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19.10.2019
Durchpusten am Deich: Curslack dreht eine schon verloren geglaubte Partie von Andreas Killat




vs.


SV Curslack-Neuengamme – TSV Buchholz 08 4:2 (1:2)

SV Curslack-Neuengamme: Babuschkin – Beldzik (90. Witmütz), Spiewak (46. Lenz), Schalitz, Wilhelm – Bannasch, Franz – Kühn (82. Brudler), Rogge, Mokhlis – Schubring
TSV Buchholz 08: Brückner – Jahn, Metzler, Kremer, Urdin – Kettner (46. Fritz), Thees – Fornfeist, Schulz – Buzhala, Kömürcü (69. Abdurahman)
Tore: 0:1 Buzhala (24.), 0:2 Jahn (25.), 1:2 Rogge (37.), 2:2/3:2 Schubring (52./67.), 4:2 Kühn (81.)
Schiedsrichter: Falah Abed Saad (VfL 93): Er wurde für seine Gestik und vorschnelle Kartenverteilung schon oft kritisiert, aber heute war das wirklich eine ganz vorzügliche Vorstellung! Jeder Pfiff saß, jede Entscheidung war nachvollziehbar. Gut!
Beste Spieler: Franz, Schubring, Wilhelm, Lenz – Schulz
Zuschauer: 133

„Heute Abend können wir richtig schön Durchpusten – dürfen aber auch das Einatmen nicht vergessen“, scherzte SVCN-Coach Matthias Wulff nach dem Match. „Auf so eine Art und Weise zu gewinnen – das ist natürlich doppelt schön“. Nach zuvor fünf Niederlagen in Folge (inkl. Pokalaus) drohte nach einer guten halben Stunde die nächste Klatsche – doch es kam alles ganz anders. „Es ist aber nur ein Spiel und ein Sieg. Jetzt gilt es, genauso hart weiterzuarbeiten und auch nächste Woche in Rugenbergen die Leistung zu bestätigen“.

Schon nach 100 Sekunden die erste dicke Chance für die Hausherren, als TSV-Keeper Lennart Brückner an der Strafraumkante den Ball aus den Händen gleiten ließ. Hamed Mokhlis erfasste gedankenschnell die Situation und brachte das Leder fast von der Grundlinie Richtung verlassenes Gehäuse – doch Dennis Urdin rettete mit dem Kopf auf der Linie (2.). Auf der Gegenseite half dafür der (Außen-)Pfosten, als Jakob Schulz aus 16 Metern abgezogen hatte (14.).

Das weckte die Lebensgeister der Nordheidjer. Wieder Schulz mit einem herrlichen Außenristpass auf Milaim Buzhala, der 15 Meter vor dem Gehäuse den etwas unmotiviert (bzw. unnötig) herausgestürzten Gianluca Babuschkin umkurvte und aus spitzem Winkel zum 0:1 traf (24.). Der Stadionsprecher hatte den Treffer kaum durchgesagt, da war schon der Doppelschlag perfekt: Nach einem Foul von Sebastian Spiewak „zauberte“ Dustin Jahn den fälligen Freistoß aus gut 20 Metern mit einem „Flatterball“ über die Mauer zum 0:2 ins Tor (25.). Merkwürdig: Obwohl der Ball zentral einschlug, reagierte Babuschkin überhaupt nicht, sondern verharrte völlig regungslos auf der Linie.


Dustin Jahn zirkelt das Leder über die Mauer hinweg zum 0:2 in die Maschen: Foto: Hanno Bode

Beim TSV-Jubel ging in der Coachingzone der Stuhl von Marinus Bester zu Bruch. Sofort eilte Curslacks Liga-Manager Oliver Schubert zu seinem B08-Kollegen Simon Beecken, der sofort „Schadenersatz“ anbot: „Den Stuhl bezahlen wir natürlich. Was kriegst Du dafür?“, doch Schubert konterte gewitzt: „Drei Punkte reichen völlig“.

