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06.12.2019
Teutonia zeigt Charakter und hat Bo(o)ck von Andreas Killat



vs.


Hamm United FC – FC Teutonia 05 0:1 (0:0)

Hamm United FC: Meyer-Wersinger (54. Böse) – Kauth (82. Schwarck), Mankumbani, Panata, M. Cholevas – Rahn, Kamalow – Patrin (62. Perz), Schirosi, Tafese – Sousa
FC Teutonia 05: Zummack – Kazizada (46. Krottke), Mallwitz, Kroiß, Steinecke – Bergmann, Eden – Gutmann, Toksöz, Eggert (44. Vobejda) – Boock (77. G. Cholevas)
Tore: 0:1 Boock (61.)
Schiedsrichter: Falah Abed Saad (VfL 93): Alle Entscheidungen hatten Hand und Fuß (auch körpersprachlich). Sehr souveräner Auftritt (komplett ohne Gelbe Karte!). Das Tor war regulär (gut gesehen vom SRA Oliver Spohr).
Tore: 0:1 Boock (61.)
Beste Spieler: Tafese, Mankumbani – Kroiß, Steinecke
Zuschauer: 97

„Hoffentlich sehen wir uns nächstes Jahr wieder“, schloss HUFC-Trainer Sidnei Marschall am Ende der Pressekonferenz sein Statement. „Das hoffe ich nicht“, schmunzelte Sören Titze – und im Saal brach großes Gelächter aus. „Sorry“, entschuldigte sich Marschall umgehend, „natürlich wünsche und gönne ich Euch den Aufstieg in die Regionalliga“. „Sollten wir aufsteigen, komme ich aber sehr gerne zu einem Freundschaftsspiel hierher“, so Titze, worauf sich beide Trainer die Hand gaben: „Deal“!

Nach dem emotionalen Sieg gegen Dassendorf letzte Woche war es heute bei wirklichen fiesen Bedingungen (tiefer Boden, nasskalt, fast durchgehend Nieselregen) ein echter Charaktertest für die Startruppe von der Kreuzkirche. Titze: „Eigentlich musste ich den Jungs aber gar nicht viel sagen. Alle haben sehr gut trainiert und die Bedingungen hier voll angenommen“.

Allerdings taten sich beide Teams auf dem, was einmal ein Rasen war, sehr schwer. Tiefe Furchen, fehlender Rasen, viel Matsch und jede Menge Unebenheiten – selbst Kurzpässe sind auf diesem Geläuf ein Abenteuer. Die Hausherren standen tief und ließen den Favoriten kommen. Ein bewährtes Rezept, schließlich wollte Teutonia hier unbedingt gewinnen. So ergaben sich einige gute Gelegenheiten für die Geächteten.

Nach tollem Zuspiel von Matthias Cholevas war Adrian Sousa in den Strafraum durchgestartet, setzte die Kugel aber aus 14 Metern über den Querbalken (7.). Fast identisch die nächste Szene, nur mit anderen Akteuren: Traumpass Tevin Tafese und Stephan Rahn ist frei durch, aber Leon Kroiß kann in höchster Not klären (17.). Nach einem verunglückten Abschlag von T05-Keeper Yannick Zummack eroberte sich Raffael Kamalow das Leder, bediente Rahn und der schickte abermals Sousa auf die Reise, der aber knapp am linken Pfosten vorbeizielte (35.). Das erste Mal richtig eingreifen musste Zummack drei Minuten später, als er einen Rahn-Freistoß aus 30 Metern glänzend zur Ecke klärte (38.). Die Gäste hingegen kamen nur zu einer „Halbchance“, als Marlo Steinecke einen Eckball fast direkt verwandelt hätte, Keeper Maik Meyer-Wersinger aber artistisch parierte (9.).

Bitter für Teutonia: Kurz vor der Halbzeit verletzte sich Pascal Eggert ohne ersichtliche Einwirkung eines Gegners am Rücken (42.). Nach einigen Minuten Unterbrechung konnte „Charly“ nur unter größten Schmerzen in stark gebückter Haltung von zwei Mann gestützt vom Platz „getragen“ werden. „Es hat wohl leider „Knack“ im Kreuz gemacht“, berichtete ein sichtlich geschockter Sören Titze, „aber hoffen wir mal, dass es nicht so schlimm ist“. Eggert wurde noch während des Spiel mit dem Notfall-RTW ins Krankenhaus gefahren. Gute Besserung an dieser Stelle vom gesamten HAFO-Team!

