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22.04.2022
SVR im (Match)Glück - bei Hamm geht alles nach hinten los von Andreas Killat



vs.


Hamm United FC – SV Rugenbergen 0:1 (0:0)

Hamm United FC: Medaiyese – Patrin (77. Vaz Baio), Dzigbede, Wagner, Cholevas – Gyimah – Kukanda, Baroni, Tafese, Damaschke – Miry (77. Wicke)
SV Rugenbergen: Hartmann – Schrage, Rohde, Urdin, Düllberg – Rühmann – Rörström (74. Güvenir), Schöttke – Stannis (84. Kurowski), Richert (65. Neumann), Hoppe (65. Worthmann)
Tore: 0:1 Rörström (69.)
Schiedsrichter: Johannes Mayer-Lindenberg (HTB): Auf die Gelegenheit, SVR-Coach Fischer Gelb zeigen zu können (80.), schien er nur gewartet zu haben (es war der erste etwas lautere Zwischenruf von ihm). Der Freistoß, der zum 0:1 führte, war zumindest umstritten und wurde dann - nach erfolgter Ausführung – nochmals wiederholt. Warum?
Beste Spieler: Patrin, Dzigbede – Düllberg, Schöttke
Zuschauer: 157

Kurz nach der Pause wippte Gäste-Coach Michael Fischer nervös und mit verkniffenem Gesicht immer wieder von einem Bein aufs andere. Doch es waren nicht die vielen vergebenen Chancen, die dem Ex-Profi sorgen bereiteten („Da fallen mir die letzten Haare aus“). „Ich muss ganz dringend Pippi“, sagte er und verschwand für einige Minuten auf dem WC. Kurz danach lief es dann auch endlich in der Offensive.

Die erste halbe Stunde war dabei allerdings wahrlich kein Leckerbissen, doch dann gab es plötzlich Chancen im Minutentakt. Den Anfang machten die Hausherren, als Dimitri Patrin auf der rechten Seite Fahrt aufnimmt und wunderbar ins Zentrum passt. Tevin Tafese muss aus sechs Metern eigentlich nur noch den Fuß reinhalten, rutscht aber am Leder vorbei (32.). „Wir müssen einfach mal 1:0 in Führung gehen. Ich kenne meine Mannschaft, wenn wir vorne liegen, spielt sie einen ganz anderen Fußball“, beklagte sich Sidnei Marschall und musste im direkten Gegenzug – wie schon so häufig diese Saison – fast einem Rückstand hinterherlaufen. Keeper Victor Medaiyese irrte an der Strafraumkante umher und SVR-Stürmer Sascha Richert hatte aus 17 Metern das leere Tor im Visier. Doch sein Schuss wurde im letzten Moment von Markus Wagner an die Latte (und zur Ecke) gelenkt (33.).

Exakt die gleiche Szenerie nur zwei Minuten später: Erst kommt Amir Miry im Fünfmeterraum nur einen Schritt zu spät (35.), dann setzt wieder Richert das Leder aus drei Metern an den Innenpfosten (37.). Doch damit nicht genug, auch Marcel Schöttke prüfte mit einem krachenden Schuss an den linken Pfosten die Nerven seines Trainers (45.). „Zweimal Pfosten, einmal Latte, da fühlt man sich unweigerlich an unsere Vorrunde erinnert“, so Fischer, „aber in der Abstiegsrunde ist das Matchglück zu uns zurückgekehrt“.

Dieses besagte (Match-)Glück kam in Gestalt von Referee Mayer-Lindenberg daher, der zunächst einen eher zweifelhaften Freistoß im rechten Halbfeld (bei rd. 35 Metern Torentfernung) für die Gäste pfiff. Schöttke führte blitzschnell aus, doch HUFC konnte klären. Aber Schiri „JML“ ließ den Freistoß aus unerfindlichen Gründen wiederholen. „Da haben wir Glück gehabt. Der Ball war gespielt“, gab sogar Team-Manager David Fock zu. Die zweite Chance ließ sich Schöttke nicht nehmen und zirkelte die Kugel diesmal Richtung Elfmeterpunkt, wo Nicolaj Rörström mit dem Kopf ins verlassene Gehäuse zum 0:1 vollstreckte (69.). Medaiyese war weit aus seinem Kasten gekommen und hatte laut „Torwart“ gerufen – griff allerdings deutlich ins Leere.

