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06.11.2022
Knackwurstspiel ohne Comeback-Qualität - "Game over" nach 15 Sekunden von Andreas Killat


präsentiert:


vs.


Niendorfer TSV – Eimsbütteler TV 0:2 (0:2)

Niendorfer TSV: Grubba – Osei, Krüger, Brückner (78. Ahmadi), Janha – Huneke (78. Kutschke), Speck (78. Zarei) – Meyer, Groß, Casale – Merkle (65. Ali)
Eimsbütteler TV: Weber – Tewolde (74. Hayford), Sambou (74. Dimakis), Yago, Bolz – Schütt (81. Bär), Töremis (65. Mohamed) – Igwe, Berendsohn, Asare (65. Boakye) – Akyol
Tore: 0:1 Akyol (1.), 0 :2 Asare (9.)
Schiedsrichter: Adrian Höhns (TuS Dassendorf): Sprang kurzfristig für Devin Wengorz (TuS Hamburg) ein – und hätte Speck eigentlich „Rot“ zeigen müssen (25.). Auch sonst sehr großzügig, ließ viele taktische Fouls (Trikotzupfer) ungeahndet (ohne Gelbe Karte).
Beste Spieler: Keiner – Bolz, Akyol, Schütt, Sambou
Zuschauer: 225

„Das war ein Knackwurstspiel - und wir haben leider keine Comeback-Qualität", so hart ging NTSV-Coach Ali Farhadi mit sich und seiner Mannschaft ins Gericht. Denn im Prinzip war heute schon nach 15 Sekunden mit dem Blitz-Treffer für den ETV alles vorbei, spätestens aber mit dem zweiten Gegentor nur wenige Minuten später. "Wir waren total schläfrig - und danach sind wir 80 Minuten lang erfolglos angerannt".

Aufsteiger ETV hatte übrigens ähnliches vor neun Tagen gegen Paloma selbst erlebt. Nach einem Gegentor nach 40 Sekunden (!) und einem weiteren Gegentreffer kurz vor der Pause rannte man den Rest der Partie vergeblich hinterher und verlor mit 0:2. Ähnlichkeiten mit der heutigen Partie sind dabei keinesfalls zufällig! Die ganz in Rot kickenden Eimsbütteler legten nämlich diesmal selbst los wie die Feuerwehr: Henok Tewolde flankt ungestört vom rechten Flügel, Finn Schütt verlängert und Goalgetter Dominik Akyol „hechtet“ die Kugel nach 15 Sekunden mit dem Kopf zum 0:1 in die Maschen. Der Wahnsinn!


Dominik Akyol (l.) dreht nach dem 1:0 nach 15 Sekunden jubelnd ab. Foto: Niklas Heiden

Der zweite Treffer wurde nur wenige Minuten später über die andere Seite vorbereitet (Farhadi: „Beide Außenverteidiger haben richtig gepennt“). ETV-Kapitän Schütt mit einem langen Ball auf die linke Seite, Leon Bolz steht völlig blank, legt quer und der durchgestartete Jephtah Asare trifft mit rechts ins kurz Eck zum 0:2 (9.). Keeper Tobias Grubba wäre möglicherweise noch dran gewesen, rutschte aber unglücklich aus. „Ich bin ja schon ein paar Jahre hier in Niendorf (Anmerkung der Redaktion: Nämlich auf den Tag genau vor acht Jahren am 6.11.2014), aber das war der schlechteste und schläfrigste Beginn, seit ich hier bin“, so der schwer bediente Niendorf-Coach.

Damit ist die Geschichte des Spiels im Prinzip erzählt. Die Gäste machten fortan nur noch das Nötigste, während die Farhadi-Elf sich 80 Minuten lang erfolglos bemühte. „Glück“ (im Unglück), dass die Hausherren dabei nicht in Unterzahl agieren mussten: Nach einem Freistoßpfiff von Referee Adrian Höhns wollte der NTSV schnell ausführen, doch Berendsohn nahm die Kugel in die Hand – und Lennard Speck zog voll durch. Der ETV-Kicker wälzte sich vor Schmerzen am Boden (siehe Foto). Ein klarer Tritt und eigentlich auch eine klare Rote Karte, aber Höhns ermahnte beide Spieler nur (25.).