„Wir mussten Lösungen finden, deswegen haben wir nach der Pause umgestellt“, gelang Titze dann der entscheidende Schachzug. Er nahm den unsicheren Rechtsverteidiger Soleiman Kazizada vom Feld, stellte hinten auf Dreierkette um (jedenfalls kann Nick Gutmann nicht ernsthaft als Rechtsverteidiger bezeichnet werden) und beorderte den eingewechselten Kevin Krottke umgehend ganz nach vorne in die Spitze. Nun war Teutonia endlich gefährlicher, einen Kracher von Deran Toksöz hielt Keeper „MMW“ glänzend (49.) – verletzte sich dann aber an den Adduktoren (52.). Nach langer Behandlungspause musste er schließlich doch vom Feld. Und wie schon letzte Woche in Meiendorf stand Frederic Böse kaum im Kasten, da klingelte es… Der satte Schuss von Krottke aus 25 Metern wäre wohl knapp unterhalb der Latte eingeschlagen, Böse (geschätzte 170cm „groß“) riss zwar die Hände hoch, doch das Leder prallte dem durchgelaufenen (nicht im Abseits stehenden!) Vincent Boock vor die Füße, der ohne Mühe zum 0:1 vollendete (61.).

Danach kontrollierte Teutonia das Geschehen und sah bis zur Schlussminute wie der sichere Sieger aus. Doch Kraftpaket Sebastiao Mankumbani hatte noch Reserven, startete vom eigenen Strafraum einen unwiderstehlichen Sololauf die gesamte rechte Spielhälfte entlang, ließ sich von keinem seiner vier Gegenspieler aufhalten und passte dann auch noch mustergültig in den Strafraum auf Sousa. Weil Kroiß auf dem nassen und matschigen „Rasen“ ausrutschte, hatte Hamms Stürmer sieben Meter vor dem Tor urplötzlich freie Bahn und nur noch Keeper Zummack vor sich. Während Titze sichtlich der Atem stockte, war die gesamte HUFC-Bank schon zum Jubeln aufgesprungen – aber der Ball klatschte an den rechten Pfosten (90.). Unfassbar.

In der sechsminütigen Nachspielzeit (wegen der Torwartverletzung) passierte dann nichts mehr und Teutonia konnte den Abstand auf Dassendorf zumindest für 15 Stunden auf fünf Punkte verkürzen.

Stimmen:

Sören Titze (Trainer FC Teutonia 05):
Ich bin total happy, dass wir 1:0 gewonnen haben. Jetzt ist erstmal die ganze Anspannung weg. Es war ja bis zum Ende eine ganz knappe Sache. Für beide Mannschaften war es auf diesem Boden sehr schwer, den eigenen Spielstil umzusetzen. Ich musste bei meiner Mannschaft viel Überzeugungsarbeit leisten, dass es heute NICHT mit Kombinationsfußball und einmal klatschen lassen geht. Das war heute einfach nicht möglich. Großen Respekt an den Gegner, der es uns sehr schwer gemacht hat. In der ersten Halbzeit gab es auf beiden Seiten praktisch keine Chancen. In der Halbzeit habe ich den Jungs gesagt: Wenn wir gewinnen wollen, muss jeder zwei, drei Prozent mehr bringen. Man muss Willen zeigen, jeden Kopfball und jeden Pressschlag annehmen und den Ball mit Leidenschaft über die Linie drücken wollen. Das ist uns gelungen. Und bei solchen Bedingungen brauchst Du auch mal ein Quäntchen Glück. Das hatten wir in der 90. Minute, als der Ball an den Pfosten geht. Wir haben zwar nicht überragend gespielt, aber aufgrund der etwas besseren zweiten Halbzeit irgendwo verdient gewonnen.

Sidnei Marschall (Trainer Hamm United FC):
Auch ich habe meiner Mannschaft vor dem Spiel gesagt: Mit Fußball spielen ist heute leider nicht viel. Bei dem Wetter gibt der Platz einfach nicht mehr her. Deswegen ging es heute nur über die Einstellung. Die erste Halbzeit sehe ich ähnlich, kaum Chancen. Wir hatten ein paar gute Standards, haben daraus aber zu wenig gemacht. Teutonia war hier der Favorit, wir wollten ihnen das Leben schwer machen. Sehr bitter, dass wir so ein Gegentor kassieren. Eigentlich hätten wir heute einen Punkt verdient gehabt. Aber der Ball muss eben reingehen. Schade, dass Sousa da nur den Pfosten trifft. Trotzdem großes Kompliment an meine Jungs. Heute haben wir vieles gut gemacht. Mit dieser Einstellung und Leistung werden wir gegen andere Gegner noch viele Punkte holen.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit Vereinsgründung 2005): 4 Spiele, 1 Sieg, 0 Remis, 3 Niederlagen, 2:11 Tore

2017/18: 0:3* / 2:1 Bezirksliga Süd (Teutonia II)
2019/20: 0:1 / 0:6 Oberliga Hamburg

*Wertung nach Sportgerichtsurteil


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