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26.09.2020
Arnold - Der Torminator von Andreas Killat




vs.


SV Curslack-Neuengamme – Hamm United FC 2:2 (1:1)

SV Curslack-Neuengamme: Babuschkin – Kühn, Spiewak, Doege, Bulut (53. Schlufter) – Hinze (79. Franz), Rogge – Behrens, Mokhlis – Lechler, von Walsleben-Schied (40. Peters)
Hamm United FC: Jendrzej – Pettersson, Mankumbani, Panata, Kukanda – Wicke (34. Gyimah), Tafese – Yeboah (46. Cholevas), D’urso, Baroni – Sharifi (90+3 Patrin)
Tore: 0:1 Panata (11.), 1:1 Lechler (23.), 2:1 Lechler (47.), 2:2 Baroni (72.)
Schiedsrichter: Murat Yilmaz (FC Türkiye): Zehn Gelbe Karten - und zusätzlich beide (!) Trainer verwarnt: Der Referee zeigte heute seine bunte Seite, ließ aber andererseits auf dem Feld unheimlich viele Zweikämpfe/Fouls ungeahndet (auf beiden Seiten).
Beste Spieler: Lechler, Rogge, Spiewak – Tafese, Baroni, D’urso
Zuschauer: 200 („Ausverkauft“ gem. Corona-/Hygienevorschriften)

„Pause hatte ich den vergangenen zwei Jahren genug“, freute sich Curslacks Trainer Christian Woike auf sein erstes Heimspiel seit Anfang März. Bekanntlich hatte „Crille“ nach 1,5 Jahren Auszeit erst im Januar am Gramkowweg angeheuert – und wurde nach nur vier Partien (drei Siege, ein Remis) von Corona ausgebremst. Genau wie heute, wo die Gäste aus dem Hammer Park die „Blauen“ nach dem fast schon sensationellen 3:0-Startsieg bei Vicky ebenfalls ein wenig „ausbremsten“.

Vom Anpfiff weg entwickelte sich eine muntere Partie (Woike: „Ein extrem wildes Spiel“) mit viel Tempo, viel Zug zum Tor, aber auch mit vielen Ballverlusten auf beiden Seiten. Nach einer vom SVCN nicht sauber geklärten Aktion im eigenen Strafraum kann Tevin Tafese, schon gegen Rugenbergen doppelter Vorbereiter, von der rechten Außenlinie butterweich in den Rückraum flanken, von wo Marco Panata aus zehn Metern lehrbuchmäßig in den rechten Giebel zum 1:0 einköpft (11.).

Doch die Hausherren zeigten sich keinesfalls geschockt: Hamed Mokhlis mit einem Zuckerpass aus der eigenen Hälfte in den Lauf von Marcel von Walsleben-Schied. Der Ex-Profi startet ein unwiderstehliches Solo, zieht in die Box, um dann sehr mannschaftsdienlich und technisch anspruchsvoll mit dem Außenrist quer durch den Strafraum auf den zweiten Pfosten zu legen. Dort braucht der „Deich-Torminator“ Arnold Lechler nur noch den Fuß reinzuhalten: 1:1 (23.). Szenenapplaus und großer Jubel in der ausverkauften Arena für diesen Klasse-Spielzug.

Beiden Teams merkte man die Lust auf Fussi an. Mit offenem Visier ging es hin und her. Nicht immer fehlerfrei, aber leidenschaftlich. Diese Leidenschaft bekam Demian Wicke schmerzhaft zu spüren: Nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Sebastian Spiewak musst Hamms „Sechser“ mit einem tiefen Cut über der Augenbraue mit dem Krankenwagen abtransportiert werden (31.). HAFO wünscht gute Besserung.


Musste mit stark blutender Wunde ins Krankenhaus: Demian Wicke. Foto: Hanno Bode

Von dieser (natürlich völlig unabsichtlichen) Aktion unbeeindruckt hätten die Gäste sogar fast die erneute Führung erzielt, doch Francis Gyimah zielte aus 18 Metern knapp drüber (40.). Auf der Gegenseite schädelte Lechler einen Behrens-Freistoß genau in die Arme von Keeper Jendrzej (45.+2) und so ging es mit einem leistungsgerechten Unentschieden in die Kabine.

Und auch im zweiten Durchgang weiter sofort Vollgas: Florian Rogge mit einem langen Ball in die Spitze, „Torminator Arnold der Starke“ nimmt die Kugel gekonnt mit, umkurvt Jendrzej und schiebt jubelnd zum 2:1 ins verlassene Gehäuse ein (47.). Keine 40 Sekunden später nochmal Lechler, diesmal mit einem Distanzschuss aus 25 Metern, den der HUFC-Keeper mit Mühe zur Ecke klären kann. Knackpunkt aus Curslacker Sicht dann die Riesenchance für Behrens (Vorlage: Lechler!), der aber aus spitzem Winkel vom Fünfmetereck nur ans Außennetz donnert (55.). „Da muss das 3:1 fallen“, war Woike hinterher leicht angesäuert, „Corvin hätte da auch quer legen können“.


