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02.11.2019
Erst rasant, dann entspannt von Andreas Killat




vs.


SV Curslack-Neuengamme – Meiendorfer SV 3:0 (3:0)

SV Curslack-Neuengamme: Babuschkin – Brudler, Spiewak, Franz, Wilhelm – Rogge, Beldzik – Witmütz (77. Schlufter), Radic (61. Mokhlis), Schmidt (67. Kühn) – Schubring
Meiendorfer SV: Hoxha – R. Asante (46. Williams), Heitbrock, Vinberg, Gündogan – Rosseburg, Mucunski (84. Herrdum) – Ayim, Ganitis (46. Fedai), E. Asante – Tüter
Tore: 1:0 Schmidt (12.), 2:0/3:0 Schubring (39./45.)
Schiedsrichter: Henry Wagner (GW Eimsbüttel): Gutes Auftreten, gute Kommunikation (weder laut noch von oben herab). Ein, zwei Gelbe Karten waren inkonsequent, aber insgesamt war das sehr ordentlich.
Beste Spieler: Spiewak, Rogge, Schmidt, Schubring – Hoxha
Zuschauer: 112

Ganz ohne Co-Trainer musste Matthias Wulff heute dann doch nicht auskommen. Zwar ist Ingo Carstensen gerade in New York (und will dort einen Marathon laufen) und Daniel Grosse war privat verhindert – aber dafür sprang nochmal der im Januar verabschiedete Marco Wyrwinski ein. Und wer das Wort „win“ im Namen trägt – der muss ja Glück bringen!

Die Gastgeber zeigten im ersten Durchgang jedenfalls die mit Abstand beste Saisonleistung und spielten erschreckend schwache Meiendorfer phasenweise an die Wand. Über ein 6:1 zur Halbzeit hätte sich bei den Gästen niemand ernsthaft beschweren können. Offensichtlich war das MSV-Trainer-Duo deswegen hinterher so sprachlos, dass niemand zur Pressekonferenz erschien (siehe „Stimmen“ am Ende des Berichts).

Nur Keeper Sulejman Hoxha verhinderte mit mehreren Glanzparaden schlimmeres, war aber dennoch dreimal machtlos. Der 18jährige Tim Schmidt, am Mittwoch in Osdorf erstmals in der Startelf, was er mit zwei Torvorlagen glänzend nutzte, leitete seinen ersten Treffer im Herrenbereich dabei selbst mit ein: Sein Zuspiel nimmt Marco Schubring auf und zieht in die Box, wird dort aber von Sean Paul Vinberg geblockt. Das Leder drehte sich im hohen Bogen und der durchgelaufene Schmidt trifft aus spitzem Winkel volley zum 1:0 (12.). Ein herrlicher Treffer. „Er ist ein ganz feiner, lieber und wissbegieriger Junge, der freiwillig viele Sonderschichten gemacht hat. Er musste lange auf seinen ersten Startelfeinsatz warten, hat dann aber die Chance sofort genutzt“, war Wulff hinterher begeistert: „Er war heute ein Leuchtpunkt“.


Der erst 18jährige Tim Schmidt (l.) bejubelt seinen ersten Treffer im Herrenbereich. Foto: Olaf Both

Es folgten drei starke Paraden von Hoxha: Erst gegen einen Kopfball von Oliver Franz (15.), dann entschärfte er einen tückischen Freistoß-Aufsetzer von Florian Rogge (16.) und schließlich auch einen weiteren (Flug-)Kopfball von Franz (26.). Dieser Chancenwucher hätte sich fast gerächt, denn mit ihrer einzigen ernsthaften Offensivaktion hätte der MSV eigentlich den Ausgleich erzielen MÜSSEN. Theo Ganitis mit einem herrlichen Steilpass auf Tolga Tüter, der perfekt quer in die Mitte ablegt. Torhüter Gianluca Babuschkin liegt schon neben dem Tor am Boden, doch Alexandar Mucunski bringt das Kunststück fertig, aus zwei Metern das leere Tor zu verfehlen, weil er es mit links versucht (28.). Unfassbar.


Sulejman Hoxha (m.) parierte gleich mehrere Hochkaräter der Curslacker. Foto: Olaf Both

Man muss es so hart sagen: Diese Szene spiegelt im Prinzip sehr passend die heutige „Leistung“ der Gäste wider. Die restlichen knapp 70 Minuten konnte es sich „Babu“ jedenfalls in seinem Gehäuse gemütlich machen – bis auf zwei harmlose Versuche des eingewechselten Dylan Williams (49./67.) kam da gar nichts mehr.

Dafür waren aber die Hausherren in großer Spiellaune. Rogge sprühte vor (Schuss-)Energie und ließ mehrere Kracher los. Ein herrlicher Treffer in den Giebel fand wegen eines vorherigen Foulspiels leider keine Anerkennung, die weiteren Versuche entschärfte wieder Hoxha (32./34.). Machtlos war er dann beim zweiten Treffer: Nach einem Foul von Gündogan an Rogge schlenzte Schubring den fälligen Freistoß aus 18 Metern sehenswert über die Mauer halbhoch ins rechte Eck (39.). Allerdings blieb die gesamte MSV-Mauer dabei am Boden kleben und begünstigte damit den Treffer maßgeblich.