Glück für Lennard Speck (2.v.r., Nr.4), der nach einem Tritt gegen Berendsohn (am Boden) nicht mal Gelb sah. Foto: Niklas Heiden

Die Niendorfer entwickelten durchaus gute Ansätze, „aber wir haben es schlecht zu Ende gespielt“ (Farhadi). Gefährlich wurde es vor allem bei Standards: Zweimal trat Speck gefühlvolle Freistöße, erst scheiterte Leon Meyer per Kopf an Keeper Viktor Weber, dann Fynn Huneke (42./44.). Nach dem Seitenwechsel stellte Farhadi auf Dreierkette um (Brückner rückte auf den linken Flügel), wollte so noch mehr Druck entfachen. Doch weder Merkle (stark von Sambou geblockt, 57.), noch Casale (mit dem Kopf drüber, 61.) oder Tim Krüger (genau in die Arme von Keeper Weber, 87.) konnten etwas für das Torkonto tun.

Auf der anderen Seite vergab der ETV diverse Konterchancen durch Akyol, Boakye und Igwe (62./69./79.). Aber nach nur einem Zähler aus den letzten drei Partien (1:2 in Sasel, 0:2 gegen Paloma, 1:1 in Altona) zählte heute vor allem der „Dreier“ – und durch den Punktverlust von Sasel (1:1 gegen Vicky) liegt der ETV nun wieder in Schlagdistanz zum Tabellenführer (39 vs. 37 Punkte). Für Farhadi, der sich wegen fortgesetzten Meckerns noch die Gelbe Karte abholte (89.), zwar extrem ärgerlich, aber auch kein Beinbruch: „Sehr schade heute. Aber die Saison ist noch lang – wir kommen wieder!“.


Stimmen:

Khalid Atamimi (Trainer ETV):
In der ersten halben Stunde war das richtig gut, hinten sicher, tolle Kombinationen und tolle Tore gemacht. Aber danach haben wir einige Großchancen zugelassen. Zum Glück haben wir einen guten Torwart. Das war eine gute Leistung meiner Jungs gegen eine Mannschaft, die seit Jahren zur Oberligaspitze gehört. Großen Respekt, wie wir das runtergespielt haben. Niendorf hat es uns schwer gemacht und clever über Außen gespielt, da kann man nicht immer alles verteidigen. Wenn die da vor der Pause das 1:2 machen…doch letztlich hatten wir das Glück und die Null steht. In der zweiten Halbzeit kam von Niendorf nicht mehr so viel, da müssen wir den Sack früher zumachen. Aber meine Mannschaft ist noch sehr jung und lernt immer noch dazu.

Ali Farhadi (Trainer Niendorfer TSV):
Das war zu Beginn das schlechteste, was ich jemals gesehen habe. Wie kann man so schläfrig und überhaupt nicht auf dem Platz sein? Wir hatten alles angesagt, wie aus der BILD, Mopo oder Abendblatt. Jeder hat es auch „gelesen“, aber dann kommen wir raus und sind nicht auf dem Platz. Beide Außenverteidiger haben heute richtig gepennt und dann kriegst Du solche Marmeltore. Wir kommen fünfmal gut in den Strafraum und sind nicht in der Lage, ein Tor zu machen. Somit fehlt uns die Qualität, so ein Spiel noch umzudrehen. Wir wollen alle gerne oben mitspielen und gerne Titel gewinnen – aber mit solchen zehn Minuten machst Du es Dir eben selbst schwer. Unsere Jungs denken immer, 90% sind doch gut, aber das reicht eben nicht für die Oberliga. Wir sind noch in einem Entwicklungsprozess, machen immer mal zwei, drei gute Spiele, haben dann aber wieder ein Knackwurstspiel. Die schläfrige Anfangsphase hat uns heute das Spiel gekostet. Danach sind wir 80 Minuten lang angerannt, haben unsere Chancen aber nicht vernünftig zu Ende gespielt. ETV war heute nicht so gut wie sonst, ich habe sie viel stärker erwartet. Das konnten wir leider nicht nutzen. Uns fehlt die Comeback-Qualität.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1945): 19 Spiele, 8 Siege, 5 Remis, 6 Niederlagen, 31:30 Tore.

1967/68: 3:1 / 1:1 Verbandsliga Hansa
1968/69: 1:1 / 1:1 Verbandsliga Germania
1969/70: 0:2 / 0:0 Verbandsliga Germania
1984/85: 1:0 / 1:2 Landesliga Hammonia
1985/86: 0:2 / 1:0 Bezirksliga Nord
1986/87: 0:4 / 2:1 Bezirksliga West
1987/88: 5:3 / 5:3 Bezirksliga Nord
1988/89: 3:3 / 0:2 Bezirksliga West
2004/05: 5:2 / 2:0 Verbandsliga Hamburg
2022/23: 0:2 / --- Oberliga Hamburg


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