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05.04.2019
Landesliga Hansa: Eintritt an den Chef, Punkte ans Team von Mirko Schneider



vs.


Hamm United FC – Dersimspor 4:0 (1:0)

Hamm United FC: Graudenz – Kauth, Hartung, Schlichting, Weber (81. Asante) – Schwarck – Balzis, Schirosi, Kamalow, Erköksüz (68. Kazmierczak) – Bamba (58. Ayim)
Dersimspor: Rijono – Janaszek (46. Memedi), Waseq, Topuzovic, Yildiz – D´urso, Basoah – Sekac, Düring (77. Capan), Toprak (72. Ludiexe) – Dogan
Tore: 1:0 Eröksüz (32., Vorarbeit Balzis), 2:0 Bamba (55., Kauth), 3:0 Kauth (69., Schirosi), 4:0 Kauth (86., Kamalow)
Besonderes Vorkommnisse: 1. Aufgrund einer defekten Kreidemaschine fand die Partie ohne Linien, stattdessen mit Hütchen als Begrenzungen statt./2. Schiedsrichter Dennis Voß rettete zwei Enten, die auf Dersimspors Torlinie die Neuigkeiten des Tages bequakten, kurzentschlossen durch eine Spielunterbrechung (60.).
Schiedsrichter: Dennis Voß (TuS Dassendorf): vorbildlicher Tierfreund und souveräner Spielleiter.
Beste Spieler: Kauth, Weber – alle kämpften tapfer im Rahmen ihrer durch mangelndes Training limitierten Möglichkeiten
Zuschauer: 100

„Das ist noch echter Amateurfußball. Da hilft der Präsident überall mit“, sagte Hamms Präsident Jörn Heinemann 45 Minuten vor dem Anpfiff. Das Spiel noch nicht gestartet, der Chef schon gut drauf – woran lag`s? An der neuen Perspektive! Heinemann genoss seinen Auftritt als Kassierer. „Wir sind etwas dünn mit Leuten heute. Daher bin ich eingesprungen und helfe ein bisschen.“ Ein vorbildlicher Einsatz, den der Vereinsboss auch von seinem zuletzt durch zwei Pleiten von Rang eins abgestürztem Team erwartete. „Nach dem 0:1 in Buxtehude hat Manager Jassi Huremovic eine Einheit geleitet, weil unser Trainer Sidnei Marschall einmal verhindert war. Es wurde viel gelaufen“, so Heinemann. Auf dem Trainingsplatz natürlich. Ein fundamentaler Unterschied zu den Gästen, die seit ihrem Streit mit dem Bezirksamt Harburg seit Monaten einen solchen nicht mehr besitzen.

Somit war es nur logisch: Der Aufstiegskandidat Hamm United beherrschte Ex-Aufstiegskandidat Dersimspor fast die kompletten 90 Minuten. In den ersten zwölf Minuten sah es gar so aus, als sei ein Scheibenschießen möglich. Der über seine linke Seite sehr agile Weber köpfte eine Ecke des heute mit gleichmäßig viel Licht und Schatten agierenden Alessandro Schirosi (4.) knapp vorbei. Weil sie abgefälscht war, was eine Ecke von der anderen Seite zur Folge hatte, die Raffael Kamalow blank am zweiten Pfosten aus bester Position volley in den Nachthimmel drosch (5.). Spätestens fällig war das 1:0 eigentlich, als Mohammed Bamba auf Eren Eröksüz durchsteckte, der statt den Ball einfach aus acht Metern ins lange Eck zu schieben einen völlig verunglückten Querpass spielte (12.). „Warum schießt er denn nicht?“, rief ein Zuschauer aus dem Fanclub „Hammer Pack“ verzweifelt von der Tribüne.

Solche Fragen erübrigten sich in den nächsten zwanzig Minuten. Die Gäste wurden hinten etwas stabiler und Webers gute Vorstöße über links fanden in der Mitte keinen Abnehmer. Daher fiel das 1:0 über rechts. Ricardo Balzis spurtete entschlossen zur Grundlinie durch, passte flach zu Eröksüz und der machte seinen Lapsus wieder gut, hielt nur den Fuß hin und Hamm führte (32.). Acht Minuten später führte dann Dersimspor in der Wertung „Field Goal“. Beim Amercian Football wäre der erste Dersim-Torschuss von Umut Yildiz ein Grund gewesen, jubelnd von den Sitzen aufzuspringen (40.).

Die von Schirosi aus zehn Metern vergebene Vorentscheidung (52., zielte auch ein Stockwerk zu hoch) „schenkte“ Dersimspor Hamm kurz darauf. Nach einer flachen Hereingabe von Lucas Kauth verlängerte Rafael Waseq den Ball per Spreizschritt in die Luft Richtung seines Keepers. Fitra Rijono leistete sich jedoch einen Slapstick-Fangfehler, was dem sehr schwachen Stürmer Bamba, dem bis dahin so gut wie überhaupt nichts gelang, zum erstocherten 2:0 verhalf (55.). Wunderschön: Vorlagengeber Kauth hielt das Trikot mit der Nummer 5 seines Mitspielers Robert Pietruschka, welches er die ganze Zeit unter seinem eigenen getragen hatte, hoch in die Luft und brachte es zur Hammer Trainerbank. Eine emotionale Geste für den unter der Woche nach langer Leidenszeit (insgesamt drei Kreuzbandrisse, der letzte im August 2018) erneut verletzten Kollegen, der sich im Training nach einem Zweikampf mit Yannick Schlichting Meniskuseinrisse im linken Knie zuzog und wieder auf unbestimmte Zeit ausfällt.


