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16.08.2020
Pokal: Ritter Jeske. König Zankl. Joker Kourkis. von Andreas Killat

von Jan Ketelsen





Lotto-Pokal, Halbfinale


vs.


SV Rugenbergen – TSV Sasel 0:3 (0:1)

SV Rugenbergen: Marciniak – Feigenspan (70. Awuah), Peters (87. Schrage), Worthmann, Galke - Beese, Rühmann, Rörström (70. Simon) - Neumann, Utcke, Stannis (87. Düllberg)
TSV Sasel: Erichsen – Take, Steddin (62. Mandic), Ellerbrock, J. Gerken – Timm - Dogan (62. Zinn), Adomat, Toksöz (89. Hoeft), N. Zankl (89. Celikten) - Jeske (80. Kourkis)
Tore: 0:1 Jeske (26.), 0:2 N. Zankl (78.), 0:3 Kourkis (86.)
Gelbe Karten: Feigenspan, Peters, Beese, Worthmann - Steddin, Zinn
Schiedsrichter: Marco Kulawiak (SC Teutonia 10): Souveräne Leistung des kompletten und unaufgeregten SR-Gespanns (SRA1: Florian Schwarze/SRA2: Janik Möller), auch wenn Sasel gerne einen Foulelfmeter nach Foul von Peters gegen Toksöz erhalten hätte (64.), was aber für einen Pfiff zurecht nicht ausreichte.
Beste Spieler: Worthmann – J. Gerken, Ellerbrock, Toksöz (2.Hz)
Zuschauer: 70 (Ausverkauft – nach „Corona“-Vorschriften max. Kapazität durch Gesundheitsamt Pinneberg auf 150 Personen inkl. Spieler, Trainer, Ordner begrenzt.)

Erstmals in der Vereinsgeschichte zieht der TSV Sasel ins HFV-Pokalfinale ein und schreibt am kommenden Samstag (22.08.2020 - 14:45 Uhr - Wolfgang-Meyer-Sportanlage) bundesweite Geschichte am "Tag der Amateure", der trotz "Corona" wieder in der TV-Konferenz (ARD) und im Internet per Livestream (NDR) an den jeweiligen Endgeräten zu empfangen sein wird. Und das wird auch bitter notwendig sein, denn vor Ort werden sich nur wenige Saseler einfinden dürfen. Dem Vernehmen nach werden insgesamt nur 200 Teilnehmer an der Hagenbeckstraße anwesend sein dürfen - darunter alleine 30 (!) NDR-Mitarbeiter. Es bleibt ein geringes Kartenkontingent für die beiden Finalisten. Somit teilt Eintr. Norderstedt als Endspielgegner (3:2-Sieg gegen Altona 93) das identische Schicksal.


Seitenwahl OHNE Maskenpflicht: Timo Adomat (Sasel), Schiri Marco Kulawiak und Sven Worthmann (SVR). Foto: Jan Ketelsen

Das Finale erreichte der TSV durch einen souveränen, nur selten gefährdeten und verdienten 3:0-Auswärtserfolg im Werner-Bornholdt-Sportzentrum in Bönningstedt, wo lediglich 150 Teilnehmer zugelassen waren, die auf vorgegebenen Pfaden ihre Steh- und Sitzplätze einnehmen durften - und das nur unter Maskenpflicht sowie der Nutzung der zahlreichen Desinfektionsstationen. Die SVR-Verantwortlichen investierten dutzende Stunden Arbeitszeit in ihr Hygienekonzept und dessen Umsetzung und konnten dieses Halbfinale nicht wirklich genießen. Bitter. Polizei und Gesundheitsamt waren vor Ort und machten sich fleißig Notizen zur Umsetzung der behördlichen Vorgaben, die den Zuschauern im Vorfeld und auch mehrfach über die Stadionlautsprecher vorgetragen wurden. Großes Lob und ein dickes Dankeschön gab es unisono von allen Spielern und Trainern an die Gastgeber. Ein Heimspiel im Pokal als Strafarbeit. Willkommen im Jahr 2020.