Zu diesem Zeitpunkt noch ein ironischer Scherz, denn eigentlich war nun der Tisch perfekt gedeckt für die Gäste, man musste nur noch zugreifen und die Punkte einsacken. Aber statt nun tief stehend auf Konter zu setzen, rückte die Viererkette immer wieder weit nach vorne. So reichte ein langer Ball von Oliver Franz aus der eigenen Hälfte in den freien Raum auf den linken Flügel, um die gesamte Abwehr auszuhebeln. Rechtsverteidiger Jahn „turnte“ an der Mittellinie herum, so hatte Florian Rogge freie Bahn, zog in die Box und schlenzte die Kugel sehenswert ins lange Eck zum 1:2 (37.). TSV-Coach Marinus Bester war stocksauer, machte einen vorherigen Ballverlust verantwortlich: „Es liegt wohl in der DNA der Mannschaft bzw. einiger Spielern, die mit so einer Führung nicht umgehen können. Die fangen dann an mit Hacke, Spitze, 1,2,3 – das regt mich extrem auf“.


B08-Trainer Marinus Bester fand nach dem Spiel deutliche Worte. Foto: Hanno Bode

Statt mit einem „gefühlten 0:3“ und hängenden Köpfen ging es für die Vierländer nun hochmotiviert in die Kabine, während Schubert den Pressevertretern vorhersagte: „Wir machen noch drei Tore“. Die Lottozahlen wollte er uns allerdings nicht verraten…

Zur Halbzeit reagierten beide Trainer kurioserweise mit der gleichen Maßnahme: Der Kapitän musste jeweils vom Platz! Bei den Hausherren hatte sich Spiewak eine Knieverletzung zugezogen, während die Gäste sicherheitshalber den Gelb-Rot gefährdeten Lukas Kettner auswechselten. Gegriffen hat dies nur bei einem Team: Jetzt spielten nur noch „die Blauen“. Franz rückte von der Sechs in die Innenverteidigung und Timo Lenz (er)löste vorne in der Spitze Marco Schubring, der fortan auf seiner geliebten Position hinter den Spitzen agieren durfte. „Er braucht mehr Ballkontakte, dann ist er viel gefährlicher“, sagte Wulff dazu – und wurde prompt bestätigt. Der in der ersten Hälfte nahezu wirkungslose Stürmer drehte die Partie mit zwei Treffern binnen einer Viertelstunde zu Gunsten des SVCN!

Erst bediente Lenz mit einem perfekten Ball durch die Schnittstelle den 23jährigen, der eiskalt aus elf Metern zum 2:2 vollstreckte (52.) und dann war es Mokhlis, der sich über links schön durchsetzte und für Schubring auflegte. Der Stürmer zeigte erneut keinerlei Nerven und fand die klitzekleine Lücke an Keeper Brückner vorbei zum 3:2 (67.). Schon sein 15. Saisontreffer, der natürlich begeistert gefeiert wurde!

Doch die Sorge, mal wieder einen Vorsprung zu verspielen, blieb allgegenwärtig am Gramkowweg. Aber im Gegensatz zu früheren Partien war diesmal „Leben“ auf dem Platz. Die gesamte Mannschaft feuerte sich positiv an (auch wenn es ein kleines Verbalduell zwischen Schubring und Co-Trainer Daniel Grosse gab). Und Buchholz? Fand nicht mehr statt. „Unerklärlich, Phlegma, das wird Konsequenzen haben“, so die Worte von Ex-Profi Bester später auf der Pressekonferenz (siehe „Stimmen“ am Ende des Berichtes). Tatsächlich gab „08“ im zweiten Durchgang nur einen ernsthaften Torschuss ab (Buzhala am langen Pfosten vorbei, 56.). Eher zufällig entstand die dicke Gelegenheit zum Ausgleich: Nach einem Einwurf von Dominik Fornfeist verlängerte Bannasch im eigenen Sechzehner ungewollt mit dem Hinterkopf, doch Andreas Metzler traf - sichtlich überrascht – den Ball nicht richtig und schoss aus vier Metern übers Tor (79.).

„Durchpusten“ – so das heutige Motto am Deich (siehe Beginn des Berichts). Den Deckel machte schließlich Moritz Kühn drauf. Kurz zuvor noch schmerzhaft im Unterleib getroffen („Ich dachte, das war es mit der Familienplanung“), vollendete „Mo“ die tolle Vorarbeit von Rogge, dem der Treffer dank seines herausragenden Sololaufes an der Grundlinie entlang eigentlich zu 90% gehört, zum 4:2-Endstand (81.). „Hab ich doch gesagt“, holte CN-Manager Schubert nochmal seine korrekte Halbzeitprognose („Wir machen noch drei Tore“) hervor – und war später auf der Pressekonferenz zu weiteren Scherzen aufgelegt. Hässliche Curslacker überall, gute Laune überall!


