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08.12.2018
Pokal: Nur sechs Mann im Training - das reicht...(gegen Sasel) von Andreas Killat





Achtelfinale


vs.


TuS Dassendorf – TSV Sasel 2:0 (1:0)

TuS Dassendorf: Gruhne – Lenz, Aust, Büchler – Nägele (88. Koops), Dettmann, Hinze (90. Rokita), Maggio - Möller – Kurczynski, von Walsleben-Schied
TSV Sasel: Tuffour – Celikten, Tiedemann, Steddin, Tanovic – N. Zankl, Nadjem – Gerken (73. Nrecaj), Lichy– Winkel (63. Take), Oguz (63. Büge)
Tore: 1:0 von Walsleben-Schied (3.), 2:0 Nägele (56.)
Besondere Vorkommnisse: TuS-Coach Elard Ostermann wird wegen angeblichen Meckern/Reklamieren hinter die Bande verwiesen (81.)
Schiedsrichter: Kevin Rosin (SV Lieth): Viele sehr kleinliche Zweikampfbeurteilungen. Hätte auf diesem schweren Boden wirklich nicht jede Berührung abpfeifen müssen. Die Hinausstellung von Ostermann (veranlasst durch SRA André Rosin) war lachhaft.
Beste Spieler: Maggio, Möller, Hinze, Nägele – N. Zankl
Zuschauer: 210

Die Not war groß beim amtierenden Double-Gewinner: „Ich hatte nur sechs Feldspieler beim Training“, seufzte Trainer Elard Ostermann – und dann verletzte sich vor dem Spiel auch noch Abwehrkante Rinik Carolus beim Warmmachen (und musste durch Pascal Nägele, der die ganze Woche nicht trainiert hatte, ersetzt werden). Dassendorf hat eh nur 20 Feldspieler im Kader, die Liste der Ausfälle war aber lang: Verletzte (Dittrich, Carolus, Thomas, Warmbier), Angeschlagene (Dettmann, Nägele), Kranke (Saqib), Gesperrte (Karikari), nicht Spielberechtigte (Suntic, er hatte schon für Sasel zu Saisonbeginn ein Pokalspiel absolviert) und schließlich auch noch Samuel Louca mit einer vom Verein verordneten „Denkpause“ (für sein Verhalten nach der Auswechslung beim Spiel gegen Victoria).

Wahrlich keine guten Voraussetzungen für ein so wichtiges Pokalspiel. Da hätte wohl so mancher Klub die „Spiel-fällt-aus“-Karte gezogen. Nicht jedoch am Wendelweg: „Wir wollten unbedingt spielen und mit eisernen Willen das Spiel für uns entscheiden“, so Ostermann, der hinterher auch mächtig stolz auf sein Team war (siehe „Stimmen“ am Ende des Berichtes).

Die „Vorentscheidung“ im mit Spannung erwarteten Duell der beiden Top-Teams fiel quasi schon nach 170 Sekunden: „Last-Minute-Man“ Pascal Nägele zu Sven Möller, der das Leder mit der Schuhspitze an den Elfmeterpunkt weiterleitet. Dort misslingt Linksverteidiger Edin Tanovic der Klärungsversuch gründlich, der Ball landet direkt bei Marcel von Walsleben-Schied, der aus acht Metern mühelos zum 1:0 vollendet (3.).




Schied zieht ab, triftt, küsst, jubelt. Fotos: Hanno Bode

Normalerweise also natürlich noch genug Zeit, gerade in einem Pokalmatch. Doch heute war irgendwie alles anders. Die sonst so spielstarken Saseler wirkten müde und versuchten es zudem immer wieder zentral durch die Mitte, vernachlässigten völlig die Flügel. Die Hausherren konnten dies fast mühelos verteidigen und für die Zuschauer entwickelte sich bis zur Halbzeitpause daher ein reines Mittelfeldduell zwischen den Strafräumen. Nur einmal wurde es noch aufregend: Möller mit einem starken Pass auf den links durchlaufenden Mattia Maggio. Dessen scharfe Hereingabe (mit dem Außenrist!) befördert Tanovic aus fünf Metern an die eigene Latte (15.). Dahinter hätte übrigens „Schiedi“ einschussbereit gelauert…

Die Gäste investierten zwar nicht sonderlich viel Richtung Ausgleich (außer zwei gefährlichen Zankl-Freistößen war vorne tote Hose – vielleicht wollte man sich für die anschließende Weihnachtsfeier schonen), aber da ein 1:0 kein Ruhekissen ist, suchten die Gastgeber direkt nach der Pause die endgültige Entscheidung. Ähnlich wie der teilweise orkanartige Wind (garniert mit heftigen Regenschauern), „stürmten“ nun die Blau-Weißen für einige Minuten übers Feld. Erst prüfte Möller Keeper Todd Tuffour mit einem Freistoß aus 35 Metern (48.), dann köpfte Schied aus wenigen Metern eine Möller-Ecke zum 2:0 in die Maschen. Dachten jedenfalls alle. Doch Tolga Celikten, ansonsten mit einem absolut gebrauchten Tag und immer wieder von Maggio „vernascht“, kratzte den Ball noch von der Torlinie (49.). Da hatte schon das halbe Stadion gejubelt. Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben – und so klingelte es kurz danach tatsächlich im TSV-Gehäuse.

