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23.02.2020
Alle lieben Jerry – na ja, also fast alle! von Stefan Knauß


präsentiert:


vs.


Niendorfer TSV – TuS Osdorf 1:1 (1:0)

Niendorfer TSV: Kindler – Schön, Krüger, Mandic, Benn, Streubier (78. Thiessen) – Doege, Huneke - Düzgüner (57. Abdul Rauf), Afsin – Merkle
TuS Osdorf: Grundmann – Collet, Rosemeier, Spranger, V. Eren (46. Godts) – B. Krause (70. Trapp), Kukuk (57. Hüttner) – Ndiaye, Tönges, M. Eren – Wachter
Tore: 1:0 Huneke (45.), 1:1 Wachter (73.)
Rote Karte: Benn (87., Foul)
Schiedsrichter: Thomas Bauer (Rahlstedter SC) – hatte 90 Minuten eine klare Linie. Nicht alle waren mit der (nicht vorhandenen) Vorteilsauslegung einverstanden. Aber der SR pfiff konsequent, deutlich und klar – insgesamt sehr gut!
Beste Spieler: Huneke – Wachter, Spranger
Zuschauer: 100

An einem düsteren Sonntagmittag im kalten Dauerregen, gebeutelt und verkatert von einer erneuten Derbyniederlage, da wünscht man sich ein schönes, schnelles Oberligaspiel mit vielen Torraumszenen, knallharten Zweikämpfen und Emotionen! Aber dann? Fehlpassfestival nasskalt! Und Liebesbekundungen auf dem Platz. Das Leben ist halt kein Wunschkonzert.

Der NTSV begann wild, mit der Absicht ein schnelles Tor zu erzielen. Bereits sehr früh hatte Lennart Merkle die Gelegenheit dazu.(1. und 2.). Dabei blieb es. Während auf der Gegenseite Daniel Tönges und Papa Ndiaye reichlich schön anzusehende Ansätze zeigten, blieben fortan die Niendorfer Stürmer jeglichen Beweis von Oberligafussball schuldig. Besonder Vedat Düzgüner hatte viel Pech am Schlappen oder möglicherweise auch die falschen Schuhe für den überraschend feuchten Untergrund.

Es fehlte im Niendorfer Spiel über 90 Minuten die Präzision. Fehlpass reihte sich an Fehlpass. Alles war dem ätzenden Wetter angepasst. Unterhaltsam war es dennoch. Für Osdorf jedenfalls. Die Jungs von Trainer Obloch lauerten auf Konterchancen. Und beinahe hätten sie auch von Unsicherheiten der Niendorfer Innenverteidigung profitiert. Niendorfs Kapitän Adam Benn unterliefen ungewohnt viele Fehler. Benn stolperte und der Ball flutschte durch zu Jeremy Wachter, der zum Abschluss kam, vergebens (8.).

Ansonsten war der Jerry meistens gut aufgehoben. Hin und wieder gab er dafür launige Kommentare in Richtung seiner Mitspieler ab. So konnte Kapitän Bennet Krause dann nicht anders: “Jerry, ich freue mich richtig, dass du wieder auf dem Platz bist!” Das war eher nicht ganz so ernst gemeint und Jerry verstand sofort, dies war keine ernste Liebesbekundung seines Capitanos. Da konnte sich auch Osdorfs Manager Cemil Yavas ein Lachen nicht verkneifen.

Yavas lag mit seinen Prognosen am heutigen Tag aber ziemlich daneben. Zunächst sagte er voraus, dass nach seiner App der Dauerregen um genau 14:20 Uhr vorbei sei – Fake! Dann meinte er zur versammelten Journalistenmeute (ein Hafo Redakteur): “Nach dem ersten Tor sehen wir hier ein Klassespiel!” Na ja, das scheint wirklich noch ausbaufähig zu sein!

Immerhin fiel ein Tor. Mit gütiger Mithilfe der Osdorfer Defensive. Düzgüner flitzte auf rechts durch die Osdorfer Hälfte. Sein flacher Pass landete wie so oft in der Osdorfer Innenverteidigung, die aber den Ball nicht klärte, sondern an den durchgelaufenen Finn Huneke vertändelte. Huneke hatte keine Mühe aus sechs Metern flach einzuschießen (45.).Sehr zum Ärger von Obloch: “Das kostet uns immer wieder Punkte!”

Als Konsequenz ließ er Volkan Eren in der Kabine und brachte dafür Bryan Godts, der fortan die linke Seite zumachte. Ganz erfolgreich. Denn Niendorf kam über diesen Flügel nicht mehr weiter. Dafür rannte jetzt Osdorf an. Lange Zeit ohne die ganz eindeutigen Abschlüsse. Bis der eingewechselte Kevin Trapp einen Traumpass auf Wachter spielte. Dieser ließ seinen Gegenspieler Krüger stehen und schoss flach aus linker Position an Kindler vorbei ins Tor (73.). Und plötzlich liebten wieder alle Jerry. Auch der Bennet, ganz ehrlich! Osdorfs Co Trainer Mahmoud Ben-Djebbi wurde wegen seines Jubels sogar vom Schiri ermahnt.

Auf Niendorfer Seite wurde Farhadi wütend. Ali ärgerte sich sichtbar. Es kam noch schlimmer für seine Jungs. Benn rauschte im Mittelfeld Daniel Tönges von hinten in die Beine. Es sah möglicherweise schlimmer aus als es war. Aber SR Bauer zeigte keine Gnade. Glatt Rot für Benn (87.).

Osdorf wollte mehr. Und spielte dabei unpräzise. So blieb es am Ende bei einem gerechten Unentschieden. Mit der Rückkehr des verletzten Torjägers Jerry, der seit langem mit einer Schambeinverletzung kämpft. Djebbi: “Wir wollten ihn eigentlich in der zweiten Hälfte schon rausnehmen.” Das Zögern lohnte sich. Jerry lieferte erneut!


Stimmen:

Philipp Obloch (Trainer TuS Osdorf):
Ein verdientes Unentschieden, ein verdienter Punkt für uns bei einer Spitzenmannschaft. Insgesamt war das Spiel wirklich sehr zerfahren. Anfangs waren die Chancen gleich verteilt. Wir haben auf die Absicherung gegen Ilias Afsin geachtet und ich finde, das haben wir auch gut hinbekommen. Der Gegentreffer zum 0:1 kurz vor der Pause war eigenverschuldet. In der zweiten Hälfte haben wir es ganz gut gemacht. Das Tor von Jerry war sehenswert gut. Ich bin mit dem Punkt sehr zufrieden. Eventuell wäre sogar noch mehr drin gewesen.

Ali Farhadi (Trainer Niendorfer TSV)
Auch ich habe eine gerechte Punkteteilung gesehen. Wir haben allerdings ziemlich schlecht gespielt. Das geht wirklich besser. Die Jungs waren deshalb auch unzufrieden mit- und untereinander. Aber das ist nach dem Spiel vorbei und gehört dazu. Ich hatte mir versprochen, mit der Einwechslung von Abdul etwas mehr Tempo in die Partie zu bringen. Aber man hat gesehen, dass selbst zwischen der A-Bundesliga und der Herren Oberliga noch ein großer Unterschied besteht.


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