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04.10.2019
Erst gnadenlos, dann fassungslos von Andreas Killat



vs.


Hamm United FC – FC Süderelbe 3:2 (0:1)

Hamm United FC: Böse – Kauth, Mankumbani, Panata Tomaz, M. Cholevas – Tafese, Schirosi – Patrin (90.+3 Asante), Kamalow (86. Salzbrunn), Klein (84. Sousa) – M. D’urso
FC Süderelbe: Ceylani – Dzigbede, Koras, Langer, Panic – I. Hoeling – Aydin (69. Alidemi), Keisef, R. D’urso, Boateng (69. Sekac) – Rodrigues
Tore: 0:1 Rodrigues (17.), 1:1 Tafese (53.), 2:1 Schirosi (62., FE), 3:1 Klein (71.), 3:2 Rodrigues (89.)
Schiedsrichter: Thomas Bauer (Rahlstedter SC): Immer auf Ballhöhe und mit viel Übersicht. Zudem gute Kommunikation mit den Spielern. Der Elfmeter war vertretbar, die insgesamt fünf Gelben Karten angemessen. Gute Partie!
Beste Spieler: Klein, Schirosi, Kamalow (alle 2. Hz) – Rodrigues, Hoeling (beide 1. Hz)
Zuschauer: 104

So trostlos, wie das Wetter heute war (seit heute Vormittag 12 Stunden Dauerregen), so spielten in der ersten Hälfte auch die Hausherren. „Wir haben NICHTS von dem gemacht, was wir vorher besprochen haben. Wofür machen wir eigentlich eine Besprechung?“, fragte sich HUFC-Coach Sidnei Marschall und polterte: „So will ich uns nie wieder sehen“. Bei den Gästen hingegen jubelte Timucin Gürsan: „Wir haben gnadenlos verteidigt, unser Matchplan ist voll aufgegangen“. Allerdings nur 45 Minuten lang…

Während der FCS sich auf dem Platz lautstark anfeuerte und auf dem tiefen Boden viele Meter machte, wirkten die „Geächteten“ müde und lustlos. Nicht einen (!) Torschuss konnten die Gastgeber bis zur Pause verbuchen. Ganz anders die „Kiesbargler“. Eine schöne Kombination über Roberto D’urso und Abraham Boateng landete bei Marcel Rodrigues, der einen Schritt zu spät gegen Keeper Frederic Böse kam (10.). Doch nach einem langen Ball aus der Abwehr rutschte HUFC-Innenverteidiger Marco Tomaz aus – und Rodrigues hatte freie Bahn zum verdienten 0:1 (17.). Kurz vor der Halbzeit sogar die Riesenchance zum zweiten Treffer, doch nachdem Ljubisa Panic aus 18 Metern abgezogen hatte und Boateng den Abpraller von Keeper Böse über die Linie drückte, zeigte SRA Markus von Glischinski Abseits an (41.). Bitter für die Gäste.

Um 20.35 Uhr sollte es dann weitergehen. 21 Mann und das SR-Gespann waren bereit und standen auf dem Rasen. Nur 21? Ja – denn Abraham Boateng hatte das Abseitstor wohl noch nicht ganz verdaut und besorgte sich an der Ersatzbank erstmal ganz gemütlich eine Banane. Die Pause war dafür wohl nicht lang genug gewesen. Jedenfalls verzögerte sich deswegen der Anpfiff zur zweiten Halbzeit.

In der zeigten die Hausherren nun plötzlich ein ganz anderes Gesicht (Marschall: „Ich war über die erste Halbzeit wirklich sehr enttäuscht“). Der Aufsteiger agierte jetzt viel dynamischer und zielstrebiger – und wurde sofort belohnt. Der Eckball von Alessandro Schirosi rutschte bis an den zweiten Pfosten durch, dort konnte Tevin Tafese in aller Seelenruhe zum 1:1 einschieben (53.). Der gebrauchte Tag für Boateng ging nahtlos weiter: Erst das eigene Tor wegen Abseits nicht gegeben, dann die „Bananen-Story“ und schließlich auch noch einen Elfmeter verursacht. Sein langes Bein gegen Dimitri Patrin nutzte Schirosi vom Punkt zum 2:1 (62.). Danach stand Boateng mehrfach vor dem Platzverweis (Rodrigues: „Jetzt wechsel ihn doch endlich aus, der Schiri hat ihn schon dreimal ermahnt“). So endete der unglückliche Auftritt nach 69 Minuten, als Dejan Sekac für ihn ins Spiel kam. Doch sein Trainer machte ihm keinen Vorwurf: „Abraham hat ein gutes Spiel gemacht“.

