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30.08.2019
Schmerzhafter Knockout kurz vor Schluss: Osdorf hadert, Niendorf wackelt von Jan Schubert



vs.


TuS Osdorf – Niendorfer TSV 1:2 (0:1)

TuS Osdorf: Grundmann – R. Schmidt, Spranger, Godts – Dilber, B. Krause, Trapp (63. T. Krause), Schlumbohm (84. Kukuk) – Tönges – Ndiaye, Amoah (57. Wachter)
Niendorfer TSV: Kindler – Doege, Mandic, Brückner (46. Stannis) – Karow – Schön, Huneke (46. L. Meyer), Thiessen, Speck – Düzgüner (83. Streubier), Afsin
Tore: 0:1 Thiessen (43.), 1:1 Schlumbohm (52.), 1:2 Mandic (87.)
Rote Karten: T. Krause (70., Tätlichkeit)
Besondere Vorkommnisse: Kindler pariert Foulelfmeter von Trapp (7.), Osdorf spielt zu Neunt zu Ende, weil Ndiaye angeschlagen den Platz nach bereits drei Wechseln der Gastgeber verlassen muss (90.+7)
Schiedsrichter: Alexander Nehls (SC Eilbek): Der Ärger der Heimelf über einseitige Kartenverteilung ist nachvollziehbar (sechsmal Gelb und einmal Rot für Osdorf, zweimal Gelb für Niendorf), beispielsweise wurden taktische Fouls vom Unparteiischen nicht immer gleich bewertet. Die angezeigte Nachspielzeit von fünf Minuten war natürlich ein schlechter Scherz, da allein Ndiayes Behandlung zehn Minuten dauerte. Hinzu kamen zwei längere Behandlungspausen, die Absprache mit dem Assistenten vor Krauses Roter Karte, zwei Tore, sechs Wechsel – sorry, aber das passte nicht.
Beste Spieler: Spranger, Grundmann, Schlumbohm – Kindler, Schön
Zuschauer: 281

Glücklicherweise stand Papa Ndiaye wieder. Sichtlich mitgenommen wankte Osdorfs Nummer 10 mit den Teamkollegen in Richtung eigener Fans, nahm die Ovationen entgegen. Dass der 22–Jährige überhaupt wieder stehen konnte nach der Rakete, die ihn offenbar am Solar Plexus krachend erwischt hatte, ist vielleicht kein Wunder, aber hat etwas Versöhnliches. An diesem wenig versöhnlichen Abend zwischen Osdorfen und Niendorfern, den die Gäste mit 2:1-Toren für sich entschieden.

Und dass das so geschah, das dürfte dem jungen Osdorfer Neuzugang vom SC Nienstedten nochmal zusätzlich schmerzen. Wobei: Hätte er nicht diesen Gewaltschuss von Niendorfs Dario Streubier mit seinem Körper geblockt, dann hätten sich Niendorfs Trainer Ali Farhadi und seine Bagage womöglich ein Loch in den Bauch gefreut, dass ausgerechnet der kurz zuvor eingewechselte Joker den Siegtreffer in diesem Hektikgipfel markiert. So aber ging Ndiaye im Strafraum zu Boden, der Ball prallte nur wenige Meter entfernt zu Niendorfs Abwehrchef Marin Mandic, der überlegt mit rechts aus 16 Metern TuS-Torsteher Tjark Grundmann überwand (87.).

„Ich mache den Niendorfern keinen Vorwurf, dass sie den Ball nicht ins Aus geschossen haben“, meinte Osdorf-Coach Philipp Obloch zu der entscheidenden Szene, die – wie zu viele andere auch – leidenschaftlich ausdiskutiert werden kann. Das möchte Trainerkollege Farhadi aber auch nicht tun: „Der junge Mann hat nach dem Treffer ein bisschen wenig Luft bekommen. Wenn der Schiedsrichter nicht unterbricht, warum sollen wir den Ball dann rausschießen?“

Und diskutieren bringt‘s oftmals auch nicht. Obgleich die Blomkampler nicht wegdiskutieren können (und das gewiss auch nicht werden), dass ein mannschaftlich geschlossener, beherzter und emotionaler Ausbruch von der gesamten Bank zur Philosophie dazugehört, Spiele auch mal dreckig zu gewinnen. Der Gast mag das: „Solche Stimmung wünschen sich ganz viele andere Mannschaften. Es ist sauschwer, hier zu spielen. Ich persönlich denke, dass bis zu 90 Prozent der Osdorfer Leistungsfähigkeit die Zuschauern ausmachen“, so Farhadi.