Ingo Carstensen (l.), Matthias Wulff (r.) und Daniel Grosse (im Hintergrund) hatten nach fünf Niederlagen endlich wieder Grund zum Jubeln. Foto: Hanno Bode


Stimmen:

Oliver Schubert (Liga-Manager SV Curslack-Neuengamme):
Endlich können wir mal über einen Sieg sprechen! Das war der Curslacker Wahnsinn hier heute. Ich habe schon zur Halbzeit gesagt, dass wir noch drei Dinger machen.

Marinus Bester (Trainer TSV Buchholz 08):
Glückwunsch an Curslack zu einem – aufgrund einer beherzten zweiten Halbzeit - verdienten Sieg. Unter gütiger Mithilfe vom TSV Buchholz 08. Die erste Halbzeit war von uns noch gut gespielt. Zwei schöne Tore und noch einen Pfostenschuss. Aber dann ist es glaube ich leider in der DNA der Mannschaft bzw. einigen Spielern, die mit so einer Führung nicht umgehen können. Die fangen dann an mit Hacke, Spitze, 1,2,3 – das regt mich extrem auf. Es ist ja nicht das erste Mal. So entsteht auch das 1:2 durch Florian Rogge. Der hat beim HSV eine extrem gute Ausbildung genossen, der kann so einen Ball trocken ins lange Eck schlenzen. Das sollte uns eigentlich auch bekannt sein. Was dann in der zweiten Halbzeit passiert ist – das ist für mich unerklärlich. Das ist ein Phlegma dieser Mannschaft, das müssen wir ganz schnell ausmerzen. Das geht nur über personelle Maßnahmen – und die werden sicherlich in der nächsten Woche passieren.

Matthias Wulff (Trainer SV Curslack-Neuengamme):
Meiner Meinung nach sind wir vernünftig ins Spiel gekommen, haben aber ein paar Missstände in der Buchholzer Abwehr nicht nutzen können. Beim 0:1 sind wir auf unserer rechten Seite nicht gut abgestimmt und dann direkt der Flatterball-Freistoß zum 0:2. Das war extrem hart, da waren wir ein paar Minuten lang verunsichert. Da hatten wir sogar Glück, dass wir da nicht noch den dritten Gegentreffer fangen. Die Aktion von Rogge kurz vor der Halbzeit war natürlich extrem wichtig für uns. Ein überragendes Tor, die Dinger macht er im Training reihenweise. Endlich hat er es mal im Spiel umgesetzt. In der Halbzeit haben wir den Jungs gesagt, dass es genau das ist, was wir jetzt brauchen. Diese Geschichte nach einem Rückstand zu Ende zu schreiben. Zurückzukommen und das Spiel zu drehen. Das ist genau das, was einen in unserer Situation auf den richtigen Weg bringt. Die Umstellungen zur zweiten Halbzeit haben sehr gut gegriffen, großes Kompliment an Timo Lenz. Der hat weite Wege gemacht, vorne jeden Ball festgemacht und war an fast allen Toren direkt oder indirekt beteiligt. Klasse, wie präsent wir in der zweiten Hälfte aufgetreten sind und mit welcher „Kälte“ wir zu den richtigen Zeitpunkten genetzt haben. Nach 0:2 in unserer aktuellen Lage nochmal so zurückzukommen – das kriegen nicht viele Teams hin. Das ist aller Ehren wert.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1919): 27 Spiele: 8 Siege, 7 Remis, 12 Niederlagen, 34:43 Tore

2006/07: 1:1 / 2:1 Verbandsliga Hamburg
2007/08: 0:0 / 1:1 Verbandsliga Hamburg
2008/09: 1:0 / 0:3 Oberliga Hamburg
2009/10: 0:1 / 0:2 Oberliga Hamburg
2010/11: 1:2 / 1:0 Oberliga Hamburg
2011/12: 1:0 / 1:1 Oberliga Hamburg
2012/13: 2:4 / 0:3 Oberliga Hamburg
2013/14: 5:0 / 1:2 Oberliga Hamburg
2014/15: 1:1 / 1:1 Oberliga Hamburg
2015/16: 2:1 / 1:3 Oberliga Hamburg
2016/17: 1:2 / 1:2 Oberliga Hamburg
2017/18: 2:1 / 2:3 Oberliga Hamburg
2018/19: 1:1 / 1:5 Oberliga Hamburg
2019/20: 4:2 / --- Oberliga Hamburg


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