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23.11.2018
J.P. Richters letztes Heimspiel mit Super-Bilanz von Andreas Killat



von Stefan Knauß


vs.


SC Victoria – Niendorfer TSV 2:0 (1:0)

SC Victoria: Lohmann – Manasse, Siemsen, Petzschke, M. Bergmann – Borck (81. Freude), Strömer (70. Kämpfer), Ernst – D. Bergmann, Kohpeiß, von Appen (75. Segedi)
Niendorfer TSV: Kindler – Benn, Krüger, Doege, Brückner – Thiessen, Ercetin (65. Martins Fernandes) – Meyer, Wilhelm, Boettcher (65. Merkle) – Hartwig (65.Speck)
Tore: 1:0 Petzschke (15.), 2:0 D. Bergmann (81.)
Schiedsrichter: Luca Jürgensen (FC Eintracht 03 Norderstedt): Ganz klare Linie, sehr penibel, dabei aber unaufgeregt und immer regelkonform!
Gelb Rot: Wilhelm (50., Meckern), Brückner (61., Foulspiel) beide Niendorf
Beste Spieler: Strömer, von Appen - Thiessen
Zuschauer: 185

Es war einer der Abende, an denen man als kritischer Beobachter bemerken darf, da war schon viel Schönes dabei, aber geiler Fußball sieht anders aus! Natürlich ist bereits das Betreten dieses wunderbaren Stadions ein erhebendes Gefühl. Auch dank modernstem Kunstrasen und groß aufgezogenen Portraits von Vickys Spielern und Trainern hinter dem Tor. Automatisch denkt man sofort an den Spruch über abgelegene Orte: «Da möchte man nicht tot über dem Zaun hängen.» Aber hier würde jeder gerne mal am Zaun hängen! Trotzdem stellt sich die Frage, wie geht der Verein mit Veränderungen um? Streicht man die Poster einfach durch? Werden diese Poster einfach ersetzt? Und wer hängt wie Ex-Trainer J.P. Richter im neuen Jahr eventuell nicht mehr am Zaun?

Antworten auf diese drängenden Fragen und die wohl wirklich einzige wichtige Frage nach dem Grund des Abschieds für Trainer J.P. Richter gab es nicht. J.P. zeigte sich (wie immer) professionell (heute diplomatisch) und Vickys Präsident Ronald Lotz war nichts als ein Blumenstrauß und viel warme Worte für den scheidenden Trainer zu entlocken. Diese sprach Lotz allerdings in ein (stummes, weil nicht funktionierendes) Mikrofon, so dass ihn wohl nur die Anwesenden auf dem Kunstrasen verstanden. War das etwa ein Hinweis auf mangelnde Kommunikation? Ein unterbewusstes Signal? Man weiß es nicht, aber wird es möglicherweise in einigen Wochen erfahren.


"Jonny" Richter wird mit Blumen verabschiedet. Foto: Stefan Knauß

Zeigte Vicky vergangenen Freitag Aufsteiger HEBC noch sehr deutlich die Grenzen auf, so beließen es Strömer & Co. bei einem lässigen Winterkick. Ein Standard nach bekanntem Muster genügte als Genickbrecher. Ecke von Capitano Mirco Bergmann auf Kopfballmonster Yannick Siemsen. Der leitete weiter auf den zweiten Pfosten, wo Yannick Petzschke nur noch einschieben musste. Ein Double Y sozusagen. Niendorf bemühte sich immer wieder. Aber die alte Floskel «Mühe allein reicht nicht» bewahrheitete sich. Niendorfs Ex-Profi Daniel «Bone» Brückner bemerkte zurecht nach Spielende: «Uns fehlt die Zielstrebigkeit auf den letzten Metern. Zweimal kommen wir gut in die Box und dann scheitern wir, weil Domi (Boettcher) und Leon stoppen. Aber daran werden wir sicherlich arbeiten.» Den Platzverweis empfand «Bone» als fast berechtigt. Vor seinem gelbwürdigen Foul an von Appen hatte er wegen eines Handspiels die erste gelbe Karte erhalten. Das war eindeutig ein Fall von «Kann man geben, muss man aber nicht unbedingt.»

