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01.12.2018
Vicky trotzt der Trainer-Posse - Dassendorf gegen Spitzenteams zu Hause erfolglos von Andreas Killat




vs.


TuS Dassendorf – SC Victoria 0:1 (0:1)

TuS Dassendorf: Gruhne – M. Lenz, Suntic (73. Aust), Carolus – Dittrich, Hinze, Louca (73. Saqib), Kurczynski – von Walsleben-Schied, Möller – Maggio
SC Victoria: Lohmann – Fionouke, Siemsen, Petzschke – von Appen, Stegmann – Borck (84. Freude), Kämpfer – D. Bergmann, Njie (79. Ernst), Strömer (70. Segedi)
Tore: 0:1 Strömer (22.)
Schiedsrichter: Björn Krüger (SV Börnsen): Zeigte in beiden Halbzeiten eine frühe Gelbe Karte (7./46.) und kommentierte aufkommende Kritik stets mit einer passenden Äußerung. An ihm lag es ganz sicher nicht, auch wenn sich die Gastgeber in ein, zwei Szenen benachteiligt fühlten.
Beste Spieler: Hinze – Njie, Strömer, Petzschke
Zuschauer: 142

Kommt er, oder kommt er nicht? Die Meldungen über die (Nicht-)Anwesenheit von Vicky-Coach Jean-Pierre Richter (ab Sommer in Dassendorf unter Vertrag) überschlugen sich in den letzten Tagen. „Ich bin selbst überrascht“, sagte SCV-Präsident Ronald Lotz kurz vor dem Anpfiff auf Nachfrage: „Ich wusste nicht, dass unser Trainer heute nicht hier ist“. Den Wahrheitsgehalt dieser Aussage kam man allerdings vielleicht am Besten an der Äußerung von Co-Trainer Benjamin Kruk festmachen, der auf der Pressekonferenz äußerte: „Ich habe heute morgen erfahren, dass Jonny nicht hier sein wird“. Die Posse um die Kündigung/Entlassung/Freistellung des verdienten Vicky-Coaches ging damit in eine weitere (unrühmliche) Runde. Denn neben Kruk saß auch Enrico Klüver auf der Bank, der ebenfalls vor wenigen Wochen als U19-Trainer entlassen wurde, aber zuletzt das Training leitete. Was ist aktuell nur im Umfeld bei Vicky los?


Plötzlich Chef: Benjamin Kruk (l.) und Enrico Klüver (r.). Foto: Hanno Bode

Sportlich allerdings läuft es Bestens, heute folgte der achte Sieg aus den letzten neun Partien. „Das zeigt den Charakter dieser Truppe“, war Kruk sichtlich stolz: „Denn diese Serie ging genau dann los, als bei uns die Unruhe aufkam“. War das am Ende also alles so von Lotz geplant? Man darf sicher leise Zweifel äußern…

Fakt ist jedenfalls, dass sich die Gäste die Querelen auf dem Platz nicht anmerken ließen. Aus einer stabilen Abwehr heraus agierte Vicky vorne mit einem quirligen Drei-Mann-Sturm, der die neu formierte Dassendorfer Defensive (nach Karikari und Nägele waren auch noch Dettmann und Büchler kurzfristig ausgefallen, Aust zudem angeschlagen) immer wieder in Verlegenheit brachte. Bibie Njie (4.) und Dennis Bergmann (11.) hatten früh die ersten Chancen, scheiterten aber an Keeper Christian Gruhne. Doch nach einem schweren Patzer von Danijel Suntic, der gegen Len Aike Strömer erst viel zu langsam und schwerfällig in den Zweikampf kommt und dann ins Leere grätscht, zieht Strömer auf und davon und überwindet Gruhne zum 0:1 (22.).


Len Aike Strömer (r.) bejubelt mit Dennis Bergmann den Siegtreffer. Foto: Hanno Bode

TuS-Coach Elard Ostermann reagierte umgehend, beorderte Marcel Lenz in die Mitte der Dreierkette und stellte Suntic nach rechts. Von da an war im Abwehrzentrum deutlich mehr Stabilität vorhanden – doch der 0:1-Rückstand konnte eben nicht mehr rückgängig gemacht werden. Das Bemühen war den Hausherren nicht abzusprechen, doch bis auf ein paar nette Kombinationen sprang nichts Zwingendes dabei heraus. Bezeichnend: Gäste-Keeper Dennis Lohmann musste im gesamten Spiel nicht einmal (!) ernsthaft eingreifen.

