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17.08.2019
Jubiläum, Hochzeit, Wagner-Festspiele - Curslack und Osdorf mächtig "On Fire" von Andreas Killat




vs.


SV Curslack-Neuengamme – TuS Osdorf 3:3 (1:0)

SV Curslack-Neuengamme: Babuschkin – Beldzik, Spiewak (68. Brudler), Franz, Wilhelm – Bannasch, Iscan (59. Bambur) – Kühn, Rogge, Mokhlis – Schubring (85. Lenz)
TuS Osdorf: Grundmann – Collet, Schmidt, Spranger, Schlumbohm (87. Amoah) – Trapp (62. Weiß) – Hüttner, Tönges, M. Eren, Rohrbach (46. Godts) – Wachter
Tore: 1:0 Schubring (3.), 1:1 Godts (58.), 2:1 Kühn (67.), 3:1 Schubring (72.), 3:2 Wachter (78.), 3:3 Godts (81.)
Rote Karte: Wachter (Osdorf), nach dem Abpfiff w/SR-Beleidigung
Schiedsrichter: Henry Wagner (GW Eimsbüttel): Einmal jährlich gibt es sie offensichtlich: Die „Wagner-Festspiele“. Der Referee nahm sich selbst viel zu wichtig, kommunizierte bzw. „kommandierte“ in unmöglichem Ton auf dem Platz (u.a. quer über den ganzen Platz im Kasernenhof-Ton Richtung Osdorfer Ersatzbank: „Die Bänke sitzen! Verstanden?!“). Neben seinen verbalen Ausrutschern (laut schreiend zu Robin Schmidt: „Ob sie eine Behandlung brauchen, habe ich gefragt“ – als der dann im gleichen Tonfall antwortet: Gelbe Karte, 90.) verwehrte er den Gastgebern einen Elfmeter (Rohrbach an Kühn, 36.). Als ihm das Spiel in der Schlussminute bereits vollständig entglitten war, pfiff er ohne jegliche Nachspielzeit einfach ab (obwohl bei fünf Toren und sechs Auswechslungen in der zweiten Halbzeit eigentlich mind. fünf Minuten Extra-Zeit angebracht gewesen wären). Die Rote Karte gegen TuS-Torjäger Jeremy Wachter direkt nach dem Abpfiff gab es für den Ausspruch: „Dreh Dich um, Du bist schlecht“.
Beste Spieler: Rogge, Schubring, Franz – Hüttner, Godts, Tönges
Zuschauer: 174

Was für ein Spiel, was für ein Programm! Die Vierländer hatten zum 100jährigen Vereinsjubiläum eingeladen. Schon am gestrigen Freitag fand der „Kommersabend“ mit 120 geladenen Gästen statt (u.a. mit HFV-Präsident Dirk Fischer) - und heute Vormittag begannen „die Spiele“ bereits ab 10 Uhr am Gramkowweg mit diversen Jugendmannschaften. Vor dem „Höhepunkt“ mit dem Oberliga-Kick gegen Osdorf gab es zudem ein „Jubiläumsspiel“ zwischen einer SVCN-Generationenauswahl (u.a. mit Marco Theetz, Christopher Kock, Jan Kruse. Trainer: Torsten Henke) und einer Vierlandenauswahl (u.a. mit Marco Blättermann, Sören Deutsch, Sven Möller. Trainer: Christian Buhk) mit dem „Handball-Ergebnis“ von 9:7 (!) für die Henke-Auswahl (Torschützen u.a. 5x Malte Clausen und auf der anderen Seite 4x Sören Deutsch).

Direkt nach dem Abpfiff startete im Vereinsheim nebst Festzelt die große Party (mit DJ) und am morgigen Sonntag findet schließlich ein „Open-Air-Gottesdienst“ (mit Posaunenchor) und der Kinder- und Familientag auf dem Sportplatz statt. „Das ist ein tolles Jubiläumswochenende mit vielen schönen Begegnungen und hoffentlich maximalem sportlichen Erfolg“, begrüßte Präsident Hartmut Helmke die Anwesenden. Vor allem die Oberliga-Partie gegen Osdorf war dann im wahrsten Sinne des Wortes tatsächlich „eine schöne Begegnung“.

Die Gäste hatten dem Jubiläum die Hochzeit der Schwester von Bennet Krause entgegenzusetzen, wodurch neben Bennet auch Torben Krause (und Manager Cemil Yavas) fehlte. „Schön wäre gewesen, wenn Jeremy Wachter die Schwester geheiratet hätte“, scherzte CN-Manager Oliver Schubert vor dem Spiel, aber der TuS-Torjäger stand auf dem Platz. Und dort ging es rund. Mächtig sogar. „Respekt an Curslack für die Attacke, die sie da geritten haben“, umschrieb es TuS-Coach Philipp Obloch nach dem Abpfiff sehr treffend. Denn die Vierländer brannten in der ersten Viertelstunde ein wahres Feuerwerk ab.

