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20.10.2018
Dassendorf lässt zu Hause weiter Federn von Andreas Killat




vs.


TuS Dassendorf – Meiendorfer SV 0:0

TuS Dassendorf: Gruhne – M. Lenz, Aust, Karikari (79. Saqib) – Nägele, Dettmann, Hinze (70. Carolus), Kurczynski (70. Suntic) – Maggio, Möller – von Walsleben-Schied
Meiendorfer SV: Alberti – Rosseburg, Tatsis, Heitbrock, Kaczenski (78. Sharifi) – Sara, Hercog – Schön (70. Düzel), Zazai, Varela Monteiro (85. Hoti) – Asante
Tore: Fehlanzeige
Schiedsrichter: Tim Wöllmer (FC Süderelbe): Hätte das Zeitspiel der Gäste von Anfang an unterbinden müssen. Stattdessen tat er es – bis auf eine (!) Ermahnung - gar nicht. Sein SRA (N. Sethmacher) verhöhnte mit einem unnötigen Spruch die Dassendorfer Bank („Null Tore“, 72.), das war mehr als unnötig und ziemlich respektlos. Kein Glanztag für das Gespann.
Beste Spieler: Fehlanzeige – Alberti
Zuschauer: 152

„Jetzt würden wir das Spiel doch ganz gerne auf morgen verlegen“, scherzte TuS-Sponsor Michael „Kobra“ Funk nach dem mageren 0:0 auf der Pressekonferenz. „Ne, unsere Jungs sind kaputt“, entgegnete Co-Trainer Tobias Sävke lachend. Hintergrund: Weil Chef-Coach Baris Saglam heute auf der Hochzeit seines Bruders weilt, wollte der MSV eigentlich gerne erst am morgigen Sonntag am Wendelweg antreten, doch die Anfrage kam sehr kurzfristig und war von den TuS-Verantwortlichen nicht mehr umsetzbar.

Die auf dem Papier stehende 4-2-3-1-Taktitk der Gäste galt nur für ungefähr 40 Sekunden nach dem Anstoß – den Rest der Spielzeit igelte sich der MSV in einem gefühlten 5-5-0 in seiner eigenen Hälfte ein. „Das kennen wir ja schon und ich finde, wir haben das auch geduldig und vernünftig gemacht“, analysierte TuS-Coach Elard Ostermann, vergangenen Montag gerade 50 Jahre jung geworden, „doch ein Ding muss da auch mal reinflutschen“. Damit waren die drei Großchancen der ersten halben Stunde gemeint: Sven Möller (9.) und Mattia Maggio (18.) waren am überragenden Keeper Briant Alberti gescheitert und Kristof Kurczynski köpfte aus wenigen Metern völlig freistehend über das Tor (28.).


Kristof Kurczynski kann es nach seiner Kopfballchance nicht fassen. Foto: Hanno Bode

Doch mit jeder gegentorlosen Minute, die die Gäste zudem immer wieder geschickt mit Zeitspiel von der Uhr nahmen, wuchs der Glaube und die Hoffnung auf einen Punktgewinn bei den Meiendorfern. Dassendorf hatte annähernd 100% Ballbesitz und minutenlang überquerte kein MSV-Spieler die Mittellinie, aber am Ende scheiterte der Serien-Meister entweder an seinen Nerven, oder an Alberti.


Schied (r.) guckt verzweifelt, Matchwinner Briant Alberti klatscht vor Freude in die Hände. Foto: Hanno Bode

Denn auch im zweiten Durchgang hielt der muskulöse 1,90-Meter-Mann seinen Kasten sauber. Maggio versuchte es nach schöner Hereingabe von Pascal Nägele etwas zu lässig mit der Hacke (76.), Danijel Suntic zielte aus 16 Metern knapp vorbei (84.) und Henrik Dettmann musste mit ansehen, wie sein Geschoss von Alberti noch aus dem Giebel gekratzt wurde (87.). So blieb es am Ende torlos – für die Gäste nichts Neues am Wendelweg (siehe Statistik), aber eben ein Riesenerfolg. Weniger schön hingegen drei andere Geschichten:

Unglücksrabe Lawrence Schön, vor ein paar Wochen erst in einen schweren Autounfall verwickelt, verletzte sich an der Schulter (70., vermutlich eine Sehne gerissen) und wurde mit dem Rettungswagen zum Röntgen ins Krankenhaus gefahren.


Lawrence Schön (2.v.l.) wird mit dem RTW weggebracht. Foto: Hanno Bode

Zwei Minuten später leistete sich SR-Assistent Nicolas Sethmacher einen unnötigen Spruch Richtung Dassendorfer Bank. Zuvor hatten diverse TuS-Offizielle beklagt, dass es schon 40 Fouls gab und zwei Bälle im Spiel waren (vom MSV zwecks Zeitspiel eingestreut), da grinste der Assistent Richtung Bank: „Und Ihr habt null Tore“. Ostermann schoss aus seinem Stuhl hoch: „Benimm Dich mal“ und ergänzte auf der Pressekonferenz: „Es ist sicher nicht die Aufgabe des Assistenten, eine Mannschaft mit Äußerungen zu provozieren“.

