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23.11.2019
Tornesch punktet ohne Torwart und ohne Torjäger von Andreas Killat




vs.


SV Curslack-Neuengamme – FC Union Tornesch 2:2 (2:1)

SV Curslack-Neuengamme: Babuschkin – Witmütz, Franz, Schalitz (65. Bannasch), Wilhelm – Iscan, Rogge – Kühn, Radic, Schmidt – Schubring
FC Union Tornesch: Baese (46. Beckmann) – Nötzelmann, Moritz, Ellerbrock, Tiedemann – Swennosen, Dora – Knottnerus, Eggers (78. Werning), Kulicke – Dohrn (32. Pracht)
Tore: 0:1 Dohrn (8.), 1:1/2:1 Schubring (13./26.), 2:2 Ellerbrock (57.)
Besondere Vorkommnisse: Feldspieler Fabian Tiedemann geht für den verletzten Keeper Norman Baese ins Tor (46.), da Union keinen Ersatz-Torhüter zur Verfügung hatte
Schiedsrichter: Julius Steinhorst (HR): Machte einen guten Job! Souverän, wie er die Aufregung auf der Union-Bank meisterte (84.)
Beste Spieler: Schubring, Rogge – Eggers, Kulicke, Ellerbrock
Zuschauer: 82

„Wenn man sich unsere Personalsituation und die nächsten drei Auswärtsspiele anschaut, dann haben wir ganz ganz harte Wochen vor uns“, stöhnte ein enttäuschter CN-Coach Matthias Wulff nach dem Abpfiff. Denn heute fehlten ihm gleich acht wichtige Spieler (Spiewak, Lenz, Künkel, Bambur, Lechler, Mokhlis, Beldzik, Brudler), so dass auf der Ersatzbank neben dem angeschlagenen Jan Bannasch nur zwei Feldspieler aus den Alten Herren saßen (Daniel Wulff und Sascha Göttmann). Die Gäste hingegen konnten – bis auf einen fehlenden Ersatz-Torwart – erstmals seit langer Zeit mal wieder aus dem Vollen schöpfen – bekamen aber im Laufe der Partie einige herbe Nackenschläge.

Begonnen hatte es für den FCT allerdings zunächst hervorragend. Gegen die „vogelwilde“ Vierländer Abwehr, die viel zu offensiv agierte, fand Jan Eggers aus dem Mittelkreis heraus mit seinem Zauberfuß die richtige Lösung und schickte Torjäger Björn Dohrn auf die Reise. Der wunderte sich wohl selbst, wie frei und ungestört er 30 Meter Richtung Curslacker Gehäuse marschieren durfte – und dann eiskalt zum 0:1 vollstreckte (8.). Das war natürlich „Gift“ für die Hausherren, die sich nur 40 Sekunden später sogar fast den klassischen Doppelschlag eingefangen hätten, als Dohrn sich über links durchtankt und in der Mitte Fabian Knottnerus mit Keeper Gianluca Babuschkin zusammenrasselt (9.).

Doch anschließend fingen sich die „Blauen“ und spielten mit den nun ebenfalls sehr hoch verteidigenden Gästen das gleiche „Spiel“: Stjepan Radic mit herrlichem Zuspiel in den freien Raum auf Marco Schubring. Der Goalgetter tanzt in der Box Keeper Norman Baese aus und trifft ins verlassene Tor zum 1:1 (13.). Noch schöner anzusehen der Führungstreffer: Nach einem Ballgewinn von Witalij Wilhelm zieht Schubring quer an der gesamten Strafraumlinie entlang an vier Mann vorbei und trifft aus 16 Metern mit rechts (!) zum 2:1 (26.). Schon der 21. Saisontreffer, „aber ich kann ja gar nicht so viele Tore schießen, wie der Wachter aus Osdorf immer macht“, lachte der 23jährige angesichts der 24 Tore seines Konkurrenten.


Marco Schubring auf dem Weg zum 2:1. Foto: Hanno Bode

Union kassierte aber nicht nur diese beiden Tore, sondern musste auch noch den verletzungsbedingten Ausfall seines Torjägers Dohrn verkraften (32.). „Sehr ärgerlich für uns, das wäre mit den vielen freien Räumen genau sein Spiel gewesen“, seufzte Gäste-Coach Thorben Reibe – und bekam prompt den nächsten Nackenschlag serviert: Nach einer Ecke von Gökhan Iscan verlängerte Marvin Schalitz das Leder auf den zweiten Pfosten, wo Oliver Franz freistehend neben das Gehäuse köpfte (41.). In dieser Szene streckte FCT-Innenverteidiger Kjell Ellerbrock unglücklich mit dem Ellenbogen seinen eigenen Keeper nieder (siehe Foto).


Kjell Ellerbrock haut unglücklich seinen eigenen Torwart KO. Foto: Hanno Bode

Nach langer Behandlungspause ging es für Baese zunächst bis zum Halbzeitpfiff weiter. „Er kam auch aus der Kabine zur zweiten Hälfte mit raus auf dem Platz und wollte unbedingt weitermachen. Aber er hatte eine angeknackte Nase und eine Gehirnerschütterung“, so Reibe, der dann Linksverteidiger Fabian Tiedemann ins Tor schickte, weil kein Ersatz-Keeper zur Verfügung stand. „Unser zweiter Torwart ist momentan verletzt und der A-Jugendliche, der uns sonst immer aushilft, hatte heute selbst ein Spiel“.