Erneut findet Möller Maggio, der, wie eben bereits geschildert, über links mal wieder mühelos an Celikten vorbeiziehen kann und das Leder quer durch den Fünfmeterraum jagt. Beide TSV-Innenverteidiger (Tiedemann und Steddin) rutschen vorbei, so dass Nägele am zweiten Pfosten umjubelt einschiebt (56.).

Waren die TSV-Bemühungen schon vorher kaum erwähnenswert, so glichen die restlichen dreißig Minuten fast schon einer bedingungslosen Kapitulation. Bis auf einen Kopfball von Luis Take (78.) gab es nicht eine nennenswerte Torchance – viel zu wenig, um im Oddset-Pokalgeld weiter mitschwimmen zu können.

Für den Lacher des Tages sorgte dann noch SR-Assistent André Rosin. Nach einer umstrittenen Abseitsentscheidung hatte sich fast die komplette TuS-Bank mächtig aufgeregt – nur Coach Elard Ostermann war ganz ruhig. Doch ausgerechnet den schickte der Referee hinter die Bande (81.).

Stimmen:

Danny Zankl (Trainer TSV Sasel):
Um unsere Weihnachtsfeier (findet heute Abend statt) mache ich mir keine Sorgen. Ich habe eben schon zur Mannschaft gesagt: Wir sind nicht verpflichtet, hier zu gewinnen. Das maßen wir uns auch nicht an. Wir haben aber schon oft genug gezeigt, dass wir solche Highlightspiele gewinnen können. Wir hätten nicht mit einem Rückstand in die Halbzeit gehen müssen. Das Gegentor fällt nach einer Standardsituation, danach spielen wir das taktisch richtig gut. Nur der letzte Ball kam nicht so gut an. Nach dem schnellen zweiten Tor nach der Pause hat man gemerkt, dass uns ein paar erfahrene Leute fehlen (Adomat, Kaetow). Das hat Dassendorf mit seiner Routine dann clever gemacht. Das sind Erfahrungswerte für meine junge Mannschaft, die im Fußball sehr wichtig sind. Uns macht stolz, dass Dassendorf hier mit 120% Einsatz gegen uns spielt und seine Wechsel erst in der Nachspielzeit macht. Das freut uns sehr und zeigt den Respekt, den wir uns schon erarbeitet haben. Dassendorf ist das Nonplusultra, daran möchten wir uns orientieren und sie nochmal wieder ärgern.

Elard Ostermann (Trainer TuS Dassendorf):
Ein Super-Jahresabschluss für uns. Wir haben mit dem letzten Aufgebot eine sehr gute Leistung gezeigt. Ich hatte nur sechs Feldspieler beim Training, drei Spieler aus der heutigen Startelf konnten nicht trainieren. Alle haben aufopferungsvoll gekämpft, sich da durchgequält und das herausragend gemacht. Genau darum ging es heute. Wir haben nicht eine echte Torchance zugelassen und gezeigt, dass wir dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Die Hinausstellung von mir muss ein Missverständnis gewesen sein, aber heute kann ich dem Schiedsrichter das mal durchgehen lassen. Nach unserem 3:0-Sieg in Sasel hat der gegnerische Trainer gesagt, dass Sasel in Normalform gewonnen hätte – diesmal haben wir nur mit sechs Mann trainiert und es hat trotzdem gereicht.

Statistik:
Gesamt-Pflichtspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit Vereinsgründung 1948): 22 Spiele, 11 Siege, 3 Remis, 8 Niederlagen, 39:34 Tore

03.08.86: 5:2 Toto-Pokal, 1. Runde (TSV Sasel II)
1996/97: 2:0 / 3:0 Landesliga Hansa
2001/02: 2:5 / 2:4 Verbandsliga Hamburg
2002/03: 1:0 / 1:5 Verbandsliga Hamburg
2006/07: 2:1 / 2:1 Landesliga Hansa
2007/08: 1:1 / 0:0 Landesliga Hansa
2008/09: 3:1 / 2:2 Landesliga Hansa
2009/10: 2:0 / 0:2 Landesliga Hansa
2010/11: 2:4 / 0:2 Landesliga Hansa
2017/18: 2:0 / 1:2 Oberliga Hamburg
2018/19: 1:2 / 3:0 Oberliga Hamburg
08.12.18: 1:0 Oddset-Pokal, Achtelfinale


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