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03.11.2018
Die Chris-Flick-Show: Beste Unterhaltung am Wendelweg von Andreas Killat




vs.


TuS Dassendorf – HEBC 8:0 (4:0)

TuS Dassendorf: Gruhne – M. Lenz, Büchler, Carolus (46. Karikari) – Kurczynski, Dettmann, Louca (67. Saqib), Dittrich – Maggio, Möller – von Walsleben-Schied (57. Rokita)
HEBC: Nennhaus – Hackstein, Ide, Flick, Köhler – Trapp (69. Natusch), Prange – Höricke, Lemke (46. Schulz), Cordasev (46. Puschkaruk) – Bundt
Tore: 1:0 Flick (10., ET), 2:0 Ide (21., ET), 3:0 von Walsleben-Schied (25.), 4:0 Louca (33.), 5:0 Kurczynski (47.), 6:0 Maggio (52.), 7:0 Möller (63.), 8:0 Saqib (71.)
Schiedsrichter: Stephan Timm (SC Egenbüttel): Unauffällig. Also gut!
Beste Spieler: Möller, Kurczynski, Maggio, von Walsleben-Schied, Dittrich – Flick (für seine „Showeinlagen“)
Zuschauer: 191

Erst vier Pflichtspielbegegnungen gab es bisher zwischen beiden Teams (siehe „Statistik“ am Ende des Berichtes), aber eine davon hat geradezu historische Dimensionen. Denn am Sonntag, 29. September 1996 um ca. 12.35 Uhr ging in Eimsbüttel auf dem „Reinmüller“-Platz die längste Serie der Dassendorfer Vereinsgeschichte zu Ende. Nach zuvor 69 (!) ungeschlagenen Partien (58 Siege, 11 Remis) sorgte ein Treffer von Stylianos „Speedy“ Vamvakidis in der 90. Minute für die erste Niederlage seit dem 28. April 1994. „Es war die gefühlt bitterste Niederlage meiner aktiven Laufbahn“, so TuS-Sportchef Jan Schönteich: „Das Tor von Speedy war ein harmloser Kullerball aus 25 Metern, der erst gegen den Pfosten, dann an den Hinterkopf unseres Torwarts und von dort hinter die Linie rollte und nach 2cm liegen blieb. Unser damaliger Trainer Peter Martens musste mich nach dem Schlusspfiff mit einem Wutheulkrampf vom Platz tragen“ (siehe SpoMi-Artikel am Ende des Berichtes).

Doch ernsthafte Sorgen, dass sich heute ähnliches wiederholen könnte, hatte man am Wendelweg natürlich nicht. Zum einen kann die TuS aktuell keine solche Serie vorweisen und zum anderen kann man sich auch irgendwie nur schwer vorstellen, dass Elard Ostermann einen weinenden Spieler stützend vom Platz begleitet. Nach zuletzt zwei sehr souveränen Auswärtssiegen (4:0 bei BU und 3:0 in Sasel) durften die Zuschauer nach 186 torlosen Minuten heute auch endlich wieder am heimischen Wendelweg jubeln – und zwar reichlich!

Der absolut chancenlose Aufsteiger sorgte dabei mit zwei schnellen Treffern sozusagen für seine eigene „Beerdigung“: Erst bugsierte HEBC-Kapitän Chris Flick eine Möller-Ecke in die eigenen Maschen (10.), dann – wieder nach scharfer Hereingabe von Sven Möller - traf auch der andere Innenverteidiger Ilias Ide (21.). Während Flick noch für sich reklamieren konnte, von hinten hart von Marcel von Walsleben-Schied („Ich bin ganz ehrlich, ich war nicht dran am Ball, habe eher den Gegenspieler samt Ball über die Linie gedrückt“) bedrängt worden zu sein, grätschte Ide die Kugel aus fünf Metern „freistehend“ ins eigene Gehäuse.


“Schiedi“ tröstet Chris Flick nach dessen Eigentor zum 1:0. Foto: Hanno Bode

Schon bei diesen beiden Treffern sah Keeper Tino Nennhaus nicht gut aus - und irrte dann nach einer Dittrich-Flanke erneut ziellos durch seinen Fünfmeterraum. „Ersatz-Kapitän“ Schied („Wenn keiner die Binde haben will, nehme ich sie gerne. Auch wenn es eine Kiste Bier kostet“) sagte am zweiten Pfosten „Danke“ und köpfte zum 3:0 ein (25.). Apropos „Kapitän“: Amando Aust war gesperrt (holte sich in Sasel die fünfte Gelbe Karte ab) und „Vize“ Joe Warmbier ist mit Kreuzbandriss langzeitverletzt, so dass eben Schied ran musste. „Heute zu fehlen – das fühlt sich an, als ob ich mein Portemonnaie verloren habe“, scherzte Aust im Gespräch mit Sponsor Michael „Kobra“ Funk – schließlich gibt es ohne Einsatzminute keine Siegprämie.

