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05.10.2019
Rot ist der Tod von Andreas Killat




vs.


SV Curslack-Neuengamme – USC Paloma 1:3 (0:0)

SV Curslack-Neuengamme: Babuschkin – Witmütz (62. Giese), Spiewak, Franz, Schlufter – Wilhelm (75. Lenz), Bannasch – Kühn, Radic (62. Beldzik), Mokhlis – Schubring
USC Paloma: Gansel – Wallner (35. Krause), Styhn, Blumauer, Lohrke – Niemann – Blunck (84. Schiemann), Schwäbe, Iwosa (58. Bein), Ulaga – Haase
Tore: 1:0 Schubring (49.), 1:1 Niemann (62.), 1:2 Ulaga (81.), 1:3 Haase (85.)
Rote Karte: Babuschkin (60.), Handspiel außerhalb des Strafraums
Schiedsrichter: Fabian Porsch (Barsbütteler SV): Sehr souverän! Ließ viel laufen, nur zwei Gelbe Karten (24./39.). Die Rote Karte war unvermeidbar und natürlich korrekt.
Beste Spieler: Wilhelm – Styhn, Niemann, Blunck
Zuschauer: 83

„Wir hatten am Donnerstag ein ergebnisoffenes Gespräch mit dem Trainer-Team“, bestätigte Liga-Manager Oliver Schubert, „so geht es jedenfalls nicht weiter. Das betrifft natürlich auch die Spieler, die alle hohe Ansprüche haben und sehr von sich überzeugt sind“, so Schubert. Krise im beschaulichen Curslack! Nur neun Punkte aus zehn Partien (davon sieben Heimspiele!) und heute ein ganz bitterer Spielverlauf. „Wir haben momentan so richtig die Scheiße an den Füßen“, brachte es CN-Trainer Matthias Wulff auf den Punkt, der aus dem besagten Gespräch heraus den "Auftrag" von 9 bis 10 Zählern im Oktober (gegen Paloma, Cordi, Buchholz und Rugenbergen) bekommen hatte...

Dass das heutige Spiel eventuell verloren werden könnte – eine Stunde lang völlig undenkbar! Die Hausherren hatten alles im Griff und viele Chancen. Erst köpfte Oliver Franz völlig unbedrängt vorbei (3.), dann – nach einem Fehlpass von Colin Blumauer – verzog auch Marco Schubring aus aussichtsreicher Position (15.). Paloma tat nach vorne nichts, beschränkte sich ausschließlich auf die Defensive. „Das war aber ganz sicher nicht unser Matchplan“, so Steffen Harms, „wir können aufgrund unseres breiten Kaders viele neue Aufstellungen ausprobieren. Das gibt nicht jedem Spieler die nötige Sicherheit. Die Jungs haben dann manchmal Angst, Fehler zu machen, weil sie denken, dann sind sie sofort wieder raus aus der Startelf“. Passiert ist dies heute Lennard Wallner, der auf der rechten Seite viele Probleme hatte und früh Gelb kassierte (24.), so dass Harms ihn kurz danach raus nahm (35.). Lohrke ging nach rechts, der eingewechselte Max Krause sortierte sich neben Styhn als Innenverteidiger ein und Blumauer kam links viel besser klar. "Das war ein wichtiger Moment für uns. Danach standen wir viel stabiler", so Harms. Wallner jedenfalls war sichtlich geknickt, setzte sich in kurzen Hosen 20 Meter hinter der Ersatzbank auf eine Holzbank und verharrte dort leicht "mucksch" insgesamt 45 Minuten lang.

Von solchen personellen Luxus-Problemen kann Wulff nur träumen. Heute fehlten neben diversen Verletzten (Künkel, Lechler, Bambur, Schalitz) auch noch der Gelbgesperrte Gökhan Iscan und der in Köln weilende Florian Rogge (Uni). Trotzdem gab es eine gute erste Halbzeit – und direkt nach der Pause den verdienten Lohn: Blumauer leistete sich seinen zweiten Fehlpass, diesmal zurück Richtung eigenes Tor. Schubring sprintete dazwischen und vollstreckte eiskalt zum 1:0 (49.). Schon der 13. (!) Saisontreffer für den 23jährigen. Und hätte (Fahrradkette) Hamed Mokhlis nach toller Vorarbeit von Moritz Kühn aus zwei Metern nicht das leere Tor verfehlt (53.) – es wäre wohl ein ungefährdeter Sieg für die Vierländer geworden. Aber es sollte alles ganz anders kommen. Ausgerechnet Kapitän Sebastian Spiewak, sonst ein Muster an Zuverlässigkeit, brachte die Vierländer Kogge mit einer zu kurz geratenen Kopfballrückgabe zum Kentern. Keeper Gianluca Babuschkin „musste“ außerhalb des Strafraums Kopf und Kragen riskieren und nahm die Hand zur Hilfe – Rot (60.)!

Ersatzkeeper Leon Giese musste von jetzt auf gleich ins Tor. “Der ist kalt, nimm die Torwartecke”, flüsterte Harms seinem Freistoßschützen Moritz Niemann zu (der eigentlich lieber einen Kunstschuss über die Mauer versuchen wollte), während der hinausgestellte „Babu“ genau dies seinem Vertreter immer wieder zurief: „Torwartecke, Torwartecke“. Nutzte nichts: Niemann drosch die Kugel aus 17 Metern flach unten rechts in die – ganz genau – Torwartecke (62.).