Erst hatte Hamm also kein Glück und dann kam auch noch Pech hinzu. Denn direkt nach dem Treffer (mit seinen unglücklichen Umständen) wurde Tafese im Bönningstedter Strafraum zu Fall gebracht, doch der Pfiff blieb aus (70.). Keine glasklare Fehlentscheidung, aber in der Summe der ganzen Saison nagen diese vielen „Kleinigkeiten“ gehörig an den Nerven der HUFC-Verantwortlichen, die nun kräftig um den Klassenerhalt zittern müssen.

Immerhin: Mit Michael Fischer, der wegen Reklamierens übrigens „Gelb“ sah (80.), haben die „Geächteten“ einen prominenten Fürsprecher: „Ich wünsche mir, dass Hamm drinbleibt. Mit einem Sieg in Lohbrügge werden sie die Liga halten“, so Fischer, der mit einem breiten Grinsen im Gesicht auch gleich den Grund lieferte: „Ich kann auch im Namen von Osdorf, Süderelbe, Tornesch und dem HSV III versprechen: Wir werden ALLES versuchen, um ALLES zu gewinnen. Es ist ein riesiger Konkurrenzkampf, jeder will dieses T-Shirt haben: „Abstiegsmeister“. Da wird keiner auch nur einen Deut nachlassen“. Und so lange die hinter Hamm platzierten Klubs keine Punkte holen, ist Platz 6 nicht in Gefahr.

Stimmen:

Michael Fischer (Trainer SV Rugenbergen):
Das war für uns heute ein „Big Point“. Wir sind zwar noch nicht ganz durch, haben jetzt aber bei nur noch vier Spielen zehn Punkte Vorsprung. Wenn man sich die Chancen anschaut, zweimal Pfosten, einmal Latte, dann ist der Sieg okay. Aber selbst wenn es nicht okay wäre, ist es uns egal. Wenn Du ein Tor mehr als der Gegner gemacht hast, dann hast Du alles richtig gemacht. Bei den vielen vergebenen Chancen fallen mir allerdings die Haare, die nicht grau sind, auch noch aus. Da fühlt man sich unweigerlich an unsere Vorrunde erinnert. Aber in der Abstiegsrunde ist das Matchglück zu uns zurückgekehrt. Wir haben heute so viele Torschüsse auf unser Tor zugelassen, wie in keinem Spiel zuvor. Zum Glück hat Hamm fast nur Kullerbälle abgegeben. Da können wir froh sein.

Sidnei Marschall (Trainer Hamm United FC):
Es war für uns heute ein extrem wichtiges Spiel. Mit einem Sieg hätten wir nochmal um Platz 5 kämpfen können. Jetzt haben wir noch vier Spiele und die wollen wir natürlich alle gewinnen und 12 Punkte holen. Aber momentan ist es so: Egal, was wir machen, es geht immer nach hinten los. Beim Querpass in den Sechzehner MUSS das 1:0 für uns fallen (32.). Aber wir treffen das Tor einfach nicht mehr – und hinten machen wir Fehler und verteilen Geschenke. Beim Gegentor muss unser Torwart den Ball haben. Zur Halbzeit hätte es auch 2:2 stehen können. Nun heißt es Mund abwischen und weitermachen. Wir hatten eine sehr gute Trainingswoche mit 20 Leuten, das gab es lange nicht. Das macht mir Hoffnung. Wir haben schon bewiesen, dass wir Fußball kicken können. Aber diese Saison bisher zu selten.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit Vereinsgründung 2005): 5 Spiele, 2 Siege, 0 Remis, 3 Niederlagen, 5:8 Tore

2019/20: 1:4 / 2:1 Oberliga Hamburg
2020/21: 2:0 / --- Oberliga Hamburg
2021/22: 0:1 / 0:2 Oberliga Hamburg, Abstiegsrunde


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