Gerettet! Tierfreund Dennis Voß und ein Ersatzspieler von Dersimspor halfen den Enten zurück in den Hammer Park. Foto: Olaf Both

Und nachdem Dersimspors Stürmer Ulas Dogan (sehr engagiert, aber hoffnungslos alleine auf weiter Flur) mit einem knapp am Tor vorbeistreichenden Fernschuss das erste echte offensive Lebenszeichen der Gäste gesendet (57.) und ein Ersatzspieler Dersims die von Schiedsrichter Dennis Voß per Spielunterbrechung geretteten Enten lächelnd auf ihrem Spaziergang Richtung Hammer Park begleitet hatte (60.), drehte Kauth so richtig auf. Einen durchgesteckten Ball von Schirosi verwandelte er aus sechs Metern halbrechts zum 3:0 (69.), schoss nach Weber-Flanke und Balzis-Kopfballverlängerung in Rücklage aus ähnlicher Distanz drüber (74.), scheiterte nach mustergültigem Doppelpass mit Kamalow – wieder aus ähnlicher Distanz! – an Rijono (85.) und – raten Sie mal, aus welcher Entfernung? – nutzte eine erneute Vorlage des nun endlich seine Stärken ausspielenden Kamalow zum 4:0 (86.). Hinten half er nebenbei mit, das Ehrentor Derismpors zu verhindern, dass in letzter Instanz Liandro Ludiexe nach schöner Flanke von Dejan Sekac vergab (80., geblockter Schuss aus sieben Metern).

Eintritt an den Chef, Punkte ans Team, Tabellenführung erstmal zurückerobert – ein rundum gelungener Abend für Hamm United? Ja, aber vor allem wegen Lucas Kauths Trikot-Aktion, die den auf Krücken anwesenden Robert Pietruschka sehr bewegte: „Eine coole Geste von Lucas. Ich habe mich sehr darüber gefreut.“


Lucas Kauth trägt nach dem 2:0 das Trikot von Robert Pietruschka Richtung Bank. Foto: Olaf Both

Stimmen:

Sven Siebert (Trainer Dersimspor):
Vielleicht sollten wir uns mit Buxtehude zusammenschmeißen. Für uns ist die Saison gelaufen. Aber ich ziehe meinen Hut vor den Jungs. Ich kann mich in ihre Situation gar nicht richtig reinversetzen. Für sie ist es doppelt schwer, sich zu motivieren. Wenn man ständig für Fehler bestraft wird, die man gar nicht machen würde, wenn man körperlich fit wäre, tut das natürlich weh. Ab und zu mieten wir eine Soccerhalle. Auf dem Platz, wo wir alle zwei Wochen mal trainieren könnten, haben sich zwei Spieler im Laufe der Saison schwer verletzt. Daher lassen wir auch das meistens lieber. Ob wir im Sommer eine konkurrenzfähige Mannschaft für die nächste Saison stellen können, kann ich noch nicht sagen.

Sidnei Marschall (Trainer Hamm United):
Auch solche Spiele musst du erstmal gewinnen. Hätten wir das ein bisschen besser ausgespielt, etwas konzentrierter und geduldiger den Ball laufen lassen, wäre das Spiel höher ausgegangen. Ganz einfach, weil der Gegner nicht trainiert und das noch höhere Tempo dann nicht mehr hätte mitgehen können. Aber wir haben verdient 4:0 gewonnen, sind zufrieden mit den drei Punkten. Auch wenn wir nicht mehr Erster waren vor diesem Spieltag, machen wir einfach weiter. Dass wir ganz oben standen, war kein Zufall, weil wir gut gearbeitet haben. Nach der Vorbereitung hatten wir, warum auch immer, ein kleines Loch. Draufhauen wäre aber ein schlechtes Zeichen. Es hat eine Ansage gegeben, dass wir noch ein bisschen mehr Gas geben müssen. Wir wollen die Saison gut zu Ende spielen. Schauen, was dabei rauskommt. Kämen wir nicht unter die ersten drei Teams, wäre das aber schon schade für uns.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 2006): 12 Spiele: 6 Siege, 2 Remis, 4 Niederlagen, 29:14 Tore

2006/07: 4:0 / 1:2 Kreisklasse Staffel 2
2007/08: 3:1 / 4:1 Kreisliga Staffel 4
2014/15: 3:1 / 1:1 Landesliga Hansa
2015/16: 2:3 / 1:1 Landesliga Hansa
2016/17: 1:2 / 1:2 Landesliga Hansa
2018/19: 4:0 / 4:0 Landesliga Hansa


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