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11.05.2019
Vierlanden-Express mit Verspätung von Andreas Killat




vs.


SV Curslack-Neuengamme – HSV Barmbek-Uhlenhorst 3:4 (0:2)

SV Curslack-Neuengamme: Babuschkin – Beldzik, Spiewak, Schalitz, Künkel – Papke, Iscan (24. Bannasch) – Rohde (46. Rogge), Radic (75. Kerschke), Maskaljevic – Lenz
HSV Barmbek-Uhlenhorst: Hölscher – Buchholz, Hosseini, Sabas – Pfeifer, Eggers (61. Jeske) – Hathat, Korczanowski (71. Lux), Meyer, Umurhan (79. Koehler) – Mandel
Tore: 0:1 Meyer (34.), 0:2 Korczanowski (44.), 0:3 Hathat (71.), 1:3 Maskaljevic (78.), 1:4 Pfeifer (81.), 2:4 Lenz (85.), 3:4 Papke (88., HE)
Schiedsrichter: Murat Yilmaz (FC Türkiye): Wollte wohl ohne Gelbe Karte über die Runden kommen, gab dann aber Maskaljevic doch noch eine (83.). Schon in der ersten Halbzeit hätte Rohde für seine zwei nicht ballorientierten Aktionen Gelb sehen müssen.
Beste Spieler: Künkel, Papke, Lenz – Sabas, Pfeifer, Meyer
Zuschauer: 126

„Der Vierlanden-Express hat endlich Fahrt aufgenommen, zeigte zuletzt Vollgasfußball und jetzt soll am Curslacker Bahnhof auch BU überrollt werden“, so vollmundig kündigte Gerd Gritzan die aktuelle Ausgabe der Stadionzeitung an. Aber die Barmbeker sind so etwas wie ein „Angstgegner“ für die Vierländer, denn in den letzten 13 Duellen (vor dem heutigen Match) gab es nur einen Sieg (1-6-6). Nach der Partie stellte CN-Coach Matthias Wulff fest: "Wir waren heute immer ein bisschen zu spät dran". Und das ging schon bei der obligatorischen Team-Besprechung los, zu der Jan Bannasch und Florian Rogge eine Viertelstunde zu spät erschienen - und deswegen kurzfristig aus der Startelf gestrichen wurden.

Bei bestem Fußballwetter zeigten beide Teams eine halbe Stunde lang vor allem taktisch eine gute Vorstellung: Gutes Pressing, Überzahlsituationen gegen den Ball, geschicktes Verschieben zwischen den Mannschaftsteilen und ordentliches Tempo bei den Umschaltszenen. Zu echten Torchancen kam es aufgrund der guten Defensivleistungen nicht, das einzige „Highlight“ der ersten 30 Minuten bestand aus einem Freistoß von Marvin Schalitz, der den ruhenden Ball aus der eigenen Hälfte weit über (!) das Tribünendach donnerte (30.). Launischer Kommentar aus dem Publikum: „Der Ball war sowieso nicht so gut, Marvin“.

Bei den Hausherren bröckelte dann die bis dahin solide Abwehrarbeit zuerst: Mike Beldzik hatte das Leder im eigenen Strafraum schon sicher, konnte sich aber nicht für eine der drei möglichen Varianten Abspielen, ins Aus kicken oder nach vorne bolzen entscheiden (Wulff: „Ich habe ihm im Gesicht angesehen, dass ihm mehrere Gedanken gleichzeitig durch den Kopf schossen“). Beldzik verlor die Kugel – und Marcel Meyer schlenzte den Ball mit einem echten Kunstschuss gefühlvoll aus 18 Metern in den rechten Giebel zum 0:1 (34.). Ein Traumtor!


