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22.11.2019
Wachter-Wahnsinn, die Nächste von Jan Schubert




vs.


TuS Osdorf – FC Teutonia 05 4:4 (1:1)

TuS Osdorf: Grundmann – M. Eren (87. Trapp), Jobmann, Spranger – Rosemeier, B. Krause (84. Weiß), Tönges, Godts – Kukuk - Wachter, Rohrbach (72. Ndiaye)
FC Teutonia 05: Zummack – M. Fischer (76. Kazizada), Aniteye, Mallwitz, Eden – Fazlic, M. Bergmann (85. Arifi) – Gutmann, Toksöz, Eggert – Vobejda (76. Boock)
Tore: 1:0 Wachter (31., HE), 1:1 Vobejda (45.+1), 1:2 Eggert (68.), 2:2/3:2 Wachter (73./81.), 3:3 Mallwitz (83.), 3:4 Gutmann (90.+1), 4:4 Jobmann (90.+4)
Gelb-Rote Karte: Fazlic (88., wiederholtes Foulspiel)
Schiedsrichter: Jorrit Eckstein-Staben (SC Wentorf): Mal wieder überraschenderweise kein leichtes Gefecht am Blomkamp – doch es passte jede Entscheidung und jede Karte. Sehr, sehr stark.
Beste Spieler: Wachter, Godts – Mallwitz, Toksöz
Zuschauer: 273

Es gibt Phasen im Leben, da geht alles. Zum Beispiel bei Osdorfs Elfer: Jeremy Mikel Wachter ist tief verwurzelt in seinem Stadtteil, familiär, jobtechnisch und sportlich sowieso. In letztgenannter Kategorie läuft es – nun ja, sensationell wäre ja fast schon untertrieben ausgedrückt. Wachter gelang in dieser Saison bereits zum wiederholten Mal ein Mehrfach-Pack, gegen Teutonia 05 war der Angreifer dreifach treffsicher und damit maßgeblich am 4:4 beteiligt.

Philipp Obloch wird bestimmt nicht zum ersten Mal gebeten, seinen 24–Tore-Brocken zu charakterisieren. Doch interessant ist es allemal, was der Trainer der TuS zu sagen hat: „Jerry ist in der Luft unglaublich stark, hat Tempo und eben diesen Instinkt. So einen Kopfball wie beim 2:2, den musst du erstmal machen. Das ist ein richtig guter Stürmer.“

Haken wir gemeinsam nacheinander ab: Elfmeter? Kann er, wie Wachter nach dem strafbaren Handspiel von Clifford Aniteye beim 1:0-Führungstreffer bewies (31. ). Kopfball? Wie bereits angedeutet auch kein Problem beim 2:2 (73.). Mit dem Fuß? Ja, was denkst du denn? In Topform braucht Wachter den Ball offenbar nur zu berühren. Wie beim 3:2: Teutonen-Schlussmann Yannick Zummack hantierte sich in einer unglaublich unübersichtlichen Aktion einen festhaltbaren Freistoß von Mehmet Eren schon fast selbst rein, Papa Ndiaye war schon nah am Erfolg, doch am Ende der Nahrungskette wartete Wachter (81.). „Der geht Gegenspieler und Torwart durch die Beine, ich bin selber erschrocken“, staunte der 26-Jährige über den sicher nicht grazilsten Treffer seiner Spielerkarriere, hält aber fest: „Dreizehn Tore in vier Spielen ist ‘ne ganz vernünftige Serie.“

Drei Wachter-Watschn hätten für die Hausherren trotzdem beinahe nicht für Zählbares genügt. Denn obwohl Osdorf den Tabellenzweiten streckenweise weit weg vom eigenen Kasten hielt, hätten die Gäste diese Partie eigentlich gewinnen müssen. Felix Vobejda gelang unmittelbar vor dem Pausenpfiff das 1:1 mit dem bis dato hübschesten Spielzug. Die nächste Teutonia-Super-Kombi mit Torerfolg leiteten die wohl wildesten 26 Minuten der jüngeren Oberliga-Geschichte ein, als am Ende einer Konterattacke der beste und agilste Gästefuß Deran Toksöz quer auf Pascal Eggert legte - 1:2 (68.). Nach dem 3:2-Rückstand drehte das Team von Trainer Sören Titze kurz am Tempoventil, Soleiman Kazizada bediente den mitstürmenden Nikolas Mallwitz zum 3:3 (83.).

Und es folgte, schon in der Nachspielzeit, der von der Körperbeherrrschung sehenswerteste Treffer, als Keeper Zummack per Abschlag Nick Gutmann bediente, der unter erheblichem Gegnerdruck plötzlich quer in der Luft lag und den Ball akrobatisch an Tjark Grundmann vorbei ins Netz zum Siegtreffer bugsierte (90.+1) - zum vermeintlichen Siegtreffer…

Denn bei Osdorf kann sich keiner niemals sicher sein. Und wenn Wachter halt mal in anderen Terminen verhindert ist, dann springt Abwehrboss Tim Jobmann ein, beförderte die Kugel zum ekstatisch wirkenden 4:4 hinter die Linie (90.+4). „Ich wusste, als wir das 1:2 kriegen, dass wir nicht tot sind, dass es noch sehr spektakulär werden kann“, sagt Obloch und holt eine verblüffende Statistik der vergangenen zehn Spiele hervor: „Hier trafen heute die in genanntem Zeitraum zweit- und viertbeste Mannschaft aufeinander. Ich will das aber auch nicht zu hoch hängen. Die acht Spiele, die wir zwischendurch nicht gewonnen haben, waren auch nicht so schlecht.“ Und die Tormaschine Wachter ergänzt: „Das war auf jeden Fall wieder der Blomkamp-Wahnsinn. Wir ärgern gern große Gegner, jeder bei uns hatte Spaß.“

Bei den Ottensenern dito? Headcoach Titze - mächtig ungehalten über den Platzverweis gegen seinen Kapitano Dino Fazlic („Wahnsinn, der fehlt jetzt gegen Dassendorf“ ) und die Dauer-Reklamierer von der Osdorfer Bank, dann voller Glückshormone nach dem späten Gutmann-Tor und schließlich total bedient nach der superspäten Jobmann-Antwort - hielt nach dem Spiel eine außerplanmäßige Kabinenansprache und verschwand genau wie Assistent Matthias Reincke in die dunkle Osdorfer Nacht.

Dafür sprach Deran Toksöz: „Wieso sollen wir keinen Spaß gehabt haben? Den hatten wir genug bis in die Nachspielzeit hinein, denn wir waren klar die bessere Mannschaft“, analysiert der Offensivmann fast ein wenig zu nüchtern, „wir hatten zehn Torchancen, machen vier Tore, der Gegner hatte vier Chancen, macht vier Tore. Am Ende hat es nicht gereicht.“ Das kann sicher nicht die beste Einstimmung auf das Topmatch am kommenden Sonntag an der Kreuzkirche sein, das definitv ohne Leader Fazlic angepfiffen wird: „Damit beschäftigen wir uns ab Dienstag. Dassendorf wird auch nicht jedes Spiel gewinnen.“ Teutonia 05 aber so gewiss auch nicht.


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