Schon nach 36 Sekunden stand Moritz Kühn (Henke: „Das ist unser André Schürrle“) frei vor Keeper Tjark Grundmann, scheiterte aber. Doch schon der nächste Angriff saß: Nach einem langen Ball von Sebastian Spiewak aus der eigenen Hälfte zündet Marco Schubring seinen Turbo und lässt dann Grundmann, der viel zu früh auf den Boden ging, am rechten Fünfmetereck mit einem sehenswerten „Übersteiger“ ganz alt aussehen. Ein technisch wirklich hochwertiger Treffer (3.), dem der Goalgetter direkt das 2:0 hätte folgen lassen können (bzw. müssen?), als der wie aufgedreht wirkende Florian Rogge das Leder mit einem Zauberpass durchsteckt. Doch „Schubi“ scheiterte aus fünf Metern am auf der Linie klärenden Robin Schmidt (5.).

Aber auch die Gäste fanden langsam ins Match, eine Hereingabe von Prince Hüttner versemmelte Toni Rohrbach freistehend aus elf Metern (15.). Eben jener Rohrbach sorgte dann für mächtig Diskussionen, als er im eigenen Strafraum äußerst rustikal „Schürrle“ abräumte (36.). Doch statt Elfmeter gab es nur Eckball. Ein paar Augenblicke vorher hatte Gökhan Iscan für ein wesentlich harmloseres Foul Gelb vom schwachen Referee gesehen…

Was dann nach der Pause am Gramkowweg ablief, lässt sich für die, die nicht dabei waren, nur schwerlich beschreiben oder gar nachvollziehen. Ein Höhepunkt jagte den nächsten, quasi im Minutentakt gab es Großchancen, die an dieser Stelle nur selektiv erwähnt werden können. Der zur Pause eingewechselte Bryan Godts zimmerte den Ball aus halblinker Position zum Ausgleich ins lange Eck, möglicherweise war noch die Schuhspitze von Felix Schlumbohm dran (58.). Jetzt hatten die Osdorfer eindeutig Oberwasser. Nach einem Ausrutscher von Witalij Wilhelm hat Nicht-Hochzeitsgast Jerry Wachter freie Bahn, kollidiert am Sechzehner kurz mit seinem Mannschaftskameraden Mehmet Eren, hat aber dennoch freie Schussbahn, verzieht aber um Millimeter am rechten Pfosten vorbei (65.). Die „Strafe“ folgte auf dem Fuße: Im Gegenzug erneut Rogge mit einem seiner Traumpässe in den Lauf von Kühn, der aus 18 Metern mit einem Lupfer über den herausgeeilten Grundmann zum 2:1 trifft (67.). Jubiläums-Jubel allerorten, der sich nach dem dritten Treffer noch steigerte: Rogge mit einem Außenristpass direkt vor der CN-Ersatzbank, der sich im Bogen Richtung Elfmeterpunkt senkte, wo Schubring mit seinem achten (!) Saisontor am vierten Spieltag alles klar machte (72.).


Moritz “Schürrle” Kühn dreht nach dem 2:1 jubelnd ab. Foto: Hanno Bode

Alles klar? Von wegen! Wie schon beim 3:1 gegen Tornesch (Endstand 3:3) oder beim 2:1 gegen den HSV (Endstand 2:4) verstanden es die Vierländer nicht, einen Vorsprung über die Ziellinie zu retten. „Ich weiß auch nicht, wie viele Tore wir vorne noch schießen sollen, dass es mal zum Sieg reicht“, seufzte Oliver Schubert hinterher: „Ohne Übertreibung: Wir müssten eigentlich 12 Punkte haben“. Aber die Tabelle lügt bekanntlich nicht – und da stehen eben „nur“ fünf Zähler, weil Osdorf weiter griffig und mutig agierte und binnen 150 Sekunden ausglich.

Nach einer Hüttner-Flanke parierte CN-Goalie Gianluca Babuschkin stark einen Schuss von Jan Collet, doch den Abpraller versenkte Wachter in bester Abstaubermanier aus kürzester Distanz zum 2:3 (78.). „Ab da war es eine wilde Achterbahnfahrt“, stellte Obloch später fest (siehe „Stimmen“ am Ende des Berichtes). „Einspruch“, möchte der Hafo-Redakteur da erwidern. Denn es war auch schon vorher ein wahrer „Höllenritt“ – der es bis zum Schlusspfiff blieb! Direkt nach dem Anstoß bediente Schubring Kühn, der über rechts freie Bahn hatte, aber an Grundmann scheiterte (79.). Diesmal sollte sich dies für die Hausherren rächen: Ecke Eren und am ersten Pfosten darf Godts ungehindert aus drei Metern zum 3:3 einköpfen (81.). Wahnsinn, der helle! „Wir haben eine tolle Moral, uns schlägt so leicht niemand“, war Obloch zu Recht stolz auf sein Team. „Aber drei Unentschieden in Folge machen mich ehrlich gesagt nicht wirklich glücklich“.


