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15.02.2019
Offensivspektakel am Bekkamp von Andreas Killat


vs.


Concordia – HEBC 5:2 (1:1)

Concordia: Böse – Grabowski (46. Logemann), Rohweder, Halavurta, Bober – Vierling, de la Cuesta (85. Werner) – Heuermann (90. Baur), Zschimmer, D‘urso – Bambur
HEBC: Nennhaus – Köhler, Prange, Ide, Flick, Ikponmwosa (79. Schulz) – Hackstein, Kosik (84. Wrede) – Bundt (66. Trapp), Rinckens, Lemke
Tore: 1:0 Bambur (24.), 1:1 Rinckens (30.), 2:1 Vierling (47.), 3:1 Rohweder (74.), 3:2 Flick (81.), 4:2 Bambur (82.), 5:2 D’urso (90.)
Schiedsrichter: Florian Schwarze (MSV Hamburg): Fand nie eine klare Linie. Mal viel zu großzügig, dann wieder eher kleinkariert (wie z.B. die Gelbe Karte gegen de la Cuesta, der von den HEBC-Auswechselspielern beleidigt wurde).
Beste Spieler: Böse, de la Cuesta, Zschimmer, D‘urso – Köhler, Trapp
Zuschauer: ca. 140 (davon 100 Zahlende)

Die frohe Botschaft wurde schon vor dem Spiel verkündet: HEBC-Coach Jörn Großkopf hat seinen Vertrag um ein Jahr bis zum 30.06.2020 verlängert. „Ich bin HEBC‘er, bin von dort aus der Jugend bis in die Bundesliga gekommen. Das ist für mich hier wirklich eine absolute Herzensangelegenheit. Bei uns bekommt kein (!) Spieler ein festes Gehalt. Wenn man dann sieht, was dabei herauskommt – das ist überragend“.

Heute war für Großkopf von Herzbeben (vor Begeisterung) bis Herzbluten alles dabei. Beide Teams begeisterten die Zuschauer mit fast schon bedingungslosem Tempo- und Offensivfußball. Nur in der Defensive ließ sich erahnen, das hier zwei „Kellerkinder“ (12. vs. 15.) gegeneinander spielen. Von 7:3 über 4:4, oder sogar ein Sieg der Eimsbütteler: Es war alles drin! Immer, wenn man glaubte: „so, jetzt ist die Entscheidung gefallen“, kam eine neue Wendung in die Partie: Nach dem 1:0 war eigentlich das 2:0,3:0 fällig, doch es fiel der Ausgleich. Und noch vor der Pause hatten die Gäste mehrfach die Chance zur Führung, stattdessen direkt nach dem Wiederanpfiff das 2:1 für Cordi. Danach dicke Chancen zum 2:2, doch das Tor machte Cordi. 3:1 – alles klar! Denkste! HEBC markiert das 2:3 und man ist „sicher“: Jetzt kommt auch noch der Ausgleich. Aber 30 Sekunden später fällt das 4:2. Verrückt! So schön kann Fußball sein!

Ein Großteil des Spiels ist damit schon geschildert. Im Detail liest sich das dann so: Kevin Zschimmer fast von der linken Eckfahne ins Zentrum, wo Sascha de la Cuesta mit der Fußspitze auf Benjamin Bambur weiterleitet und der eiskalt zum 1:0 vollstreckt (24.). Cordi hatte das Spiel voll im Griff – gab es aber (wie schon in Meiendorf) wieder aus der Hand. Der unheimlich dynamische Tjorven Bastian Köhler (mit modischem „Dutt“) über rechts mit perfekter Flanke an die Strafraumgrenze, wo sich Janosch Rinckens stark gegen zwei Gegenspieler durchsetzt und das 1:1 markiert (30.). Jetzt lief der Ball perfekt durch die Gästereihen, nur ein Tor wollte bis zur Pause nicht mehr gelingen (u.a. Fabian Lemke knapp drüber, 45.).

Das rächte sich nach dem Seitenwechsel prompt: Erst scheitert Chris Heuermann im 1:1-Duell an Keeper Tino Nennhaus. Doch statt eines Wutanfalls blieb Cordi-Coach Frank Pieper-von Valtier ganz cool: „OK, dann nehmen wir eben das Tor nach der Ecke“. Der Mann hat eben Ahnung! Den von Nennhaus zur Ecke geklärten Ball bringt de la Cuesta mit einer seiner stets gefährlichen Brandbomben ins Zentrum und Lucas Vierling ist zum 2:1 zur Stelle (47.)! Da lächelt das Trainerherz.

Bambur verpasst freistehend das 3:1 (62.), doch dann dominierte wieder Lila! Köhler legt für Janek Bundt auf, der scheitert zwar an Keeper Freddy Böse, doch den Abpraller MUSS Rinckens eigentlich nur ins leere Tor setzen, köpft aber an die Latte (64.). Unfassbar. Wenig später die nächste dicke Chance: Kevin Trapp mit einem Freistoß aus 18 Metern (unter der Mauer durch!), wieder ist Böse auf der Hut (72.). Herzbeben!

Dann wurde es kurios: Ecke für Cordi. Da konnte man schon ahnen: Es wird wieder gefährlich. Also versuchten die fünf HEBC-Auswechselspieler den Schützen de la Cuesta mit Gesten und Sprüchen direkt an der Eckfahne zu irritieren (Schiedsrichter Florian Schwarze griff nicht ein). Aber „SDLC“ gab die richtige Antwort: Seine mal wieder hervorragend getretene Ecke segelte auf den kurzen Pfosten, wo Christian Rohweder zum 3:1 einschädelte (74.). Jetzt „rächte“ sich de la Cuesta für die Schmähungen („Die haben mich beleidigt“) und baute sich jubelnd vor den Auswechselspielern auf – und kassierte „Gelb“.