Nach einem Querschläger von Ide markierte Samuel Louca mit einem strammen Schuss unter die Latte noch vor der Pause das 4:0 (33.) – das Debakel nahm seinen Lauf. Denn Dassendorf kannte (fast) keine Gnade, auch nach dem Seitenwechsel ging es mit viel Lust und Leidenschaft weiter. Kristof Kurczynski staubte aus kurzer Distanz zum 5:0 ab (47.). Immerhin: Die Gäste nahmen es mit Humor. HEBC-Manager „Speedy“ Vamvakidis hatte schon vor dem Spiel geunkt: „Mit einem 0:7 kann ich heute gut leben“ – und Kapitän Chris Flick lieferte (neben dem Eigentor) auf der Außenbahn mehrfach eine coole Show ab: Immer, wenn Maggio geschickt wurde und Flick ins (hoffnungslose) Laufduell musste, gab es für die Zuschauer und Offiziellen was zu lachen. Nach einem langen Ball aus der Abwehr marschierte Maggio mit gefühlt 100 km/h von der Mittellinie los Richtung HEBC-Gehäuse. Flick legte den Kopf in den Nacken, kurbelte mit beiden Armen und pustete laut hörbar kräftig durch: „Oh,oh,oh“. Natürlich konnte er Maggio nicht folgen und der schob ganz überlegt zum 6:0 ins lange Eck ein (52.).


Sorgte für gute Unterhaltung (und konnte trotz allem noch lachen): Chris Flick. Foto: Hanno Bode

Nach einer guten Stunde machte dann auch „Mölli“ endlich sein Tor, nachdem seine beiden ersten Versuche ja vom Gegner ins Netz befördert wurden: Nach einer schönen Hereingabe von Dittrich haute zunächst Maggio freistehend am Elfmeterpunkt über den Ball, aber Möller stand direkt neben ihn und zimmerte das Leder zum 7:0 in die Maschen (63.). Dann war wieder „Flick-Show“ („Oh scheiße, schon wieder“), doch Maggio scheiterte knapp (64.), bevor schließlich „Tor-Joker“ Muizz Saqib (jetzt fünf Pflichtspieltreffer in nur sechs Stunden Einsatzzeit) einen Abpraller zum 8:0 abstaubte (71.).


Mattia Maggio (und Dassendorf) heben Richtung Tabellenspitze ab. Foto: Hanno Bode

„Glück“ für die Gäste, dass weitere Großchancen ungenutzt blieben - doch auch so war es schlimm genug und die dritte Niederlage in sieben Tagen (2:14 Tore). Ganz anders natürlich die Stimmung beim Meister: Neun Punkte in sechs Tagen (15:0 Tore) und die Konkurrenz spielte gestern Abend auch noch mit (Sasel nur 2:2, Teutonia gar 1:3 bei Victoria). „Wir sind wieder da“, hörte man beim obligatorischen Jubelkreis (mit „Kapitän“ Schied in der Mitte) nach dem Match, was ein Blick auf die Tabelle (nach dem schlimmen August) bestätigt!

Stimmen:

Jörn Großkopf (Trainer HEBC):
Erstmal muss ich sagen: Ich freue mich heute! Weil ich Elard (Ostermann) und Jan (Schönteich) wiedersehe und außerdem Naddel (Co-Trainer Mirko Petersen) und Sandro Ahrens (TW-Trainer), mit denen ich damals in Eichede zusammen gearbeitet habe. Das ist aber auch schon das einzige, worüber ich mich heute freuen kann. Da bedarf es keiner intelligenten Analyse – jeder hat gesehen, was auf dem Platz los war. Wir haben völlig zu Recht verloren, müssen das aber sofort abhaken. Dassendorf hat eine riesige Qualität, das ist nicht unser Maßstab und da kann man dann auch schon mal acht Stück kriegen. Viel mehr ärgert mich die 2:4-Niederlage am Mittwoch in Pinneberg, darüber müssen wir noch reden. Aber ab morgen gilt es sich mit den kommenden Aufgaben Niendorf, Vicky und Altona zu beschäftigen. Ein nettes Programm, darauf müssen wir uns jetzt konzentrieren. Alles andere führt zu nichts.

Elard Ostermann (Trainer TuS Dassendorf):
Drei Spiele, drei Siege, 15:0 Tore – ich glaube, das hat keiner so wirklich erwartet. Wir auch nicht. Mit dieser kleinen Serie sind wir jetzt nach oben gehoppelt und üben Druck auf Teutonia aus. Aber vor dieser englischen Woche hätte es auch sein können, dass wir 12 Punkte Rückstand haben. So dicht liegt das alles beieinander. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass wir nun so insgesamt die Kurve gekriegt haben. Heute hat uns HEBC bei den ersten Toren geholfen, aber auch danach haben wir es sehr gut und seriös zu Ende gespielt. Unser breiter Kader kommt uns jetzt zu Gute, die Veränderungen in der Startelf haben uns nicht geschadet. Nun gilt es nachzulegen und die Chance, die wir uns erarbeitet haben, auch zu nutzen, damit wir bis zum Jahreswechsel engen Kontakt zur Spitze haben.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1949): 5 Spiele: 2 Siege, 2 Remis, 1 Niederlage, 11:3 Tore

1996/97: 1:0 / 0:1 Landesliga Hansa
2003/04: 1:1 / 1:1 Verbandsliga Hamburg
2018/19: 8:0 / --- Oberliga Hamburg


Die „historische Niederlage“: Sport Mikrofon Nr. 40/96 vom 30.09.1996


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