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21.10.2018
Ein "Gänsehaut"-Feeling der besonderen Art von Andreas Killat


präsentiert:


vs.


Niendorfer TSV – SC Condor 2:1 (1:1)

Niendorfer TSV: Kindler – Agdan, Benn, Doege, Speck – Karow, Ercetin – Streubier (84. Apau), Thiessen (77. Merkle), Brückner – Wilhelm
SC Condor: Hebbeler – Choi, Vinberg, Niederstadt, M. Cholevas – Bonewald (79. Vass), Grablewski – Ilic, Iscan (46. Löw), Dikenli – Sousa
Tore: 1:0 Benn (13.), 1:1 Dikenli (29.), 2:1 Wilhelm (83.)
Schiedsrichter: Murat Yilmaz (FC Türkiye): Beide Teams meckerten viel, waren dabei aber wohl eher mit dem eigenen Spiel unzufrieden. Der Schiedsrichter hatte jedenfalls ganz gewiss keine Schuld an der zerfahrenen Partie, beide Freistöße (die zu Toren führten) waren berechtigt.
Beste Spieler: Doege, Brückner – Niederstadt
Zuschauer: 69

„Da krieg ich Gänsehaut“, pustete NTSV-Coach Ali Farhadi in der 84. Minute tief durch, als er mit Einwechselspieler Kevin Apau zur Fahne an der Mittellinie schritt. Denn Sekunden zuvor hatte Malte Wilhelm, wie schon vor zwei Wochen gegen Buchholz, ein ganz wichtiges und besonderes Tor erzielt. „Wahnsinn, was er da für einen Ball rausgeholt hat. Da hat ja kein Blatt Papier mehr dazwischen gepasst, eigentlich ist das gar nicht seine Entfernung“, so Farhadi.

Gemeint war damit der Freistoß aus gut 24 Metern Entfernung, den Wilhelm perfekt mit rechts über die Mauer in den linken Giebel schlenzte (83.). Zuvor hatte sich noch Daniel Brückner mit dazugestellt, „damit der Torwart denkt, es schießt ein Linksfuß“. Aber Keeper Leo Hebbeler war absolut machtlos – und so trotteten die Raubvögel nach dem Schlusspfiff enttäuscht über den Platz. Mit „wirklich dem allerletzten Aufgebot“ (Olufemi Smith) und mehreren angeschlagenen Spielern (Sousa nicht fit, Iscan und Dikenli angeschlagen, Löw mit Trainingsrückstand, Bonewald und Vinberg mit getapter Hand) hatte Condor aufopferungsvoll gekämpft und geackert – doch gegen diesen sprichwörtlichen Sonntagsschuss war kein Kraut gewachsen.

Der Rest der Partie ist relativ schnell erzählt. Spielerisch kam auf beiden Seiten fast gar nichts zustande, es war eine zerfahrene Begegnung mit vielen Fouls, Fehlpässen und Unterbrechungen. Selten, dass ein Team mal länger wie zehn Sekunden den Ball in den eigenen Reihen halten konnte.

So verwundert es kaum, dass alle drei Tore aus Standardsituationen resultierten. NTSV-Kapitän Adam Benn hatte nach einer Brückner-Ecke früh zum 1:0 eingeköpft (13.), Sousa war zugeteilt und hatte ihn am Elfmeterpunkt aus den Augen verloren. Eben jener Sousa wirkte alles andere als austrainiert und konnte nicht ein Laufduell für sich entscheiden, so dass Condor nach vorne quasi nicht stattfand. „Doch wir hatten keinen anderen. Ich war froh, dass er sich aufgeopfert hat“, so Smith zur Leistung von „Addi“.

Ein Tor gelang dem SCC aber dennoch – weil sich Marvin Karow nach einem normalen Zweikampf direkt vorm Sechzehner auf den Ball warf und ihn mit Bauch und Füßen irgendwie blockierte/einklemmte (wohl in der Hoffnung, dafür selbst einen Freistoß zu bekommen). Doch Referee Murat Yilmaz entschied völlig korrekt pro Condor. Gökhan Iscan, der sich mit einer Zerrung herumplagte und zur Halbzeit ausgewechselt werden musste, zirkelte die Kugel aufs Tor, Keeper Marcel Kindler (heute ungewohnt fahrig mit diversen Unsicherheiten) ließ das Leder nach vorne abprallen und Tarik Dikenli traf aus 12 Metern zum 1:1 (29.).