Marcel Meyer (l.) erzielte ein Traumtor und konnte heute fast nur durch Fouls gestoppt werden (hier von Sebastian Spiewak). Foto: Olaf Both

Der miese Tag für Beldzik war damit aber noch nicht zu Ende, denn auch vor dem zweiten Gegentor durch Janis Korczanowski (44.) sah der Rechtsverteidiger alles andere als gut aus. „Solche Tage gibt es eben, kein Vorwurf an den Jungen“, so Wulff, der aber wusste: „Mit einem 0:2-Rückstand wird es gegen diese Offensivpower extrem schwer“. Dies sollte sich nach der Pause auch bewahrheiten. Erst scheiterte Abdel Hathat an Keeper Babuschkin (52.), dann geriet eine Kopfballrückgabe von Schalitz zu kurz und Tim Jeske fand völlig freistehend ebenfalls seinen Meister in „Babu“ (67.). Der überfällige dritte Treffer fiel aber dennoch: Ein langer Ball von Chris Pfeifer über die Curslacker Abwehrkette (BU-Coach Marco Stier: „Das haben wir in der Videoanalyse angesprochen“) fand Hathat, der ganz locker am Torhüter vorbei kurvte und ins leere Gehäuse vollendete (71.).


Niklas Sabas gewann heute fast jeden Luftkampf. Foto: Olaf Both

Keine 100 Sekunden später eine fast identische Szene: Diesmal Ronny Buchholz mit einem 40-Meter-Pass und drei (!) Barmbeker tauchen in Überzahl am Strafraum auf. Doch weder Jeske, Mandel oder Meyer fanden den Weg ins Tor (73.). „Das war schlampig zu Ende gespielt“, war Stier sauer – er kennt schließlich seine Truppe, die gerne mal für (unnötige) Spannung sorgt. So durften die „Blauen“ schließlich erstmals jubeln: Eine Hereingabe von Julian Kerschke schädelte Duro Maskaljevic zum 1:3-Anschlusstreffer in die Maschen (78., siehe Foto).


Duro Maskaljevic erzielt das 1:3. Foto: Olaf Both

Aber noch bevor die große Aufholjagd beginnen konnten (Wulff: „Meine Mannschaft hat in dieser Phase leider nicht zu 100% daran geglaubt“), war sie mit dem 1:4 durch einen Sahne-Freistoß aus 30 Metern von Pfeifer knallhart unter die Latte im Prinzip auch schon wieder beendet (81.).

Aber BU wäre eben nicht BU (Torverhältnis 87:57), wenn der Gegner nicht noch „Einladungen“ erhalten würde (Stier: „Ich verstehe das einfach nicht. Wir haben so viele erfahrene Spieler auf dem Platz, trotzdem bekommen wir immer wieder reichlich Gegentore“). Spiewak machte es nun, wie zuvor Pfeifer und Buchholz auf der anderen Seite: Langer Ball über 40 Meter nach vorne, Innenverteidiger Yannik Lux rutscht aus, Timo Lenz hat freie Bahn und erzielt an Keeper Stephan Hölscher vorbei das 2:4 (85.).

„Dann ging wieder das große Zittern bei uns los“, so Stier, „aber der Handelfmeter war für mich keiner“. Das sah Schiri Murat Yilmaz anders und ahndete den leicht ausgestreckten Arm von Meyer mit einem Strafstoß („Wenn man wie Meyer immer so viel reklamiert, dann ist der Arm eben häufiger mal nicht am Körper“, so Zuschauer Thorsten Beyer, der zur neuen Saison beim alten Rivalen SCVM als Trainer anheuert). Papke verwandelte sicher zum 3:4 (88.). Doch als Lenz einen ihm überraschend vor die Füße gefallenen Ball aus wenigen Metern nicht richtig unter Kontrolle bekommt (90.+1), war die Ausgleichschance dahin.


