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23.04.2022
"Das hältst Du nur mit drei IBU 600 aus" von Andreas Killat




vs.


TuS Dassendorf – SC Victoria 1:1 (1:1)

TuS Dassendorf: Gruhne – Lenz, Buchholz (65. Ahlschwede), Sowah – Kleine (46. D. Bergmann), Aust, Lam, R. Carolus – S. Möller (65. Harnik) – Maggio, Kurczynski
SC Victoria: Rabe – Arndt, Schuhmann, Mallwitz, Karschau – Stegmann (84. Ernst), Gogoua – Palzer (65. Hartwig), Branco, Pressel (46. Janta) - Scharkowski
Tore: 0:1 Scharkowski (23.), 1:1 Möller (41.)
Schiedsrichter: Kevin Rosin (SV Lieth): Er hatte in einer über weite Strecken sehr ruhigen Partie nur wenige Entscheidungen zu treffen. Kurioserweise wurden diese wenigen Szenen/Entscheidungen aber von beiden Teams mit Unverständnis quittiert.
Beste Spieler: Lenz, Gruhne – Mallwitz, Scharkowski
Zuschauer: 127

„Das hältst Du nur mit drei IBU 600 aus“, berichtete SCV-Coach Sören Titze. Allerdings bezog sich diese Aussage keinesfalls auf das Spiel, auch wenn einige Zuschauer nach der Partie möglicherweise leichten Augenschmerz verspürten. Da waren sich sogar beide Trainer einig (Titze: „Das war kein Leckerbissen“, Richter: „Kein gutes Spiel von uns“). Nein, die Schmerztabletten (IBU 600) muss Titze aktuell aufgrund einer OP zu sich nehmen: „Ich habe mir vor sechs Wochen beim Alte Herren-Spiel HTB gegen FC St. Pauli Elle und Speiche im linken Arm gebrochen und musste am Dienstag nochmal operiert werden. Man hat mir einen Knochen aus dem Becken gefräst (!) und im Arm eingesetzt. Das sind höllische Schmerzen“. Da wird einem schon beim Zuhören schwindelig. HAFO wünscht dem SCV-Coach schnelle Genesung.

Die Hausherren hatten nach dem Pokalaus am Mittwoch (5:6 n.E. gegen Altona) noch schwere Beine, während die Gäste zu Beginn viel Tempo beim Anlaufen des Gegners an den Tag legten. Erstes „Opfer“ des Pressings wurde Zhi-Gin Lam, der sich im Mittelfeld einen leichtsinnigen Ballverlust leistete. Luca Palzer schnappte sich die Kugel und steckte in den freien Raum für Nick Scharkowski durch. Auf dem Weg zum Tor wird der Vicky-Stürmer dann von Ronny Buchholz aus dem Tritt gebracht, lässt sich aber nicht fallen, sondern verstolpert den Ball (16.). Referee Kevin Rosin stand direkt dahinter und zeigte sofort „weiterspielen“ an, während die Gäste lautstark „Notbremse“ reklamierten…

Sauber hingegen die Rettungsaktion von Marcel Lenz, der mit seinen 35 Jahren immer noch wie ein 20jähriger daherkommt (aber trotzdem zum Saisonende die Schuhe an den Nagel hängt), Kopf und Kragen riskierte und ganz stark gegen Gerrit Pressel rettete (18.). Bei drei Branco-Eckbällen in Folge schwamm die TuS-Abwehr gehörig, doch es blieb bei einem harmlosen Kopfball von Scharkowski über das Gehäuse (19.). Der zweite Patzer von Lam blieb dann jedoch nicht folgenlos. Timo Stegmann hatte einen Ball in die Spitze gespielt, doch statt die Kugel einfach nach vorne zu kloppen, ließ Lam das Leder passieren – wohl in der irrigen Annahme, dass direkt hinter ihm Keeper Gruhne zugreifen würde. Doch Scharkowski spitzte dazwischen und vollstreckte eiskalt zum 0:1 in kurze Eck (23.).

Das wäre eigentlich die verdiente Pausenführung für die Gäste gewesen. Doch wie aus heiterem Himmel ist Sven Möller nach schöner Hereingabe von Eyke Kleine aus 14 Metern mit einer Direktabnahme zur Stelle und trifft zum 1:1 in die lange Ecke (41.). Ein echter Wirkungstreffer für die Gäste, die sich fortan nur noch selten nach vorne trauten. Von fehlendem Mut wollte Titze aber nichts wissen: „Da muss man die Kirche im Dorf lassen. Vor drei Monaten wären wir fast in der Abstiegsrunde gelandet, jetzt haben wir einen Punkt in Dassendorf geholt“.