"Ersatz-Torwart" Fabian Tiedemann hielt seinen Kasten (bis auf das Laub) sauber. Foto: Hanno Bode

Damit hielten die Vierländer eigentlich alle Trümpfe in der Hand: 2:1-Führung, der beste Torjäger beim Gegner verletzt aus dem Spiel und im Kasten nun ein Feldspieler. Doch die „Mentalitätsmonster“ aus Tornesch kann nichts erschüttern, die holten kürzlich gegen Teutonia sogar trotz 45 Minuten in doppelter Unterzahl (!) noch einen Rückstand zum Punktgewinn auf. „Die Moral meiner Mannschaft ist immer wieder gigantisch“, so Reibe, „bei uns geht ganz viel mit reiner Willensleistung. Darauf können wir sehr stolz sein“. Und wie zum Beweis eroberte sich ausgerechnet der „KO-Schläger“ Ellerbrock an der Mittellinie den Ball (Kühn und Schubring hatten gepatzt), startete ein fantastisches Solo und hämmerte die Kugel aus 16 Metern flach unten rechts zum 2:2-Ausgleich in die Maschen (57.).


Großer Jubel bei den Gästen nach dem 2:2-Ausgleichstreffer. Foto: Hanno Bode

„Tornesch ist für mich kämpferisch sowieso die beste Mannschaft der Liga“, lobte Wulff die Gäste und beklagte zugleich: „Wir sind in der zweiten Halbzeit fast eine halbe Stunde lang überhaupt nicht mehr ins Kombinationsspiel gekommen“. Erst zwanzig Minuten vor dem Ende gab Florian Rogge den ersten (!) Torschuss ab (knapp vorbei). Seinen ersten ernsthaften Einsatz hatte Feldspieler Tiedemann mit toller Fußabwehr gegen Wilhelm (73.) – und rettete danach auch gegen Schmidt (79.) und Schubring (90.) den Punkt. „Ich kann mir gut vorstellen, dass es auf der Rückfahrt das ein oder andere Getränk gibt“, lachte Reibe. Denn die Gäste waren zusammen mit ein paar Fans extra mit einem gemieteten (HVV-)Bus angereist und haben heute noch Mannschaftsabend…

Für die Hausherren hingegen war das Unentschieden deutlich zu wenig. „Absolut enttäuschend“, befand Wulff, der nun bis zur Winterpause noch drei Auswärtsspiele vor der Brust hat (Niendorf, HSV III, HUFC) und sorgenvoll auf die Tabelle blickt.

Stimmen:

Thorben Reibe (Trainer FC Union Tornesch):
Nach 15 Minuten habe ich gedacht, das Spiel endet 5:5. Beide Mannschaften haben viel zu hoch verteidigt. Dadurch haben sich sehr große Lücken aufgetan, wo man immer wieder reinlaufen konnte. Beide Teams haben natürlich auch jeweils einen guten Stürmer, der diese Wege macht. Sehr ärgerlich für uns, dass sich Björn Dohrn nach einer halben Stunde verletzt hat. Das wäre genau sein Spiel gewesen. Die erste Viertelstunde war richtig gut und direkt nach dem 1:0 haben wir die Riesenchance zum 2:0. Danach hatten wir eine schlechte Phase, kriegen zwei Gegentore und mussten dann den Torwart wechseln. Da unsere A-Jugend heute auch ein Spiel hat, hatten wir leider keinen Ersatz-Keeper dabei. Aber Fabian Tiedemann hat das richtig gut gemacht, hat einmal mit einer starken Fußabwehr gerettet. Die zweite Halbzeit haben wir eine halbe Stunde lang dominiert. Zwar haben wir keinen Zauberfußball nach vorne gespielt, aber hinten sehr gut gestanden. Das 2:2 war auf jeden Fall verdient, durch Eggers und Moritz hätten wir sogar noch gewinnen können. Ich glaube, heute trauern beide Trainer ein bisschen dem Sieg hinterher – und das spricht dafür, dass das Unentschieden gerecht ist.

Matthias Wulff (Trainer SV Curslack-Neuengamme):
Ich denke auch: Das Ergebnis ist gerecht. Die ersten zehn Minuten haben wir nicht gut gespielt. Wir hatten viele Ballverluste und standen hinten völlig offen. Da haben wir viel zu hoch gestanden und haben immer wieder riesen Kontersituationen zugelassen. Das war richtig schlecht. Nach dem 1:1 haben wir uns gefangen und sind auch nicht unverdient in Führung gegangen. Wir hatten uns vorgenommen, auch in der zweiten Halbzeit mutig und offensiv zu spielen. Stattdessen spielen wir 20 Minuten lang total passiv, sind überhaupt nicht mehr in die gegnerische Hälfte gekommen. Nach einem katastrophalen Ballverlust in unserer eigenen Hälfte kassieren wir den Ausgleich und waren drauf und dran, das ganze Spiel herzuschenken. Erst in den letzten 20 Minuten haben wir uns stabilisiert und hatten durch Schmidt und Rogge ein paar gute Aktionen. Insgesamt haben wir den Feldspieler im Tor aber deutlich zu wenig beschäftigt. Am Ende ein verdientes Unentschieden – das für uns aber absolut enttäuschend ist. Das war ein enorm wichtiges Spiel heute, wo wir uns ein Stück von unten absetzen wollten. Das ist uns leider nicht gelungen.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1946): 2 Spiele: 0 Siege, 2 Remis, 0 Niederlagen, 5:5 Tore

2019/20: 2:2 / 3:3 Oberliga Hamburg


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