Gegenüber dem Viertelfinalsieg des RUG-Expresses vor Wochenfrist bei der SV Halstenbek-Rellingen änderte der neue SVR-Coach, Michael Fischer, seine Startelf auf gleich vier Positionen. "Besonders unerträglich" empfand der Ex-Profi dabei die Übermittlung der Nachricht an Keeper Patrick Hartmann, der von "Fischis" Vorgängern [Andelko Ivanko & Daniel Domingo] ursprünglich das Startelf-Versprechen im Pokalwettbewerb bekam, sich für dieses bedeutende Spiel nun aber hinten anstellen musste, weil Fischer in dieser Partie Patrick Marciniak zwischen die Pfosten stellte: "Ich halte von solchen Ansagen oder Spielversprechen gar nichts. Bei mir spielen im Feld wie im Tor die Spieler, wo ich das Gefühl habe, sie bieten das beste Gesamtpaket." Zudem will sich Fischer natürlich ein Bild von allen seinen neuen Spielern unter Wettkampfbedingungen machen. Die Torwartfrage hatte indes keinen Einfluss auf den Ausgang des Spiels. Außerdem rückten Sven Worthmann - zusammen mit Marcel Peters in der Innenverteidigung - und Nicolaj Rörström ins Team, das mit einem sehr statischem "4-3-3" ins Duell mit den Saselern geschickt wurde, wobei sich drei Sechser (Beese, Rühmann, Rörström) um das "Bermudadreieck" (Fischer) von den Gästen kümmern sollte.

Hier hatte TSV-Trainer Danny Zankl wohl aber schon eine Vorahnung und plante im "4-1-4-1" mit Nico Zankl eben nicht im Zentrum, sondern auf dem linken Flügel, so dass sich das "Bermudadreieck" in der Schaltzentrale auf zwei "8er" (Toksöz und Adomat) beschränkte. Dafür stabilisierte Marc-Oliver Timm die Zentrale als einziger "6er", aber komplettierte das spielstarke Mittelfeld, das kaum "unforced errors" begann, worauf Zankl vor der Parte auch großen Wert legte im Rückblick auf das Viertelfinale in der letzten Woche gegen BU. Die Saseler stellten im Gegensatz zur Vorwoche beim Sieg gegen HSV Barmbek-Uhlenhorst aber nicht nur taktisch, sondern auch personell auf gleich fünf Positionen um. Unter anderem bekam Neuzugang Kjell Ellerbrock (FC Union Tornesch), der eineinhalb Jahrzehnte - überwiegend in der Jugend - das Trikot des SVR trug, seine Belohnung und durfte zusammen mit Tobias Steddin in der Innenverteidigung seinen Mann stehen. Zwar wurde die Defensive der Saseler nur selten gefordert, aber die "Blauen" ließen auch kaum etwas anbrennen. Ellerbrock wusste mit zunehmender Spielzeit auch mehr und mehr mit und nicht nur gegen den Ball etwas anzufangen und spielte im zweiten Abschnitt einige hervorragende Bälle in die Tiefe und/oder in den Rücken der Abwehr.


Jean-Lucas Gerken (r., Nr. 22) fiel als Aktivposten im Spiel des TSV über die gesamte Zeit positiv auf. Foto: Jan Ketelsen

Bei erneut hochsommerlichen Temperaturen begann das Pokalduell munter, aber eben mit dem Wissen auf beiden Seiten, sich die Kräfte sinnvoll einzuteilen. Während Rugenbergen aus dem stabilen Defensivpressing Nadelstiche zu setzen versuchte, wollte Sasel die Spielkontrolle herstellen und beschränkte sich auf nur wenige Situation, Vollgasfußball zu spielen. Die zumeist sehr fairen Zweikämpfe fanden im Mitteldrittel statt. Nach einem vertikalen Ball in den Rücken der Viererkette vom besten Saseler Jean-Lucas Gerken mit einer überragenden Körpersprache tauchte dann einer von den frischen respektive neuen TSV-Spielern vor dem Gehäuse der Bönningstedter auf, aber Ulas Dogan (7.) lupfte den Ball am rechten Pfosten vorbei.