Gleich zwei Spieler ziehen in der Mauer sogar den Kopf ein. Dadurch hatte Marco Schubring (ganz rechts) freie Bahn. Foto: Olaf Both

Damit war sein Torhunger aber noch nicht gestillt. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß in der eigenen Hälfte kombinieren sich Rogge, Schmidt und Schubring spielend leicht (und ohne Meiendorfer Gegenwehr) bis in den Strafraum, wo „Schubi“ aus spitzem Winkel zum 3:0 ins lange Eck trifft (45.). Schon der 17 Saisontreffer (in nur 13 Partien) für den 23jährigen, der damit natürlich Begehrlichkeiten anderer Vereine weckt. So war heute bereits zum wiederholten Male ein Spion aus Altona zu Gast. „Aber das können die vergessen“, so Liga-Manager Oliver Schubert, „der hat bei uns noch Vertrag“.


Totale Erlösung bei Marco Schubring nach dem 3:0. Foto: Olaf Both

Die Story des zweiten Durchgangs ist schnell erzählt: Curslack schaltete vier Offensivgänge runter und beschränkte sich auf stabile Abwehrarbeit. Ein Sonderlob von Wulff bekam dabei Kapitän Sebastian Spiewak. „Basti hat heute ein überragendes Spiel gemacht und nicht einen einzigen Zweikampf verloren“.


Sebastian Spiewak (r.) verlor heute keinen Zweikampf. Foto: Olaf Both

Bei den Gästen hatte man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, sie könnten ein Tor erzielen, so harm- und willenlos präsentierte sich die Saglam-Elf. Für Wulff daher eine „ganz entspannte zweite Halbzeit, wie ich sie in Curslack noch nie erlebt habe“.

Stimmen:

Baris Saglam (Trainer Meiendorfer SV):
Weder Saglam, noch sein Co-Trainer erschienen (trotz mehrfacher Bitte) zur Pressekonferenz. „Baris Saglam und Tobias Sävke sind aus privaten Gründen verhindert“, ließ dazu Curslacks Liga-Manager Oliver Schubert offiziell ausrichten. Allerdings standen beide Meiendorfer Trainer nach Ende der PK (= rd. 90 Minuten nach dem Abpfiff) noch draußen vor der Tür und hatten zusammen mit dem Torwarttrainer, der wohl seinen Abschied verkündete, so eine Art „Krisengespräch“.

Matthias Wulff (Trainer SV Curslack-Neuengamme):
Wir sind natürlich sehr zufrieden – das war ein enorm wichtiger Sieg heute. Trotz aller positiven Erlebnisse der letzten Wochen – heute war das entscheidende Spiel. Wenn wir heute nicht gewonnen hätten, wäre es in der Tabelle nicht voran gegangen. Aber so haben wir uns etwas Luft verschaffen können und haben eine kleine Serie gestartet mit vier ungeschlagenen Partien. Ein Stück weit ging es heute auch darum, für die desolate Leistung im Pokal gegen Meiendorf vor vier Wochen (2:3) Revanche zu nehmen. Die Jungs haben das toll umgesetzt und viel spielerischen Mut gezeigt. Das waren sehr schön herausgespielte Tore. Das 3:0 zur Halbzeit war hochverdient, wir hätten auch noch drei, vier Tore mehr machen können. Nach der Pause haben wir es dann tatsächlich hingekriegt, eine ganz entspannte Halbzeit zu spielen. Das habe ich bisher in Curslack auch noch nicht gehabt. Wir haben den Vorsprung ohne große Komplikationen zu Ende gespielt und hätten sogar noch einen vierten Treffer nachlegen können. Ein rundum gelungener Tag für uns.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1949): 33 Spiele: 12 Siege, 7 Remis, 14 Niederlagen, 52:56Tore

1979/80: 1:1 / 3:4 Landesliga Hansa
1980/81: 0:2 / 1:2 Landesliga Hansa
1981/82: 3:2 / 2:1 Landesliga Hansa
1982/83: 1:1 / 0:1 Landesliga Hansa
1999/00: 1:1 / 1:4 Landesliga Hansa
2006/07: 2:2 / 0:2 Hamburg-Liga
2007/08: 2:2 / 0:3 Hamburg-Liga
2008/09: 3:1 / 0:2 Oberliga Hamburg
2009/10: 3:4 / 1:2 Oberliga Hamburg
2010/11: 3:2 / 1:3 Oberliga Hamburg
2011/12: 1:0 / 2:1 Oberliga Hamburg
2012/13: 3:1 / 1:0 Oberliga Hamburg
2013/14: 4:1 / 1:3 Oberliga Hamburg
2014/15: 2:1 / 2:2 Oberliga Hamburg
2015/16: 1:3 / 3:0 Oberliga Hamburg
2018/19: 0:0 / 1:2 Oberliga Hamburg
2019/20: 3:0 / --- Oberliga Hamburg


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