Markierte heute - wie schon letzte Woche – erneut zwei Treffer: Arnold Lechler. Foto: Hanno Bode

So passierte das, was so häufig passiert: Die führende Mannschaft zieht sich (zu weit) zurück und überlässt dem Gegner das Feld. Das nutzte Hamm nur zu gern aus. Mit viel Herz und Mut bestürmten die Gäste immer wieder das Curslacker Gehäuse und nach einem neuerlichen Traumpass von „TT“-Tafese hatte Rodrigo Baroni schon den Ausgleich auf dem Fuß, doch Curslacks „Held von der Hoheluft“, Gianluca Babuschkin, parierte sensationell (61.).

Woike sah das Unheil kommen, ruderte immer wieder kräftig mit den Armen und wollte seine Mannen zu einer offensiveren Gangart antreiben, doch fast wie das berühmte Kaninchen vor der Schlange trauten sich die Gastgeber nur noch wenig zu (Woike: „Nach dem 2:1 standen wir sehr tief. Wir wollten eigentlich deutlich offensiver verteidigen. Aber Hamm hat es auch gut gemacht und uns den Schneid abgekauft“). Fast schon folgerichtig der (verdiente) Ausgleich: Nach einem gewonnenen Zweikampf im Mittelfeld schaltet HUFC schnell um, Kukanda enteilt auf der linken Seite (wo war Peters?) und legt dann überlegt quer zu Baroni in den Rückraum, der aus elf Metern flach unten rechts zum 2:2 trifft (72.).

Das Match war nun völlig offen, beide Teams hätten noch gewinnen können. Die dickste Gelegenheit hatte dabei – natürlich – „T4“ (bislang vier Treffer) Lechler, der nach feinem Zuspiel von Yanneck Schlufter aber von Panata beim Torschuss noch entscheidend gestört wurde (88.). Die gesamte Curslacker Bank forderte vehement Elfmeter – und ausgerechnet Woike („Ich habe glaube als einziger gar nichts gesagt“) bekam von Schiri Murat Yilmaz die Gelbe Karte (Woike: „Er hat mir erklärt, dass ich für alles verantwortlich bin, was auf der Anlage passiert“).

So blieb es letztlich beim Remis – und Woike als CN-Trainer weiter ungeschlagen (4-2-0) und zumindest für eine Nacht Tabellenführer!


Stimmen:

Sidnei Marschall (Trainer Hamm United FC):
Das war ein sehr intensives Spiel, was auch damit zu tun hatte, dass der Schiedsrichter auf beiden Seiten keine klare Linie hatte. Nach dem 1:0 waren wir zu offen, obwohl wir um die Stärke von Curslack im Umschaltspiel wussten. In der zweiten Halbzeit wollten wir es besser machen, bekommen aber sofort wieder ein Gegentor. Danach haben wir sehr offensiv und sehr gut gepresst und waren konditionell bis zur 90. Minute sehr stark. Mit ein bisschen Glück können wir hier sogar gewinnen, was aber auch für Curslack gilt. Am Ende ein gerechtes Unentschieden und beide Seiten müssen zufrieden sein.

Christian Woike (Trainer SV Curslack-Neuengamme):
Das war ein extrem wildes Spiel mit einer Fehlpassquote von gefühlt 100%. Da waren viele technische Fehler drin und sehr viel auf Zufall ausgerichtet. Nach dem 2:1 müssen wir zwingend das 3:1 machen, da hatte Corvin Behrens mehrere Optionen. Beim Ausgleich waren wir ganz schlecht gestaffelt. Ein Ballverlust in der gegnerischen Hälfte muss ja nicht zwingend zu einem Gegentor führen, aber unsere rechte Seite war völlig offen. Mit dem 2:2 müssen wir leben. Es ist nicht das, was wir wollten, aber es ist das, was wir gekriegt haben.

Statistik:
Gesamt-Pflichtspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit HUFC-Vereinsgründung 2005): 5 Spiele: 3 Siege, 1 Remis, 2 Niederlagen, 13:11 Tore

25.07.2006: 2:1 (1. Runde Oddset-Pokal, Auswärts)
01.08.2018: 0:2 (2. Runde Oddset-Pokal, Auswärts)
06.08.2019: 4:2 (2. Runde Lotto-Pokal, Auswärts)
2019/20: 3:0 / 2:4 Oberliga Hamburg
2020/21: 2:2 / --- Oberliga Hamburg


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