Diesen „Doppelschlag“ (Rot / Gegentor) verkrafteten die Hausherren nicht. Vorbei war die Dominanz und die Stabilität (auch mit 10 Mann kann man ja eigentlich hinten dicht machen). Die bis dahin so passiven Tauben bekamen plötzlich Flügel. „Wir haben das Momentum genutzt“, freute sich Harms. Michel Blunck marschierte mit viel Tempo auf der rechten Außenbahn durch und brachte das Leder scharf durch den ganzen Strafraum auf den zweiten Pfosten, wo Dominic Ulaga satt ins lange Eck zum 1:2 traf (81.). Ein toll herausgespielter Treffer. Mindestens genauso schön anzuschauen auch der dritte USC-Streich: Ulaga mit einem Sahnepass über 60 Meter in die Spitze auf Pascal Haase, der Kühn ganz alt aussehen lässt und trocken zum 1:3 vollendet (85.).

Nach vier Niederlagen in Folge ein ganz wichtiger Erfolg für die Barmbeker (zudem der erste Erfolg seit dem 17. Mai 2008 am Gramkowweg), die in der Tabelle nun mit Curslack gleichgezogen haben. Für die Gastgeber nach nur fünf Punkten aus den letzten acht Partien (1-2-5) und dem Pokalaus vom Mittwoch (2:3 gegen Meiendorf) ein weiterer Nackenschlag. Bleibt abzuwarten, ob es nun wieder ein „ergebnisoffenes Gespräch“ gibt…

Stimmen:

Steffen Harms (Trainer USC Paloma):
Wir sind sehr schwierig ins Spiel gekommen, man hat extrem die Unsicherheit aus den letzten Wochen gespürt. Das war ein Gemisch aus „eigentlich wollen wir mutig rausspielen“ und „heute können wir es gar nicht“. Die erste halbe Stunde war eine schwache Leistung. Wir hatten Glück, dass wir die ein oder andere Situation überlebt haben und mit 0:0 in die Pause gegangen sind. Nach dem frühen Wechsel und der Umstellung haben wir defensiv viel besser gestanden und haben Curslack von unserem Tor fernhalten können. Der Bock zum 0:1 hat uns sehr getroffen, da hatten wir richtig dran zu knabbern. Aber es war auch der Moment, wo ich sehr den Hut vor meiner Mannschaft ziehen muss. Die Jungs haben sehr schnell wieder Mut gefasst und gut dagegen gearbeitet. Die Rote Karte mit dem anschließenden Tor hat uns natürlich in die Karten gespielt. Ich fand es sehr schön, wie wir dann das Momentum für uns genutzt haben. Wir sind gierig geblieben und haben es zum Ende hin sehr ordentlich gespielt. Mit der zweiten Halbzeit bin ich sehr zufrieden.

Matthias Wulff (Trainer SV Curslack-Neuengamme):
Wir sind sehr gut in die Partie gestartet und hatten direkt in der ersten Viertelstunde viele Offensivaktionen. Ich denke da vor allem an den Kopfball von Oliver Franz (3.). Da hätten wir sicherlich etwas draus machen können. Bis kurz vor der Halbzeit hatten wir die Kontrolle über das Spiel. Auch nach der Pause hat es gut funktioniert und wir kommen mit dem 1:0 perfekt rein. Kurz danach aus unserer Sicht sicherlich einer der Knackpunkte, wo Mokhlis aus einem Meter den Ball nicht ins Tor bringt. Ein 2:0 hätte deutlich mehr Sicherheit und Ruhe reingebracht, denn auch wir sind heute sicherlich nicht mit breiter Brust aufgelaufen. Dann kommt die Szene, wo „Babu“ kurz vorm Sechzehner leider den Ball an die Hand bekommt. Der Schiri hat mir gesagt, dass es gemäß neuer Regelauslegung direkt Rot ist. Das ist hart und verdammt bitter. Noch bitterer war, dass dann der folgende Freistoß gleich zum 1:1 einschlägt. Da hat man natürlich bei den Jungs gemerkt, dass das ein ganz harter Moment war. Du hast das Spiel eine Stunde lang im Griff und wir hätten 2:0, 3:0 führen können. Das hätte man auch in Unterzahl verteidigen können. Paloma hat ja auch nicht vor Selbstbewusstsein gestrotzt. Beim 1:2 haben wir leider keinen Zugriff und dann verlierst du so ein Spiel. Das ist eine gravierende Niederlage. Jetzt sind wir ganz tief im Abstiegskampf dabei. Wir haben momentan so richtig die Scheiße an den Füßen. Aber es nützt nichts, wir müssen die Situation jetzt annehmen und nicht mehr davon reden, dass wir eigentlich viel besser dastehen könnten. Das ist alles Schwachsinn. Jetzt zählt es nur noch, sich richtig reinzubeißen, die Tabelle anzunehmen und für die Mannschaft und den Verein alles rauszuhauen. Auch wenn es Floskeln sind, aber es ist so.

Statistik:
Gesamt- Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1945): 29 Spiele, 7 Siege, 10 Remis, 12 Niederlagen, 38:46 Tore

1979/80: 1:1 / 1:0 Landesliga Hansa
1992/93: 1:1 / 1:1 Landesliga Hansa
1993/94: 0:0 / 1:2 Landesliga Hansa
1998/99: 2:2 / 1:1 Landesliga Hansa
1999/00: 0:2 / 0:1 Landesliga Hansa
2006/07: 0:1 / 1:1 Hamburg-Liga
2007/08: 1:3 / 1:2 Hamburg-Liga
2008/09: 3:1 / 0:4 Oberliga Hamburg
2009/10: 3:2 / 2:0 Oberliga Hamburg
2010/11: 3:3 / 0:2 Oberliga Hamburg
2011/12: 2:0 / 0:1 Oberliga Hamburg
2012/13: 3:1 / 2:2 Oberliga Hamburg
2014/15: 2:1 / 2:3 Oberliga Hamburg
2015/16: 3:3 / 1:2 Oberliga Hamburg
2019/20: 1:3 / --- Oberliga Hamburg


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