Viel mehr passierte in der folgenden Stunde nicht. Beide Teams zerrieben sich im Mittelfeld, echte Chancen waren absolute Mangelware. Niendorf versuchte es im zweiten Durchgang wenigstens, doch bis auf einen knapp verpassten Kopfball von Lennard Speck (60.) und einen 25-Meter-Kracher von Karow (65.) sprang nichts dabei heraus. Noch weniger zu notieren gab es von den Gästen, die sich zu 100% aufs Verteidigen konzentrierten. Bis auf eine Kontersituation eine Viertelstunde vor Schluss, als ganz Niendorf aufgerückt war und Michael Löw über links durchlief. Doch bei 4:2-Überzahl (!) vergaß „MJ“, den Kopf zu heben, hatte kein Auge für die mitgelaufenen Mitspieler und verstolperte dann gegen Benn (76.).

Und dann kam der „Gänsehaut-Moment“ von Malte Wilhelm…! Für Niendorf, mit nun drei Siegen und 10 Toren am Stück, ein perfekter Spieltag, schließlich ließen fast alle Konkurrenten aus dem oberen Tabellendrittel Federn (Dassendorf nur Unentschieden, Altona und Teutonia sogar mit Niederlagen).

Stimmen:

Olufemi Smith (Trainer SC Condor):
Das tut mir echt leid für die Jungs, sie haben so aufopferungsvoll gekämpft. Natürlich war Niendorf fußballerisch besser und in der zweiten Halbzeit auch die aktivere Mannschaft, aber wir haben sehr gut dagegen gearbeitet und das sehr gut gelöst. Heute musste alles spielen, was wir noch hatten, inklusive diverser angeschlagener Spieler mit Trainingsrückstand. Die Beine waren schwer, einige Jungs sind auf der letzten Felge gelaufen und uns fehlte die Entlastung nach vorne. Dafür haben wir uns wirklich sehr gut gewehrt. Echt ärgerlich, dieses Standard-Gegentor kurz vor Schluss. Das ist aber auch eine hohe Qualität von Malte Wilhelm, den macht er sehr gut. Bitter für uns. Aufgrund der kämpferischen Leistung hätten wir einen Punkt verdient gehabt.

Ali Farhadi (Trainer Niendorfer TSV):
Malte Wilhelm hat mit seinem Tor bei mir Gänsehaut erzeugt. Er hat für das Momentum gesorgt, das wir brauchen. Aber er hat auch eine größere Verantwortung, als viele andere. Er ist eben schon ein paar Jahre länger hier in Niendorf. Wahnsinn, was er da für einen Ball rausgeholt hat. Da hat ja kein Blatt Papier mehr dazwischen gepasst. Es war aber mit Sicherheit kein gutes Spiel. Es war für beide Seiten nicht einfach auf diesem tiefen Boden. Condor hat gut verteidigt und keine Räume freigegeben. Wir haben es zu sehr durch das Zentrum versucht und die Flügel vergessen. Dadurch hingen Dario Streubier und Daniel Brückner in der Luft und haben sich auch noch in die Mitte orientiert – und dann war es da schön dicht und unser Spiel kaputt. Aber das haben die Jungs in der Halbzeit auch gleich selbst begriffen. Die zweite Hälfte war dann viel besser. Man hat gemerkt, dass bei Condor die Durchschlagskraft in der Offensive fehlte, deswegen ist der Sieg unterm Strich nicht unverdient. Aus dem Spiel heraus sah es so aus, als ob uns heute kein Tor mehr gelingt. Glück gehabt, dass der Freistoß reingeht.

Statistik:
Punktspielstatistik aus Sicht des Gastgebers (seit 1957): 33 Spiele, 13 Siege, 5 Remis, 15 Niederlagen, 52:61 Tore.

1970/71: 3:3 / 2:4 Verbandsliga Nord (= Bezirksliga)
1981/82: 0:2 / 2:6 Bezirksliga Nord
2004/05: 3:0 / 1:1 Verbandsliga Hamburg
2005/06: 1:1 / 5:2 Verbandsliga Hamburg
2006/07: 1:3 / 1:2 Hamburg-Liga
2007/08: 3:1 / 1:0 Hamburg-Liga
2008/09: 2:0 / 2:3 Oberliga Hamburg
2009/10: 3:1 / 0:1 Oberliga Hamburg
2010/11: 0:1 / 0:3 Oberliga Hamburg
2011/12: 3:2 / 3:0 Oberliga Hamburg
2012/13: 0:5 / 0:2 Oberliga Hamburg
2013/14: 0:0 / 1:0 Oberliga Hamburg
2014/15: 0:3 / 1:3 Oberliga Hamburg
2015/16: 0:1 / 2:2 Oberliga Hamburg
2016/17: 4:0 / 0:5 Oberliga Hamburg
2017/18: 2:0 / 4:3 Oberliga Hamburg
2018/19: 2:1 / --- Oberliga Hamburg


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