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24.03.2019
Tempo, Taktik, Tore: Niendorf feiert emotionalen Sieg von Andreas Killat


präsentiert:


vs.


Niendorfer TSV – TSV Sasel 2:1 (1:0)

Niendorfer TSV: Kindler – Agdan, Doege, Brückner, Speck (57. Ercetin) – Karow, Thiessen - L. Meyer, Afsin, Streubier (69. Utcke) – Merkle (81. Wilhelm)
TSV Sasel: Krohn – Celikten, Tiedemann (90. Nrecaj), Steddin, Tanovic – Zankl, Winkel – Adomat, Zakerwal (46. Gerken) – Kourkis (67. Büge), Oguz
Tore: 1:0 Afsin (27.), 1:1 Winkel (73.), 2:1 Utcke (88.)
Schiedsrichter: Falah Abed Saad (VfL 93): Ein paar Gelbe Karten (für Nichtigkeiten) zu viel, aber ansonsten sehr unaufgeregt mit sachlicher Spielleitung (keine theatralische Gestik mehr wie noch letztes Jahr).
Beste Spieler: Brückner, Meyer, Thiessen – Oguz, Winkel
Zuschauer: 135

Nach dem leblosen Auftritt in Wedel (0:2) kamen die schwarzen Trikots (vorerst) in die „Tonne“ – und der NTSV spielte nach längerer Zeit mal wieder in Blau-Weiß (genau wie der sonnendurchflutete Himmel). Ein gutes Omen, wie sich gut zwei Stunden später herausstellen sollte.

Den besseren Start hatten allerdings die Gäste. Nach einem Traumpass von Stefan Winkel („Diago“ über gut 40 Meter) zog Tolga Celikten in die „Box“ und hatte schon den Torschuss vor Augen, als im letzten Moment Lennard Speck dazwischen spritzte (7.). Nur 100 Sekunden später köpfte Lars Tiedemann aus acht Metern nur haarscharf übers Gehäuse (9.). „Solche Dinger musst Du machen“, wusste TSV-Coach Danny Zankl, denn danach übernahmen die Hausherren das Kommando in der „Sachsenweg-Arena“ auf Kunstrasen.

Mit technisch anspruchsvollem Fußball, viel Einsatz und guter Taktik und Technik beeindruckten beide Teams die Zuschauer. Der NTSV spielte sich – begünstigt durch viele Saseler Ballverluste im Spielaufbau - binnen weniger Minuten fünf gute Gelegenheiten heraus: Lennart Merkle mit dem Kopf in die Arme von Keeper Jo-Daniel Krohn (17.), Dennis Thiessen sehenswert an die Latte (20.) und Ilyas Afsin spektakulär via Fallrückzieher knapp vorbei (21.). Ali Farhadi verzweifelte fast, doch dann endlich die verdiente Führung: Einen langen Ball von Daniel Brückner aus der Abwehr verlängert Merkle kurz hinter der Mittellinie gekonnt mit dem Hinterkopf zu Dario Streubier. Der macht ein paar Meter, legt quer auf Afsin und der Winterheimkehrer vollendet aus 12 Metern halbrechts zielsicher ins lange Eck zum 1:0 (27.). Die mögliche Vorentscheidung verpasste Leon Meyer, der einen weiteren Traumpass von Thiessen (bestimmt wieder über rund 40 Meter) zwar klasse mit der Brust mitnahm, dann aber knapp am Tor vorbei zielte (31.).

Die Gäste konnten jedenfalls von Glück sagen, zu diesem Zeitpunkt nur mit einem Treffer hinten zu liegen. Coach Zankl reagierte und stellte sein taktisches System nach einer halben Stunde komplett um. Fortan bekam der TSV die Partie mehr und mehr in den Griff und hätte durch Stefan Winkel eigentlich auch den Ausgleich machen müssen, doch Marcel Kindler zeigte eine echte Glanzparade (32.).

Auch nach der Pause weiter viel Tempo und Bewegung im Spiel, dazu kam nun auch vermehrt von Außen „Feuer“ ins Spiel. Beide Trainerbänke (und die Spieler) waren immer wieder lautstark mit Anfeuerungen zu hören (eine Halbzeit lang hatte sich insbesondere „die Stimme“ Jörg Steinbach merklich zurückgehalten). „Wir müssen Unruhe reinbringen“, so Zankl, während Farhadi konterte: „Ruhig bleiben“. Nicht mehr dabei als Co-Trainer ist übrigens Hubertus „Hubi“ Reinecke, der sein Amt letzte Woche aus beruflichen Gründen niederlegen musste, heute aber als Zuschauer dabei war.

Nachdem Merkle (natürlich wieder nach 40m-Pass von Thiessen) die dicke Chance zum 2:0 verpasste (63.), bekam die „Roten“ Oberwasser – und glichen nicht unverdient aus: Celikten setzt sich auf dem rechten Flügel stark durch und legt quer ins Zentrum, wo Winkel im ersten Versuch aus drei Metern an einem Superreflex von Kindler scheitert. Doch der Ball prallt Winkel genau vor die Füße und diesmal ist „Marci“ machtlos: 1:1 (73.). „Niendorf hat keinen Plan B“, nannte Zankl die zwischenzeitliche Lethargie der Gastgeber hinterher. Und tatsächlich wirkte es zwischen der 65. und 80. Minute eine Viertelstunde lang so, als ob Sasel hier als Sieger vom Platz gehen würde. Dazu hätten allerdings Oguz, Winkel und vor allem Nico Zankl eine der vielen Chancen verwerten müssen. Taten sie aber nicht.