Kurios war der erste Platzverweis für Malte Wilhelm. Schieddsrichter Luca Jürgensen bemerkte im Spielfluss die (falsche) Farbe der (schwarzen)Shorts unter der (weißen) Trikot-Hose von Wilhelm und schickte den Spieler zum Wechseln der Büchs auf die Bank. Nach dem Tausch der Unterwäsche rannte Wilhelm zügellos den Platz, ohne sich beim Assistenten wieder anzumelden. Dafür erhielt er regelkonform die erste gelbe Karte. Klar, diese Regel erscheint vollkommen sinnlos, aber sie ist in allen Ligen bekannt und wird seit einigen Monaten verfolgt. Im Nachgang schien Wilhelm die Entscheidung des Schiris missmutig zu kommentieren (O-Ton Wilhelm: «Ich habe nur gesagt, dass habe ich noch nie erlebt.». Aber es misslang vollkommen unerwartet. Jürgensen zeigte wenig Verständnis, erwies sich als unnachgiebiger Regelbefolger und zeigte die zweite Gelbe Karte.

Mit neun Spielern verteidigte Niendorf tief und erfolgreich. Vicky spielte den Ball um den gegnerischen Strafraum, ohne wirklich Raum und Chancen zu gewinnen. Dennoch fiel das erlösende zweite Tor. Ohne Nachspielzeit beendete der Schiri ein recht einseitiges Spiel, was im Grunde genommen zur Nebensache geriet. Denn im Mittelpunkt stand eindeutig der Trainer-Abschied!

Stimmen:

Ali Farhadi (Trainer Niendorfer TSV):
Um es vorweg zu nehmen: wir brauchen hier gar nichts auf den Schiedsrichter zu schieben! Wir waren in der ersten Halbzeit die eindeutig schlechtere Mannschaft. Beim ersten Platzverweis erwarte ich von Malte Wilhelm, dass er sich mit seiner Erfahrung schlauer anstellt. Da muss er sich eindeutig beherrschen. Den zweiten Platzverweis kann man auch so geben. Und erst in Unterzahl haben wir das engagierter und besser als vorher gespielt. Wir hatten ja auch ein paar Situationen nach vorne bekommen. Aber da hat uns eindeutig die Zielstrebigkeit gefehlt. Unsere jetzige Situation haben wir den schlechten Spielen gegen Meiendorf, Süderelbe und HEBC zu verdanken. Dass es gegen Dassendorf, Vicky und nächste Woche Altona sehr schwer wird war klar.

Jean-Pierre Richter (Trainer SC Victoria):
Ich war mit der ersten Hälfte nicht unzufrieden. Da waren die Jungs sehr griffig, extrem fleißig und wir haben uns das Ergebnis gut erarbeitet. In der zweiten Halbzeit haben meine Spieler das Tempo rausgenommen. Das war dann nicht mehr der Fußball, den ich mir als Trainer so vorstelle. Aber immerhin hat das Ergebnis gestimmt. Und insgesamt ist das dann eine Super-Heimbilanz, die sich sehen lassen kann. In 24 Heimspielen haben wir 18 Mal gewonnen, einmal Unentschieden gespielt und fünf Mal verloren. So bleibt es für mich ein ganz besonderer Tag mit diesem Abschied von Victoria.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1945): 26 Spiele: 17 Siege, 6 Remis, 3 Niederlagen, 58:30 Tore

1968/69: 3:0 / 1:0 Landesliga Hammonia
2005/06: 5:3 / 1:1 Verbandsliga Hamburg
2006/07: 3:1 / 4:1 Hamburg-Liga

2007/08: 1:1 / 2:0 Hamburg-Liga

2008/09: 2:0 / 3:2 Oberliga Hamburg
2009/10: 1:0 / 1:1 Oberliga Hamburg
2010/11: 2:0 / 3:3 Oberliga Hamburg
2011/12: 4:2 / 1:1 Oberliga Hamburg

2014/15: 5:1 / 1:3 Oberliga Hamburg
2015/16: 2:1 / 1:1 Oberliga Hamburg

2016/17: 4:2 / 2:1 Oberliga Hamburg
2017/18: 0:1 / 2:1 Oberliga Hamburg
2018/19: 2:0 / 2:3 Oberliga Hamburg


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