Das konnte man vom FCS allerdings nicht mehr sagen. Die starke erste Hälfte war wie weggespült (kein Wunder bei dem Regen) und der bärenstarke Florian Klein machte aus spitzem Winkel (am Fünfmetereck) mit dem 3:1 alles klar (71.). „Endlich haben wir mal vernünftig aufs Tor geschossen“, freute sich Marschall – und sah kurz danach gleich den nächsten Versuch von Klein, doch diesmal war Ceylani blitzschnell unten (80.).

In der Schlussphase machten es die Hausherren allerdings nochmal spannend und Rodrigues konnte mit seinem zweiten Treffer zum 2:3 verkürzen (89.). Doch nach fünf Minuten Nachspielzeit war der dritte Heimsieg für den Aufsteiger perfekt. Mit tollen 15 Punkten (aus 10 Partien) hat man jetzt sogar Kontakt zu den Plätzen 5 und 6. Wer hätte das gedacht?

Stimmen:

Timucin Gürsan (Trainer FC Süderelbe):
Wir waren von Anfang an gut in der Partei, haben kompakt gestanden und es dem Gegner schwer gemacht. Wir haben gnadenlos und hart verteidigt, die Spannung, die wir hatten, konnte man mit einer Muskelverhärtung vergleichen. Unser Matchplan hat wunderbar funktioniert und wir sind folgerichtig mit 1:0 in die Halbzeit gegangen. Vorher wurde uns leider noch eine astreine Situation zum 2:0 wegen Abseits abgepfiffen. Auch nach der Pause wollten wir entschlossen verteidigen und keine Räume zulassen. Aber leider ist uns das Gleiche passiert, wie letzte Woche gegen Dassendorf. Nach gut einer Stunde waren wir nicht mehr dicht genug dran. Da haben wir mehrere Geschenke verteilt und waren fast eine halbe Stunde lang völlig raus aus dem Spiel. Zum Ende, nach dem 2:3, hat man gesehen, was heute möglich gewesen wäre, wenn wir weiter so gnadenlos verteidigt hätten. Sehr bitter für uns.

Sidnei Marschall (Trainer Hamm United FC):
Es war klar, dass das ein ganz schweres Spiel gegen unseren Tabellennachbarn wird. Die ganze Woche Regen und dementsprechend tiefer Boden. Die erste Halbzeit sind wir überhaupt nicht ins Spiel gekommen, so will ich uns nie wieder sehen. Süderelbe hat uns jeden Meter und jeden Ball weggenommen. Sie waren laut auf dem Platz und haben gekämpft. Von uns habe ich nichts gesehen. Wir waren fast schon ängstlich. Eigentlich wollten wir 70,80 Minuten lang den Ball und Gegner laufen lassen und dann am Ende zuschlagen. Das wäre für mich ok gewesen. Aber wir haben nichts davon gemacht. Ich war sehr enttäuscht und habe es der Mannschaft in der Pause auch so gesagt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann vieles besser gemacht und verdient drei Tore erzielt. Ohne Not haben wir dann in den letzten Minuten den Gegner wieder stark gemacht. Genau, wie letzte Woche gegen Niendorf. Sowas brauchen wir nicht. Da müssen wir nur Fußball spielen und den Ball halten. Zum Glück hat es aber noch gereicht. Ich bin richtig richtig froh über diese drei Punkte.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit Vereinsgründung 2005): 7 Spiele, 2 Siege, 2 Remis, 3 Niederlagen, 13:14 Tore

2011/12: 3:0 / 3:3 Landesliga Hansa
2012/13: 2:5 / 0:0 Landesliga Hansa
2013/14: 2:3 / 0:1 Landesliga Hansa
2019/20: 3:2 / --- Oberliga Hamburg


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