Und auch ohne „Plan B“ (Zitat Zankl) fand Farhadi mit Malte Wilhelm und Kilian Utcke die richtige Antwort. Beide Einwechselspieler sorgten für die Wiederbelebung des NTSV-Spiels. „Alle Bälle auf Malte“, schrie Farhadi immer wieder – und es wurden äußerst turbulente Schlussminuten! Freistoß Utcke aus dem rechten Halbfeld auf den zweiten Pfosten, dort kommt - von hinten durchgestartet - Marvin Karow angerauscht bzw. angeflogen, verfehlt das Lader mit seinem Flugkopfball aber um wenige Millimeter (86.). Erneut tut sich Utcke als Vorbereiter hervor, bedient Wilhelm, aber dessen Flachschuss saust von der Strafraumkante gaaanz knapp vorbei (87.). „Weiter, weiter“, feuerten Steinbach und Farhadi ihre Jungs an – und wurden belohnt! Streubier setzt Afsin in Szene, mit „One-Touch“ geht es weiter zu Utcke, der lässt erst Keeper Krohn aussteigen und schiebt ins leere Tor zum 2:1 ein (88.). Was für ein Jubel, was für Emotionen! Da flog zwischen den Bänken im Eifer des Gefechtes auch mal das ein oder andere „unpassende“ Wort hin und her und auch nach dem Schlusspfiff gab es eine kleine Rudelbildung, die sich aber schnell wieder auflöste. „Die Jungs sind voller Adrenalin“, zeigten beide Trainer Verständnis. Emotionen gehören eben dazu!


Malte Wilhelm behauptet sich im Zweikampf gegen zwei Saseler. Foto: Florian Baumgart

Stimmen:

Danny Zankl (Trainer TSV Sasel):
Niendorf war gut auf uns eingestellt und hatte in der ersten Hälfte etwas mehr vom Spiel. Trotzdem müssen wir hier in Führung gehen, wir hatten am Anfang zwei Riesenchancen. Wir sind mehrmals in Konter reingelaufen, sowas darf uns nicht passieren. Zum Ende der ersten Halbzeit haben wir dann unser System umgestellt, danach lief es viel besser und der Ausgleich war eine Schlussfolgerung aus unserer guten zweiten Halbzeit. Niendorf hatte keinen Plan B, wir waren ganz klar am Drücker, sind hier extrem wuchtig aufgetreten. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, wann wir das 2:1 machen. Aber dann haben wir in einer Situation den Kopf verloren und haben uns nochmal auskontern lassen. Das ist mega bitter, auswärts solche Tore zu kassieren. Wenn man die ganzen 90 Minuten sieht, haben wir extrem viel investiert und haben die Partie über eine Stunde lang kontrolliert. Wir müssen das Spiel hier gewinnen. Eine sehr unverdiente Niederlage. Das müssen wir jetzt erstmal verarbeiten und aus den Kleinigkeiten lernen. Wir haben Niendorf die Tore quasi „geschenkt“.

Ali Farhadi (Trainer Niendorfer TSV):
Das war richtig gut, alle 14 Mann auf dem Platz und auch die Ersatzbank waren heute voll dabei. In der ersten Halbzeit waren wir etwas besser, die zweite Halbzeit war dann total ausgeglichen. Sasel hatte sich da gut auf uns eingestellt. Nach dem Ausgleich hat die Mannschaft eine tolle Reaktion gezeigt. Die Jungs haben alles gegeben, das hat mich richtig stolz gemacht. Auch ich lerne aus jedem Spiel etwas Neues. Die Niederlage in Wedel tat sehr weh, war aber verdient und hat uns unterm Strich gut getan. Jetzt sind wir wieder voll in der Spur. Alle haben begriffen, dass wir hart kämpfen müssen. Ein verdienter Sieg für uns.

Statistik:
Punktspielstatistik aus Sicht des Gastgebers (seit 1945): 36 Spiele, 18 Siege, 8 Remis, 10 Niederlagen, 77:59 Tore.

1956/57: 5:0 / 1:4 Bezirksklasse Alster (= Bezirksliga)
1959/60: 3:5 / 4:1 Bezirksklasse Alster
1960/61: 5:0 / 1:5 Bezirksklasse Alster
1970/71: 1:0 / 3:3 Verbandsliga Nord (= Bezirksliga)
1978/79: 0:1 / 5:3 Bezirksliga Nord
1979/80: 2:4 / 1:1 Bezirksliga Nord
1980/81: 3:1 / 1:1 Bezirksliga Nord
1981/82: 1:1 / 0:0 Bezirksliga Nord
1982/83: 3:2 / 1:3 Bezirksliga Nord
1985/86: 3:1 / 3:1 Bezirksliga Nord
1987/88: 4:1 / 2:0 Bezirksliga Nord
1992/93: 4:2 / 0:2 Bezirksliga Nord
1993/94: 3:1 / 0:0 Bezirksliga Nord
2004/05: 0:3 / 1:2 Verbandsliga Hamburg
2005/06: 1:1 / 1:0 Verbandsliga Hamburg
2011/12: 3:1 / 3:3 Oberliga Hamburg
2017/18: 3:0 / 4:1 Oberliga Hamburg
2018/19: 2:1 / 0:4 Oberliga Hamburg


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