Joel Weiß umarmt Bryan Godts (verdeckt) nach dessen Kopfballtreffer zum 3:3-Endstand. Foto: Hanno Bode

In der „wilden Achterbahnfahrt“ hätten in den letzten fünf Minuten noch beide Teams aus der Gondel stürzen können, auf jeder Seite gab es noch „Hundertprozentige“ zum Sieg. So traf erst Benjamin Bambur den Pfosten (Henke: „Ein Mann seiner Klasse muss den machen“) und im Gegenzug donnerte Hüttner ans Aluminium (82.). In der hektischen 90. Minute versagten dem Schiedsrichter dann leider endgültig die Nerven. Als der verletzt am Boden liegende Schmidt nicht sofort reagierte, schrie (!) Wagner ihn an: „Ob sie eine Behandlung brauchen, habe ich gefragt“. Diesen (Bundeswehr-)Ton hatte der Referee unpassender Weise zuvor schon häufiger gewählt. Schmidt antwortete (wie ihm „befohlen“) mit ähnlicher Lautstärke: „Nein, man“- und sah dafür Gelb. Der dagegen protestierende Hüttner bekam quasi im gleichen Atemzug ebenfalls Gelb. Völlig übertrieben! Der genervt wirkende Unparteiische pfiff die Partie dann nach diesen beiden Verwarnungen direkt ab – obwohl erst 90:22 gespielt waren und der Verlauf der zweiten Hälfte mindestens fünf Minuten Nachspielzeit gerechtfertigt hätten.

Für Jerry Wachter wäre die Teilnahme an der Hochzeit schließlich wohl doch die bessere Wahl gewesen, denn nach einer hitzigen Diskussion am Mittelkreis und dem Ausspruch: „Dreh Dich um, Du bist schlecht“, zeigte Wagner ihm „Rot“. Während Wachter zunächst wohl zu einigen Anwesenden einräumte, dass die Aussage tatsächlich dem Schiri galt, sagte er uns drei Minuten später ins Mikrofon: „Ich habe mit einem Curslacker Spieler diskutiert, der mich angemacht hat. Dem habe ich dann gesagt, er soll sich umdrehen, weil er schlecht ist“. Das Sportgericht wird entscheiden, wie dies zu werten ist…

Stimmen:

Philipp Obloch (Trainer TuS Osdorf):
Wenn Du 0:1 und 1:3 zurückliegst, bist du auswärts mit einem Punkt eigentlich glücklich. So unsortiert und wackelig wie heute in der ersten Viertelstunde habe ich uns noch nicht erlebt. Kompliment an Curslack für die Attacke, die die da geritten haben. Mitte der ersten Hälfte haben wir dann aber besser ins Spiel gefunden und haben uns bis zum Ende sehr viele Chancen erarbeitet – aber zugegebenermaßen hinten auch sehr viele zugelassen. Spätestens mit dem 2:3-Anschlusstreffer war es eine wilde Achterbahnfahrt, innerhalb von 40 Sekunden auf beiden Seiten ein Pfostentreffer. Ein Spektakel für die Zuschauer.

Matthias Wulff (Trainer SV Curslack-Neuengamme):
In der Tat ein sehr interessantes und intensives Spiel. Wir sind sehr gut reingekommen und zu Recht in Führung gegangen. Aber Osdorf ist eine richtig gute Mannschaft, mit richtig Tempo und Biss. Schon in der ersten Hälfte gab es auf beiden Seiten sehr viele gute Offensivaktionen, das hat sich nach der Halbzeit noch gesteigert. Es wurde immer wilder. Wenn man 20 Minuten vor Schluss 3:1 führt, will man natürlich den Sieg mit nach Hause nehmen. Wir hätten dem Verein zum Jubiläum gerne einen Dreier geschenkt. Aber Osdorf war jederzeit extrem gefährlich, auf beiden Seiten ein absolutes Spektakel, das die Zuschauer begeistert hat. In der Defensive haben heute beide Trainer etwas gesehen, was man aufarbeiten kann. Schade, dass wir am Ende nur den einen Punkt haben. Aber wenn man den gesamten Spielverlauf sieht, ist es ein gerechtes Ergebnis. Auf der gleich folgenden Party lädt dieses Spiel natürlich zu vielen Diskussionen ein.

Statistik:
Gesamt- Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1947): 7 Spiele, 3 Siege, 2 Remis, 2 Niederlagen, 15:11 Tore

2016/17: 0:0 / 1:2 Oberliga Hamburg
2017/18: 4:1 / 4:2 Oberliga Hamburg
2018/19: 3:1 / 0:2 Oberliga Hamburg
2019/20: 3:3 / --- Oberliga Hamburg


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