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06.10.2019
Regionalliga: "One point is better than no point" von Jan Schubert




vs.


Altona 93 – SC Weiche Flensburg 08 1:1 (1:0)

Altona 93: Grubba – Dagott, Aminzadeh, Asani – Mundhenk, Sejdija, R. Monteiro, E. Monteiro – Schultz, Wachowski (67. Büyükdemir, 89. Wohlers), Lück (72. Rohweder)
SC Weiche Flensburg 08: Kirschke – Nije (72. Ibekwe), Vidovic, Argyris, Jürgensen – Paetow – Graudenz (85. Andersen), Hartmann – Santos, Wulff, Olesen (82. Isitan)
Tore: 1:0 Lück (11.), 1:1 Paetow (54.)
Gelb-Rot: Sejdija (63., wdh. Foulspiel)
Besondere Vorkommnisse: Grubba hält FE von Vidovic (62.)
Schiedsrichter: Hendrik Duschner (SC Borgfeld): Gesamteindruck: gut. Ahndete auch den technisch sauberen, aber zeitschindenden Pass von AFC-Trainer Algan richtigerweise mit Gelb (77.). Eventuell diskutabel bleiben zwei Szenen: Beim Platzverweis für Sejdija wäre eine Verwarnung für den mitrangelnden Wulff vertretbar gewesen (63.). Die Flensburger Last-Minute-Künstler hätten zudem gern einen weiteren Elfer erhalten, Vidovic wurde im Strafraum gehalten (90.)
Beste Spieler: Grubba, Aminzadeh – Wulff, Paetow
Zuschauer: 877

Noch rasch holt er sich ein paar Ovationen vom AFC-Anhang ab, bevor Trainer Berkan Algan ihn und die anderen Mannschaftsmitglieder unter die Dusche schickt. Doch ein kurzes Statement vom Rasta-Man aus Altonas Abwehrverbund gibt’s dann doch zum schwer erkämpften 1:1-Remis gegen Weiche Flensburg. Natürlich auf Englisch, denn Dallas Sikes Aminzadeh ist US-amerikanischer Staatsbürger und fightet mit seinen Mitspielern Woche für Woche gegen die viel arriviertere und höher eingestufte Regionalliga-Konkurrenz.

Es lässt sich momentan sagen: erfolgreich. Und so sieht es auch der US-Boy: „30 minutes one man down“, schnauft der 26-Jährige und spricht damit die annähernd halbstündige Unterzahl nach der Ampelkarte gegen Bujar Sejdija an (63.) Eigentlich sei es doch nach der frühen Führung „nearly a perfect game“, also ein fast perfektes Heimspiel gegen den Flensburger Favoriten, gewesen, „wir hätten auch durchaus gewinnen können“. Doch nichts drückt die grundsätzliche Zufriedenheit der Gastgeber besser aus wie diese fast platte, aber in ihrem Kern einfach nur richtige Philosophie von Aminzadeh: „One point is better than no point.“

Wunderbar. One point is better than no point. Hochdekorierte Sportwissenschaftler und Leistungsdiagnostiker grübeln, die Basis jubelt. Darauf kommt es doch in dieser verkopften und verkomplizierten Kickergilde an, wo jemand schon gefeiert wird, wenn er sich mit Doppelschlaufe den Fußballschuh zuzubinden weiß (haben die neuen Modelle überhaupt noch Bänder?). „One point“ – na klar, ein Punkt für den Liga-Neuling. Hör mir auf mit laktosefreier Trainingssteuerung und Mentalitätsmutanten: Da muss erst einer über den großen Teich ins alte Europa herüberkommen, um uns an die Grundprinzipien des Spiels zu erinnern.

Dass das mit dem Altonaer Punktgewinn überhaupt darstellbar war, hat viel mit Abräumer Aminzadeh – nicht immer schön, aber ehrlicher Spielstil- zu tun. Und alles, was der zentrale Mann von Algans Dreierkette passieren lassen musste, war Beute des wieder einmal glanzvollen Keepers Tobias Grubba. Bis auf eine Ausnahme.

Der Reihe nach: Die ersten Duftmarken setzte nämlich der Außenseiter, zunächst durch einen Schuss von Marco Schultz, den Gäste-Goalie Florian Kirschke gerade noch mit den Fingerspitzen erwischte (4.). Machtlos war Kirschke aber dann beim tollen Lupfer von Marco Lück, der Jovan Vidovic vor dem Flensburger Strafraum die Kugel abgeluchst hatte - 1:0 (11.).

Danach allerdings entwickelten die Küstenstädter volles Aroma – unter anderem über gewaltige und mit tückischem Spin versehene Einwürfe von Torge Paetow, die immer wieder Alarmstufe Rot bei Aminzadeh und Co verursachten. Überdies scheiterte Ilidio Pastor Santos an einem Grubba-Reflex (14.), dann hatte Angelos Argyris zu viel Körperrücklage (23.). Casper Olesen wiederum blieb zunächst an Altonas Torsteher hängen, den Nachschuss brachte Tim Wulff an die Unterkante der Latte, jedoch nicht an Ridel Monteiro vorbei (30.). Als Grubba dann erneut das direkte Duell gegen Olesen gewann (32.), könnte so mancher gar von „three points“, also einem Dreier für den AFC, geträumt haben.

Bis zur 54. Minute, denn da musste „Grubba the Great“ tatsächlich mal hinter sich greifen: Schleudermaschine Paetow hatte ihn überlopt und zum 1:1-Ausgleich eingedrückt. Doch zum Glück besann sich der Schlussmann auf das Motto des amerikanischen Vordermanns: Ein Punkt ist besser als nix. Grubba parierte einen eher schwächlich geschossenen Strafstoß von Vidovic (62.). Letzte richtig große Gefahr seitens der Gäste, die nach dem Platzverweis für Sejdija sogar fast noch einen ernüchternden Konter von Ridel Monteiro hätten schlucken müssen, wenn nicht Dominic Hartmann den Techniker abgegrätscht hätte (78.).

„Das war unser schwerstes Saisonspiel in Verbindung mit dem Pokalspiel am Mittwoch bei Vicky, das hat Körner gekostet“, sinnierte Berkan Algan zufrieden über das Gesehene, „wir mussten gegen eine Mannschaft spielen, die bei Standards so stark, wo jeder weite Einwurf so schwierig zu verteidigen ist.“ One point is better than no point – das thront über allem.

Damit brauchste Weiche-Coach Daniel Jurgeleit allerdings nicht kommen: „Für diesen Spielverlauf sind das zwei Punkte zu wenig für uns. Wir hatten schon in der ersten Halbzeit viele, in der zweiten fast noch mehr Tormöglichkeiten.“ Den Gegner aus Hamburg hat Jurgeleit offenbar in jüngster Vergangenheit genauestens studiert – was die Sache nicht weniger ärgerlich für ihn macht: „Altona hatte unter der Woche ein anstrengendes Pokalspiel, das wollten wir nutzen.“ Bis auf den Ausgleichtreffer von Paetow gelang das aber nicht – aller Ehren wert für Altona 93, die somit seit drei Ligaspielen unbezwungen sind.


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