Emotionale Ausbrüche gab es in der Partie seitens der Heimcrew des Öfteren: etwa bei Daniel Brückners grobem Tritt klar in der gegnerischen Hälfte gegen den bedauernswerten Ndiaye, wo viele statt der Verwarnungs- gern die Ausschlusskarte von Schiedsrichter Alexander Nehls gesehen hätten (21.). Oder der diskutable, aber vertretbare Freistoßpfiff vor der 0:1-Führung der Gäste, als Ilyas Afsin auf den Schädel von Dennis Thiessen servierte (43.). Schön, dass es beim Ausgleich durch Felix Schlumbohm ebenfalls per Kopf mal gar nichts zu diskutieren gab – außer vielleicht dem nicht existenten Abwehrverhalten der Niendorfer (52.).

Benachteiligt fühlte sich der TuS dann wieder bei der Roten Karte gegen eines ihrer Idole, das die jüngere Clubgeschichte maßgeblich positiv beeinflusst hat. Torben Krause durfte nach 63 Minuten mitmachen und hatte unmittelbar vor Spieleintritt noch dieses zu sagen: „In der 81. Minute mach‘ ich einen Standard rein – wenn ich bis dahin nicht runtergeflogen bin.“ Was als Flachs gedacht war, wurde sieben Minuten später Realität: Ob sich Krauses Hand ins Gesicht von Lennard Speck verirrt hatte oder der Joker direkt vor den Augen des Assistenten nachkeilte, blieb derweilen unklar (70.).

Natürlich sammelte der Referee keine Pluspunkte damit, auch nicht mit der Bestätigung des Siegtreffers der Gäste – Nehls hatte sich noch mit seinem Assistenten beraten, ob eine Rücknahme aufgrund der Verletzung Ndiayes möglich wäre – aber schon mal überhaupt nicht mit der veranschlagten Nachspielzeit von nur fünf Minuten. Kleiner Fun Fact am Rande: Bis der furchtbar durchgeschüttelte Ndiaye wieder aufstand, vergingen acht Minuten, bis er gestützt von Josip Dilber und der Physiodame Katrin Attia-Loebe den Platz verlassen konnte, zwei weitere (90.+7). Schluss war nach 104 Minuten. „Ich formuliere es mal vorsichtig: So wie wir manchmal ein Kackspiel haben, hatte der Schiri heute seins. Ich fand seine Linie wenig ausbalanciert“, so Obloch. Vor dem Hintergrund, dass seinen Osdorfern klar die Anfangsphase gehörte – Ndiaye vergab die erste Großchance der Begegnung (5.), dann schoss Kevin Trapp einen dankbaren Foulelfmeter für NTSV-Fänger Marcel Kindler (7.) – wird der Ärger bei Osdorfs Neu-Coach umso verständlicher.

„Wir waren unterm Strich nicht gut“, urteilte Niendorfs Übungschef Farhadi, der immerhin noch einen Lattenschmeichler von Vedat Düzgüner (25.) und eine Doppel-Megachance von Ilyas Afsin (56.) gesehen hatte, „es ist kein unverdienter Sieg, aber wir müssen unsere Überzahl am Ende besser ausspielen.“


Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1947): 21 Spiele, 6 Siege, 2 Remis, 13 Niederlagen, 30:56 Tore

1950/51: 3:2 / 1:3 A-Klasse 1
1961/62: 1:6 / 1:3 Kreisklasse 2
1962/63: 0:4 / 1:6 Kreisklasse 2
1963/64: 0:2 / 1:7 Kreisklasse 2
1972/73: 4:0 / 3:1 Verbandsliga West (= Bezirksliga)
1983/84: 2:1 / 1:2 Bezirksliga West
1994/95: 1:5 / 1:3 Bezirksliga West
2016/17: 0:3 / 1:1 Oberliga Hamburg
2017/18: 3:0 / 2:2 Oberliga Hamburg
2018/19: 1:2 / 2:1 Oberliga Hamburg
2019/20: 1:2 / --- Oberliga Hamburg (5. Liga)


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