Am Ende waren die Gastgeber enttäuscht. Foto: Olaf Both


Stimmen:

Marco Stier (Trainer HSV Barmbek-Uhlenhorst):
Die Systemumstellung auf Dreierkette, was wir zuletzt glaube ich vor 15 Spielen gespielt haben, hat lange Zeit gut funktioniert. Wir haben die erste Halbzeit kontrolliert und sind verdient mit 2:0 in die Pause gegangen. Das war sehr effektiv. Die zweite Hälfte ging eigentlich erstmal so weiter, ich hatte nie das Gefühl, dass Curslack heute noch ein Tor schießt. Nach dem 3:0 haben wir vier, fünf Bretter zum 4:0 auf dem Fuß, kriegen dann aber mit der ersten richtigen Torchance das Gegentor. So läuft das irgendwie schon die ganze Saison bei uns. Nach dem 4:1 war es ja genauso: Wir lassen die Dinger zum fünften Tor liegen und bekommen noch zwei weitere Gegentore. Darüber habe ich mich sehr geärgert und hätte mich auch nicht gewundert, wenn wir (wie bei HEBC) noch das 4:4 kriegen. Die Chance für Curslack dazu war ja da und wir mussten mal wieder zittern. Für die Zuschauer ein sehr attraktives Spiel, aber ich hätte mir nach dem Spielverlauf einen deutlichen Sieg gewünscht – aber so ist das diese Saison halt bei uns. Nächstes Jahr greifen wir an!

Matthias Wulff (Trainer SV Curslack-Neuengamme):
Keine Frage, das ist ein absolut verdienter Sieg für BU. Wir haben zwar einigermaßen ordentlich angefangen, hatten aber später viele Probleme, wenn wir nicht früh genug gestört haben. Leider haben wir dann zweimal gepennt und haben individuelle Fehler gemacht. Bei einem 0:2-Rückstand ist es gegen eine Mannschaft wie BU mit dieser Offensivpower dann natürlich extrem schwer. Es hätte tatsächlich auch schon 0:4 oder 0:5 stehen können, da hat Babu (Keeper Gianluca Babuschkin) uns im Spiel gehalten. Ich hatte in der Phase dann aber schon das Gefühl, dass BU einen Schritt weniger macht. Meine Mannschaft hat da aber leider nicht mehr zu 100% daran geglaubt – unsere Schlussoffensive kam leider viel zu spät. Wenn Timo Lenz da besser zum Schuss kommt (90.+1), wäre es sogar noch ein sehr schmeichelhaftes 4:4 geworden. Das wäre heute aber auch nicht verdient gewesen. Jetzt haben wir richtig Bock auf das Derby gegen Dassendorf (17. Mai)…

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1945): 38 Spiele, 10 Siege, 11 Remis, 17 Niederlagen, 51:67 Tore

1982/83: 0:0 / 2:2 Landesliga Hansa
1983/84: 4:2 / 1:0 Landesliga Hansa
1986/87: 1:6 / 0:3 Landesliga Hansa
1992/93: 1:0 / 0:3 Landesliga Hansa
1993/94: 2:3 / 1:2 Landesliga Hansa
1997/98: 0:2 / 2:1 Landesliga Hansa
1998/99: 0:0 / 2:1 Landesliga Hansa
2006/07: 3:1 / 1:1 Hamburg-Liga
2007/08: 1:1 / 2:3 Hamburg-Liga
2008/09: 5:1 / 1:2 Oberliga Hamburg
2009/10: 1:0 / 0:1 Oberliga Hamburg
2010/11: 5:1 / 0:1 Oberliga Hamburg
2012/13: 1:1 / 1:1 Oberliga Hamburg
2013/14: 1:1 / 2:4 Oberliga Hamburg
2014/15: 0:1 / 2:2 Oberliga Hamburg
2015/16: 1:4 / 2:2 Oberliga Hamburg
2016/17: 1:0 / 1:1 Oberliga Hamburg
2017/18: 1:4 / 0:2 Oberliga Hamburg
2018/19: 3:4 / 0:3 Oberliga Hamburg


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