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20.04.2019
Pokal: Jubel im Meisterdorf - Titelverteidiger erneut im Finale von Andreas Killat





Halbfinale


vs.


TuS Dassendorf – SC Victoria 1:0 (0:0)

TuS Dassendorf: Gruhne – Büchler, Aust, Lenz, R. Carolus – Dittrich (90. Louca), Dettmann, Hinze – Möller – Maggio, Kurczynski (46. Nägele)
SC Victoria: Lohmann – Borck, Siemsen (30. Lange), Petzschke, Schmid – Schuhmann – Segedi (66. Strömer), Branco, Stegmann (86. Kämpfer), D. Bergmann – Kohpeiß
Tore: 1:0 Möller (89.)
Schiedsrichter: Murat Yilmaz (FC Türkiye): In der ersten Hälfte mit vielen unverständlichen Pfiffen und keiner klaren Linie bei den Gelben Karten. Nach der Pause deutlich souveräner.
Beste Spieler: R. Carolus, Büchler, Lenz – Lohmann, Stegmann, Schuhmann
Zuschauer: 479

100 Meter Schlange stehen – wann hat es das zuletzt am Wendelweg gegeben? Heute jedenfalls standen die Fans bis zur Straße und da Schiri Murat Yilmaz sogar überpünktlich schon um 12.59 Uhr anpfiff, verpassten viele die ersten zwanzig Minuten (denn erst dann waren alle im Stadion drin). Zu sehen bekamen die Zuschauer (vor allem in der ersten halben Stunde) einen offenen Schlagabtausch zweier taktisch und technisch hochklassiger Teams. Kein stupides nach vorne bolzen, sondern auch in Bedrängnis die spielerische Lösung mit gepflegtem Kurzpass-Fußball – das war schon sehr nett anzuschauen.

Dennis Bergmann, der trotz seiner Gelb-Roten Karte im Viertelfinale spielen durfte, weil eine solche Hinausstellung im Pokalwettbewerb unverständlicherweise keine Sperre nach sich zieht, hatte die erste dicke Chance für die Gäste, als er nach einem Traumpass von André Branco über links in die Box zog, aber an Keeper Christian Gruhne scheiterte (2.). Auch Yannick Siemsen, der erst kurz vor Anpfiff für den verletzten Vincent Ermisch in die Startelf gerückt war und später selbst verletzt raus musste, fand bei seinem Versuch aus 16 Metern in Gruhne seinen Meister (15.), während Timo Stegmann den Freistoß aus gut zwanzig Metern einen Tick zu hoch ansetzte (22.).

Die Hausherren hatten viel Ballkontrolle, aber – bis auf einen Kurczynski-Kopfball (5.) - zunächst wenig Strafraumabschlüsse. Das änderte sich jedoch zur Hälfte der ersten Halbzeit. Gruhne mit dem langen Ball nach vorne, Möller und Kurczynski verlängern hintereinander jeweils mit dem Kopf, Mattia Maggio spielt Doppelpass mit „Kuczy“ und zieht dann satt von der Strafraumkante ab – das war knapp (24.). Nun drückten die TuS auf die Führung: Henrik Dettmann mit klasse Vorarbeit über rechts, doch Kurczynski zielt aus sechs Metern nur ans Außennetz (34.). Maggio mit Tempo über rechts legt quer vors Tor, aber Alexander Borck klärt in höchster Not vor dem einschussbereiten Rinik Carolus (41.). Als dann auch Möller mit seinem Freistoß aus 18 Metern nur den Pfosten trifft (45.) geht es für die Gäste etwas schmeichelhaft torlos in die Kabine.

Nach der Pause stellte Vicky seine Offensivbemühungen quasi komplett ein und beschränkte sich nur noch auf eine stabile Abwehrleistung. Zwar gab es einige „Halbchancen“ für Vicky, doch letztlich kam der finale Pass nie an, so dass es nicht wirklich gefährlich wurde. Ganz anders der Titelverteidiger: In fast jeder Aktion wurde der Weg nach vorne gesucht und der für den Gelb-Rot gefährdeten Kurczynski eingewechselte Pascal Nägele sorgte für zusätzliche Belebung. Erst strich sein Schuss nur knapp am langen Pfosten vorbei (48.), dann fand sein Zuspiel via „Chipball“ Maggio, der die Kopfballgelegenheit jedoch ungenutzt ließ (70.). Aber es ging unermüdlich weiter: Traumpass Lenz über 40 Meter in den Lauf von Möller, der nur noch Keeper Dennis Lohmann vor sich hat – aber an eben jenem nicht vorbeikommt (80.). Fast eine Kopie davon nur wenig später: Diesmal Nägele mit dem Zuckerpass auf Möller, Lohmann liegt schon am Boden, doch „Mölli“ kriegt das Leder nicht über den Goalie hinweg (87.). Das war einer aus der Kategorie 100%...