Echte Torchancen blieben fortan aber Mangelware - auf beiden Seiten. Dennoch wirkte das 0:1 (26.) von Tim Jeske verdient, als er den Ball nach feinem Zuspiel von Timo Adomat mit gefühlten 10 km/h sehr langsam, aber eben auch sehr platziert in die lange Ecke schob und so kurz nach der Trinkpause für einen Paukenschlag sorgte. In den fünf Minuten vor dem Seitenwechsel war dann aber der SVR auf einmal präsent und hatte seine beste Phase und auch seine dickste Chance auf einen eigenen Treffer, als Nicolaj Rörström (45.) nach genialer Flanke von Mika Feigenspan zwar alles besser als ein gewisser Herr Sterling aus Manchester machte, aber eben dennoch bei seiner Direktabnahme per Fuß am Aluminium scheiterte. Nur "gut", dass Kilian Utcke den Abpraller von der Latte nicht ins Netz beförderte, weil er ohnehin im Abseits stand, wie SR-Assistent Florian Schwarze wohl zurecht erkannte. Nun, so schien es, war der SVR im Spiel und wurde in seinen stetigen Bemühungen durch den Halbzeitpfiff des guten Unparteiischen gebremst.

Doch auch nach der Halbzeit, in der es keine Veränderungen gab, war Rugenbergen nun wesentlich gieriger und handlungsschneller. In den ersten Minuten des zweiten Abschnittes war es der SVR, der endlich die "2. Bälle" gewann und sich so ein Übergewicht erspielte, aber eben in nichts Zählbares verwandeln konnte. Das lag einerseits an der gut sortierten Defensive Sasels, aber eben auch an zu wenig Überraschungsmomenten der Gastgeber, die mit dem Offensivtrio kaum einmal für Verwirrung sorgten. Die Laufwege wirkten zu positionsgetreu und (noch) nicht aufeinander abgestimmt. Auch Fischer zeigte sich nach der Begegnung nicht wirklich zufrieden, weil die Mannschaftsteile eben noch nicht miteinander harmonierten: "Das haben wir anders trainiert und besprochen."

Nach der kurzen Schwächephase bekam der TSV wieder mehr Zugriff und hatte zudem noch reichlich Manpower von der Bank. Nach einer guten Stunde feierte Marin Mandic dann sein Pflichtspieldebüt für Sasel und ersetzte den vorbelasteten Tobias Steddin. Und da war sie wieder die "individuelle Qualität", die Fischer nach dem Spiel als Hauptgrund für den "verdienten Sieg" ausmachte. Besonders deutlich wurde diese Erkenntnis dann beim 0:2 (78.) durch Nico Zankl und Deran Toksöz, die dann nicht nur für ein echtes spielerisches Highlight, sondern auch für den berühmten Deckel sorgten. Nach einem wunderbaren Doppelpass schweißte Zankl die Kugel aus spitzem Winkel in selbigen des SVR-Kastens. Dem König von Sasel war es vorbehalten, die Partie zu "finalisieren", nachdem er bei der Deutschen Futsalmeisterschaft am Freitagvormittag (!) noch im Viertelfinale ausschied und sich anschließend auf den Weg zum abendlichen Training am Parkweg machte, um dieses "Highlight" (Nico Zankl) mitzunehmen. "Mir geht es immer um den sportlichen Erfolg. Dafür mache ich das gerne. Natürlich würden wir gegen Norderstedt gerne vor mehreren Tausend Zuschauern kicken, aber wir werden das Spiel gegen Norderstedt auf jeden Fall annehmen und das bestmögliche rausholen", wusste der König zu berichten.

