Kruse (HSV Amateure)
1999: Ivan Klasnic (FC St. Pauli)
1998: Marinus Bester (VfL 93)
1997: Daniel Stendel (HSV A)
1996: Hasan Salihamidzic (HSV Amateure)
1992: Walter Laubinger (VfL 93)
1991: Thorsten Lüneburg (Raspo Elmshorn)


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