Also wohl Verlängerung?! Denkste! Der gerade erst eingewechselte Jan Kämpfer mit einem ganz dummen Foul an Carolus direkt vor der Strafraumlinie. Ideale Schussposition zentral vor dem Tor - und sowohl Sportchef Jan Schönteich, als auch Coach Jean-Pierre Richter „jubeln“ bereits! Denn sie kennen ja ihren „007-Möller“ (Rückennummer), der Mann für die speziellen Aufträge. Mit ein paar Schritten Anlauf haut der 28jährige den Ball flach unten links ins Torwarteck zum 1:0 rein (89.). Was für eine Jubel-Explosion! Und was für ein schönes nachträgliches Geburtstagsgeschenk für „Jonny“ Richter, der am Dienstag 32 Jahre alt geworden ist – und nach dem Abpfiff sportlich ganz fair zuerst zu seinen Ex-Spielern des SCV ging und Trost spendete.


Stimmen:

Fabian Boll (Trainer SC Victoria):
Wir sind natürlich riesig enttäuscht. Es war unser großes Ziel, das Finale zu Hause zu spielen. Schwer zu sagen, ob das nun verdient oder unverdient war. Es ist extrem bitter, so in der letzten Minute auszuscheiden. Da verliere ich lieber deutlich mit 0:3 und gut is‘. Wir hatten alle das Gefühl: Je länger das Spiel dauert hat, umso eher geht das zu unseren Gunsten aus. Aber leider haben wir es versäumt, aus der leichten Überlegenheit in der zweiten Halbzeit Kapital zu schlagen. Da waren vier, fünf Aktionen, wo wir den letzten Pass nicht zu Ende spielen, sonst wäre es brandgefährlich geworden. Das Spiel fing mit den Verletzungen unserer beiden Innenverteidiger Ermisch und Siemsen schlecht an. Es ist schon ein Nachteil, bei diesen Temperaturen nicht nachlegen zu können. Alles in allem ziehe ich den Hut vor der Leistung der Mannschaft. Die Jungs haben gezeigt, dass da ein Team füreinander auf dem Platz da war. Es war ein Spiel auf Augenhöhe und es ist extrem hart, das Finale verpasst zu haben. Meine Jungs dürfen jetzt 36 Stunden bis zum nächsten Spiel traurig sein.

Jean-Pierre Richter (Trainer TuS Dassendorf):
Das ist einer der schönsten Ostersamstage aller Zeiten für mich. Es gab heute nur dieses eine Ziel, das Finale zu erreichen. Wir waren sehr diszipliniert, zielstrebig und mutig. Aber man hat auch gesehen, welche Qualität auf der Gegenseite steht. Beide Mannschaften haben alles reingeschmissen. Es war taktisch ein sehr hochklassiges Spiel mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Selbst wenn das nach 90 Minuten 0:0 ausgeht, wäre kein Zuschauer unzufrieden gewesen. Wir haben die Qualität und vor allem die Mentalität, solche Spiele für uns zu entscheiden – und Sven Möller ist ein Spieler, der den Unterscheid ausmacht. Ein tolles Gefühl für alle, wieder im Finale zu sein. Gerade für mich als Ex-Victorianer ist das etwas ganz besonderes, quasi im eigenen Stadion ein Endspiel zu bestreiten. Darauf freue ich mich schon sehr.

Statistik:
Gesamt-Pflichtspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1949): 19 Spiele: 7 Siege, 5 Remis, 7 Niederlagen, 32:27 Tore

1997/98: 1:0 / 1:3 Verbandsliga Hamburg
1998/99: 8:0 / 0:0 Verbandsliga Hamburg
2001/02: 1:2 / 1:1 Verbandsliga Hamburg
2002/03: 0:4 / 1:3 Verbandsliga Hamburg
2014/15: 3:3 / 0:1 Oberliga Hamburg
2015/16: 0:0 / 1:2 Oberliga Hamburg
2016/17: 3:1 / 2:2 Oberliga Hamburg
2017/18: 4:2 / 1:0 Oberliga Hamburg
2018/19: 0:1 / 4:2 Oberliga Hamburg
20.04.19 Halbfinale Oddset-Pokal: Dassendorf (OL) – Victoria (OL) 1:0


Der Weg für Dassendorf ins Finale:
1. Runde: 22.07. (A) 25:0 FC Lauenburg (KL)
Tore: 9x Louca (31./36./39./55./58./78./79./88./90.), 5x Maggio (5./40./41./45./48.), 3x Dittrich (9./37./43.), 3x Kurczynski (60./74./82.), 2x Nägele (26./76.), Möller (4.), Warmbier (67.), Koops (87.)

2. Runde: 31.07. (A) 2:0 SC Wentorf (BL)
Tore: 2x von Walsleben-Schied (11./22.)

3. Runde: 07.08. (A) 2:1 Hamm United FC (LL)
Tore: 2x Maggio (49./59.)

4. Runde: 02.10. (A) 8:0 SV Börnsen (BL)
Tore: Maggio (41.), 2x Saqib (45./60.), Nägele (56.), Dittrich (61.), Möller (70.), von Walsleben-Schied (78.), Hinze (87.)

1/8-Finale: 08.12. (H) 2:0 TSV Sasel (OL)
Tore: von Walsleben-Schied (3.), Nägele (56.)

1/4-Finale: 30.03. (A) 4:1 SV Altengamme (LL)
Tore: Maggio (48.), Dittrich (68.), Dettmann (85.), Saqib (90.+2)

1/2-Finale: 20.04. (H) 1:0 SC Victoria (OL)
Tor: Möller (89.)

Finale: 25.05. 10.30 (Hoheluft): FC Eintracht 03 Norderstedt (RL)


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