Die größte Ausgleichschance hatte noch Sven Möller, der über die rechte Seite in die Box eindringt und aus 12 Metern ein echtes Geschoss loslässt, doch Yannick Petzschke rettet mit dem Kopf auf der Linie (29.). Der Schädel dürfte wohl noch die ganze Nacht brummen…

Dazu kamen noch ein paar harmlose Freistöße von Möller (18./61.) und ein Distanzschuss von Louca (33.). Das war’s. Keine einzige Großchance, keine Szene mit ernsthafter Torgefahr. Eigentlich unerklärlich, doch letztlich nach zuletzt sehr erfolgreichen Wochen auch ein Stück weit Normalität am Wendelweg. Nach den Niederlagen gegen Sasel und Teutonia damit schon die dritte Heimpleite – immer gegen Topteams (siehe „Stimmen“). Kein besonders guter Auftakt für die heute Abend stattfindende Weihnachtsfeier des Meisters in „Hannemanns Mühle“ (Schönningstedt). „Und wenn jetzt auch noch Bayern verliert, lass ich das Essen ausfallen und kippe mir direkt Gin-Tonic auf die Augen“, so Sportchef Jan Schönteich.

Für Victoria jedenfalls ein schöner Nachmittag im Meisterdorf. Hätte man die vielen Konterchancen genutzt, wäre sogar ein deutlich höherer Sieg möglich gewesen. Doch Nil von Appen aus spitzem Winkel knapp am langen Pfosten vorbei (38.), Strömer mit dem Kopf (56.) und Njie frei vor Gruhne (74.) scheiterten allesamt. Äußerst unnötig die Aktion der SCV-Ersatzbank: Als Dassendorf in der Schlussminute zu einem Konter ansetzte, kickte ein Reservist (es war wohl Strömer) einfach einen Ball aufs Feld. Die Szene lief aber weiter und führte zu einem Eckball für Dassendorf. Schiedsrichter Krüger hatte die Aktion leider nicht gesehen und konnte daher auch niemanden verwarnen (sondern nur ermahnen). Letztlich viel Rauch um Nichts.

Stimmen:

Benjamin Kruk (Co-Trainer SC Victoria):
Wir sind unfassbar stolz auf die Truppe. Trotz dieser ganzen Umstände hier zu gewinnen – das zeigt den Charakter dieser Mannschaft. Das ist der achte Sieg in den letzten neun Spielen. Diese Serie ging los, als es unruhig wurde. Aber auf dem Platz ist alles vergessen. Ich finde, wir haben hier verdient gewonnen. Wir hatten die klareren Chancen. Heute morgen ist noch Klaas Kohpeiß ausgefallen, aber die Jungs haben super alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Wir sind sehr froh und glücklich. Vor dem Spiel hatte ich noch mit Jan Schönteich gescherzt, dass er nachher erklären muss, wie die Niederlage zustande gekommen ist. Ein schöner Moment für uns.

Jan Schönteich (Sportchef TuS Dassendorf):
Niederlage gegen oberes Drittel, das sind wir hier ja schon gewohnt. Heimspiele sind wohl nicht so unser Ding, ist ja nicht das erste Mal diese Saison. Ich muss die Niederlage zum Glück nicht erklären, das kann Elard viel besser…

Elard Ostermann (Trainer TuS Dassendorf):
Glückwunsch an Victoria zum verdienten Sieg. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, waren in der Defensive nicht gut organisiert. Das lag an den extrem vielen Umstellungen durch Verletzungen, Erkrankungen und Sperren. Man hat gemerkt, dass die Abstimmung fehlte. Da hatten wir unsere Probleme – und das hat Vicky gut ausgenutzt. Es ist wie verhext, dass wir gegen Mannschaften von weiter oben, die gerade eine gute Phase haben, relativ wenig Torgefahr ausstrahlen. Es ist nicht immer ganz erklärbar, warum meine Spieler im letzten Drittel nicht den Raum nutzen und selbst den Abschluss suchen, sondern aus dem Halbfeld flanken. Da wünsche ich mir eine Spur mehr Egoismus, da muss man 1:1-Duelle suchen und mehr Druck auf das Tor entwickeln. Das ist uns heute nicht gelungen. So bringt man Vicky, die ja nicht nur kleine Spieler hinten drin haben, nicht in Verlegenheit. Nach einer zuletzt richtig guten Phase ist das jetzt ein Rückschlag für uns. Aber so was kommt immer mal vor. Jetzt stehen wir vielleicht den Winter über nicht ganz oben in der Tabelle, aber entscheidend ist am 34. Spieltag.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1949): 18 Spiele, 6 Siege, 5 Remis, 7 Niederlagen, 31:27 Tore

1997/98: 1:0 / 1:3 Verbandsliga Hamburg
1998/99: 8:0 / 0:0 Verbandsliga Hamburg
2001/02: 1:2 / 1:1 Verbandsliga Hamburg
2002/03: 0:4 / 1:3 Verbandsliga Hamburg
2014/15: 3:3 / 0:1 Oberliga Hamburg
2015/16: 0:0 / 1:2 Oberliga Hamburg
2016/17: 3:1 / 2:2 Oberliga Hamburg
2017/18: 4:2 / 1:0 Oberliga Hamburg
2018/19: 0:1 / 4:2 Oberliga Hamburg


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