Im zweiten Durchgang plätscherte die Partie – mit optischen Vorteilen für die Hausherren - lange Zeit vor sich hin. Bis auf einen geblockten Schuss von Lenz (nach Möller-Ecke, 57.) und eine Art Seitfallzieher von Kurczynski (62.) bekamen die Zuschauer nur wenig geboten, konnten aber immerhin das herrliche Frühlingswetter mit strahlendem Sonnenschein genießen. TuS-Coach „Jonny“ Richter kommentierte die Szenerie mit den Worten: „Normalerweise spricht man ja immer von Not gegen Elend, aber heute war es Not und Elend“.

Erst in den letzten zehn Minuten nahm die Partie nochmal Fahrt auf. Ahlschwede vom eigenen Fünfmeterraum mit dem langen Ball in die Spitze, wo „Joker“ Martin Harnik durchstartet, dann aber mit dem Versuch eines Lupfers die falsche Entscheidung trifft (80.). Nun war auch Vicky wieder „wach“. Scharkowski zieht über rechts in die Box und wird an der Außenlinie von Keeper Gruhne mit massivem Körpereinsatz zu Fall gebracht (81.). Doch Schiri Rosin ließ weiterlaufen (bzw. entschied auf Abstoß obwohl es eigentlich Eckball hätte geben müssen). Kurz danach stand wieder der TuS-Goalie zweimal im Mittelpunkt, diesmal aber erst mit einer starken Parade gegen Magnus Hartwig (83.), um dann einen satten Schuss von Luca Ernst aus 14 Metern mit geballten Fäusten abzuwehren (86.).

„Warum schießt er den Vollspann in die Mitte?“, fragte sich Titze: „Mit halber Kraft und der Innenseite ins linke oder rechte Eck hätte gereicht“. Es wäre der zum Gäste-Matchplan gehörende „Lucky Punch“ gewesen (siehe „Stimmen“), doch so blieb es beim Unentschieden. Richter sprach anschließend „von einem Punkt auf den Weg zur Meisterschaft“, doch Konkurrent Niendorf (am letzten Spieltag am Wendelweg zu Gast) rückte durch den heutigen 4:1-Sieg in Curslack bis auf drei Zähler heran (hat allerdings auch eine Partie mehr absolviert). Für TuS-Sportchef Jan Schönteich kein Grund zur Sorge: „Aufgrund des deutlich besseren Torverhältnisses brauchen wir nur noch zwei Siege aus den letzten vier Partien – und könnten uns dabei sogar eine Niederlage gegen Niendorf leisten“.


Stimmen:

Sören Titze (Trainer SC Victoria):
Das war kein einfaches Spiel. Vor drei Wochen haben wir eine Lehrstunde bekommen (0:5), deswegen war es uns heute wichtig, ein anderes Gesicht zu zeigen. Wir wollten mit viel Tempo gegen den Ball agieren, damit der Gegner viel laufen muss. Nach dem Pokalspiel der Dassendorfer unter der Woche haben wir gehofft, dass zum Ende hin ein paar Körner fehlen und wir mit einem Lucky Punch etwas mitnehmen können. Von diesem Matchplan hat vieles gut geklappt, auch wenn wir unsere drei Chancen kurz vor Schluss nicht genutzt haben. Mit etwas Glück gewinnst Du dann das Spiel. Insgesamt ist es aber ein gerechtes Unentschieden. Beide Mannschaften hatten aus dem Spiel heraus eher wenig echte Torchancen. Das war für den neutralen Zuschauer sicher kein Leckerbissen.

Jean-Pierre Richter (Trainer TuS Dassendorf):
Die Aussagen von Sören kann ich fast 1:1 übernehmen. Die wenigen Großchancen, die es im Spiel gab, waren eher für Victoria. Das war eine intensive und anstrengende Woche für uns – und wenn man aus zwei Spielen vier Punkte gegen Vicky holt, kann man zufrieden sein. Es war kein gutes Spiel von uns. Wir haben zwei Punkte liegen gelassen, aber einen auf den Weg zur Meisterschaft mitgenommen. Es ist nach dem Pokalaus eine schwierige Situation, die Kräfte nochmal zu mobilisieren. Bei der Qualität, die wir haben, bin ich aber absolut nicht zufrieden.


Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1949): 21 Spiele, 8 Siege, 6 Remis, 7 Niederlagen, 41:30 Tore

1997/98: 1:0 / 1:3 Verbandsliga Hamburg
1998/99: 8:0 / 0:0 Verbandsliga Hamburg
2001/02: 1:2 / 1:1 Verbandsliga Hamburg
2002/03: 0:4 / 1:3 Verbandsliga Hamburg
2014/15: 3:3 / 0:1 Oberliga Hamburg
2015/16: 0:0 / 1:2 Oberliga Hamburg
2016/17: 3:1 / 2:2 Oberliga Hamburg
2017/18: 4:2 / 1:0 Oberliga Hamburg
2018/19: 0:1 / 4:2 Oberliga Hamburg
2019/20: 4:2 / --- Oberliga Hamburg
2020/21: --- Oberliga Hamburg
2021/22: 1:1 / 5:0 Oberliga Hamburg, Meisterrunde


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