Kurz vor Ultimo markierte der eingewechselte Lukas Kourkis noch den 0:3-Endstand (86.), wobei wieder Deran Toksöz durch einen zentimetergenauen Schnittstellenpass gefiel, als er Timo Adomat in den Strafraum schickte, der dann uneigennützig auf den Torschützen querlegte. Der Joker stach nur sechs Minuten nach seiner Einwechslung. Im zweiten Abschnitt zeigte Toksöz ein ums andere Mal seine Qualitäten, während er in der ersten Halbzeit noch etliche Probleme mit dem stumpfen Naturrasen hatte. Seine individuelle Klasse war nach dem Seitenwechsel dann einer der Hauptgründe für den deutlichen Sieg des TSV Sasel.


Stimmen:

Danny Zankl (Trainer TSV Sasel):
Wir hatten das Spiel durch unser Mittelfeld-Pressing weitestgehend im Griff. Das war auch unser Ziel. Die Tore haben wir zudem im richtigen Moment geschossen, nachdem wir zu Beginn noch die frühe Führung mit der 100%igen von Ulas Dogan verpassten. Der Führungstreffer hat uns dann - bei dem Wetter - in die Karten gespielt. Die langen Bälle von Rugenbergen haben wir gut wegverteidigt. Im Finale erwartet uns nun der schwerste Gegner in Hamburg. Das wird ein ganz anderes Spiel. Bei den Temperaturen kann man keine 90 oder sogar 120 Minuten Vollgas spielen. Aber wir werden uns mit unserer Taktik was einfallen lassen.

Michael Fischer (Trainer SV Rugenbergen):
Ein verdienter Sieg für Sasel. Glückwünsch und viel Spaß nächste Woche. Wir sind heute leider nicht über Ansätze hinausgekommen, hatten kaum Torchancen. Mit unseren drei Offensivkräften wollten wir unsere Nadelstiche setzen. Das ist zu selten geglückt. Es war klar, dass das hier kein 90 Minuten Hurra-Fußball wird, aber natürlich sind wir enttäuscht und haben eben nur mitgespielt. Die individuelle Klasse von Sasel hat da dann ganze Arbeit geleistet. Tim Jeske habe ich beispielsweise vor und nach dem Tor eigentlich auf dem Platz nicht gesehen, aber das ist dann der Ritterschlag für ihn. Das Tor macht er überragend. Danke an den gesamten Verein und die Verantwortlichen für die zahlreichen Stunden der Organisation und Umsetzung der Vorgaben der Behörden.


Der Weg ins Halbfinale:
Viertelfinale:
09.08.20 14:00 SV Halstenbek-Rellingen (LL) - SV Rugenbergen (OL) 2:4
08.08.20 15:00 TSV Sasel (OL) – HSV Barmbek-Uhlenhorst (OL) 5:2 n.E. (1:1 n.V.)
Achtelfinale:
08.02.20 13:00 SC Schwarzenbek (BL) - SV Rugenbergen (OL) 3:5 n.E. (0:0 n.V.)
13.12.19 20:00 Harburger SC (BL) - TSV Sasel (OL) 0:7
4. Runde:
02.10. 19:30 SV Börnsen (BL) - SV Rugenbergen (OL) 2:6
02.10. 18:30 SV Groß Borstel (KK) - TSV Sasel (OL) 2:4
3. Runde:
14.08. 19:00 FC Bergedorf 85 (KL) - TSV Sasel (OL) 1:15
Freilos: SV Rugenbergen (OL)
2. Runde:
07.08. 19:00 HT 16 (BL) - TSV Sasel (OL) 0:3
30.07. 18:30 SV Hörnerkirchen (BL) - SV Rugenbergen (OL) 1:9
1. Runde:
21.07. 13:00 FTSV Lorbeer-Rothenburgsort (KL) - TSV Sasel (OL) 0:10
20.07. 13:30 SG Spfr. Holm/Wedeler TSV (KK) - SV Rugenbergen (OL) 0:15


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