Doch trotz der 3:1-Führung – entschieden war die Partie noch lange nicht. Trapp bringt die Kugel von rechts in die „Box“, Rinckens Schuss entschärft Böse zunächst, doch den Abpraller drückt Kapitän Chris Flick zum 2:3 über die Linie (81.). Heureka! Hier ist was los! Herzrasen bei Großkopf, großes Zittern bei Pieper. Aber nur für 30 Sekunden: Heuermann mit einem langen Ball in die Spitze, die drei Innenverteidiger (5er-Kette!) sehen ganz alt aus und Bambur stellt den Zwei-Tore-Abstand wieder her (82.). Das sollte es also gewesen sein…Denkste! Trapp steht völlig „blank“, aber Böse verkürzt geschickt den Winkel und so kommt der Eimsbütteler nicht an ihm vorbei. Das war die ganz dicke Chance zum 3:4 (86.) – und dann hätte garantiert wieder das große Zittern begonnen…?! Stattdessen gab es das große Finale mit einem Weltklassetor: Maurizio D’urso tanzt einen italienischen Saltarello mit dem hier namentlich besser nicht erwähnten HEBC-Abwehrspieler: Es geht vom linken Strafraumeck im Wiegeschritt Richtung Elfmeterpunkt und zurück. Ein, zwei Drehungen und nochmal von vorn – und dann ein satter Schuss ins kurze Eck zum 5:2 (90.). Klasse! Da jubelte die ganze Cordi-Bank und Großkopf grummelte: „Den Zweikampf gewinne ja sogar ich. Ganz schlecht und naiv verteidigt“.

Stimmen:

Jörn Großkopf (Trainer HEBC):
Wir haben ein Spiel mit viel zu vielen Gegentoren gesehen. Wir haben jetzt dreimal gegen Concordia gespielt und 12 Gegentore bekommen, das ist echt brutal. Aber eigentlich kann ich meiner Mannschaft bis zum 2:1 überhaupt keinen Vorwurf machen. Da haben wir sehr ordentlich gespielt. Danach hatten wir allerdings 25 ganz wilde Minuten – und so richtig erklären kann ich das nicht. Da haben wir als Aufsteiger einfach zu viel Naivität an den Tag gelegt. Das müssen wir schleunigst abstellen. Die Mannschaft hat Qualität und Mentalität, das hat man auch heute wieder gesehen. Aber wenn wir diese naiven Fehler nicht abstellen, kriegen wir Probleme. Hoffentlich dürfen wir auch nächstes Jahr hier wieder auflaufen. Das wird schwer genug.

Frank Pieper-von Valtier (Trainer Concordia):
Ich hatte schon erwartet, dass das heute kein leichter Gang wird. Gefühlt haben wir jede Woche einen neuen Verletzten, vor allem in der Defensive fehlen uns Alternativen und da haben wir uns heute auch nicht mit Ruhm bekleckert. Da müssen wir alle gemeinsam noch dran schrauben. Aber wir haben uns reingehauen und haben in der Offensive eine extrem hohe Qualität. Wenn wir da weiter fleißig sind, ist es trotz des ein oder anderen Fehlers hinten, ganz schwer, uns zu schlagen. Nach dem 1:0 haben wir zu wenig investiert und im Mittelfeld gegen das Halbpressing von HEBC keine Lösungen gefunden. Nach der Halbzeit war es erst besser, aber nach dem 2:1 hatten wir unsere komischen 25 Minuten. So ähnlich war das schon in Meiendorf. Aber auch, wenn wir uns taktisch nicht so gut angestellt haben, der Einsatz und der Wille waren da. Mit dem heutigen Sieg sind wir unserem Ziel, unter die Top Ten zu kommen, einen großen Schritt näher gekommen. Ich gehe davon aus, dass der Druck (aufgrund der Tabellensituation) jetzt abfällt, wir befreiter an die Sache rangehen und mal mehr als nur 70 Minuten die guten Dinge umsetzen.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1946): 8 Spiele, 5 Siege, 1 Remis, 2 Niederlagen, 22:9 Tore

2003/04: 2:1 / 0:3 Verbandsliga Hamburg (Concordia II)
2005/06: 1:2 / 0:0 Verbandsliga Hamburg
2006/07: 7:0 / 3:1 Hamburg-Liga
2018/19: 5:2 / 4:0 Oberliga Hamburg

Historie:
Erst acht Punktspielduelle gab es bisher zwischen beiden Teams in ihrer langen Vereinsgeschichte, zwei davon mit Cordis Zweitvertretung in der Saison 2003/04. An die letzten beiden Aufeinandertreffen (vor dem heutigen Match) haben die Eimsbütteler dabei keine besonders guten Erinnerungen: Das Hinspiel am Reinmüller ging mit 0:4 verloren und am 13.04.2007 (27. Spieltag der Verbandsliga Hamburg) gewann Cordi sogar mit 7:0 (siehe Foto). HEBC stieg damals übrigens am Saisonende als Tabellenletzter mit 22 Punkten aus 34 Partien ab. Diese Punkteausbeute hat die Großkopf-Elf, der früher übrigens selbst für Cordi kickte, bereits jetzt erreicht.


„Sport-Mikrofon“ 16/07 vom 16.04.2007


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