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27.09.2019
Kein Spiel für den "Schiro-Praktiker" von Stefan Knauß



vs.


Hamm United FC – Niendorfer TSV 1:1 (1:0)

Hamm United FC: Graudenz – Kauth, Mankumbani, Panata Tomaz, M. Cholevas (73. Klein) – D'urso (78. Ayim), Tafese, Patrin, Perz – Schirosi, Sousa (66. Landau)
Niendorfer TSV: Kindler – Schön, Doege, Mandic, Brückner – Karow, Thiessen (78. Shalom)– Düzgüner, Meyer (57. Stannis), Streubier (57. Afsin) – L. Merkle
Tore: 1:0 Tafese (10.), 1:1 Afsin (85.)
Rote Karte: Düzgüner (83. wg. Foulspiel an Perz)
Schiedsrichter: Adrian Höhns (TuS Dassendorf): Entschieden hart in seinem Ermessensspielraum. Ließ sich von den wenig schlauen Kommentaren mancher Spieler erstaunlich wenig beeindrucken. Den Platzverweis kann man so geben.
Beste Spieler: Tafese, D'urso, Mankumbani - Doege
Zuschauer: 218

„Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass wir das Zentrum gegen Niendorf schließen müssen. Und das hat die Mannschaft sehr gut durchgezogen. Bis auf das blöde Gegentor haben wir nichts zugelassen“ bilanzierte ein leicht angefressener Trainer Sidnei Marschall. In der Tat. Hamm kam gegen den NTSV immer durch die Mitte zu sehr guten Chancen in den ersten 45 Minuten. Da liefen die „Heroes“ aus Niendorf dem wunderbaren Kombinationsfussball des Aufsteigers phasenweise hechelnd hinterher. Und nach vorne ging für den NTSV gar nichts.

Besonders Hamms Mittelfeldgenie„Schiro“ zeigte mal wieder sein Ausnahmetalent. Allerdings nur in der ersten Halbzeit. Die zweite Hälfte gehörte punktemäßig ganz klar seinem direkten Gegenspieler Marvin Karow, der ihn gehörig nervte und bearbeitete. Das ging sogar nach dem Schlusspfiff weiter. Beide Spieler standen Kopf an Kopf und es deutete alles auf eine Fortsetzung mit Faustkampf hin. Bis „Bohne“ Karow wegzog und auch Schirosi beiseite genommen wurde. Allerdings ging der Frust bei Alessandro Schirosi weiter. Er zoffte sich lautstark mit einem Mitspieler. Daran sieht man einmal mehr, dass dieser wunderbare Sport nicht nur mit den Füßen, sondern auch zwischen den Ohren entschieden wird. Manchmal einfach weghören, so wie Schiedsrichter Adrian Höhns es oftmals tat, scheint zu helfen.


Alessandro Schirosi (r.) diskutierte die Rote Karte mit Oliver Doege. Foto: Olaf Both

Im Spiel mit den Füßen zeigte Hamm United FC eine tolle Leistung. Schon beim Warmmachen bemerkte Fotograf Olaf Both zurecht: „Die haben heute richtig Bock!“ War ja auch so. Allerdings ließen die „Geächteten“ zu viele Chancen liegen. Der erste Treffer fiel dabei früh (10.). Nach kurzer Ecke vom „Schrio-Praktiker“ passte Mankumbani auf Tafese. Niendorfs Abwehrroutinier Marin Mandic rutschte über den Ball und Tevin Tafes netzte aus kurzer Distanz ein.


Tevin Tafese (l.) schiebt zur frühen Führung für Hamm ein. Foto: Olaf Both

Hamm nahm den NTSV vor allem über den rechten Flügel komplett auseinander. Maurizio D Urso zeigte der Niendorfer Defensive mehrfach die Hacken. Ali Farhadi: „Kein Wunder, dass wir hinten schlecht aussehen, wenn vorne nicht mitgearbeitet wird.“ Allerdings nutzte der Aufsteiger seine Chancen nicht. Drei sehr gute Einschussmöglichkeiten standen zu Buche. Ohne Torerfolg.