Der dritte unschöne Aspekt hat weniger mit der heutigen Partie zu tun, spielt möglicherweise aber auch hinein. TuS-Kapitän Amando Aust hatte sich sehr über die erneute Einladung zur Nationalmannschaft von Gambia gefreut und wäre eigentlich vom 8.10.-17.10. international unterwegs gewesen, um mit seinem Land gegen Togo in zwei Partien (12.10./16.10.) um die Qualifikation für den AFCON 2019 (Africa Cup of Nations) zu kämpfen. Sein Verein TuS Dassendorf hätte ihn natürlich auch abgestellt (auch wenn der HFV dafür keine Spiele verlegt, dafür muss man bekanntlich schon Futsaler sein). Doch ausgerechnet sein Uni-Professor zerstörte den Traum. Aust: „Mit dem Verein und meiner Arbeitsstelle war schon alles klar. Zwar hätte ich wegen einer Prüfung an der Uni erst am 10. Oktober nachfliegen können, doch das wäre für den Nationaltrainer kein Problem gewesen. Doch dann musste ich laut Uni auch noch eine Präsentation am 16. Oktober halten. Das verstehe ich überhaupt nicht, das hätte man auch Ende Oktober nachholen können. Schließlich ist die Präsentation schon fertig und muss nur noch vorgestellt werden. Da war ich total enttäuscht, aber die Uni ließ nicht mit sich reden. Das hat mich ziemlich runtergezogen. Ich hätte am 16. Oktober in meinem Heimatland Gambia vor über 20.000 Zuschauern ein wichtiges Quali-Match bestreiten können. Sehr enttäuschend“.

Stimmen:

Tobias Sävke (Co-Trainer Meiendorfer SV):
Wir wussten, dass uns hier heute eine Defensivschlacht erwartet und haben das unter der Woche akribisch trainiert. Das ist normalerweise nicht unsere Art und wir versuchen eigentlich immer mitzuspielen, aber aufgrund der personellen Situation ging es nicht anders. Von unseren 28 Leuten hatten wir heute nur 17 im Kader. Ein Riesen-Lob an meine Mannschaft, sie hat das mit taktischer Disziplin und großer Leidenschaft hervorragend umgesetzt und sich den Punktgewinn verdient. Es war sozusagen von uns gewollt, dass Dassendorf nahezu 100% Ballbesitz haben wird, aber trotzdem wollten wir eigentlich etwas weiter vorne stehen, wurden aber mit aller Macht hinten reingedrückt. Da habe ich als Trainer auch nicht eingegriffen. Wenn die Jungs sich fünf Meter weiter hinten wohler fühlen, ist das ok. Und es hat ja funktioniert. Wir hatten aber auch etwas Glück. Wir hätten nach einer halben Stunde auch 0:3 hinten liegen können, alles kann man eben nicht verteidigen. Aber unser Torwart hat uns den Punkt gerettet, eine ganz starke Leistung, so stelle ich mir das vor.

Elard Ostermann (Trainer TuS Dassendorf):
Ich bin noch ein bisschen fassungslos über diesen Spielverlauf. Ja, es waren fast 100% Ballbesitz, aber von den Großchancen MUSS einfach eine reingehen. Je länger das Spiel dann dauert, wittert der Gegner natürlich seine Chance. Die ständige Zeitspielerei hat uns total aus dem Rhythmus gebracht. Den Meiendorfern laste ich das nicht an, aber der Schiedsrichter muss das unterbinden. Spätestens, als bei einem Freistoß vor der Ausführung zweimal der Ball weggeschossen wird, hätte er mal Gelb zeigen und den Gegner zu mehr Tempo auffordern müssen. Trotzdem sind wir natürlich selber für die Leistung und das Ergebnis verantwortlich, aber es war nach den vielen Unterbrechungen schwer, das Spiel immer wieder neu zu beschleunigen. Meiendorf hat das sehr clever gemacht und der Torwart hat heute eine sehr sehr gute Leistung gezeigt.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1949): 13 Spiele: 8 Siege, 3 Remis, 2 Niederlagen, 35:16 Tore

1997/98: 5:0 / 5:4 Verbandsliga Hamburg
1998/99: 5:0 / 2:1 Verbandsliga Hamburg
2001/02: 0:0 / 1:8 Verbandsliga Hamburg
2013/14: 1:0 / 1:1 Oberliga Hamburg
2014/15: 5:0 / 1:2 Oberliga Hamburg
2015/16: 6:0 / 3:0 Oberliga Hamburg
2018/19: 0:0 / --- Oberliga Hamburg


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