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11.08.2019
Harte Arbeit + Demut = Oberliga-Punkte von Andreas Killat



von Jan Schubert


vs.


FC Teutonia 05 – Hamm United FC 6:0 (2:0)

FC Teutonia 05: Zummack – G. Cholevas, Kroiß, Eden – Gutmann, M. Bergmann (81. Voorbraak), Fazlic (77. Kazizada), Fischer – Boock – Erman (69. Pressel), Krottke
Hamm United FC: Böse – Kauth, Mankumbani, Panata, M. Cholevas – Kamalow (63. Klammer), Rahn – Tafese, Schirosi (77. Eröksüz), D’urso – Sousa (77. Patrin)
Tore: 1:0 Krottke (30.), 2:0 Erman (32.), 3:0 Krottke (68.), 4:0 M. Bergmann (76.), 5:0 Gutmann (82.), 6:0 Pressel (87.)
Besondere Vorkommnisse: Der gerade eingewechselte Eren Eröksüz (77.) muss verletzt vom Feld (79.). Da das Wechselkontigent bei den Gästen bereits erschöpft war, musste Hamm die letzten 11 Minuten in Unterzahl spielen.
Schiedsrichter: Lasse Holst (FC Türkiye): Ein bisschen im Captain-America-Style durchs Spiel: Ständig wie der Marvel-Superheld mit der Hand am Ohr, um offenbar das Headset zu fixieren. Die HUFC-Gefolgschaft fand ihn gar nicht so heldenhaft, hätte sich für Teutonen-Leader Fazlic frühzeitig Gelb-Rot gewünscht. Gesamteindruck: Nicht überragend – aber wer ist das schon?
Beste Spieler: Krottke, Eden, Gutmann – Keiner
Zuschauer: 153

Sein Vater Thomas ist ein Meister des Understatements, sein Bruder Henrik hat das Herz und oftmals auch die Zunge auf dem rechten Fleck – doch wo ordnet sich der eher introvertiert wirkende Sören Titze ein? Der 34jährige coacht seit über zwei Jahren recht erfolgreich das hochambitionierte Teutonia 05. Titze galt, bevor er es sich das erste Mal überhaupt auf der Trainerbank bequem machen durfte, als der Wackelkandidat unter den Oberliga-Übungsleitern schlechthin, überstand ohne größeren Schaden den Rassismus-Skandal um Bert Ehms depperten PK-Zwischenruf in Dassendorf, scheiterte nach toller Saison 2017/18 krachend in der Regionalliga-Relegation, versaute mit seiner Mannschaft dafür in der Vorsaison dem Rivalen Altona 93 schön die Meisterfeier mit dem 2:0-Auswärtserfolg am letzten Spieltag.

Kurzum: Der langjährige Kapitän des TSV Buchholz 08 macht an der «Kreuze in einem eher umtriebigen Umfeld mit viel Fachkompetenz und fast noch mehr Meinung einen guten Job. Dieser Satz geht einem aktuell viel leichter von der Tastatur, weil Teutonia dem HUFC richtig eine verpasste: 6:0 siegte der designierte Titelaspirant gegen den Novizen und bringt sich langsam in Position. Dass das mitunter trotz des eindeutigen Ergebnisses keineswegs Zauber-Fußball war, dürfte auch Sören Titze trotz einer klaren Steigerung zu den bisherigen Ligaauftritten nicht entgangen sein. Die Erfolgsformel aus der Titzeschen Diplomaten-Schule geht so: „Wir müssen weiter hart arbeiten, demütig sein und so fleißig Punkte sammeln“.

Es gehört zur Wahrheit des Spiels, dass United zunächst gegenüber dem Top-Gegner gar nicht groß abfiel, dem Favoriten dann aber doch die „harte Arbeit“ erleichterte. HUFC-Trainer Sidnei Marschall bemerkte richtig, dass seine Elf im ersten Umlauf von der spielerischer Warte aus betrachtet „vielleicht sogar einen Tick besser“ war.

Wahr ist aber ferner, dass der Aufsteiger im Grunde nur zweimal jeweils durch Tevin Tafese (45.+2/58.) gefährlich im Strafraum auftauchte, ohne abzuschließen. Dafür halfen die Geächteten hinten gehörig mit, insbesondere bei den ersten vier Gegentreffern. Einen semi-optimalen Freistoß von Dino Fazlic ließen die Vorderleute von Frederic Böse passieren, bis Kevin Krottke die Richtung veränderte - 1:0 (30.). Beste Stehplätze hatten die Hammer Herren dann, als Aytac Erman im langen Eck zum 2:0 versenkte (32.). „Eigentlich war die Pausenführung nicht verdient, da war von Teutonia nichts herausgespielt“, grantelte der Aufstiegs-Trainer.

Beim dritten beziehungsweise vierten Einschlag waren es dafür haarsträubende individuelle Schnitzer: Zunächst bediente Lucas Kauth im eigenen Sechszehner Krottke, der mühelos wieder im langen Eck versenkte (68.), bevor Sebastiao Mankumbanis Kopfballabwehr genau auf den Schlappen von Mirco Bergmann geriet, der nicht sonderlich platziert, aber hart zum vierten Teutonen-Tor draufzimmerte (76.).

Die Kreuzkirchler hatten im Endspurt dann noch leichteres Spiel, weil Eren Eröksüz zwei Minuten nach seiner Einwechslung verletzt wieder raus musste, das Wechselkontigent erschöpft war und die Gäste somit in Unterzahl ihrem Untergang entgegen blicken mussten. Nick Gutmann (82.) und Gerrit Pressel (87.) erhöhten für die Gastgeber – was Trainer Titze im Gegensatz zum Kollegen als im Ausmaß korrekt einstufte: „Wenn ich mir anschaue, was für glasklare Chancen – damit meine ich auch die Vielzahl an Angriffen, die wir nicht gut ausspielen – wir hatten, ist das Ergebnis auch in der Höhe verdient, weil wir auch nach der 60. Minute noch Power-Fußball gespielt haben“.

Eine herbe Schmach für Marschall und Co – aber es geht weiter: „Das ist für uns kein Beinbruch und gibt uns keinen Knacks. Freitag kommt BU zu uns, das wird nicht einfacher. Sollen sie doch 1:6 gegen uns tippen – interessiert mich nicht“. Denn auch Sid agiert frei nach dem Motto von Teutonen-König Sören I: „Hart arbeiten, Demut zeigen, Punkte holen“.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 2006): 3 Spiele, 2 Siege, 0 Remis, 1 Niederlage, 10:2 Tore

2017/18: 1:2 / 3:0* Bezirksliga Süd (Teutonia II)
2019/20: 6:0 / --- Oberliga Hamburg

*Wertung nach Sportgerichtsurteil


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