Tafese (r.) war wieder einmal kaum vom Ball zu trennen und ein Aktivposten (hier im Laufduell mit Dennis Thiessen) Foto: Olaf Both

Nach der Pause agierte der NTSV entschlossener. Ging wesentlich besser in die Zweikämpfe. Dadurch kam die Heimmannschaft nicht mehr zu klaren Chancen. Marschall: „Dann ging es leider nur noch bis zum Strafraum ganz schön. Aber ohne klare Möglichkeiten.“ Niendorf machte mehr Druck nach vorne. Und tatsächlich erwies sich das „Wiesel“ Ilyas Afsin mal wieder als Torjäger. Nervenstark schoss er den Ausgleich (85.) nach einem Patzer der Hammer Defensive. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Zweikampfmonster Mankumbani alles, wirklich alles aus dem Weg geräumt. Momentan ist Mankumbani in der Innenverteidigung überragend!


Ilyas Afsin (r.) jubelt nach dem späten Ausgleich, Hamms Torwart Samuel Graudenz (l.) ist fassungslos. Foto: Olaf Both

Der Platzverweis gegen Vedat Düzgüner half Hamm nicht wirklich. Düzgüner hatte etwas übereifrig Marcel Perz von hinten mal einfach umgehauen. Höhns zog sofort Rot. Darüber regte sich ganz Niendorf auf. Aber ganz klar: diese Karte kann man geben. Das kommentierte auch der eingewechselte Afsin erstaunlich deutlich in den letzten Minuten. Denn in Unterzahl ist es einfach schwerer zu gewinnen.


Vedat Düzgüner (2. v. r.) sieht von Schiedsrichter Adrian Höhns (2. v. l.) die Rote Karte. Foto: Olaf Both

Nur konnte Hamm davon nicht mehr profitieren. Zurecht sprach Marschall von „zwei verlorenen Punkten“. Grundsätzlich kann er auf die Leistung seines Teams stolz sein. Diese Mannschaft ist in der Lage, Gegner aus dem oberen Drittel erfolgreich zu nerven. Die Punkte kommen ganz bestimmt. Sofern auch mental gearbeitet wird.

Das gilt genauso für den NTSV. Wenn sich Spieler 90 Minuten lang nur mit Entscheidungen des Schiedsrichters befassen, über Mitspieler ärgern und überflüssige Kommentare abgeben, dann wird das Spiel mit dem Fuß halt vernachlässigt. Wie sagt man neuerdings so schön: mehr Quali(tät)! Und mehr Resilienz, mehr Gelassenheit bitte!

Stimmen:

Ali Farhadi (Trainer NTSV):
Einen Punkt beim Aufsteiger geholt. Da kam heute Abend vieles zusammen, was man nicht immer leicht erklären kann. Nach dem Kantersieg gegen Rugenbergen waren meine Jungs heute vielleicht ein wenig überheblich und zu selbstsicher. Tiefer Rasen wäre auch eine klassische Ausrede. Zudem hat Hamm das wirklich gut gemacht. Wir haben eine katastrophale erste Halbzeit gespielt. Sind den Zweikämpfen hinter her gelaufen. Das wir doch noch einen Punkt geholt haben, spricht dann aber auch für die gute Moral unser Truppe.

Sidnei Marschall (Trainer Hamm United FC):
Wir haben zwei Punkte liegen lassen! Gegen eine Mannschaft, die oben mitspielen will, waren wir ganz klar überlegen. Leider haben wir es in der ersten Halbzeit verpasst, die Tore zu machen. Nach der Roten Karte habe ich meine Jungs gewarnt. Aber irgendwie rutscht der Ball durch und die machen unverdient den Ausgleich. Das ist ziemlich bitter!


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