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12.11.2022
Mit "Quattro-Antrieb" zum Erfolg von Andreas Killat




vs.


TuS Dassendorf – FC Union Tornesch 4:1 (1:0)

TuS Dassendorf: Kalk – Kleine, Muhlack (81. Sowah), Ahlschwede, R. Carolus – Aust (63. Doege) – Maggio, Strömer (81. K. Carolus), Dettmann, Kurczynski (63. Zalli, 81. Feldpausch) – Harnik
FC Union Tornesch: Mohr – Kuschka, Moritz (78. Zimmermann), Maack, Tiedemann – Dora (60. Werning), Heuermann – Meyer (78. D. Ghadimi), Knottnerus, von Winckelmann – Shamoyan (60. Dohrn)
Tore: 1:0/2:0/3:0 Harnik (43./51./75.), 3:1 Dohrn (79.), 4:1 Harnik (90.+2)
Schiedsrichter: Florian Schwarze (MSV Hamburg): Note 5, Versetzung stark gefährdet. Er hatte wirklich nicht viele knifflige Entscheidungen zu treffen. Aber alle die er traf, waren falsch. Unglaublich die Szene beim regulären Treffer von Ahlschwede (46.), als Keeper Mohr schlicht am Ball vorbeigreift, aber Schwarze ein Foul gesehen haben wollte. Da mussten sogar die Union-Spieler lachen!
Beste Spieler: Ahlschwede, Harnik – Meyer, von Winckelmann (beide 1.Hz)
Zuschauer: 179

Es war DIE spielentscheidende Szene des Spiels: Nach genau 40 Minuten kam Martin Harnik zur Ersatzbank gelaufen und wechselte sein Schuhwerk. Stollen statt Nocken. „Ich spiele viel lieber mit Nocken, wie die meisten Spieler glaube ich“, erklärte Harnik nach dem Match, „aber die waren heute nicht griffig, deswegen habe ich auf Stollen gewechselt“. Fatal für die Gäste, die bis dahin die bessere Mannschaft waren. Denn mit dem „Stollen-Antrieb“ unter den Füßen drehte Harnik plötzlich richtig auf und machte fortan vier Treffer. „Hanno Quattro“ sozusagen. Mit 25 (!) Toren führt der Ex-Profi die Torjägerliste souverän an. „25 Tore zum Ende der Hinrunde sind schon eine Marke, damit kann ich gut leben“, lachte Harnik und freute sich über sein Schuhwerk.

Die Gäste hingegen trauerten der guten ersten Halbzeit hinterher. „Unser Matchplan war mit 1:0 in die Halbzeit zu gehen – und dann wollten wir Björn Dohrn bringen und er sollte noch einen Konter setzen“, lachte Union-Coach Thorben Reibe – meinte es aber durchaus ernst. Denn seine Elf zeigte sich am Wendelweg unerschrocken, hatte durch einen satten Knaller von Philip Kuschka (2.) und Patrice Meyer, der eine Hereingabe von Morris von Winckelmann nur um wenige Zentimeter verpasste (11.), früh die ersten Chancen. „Wer weiß, wie es gelaufen wäre, wenn Dohrn da gestanden hätte“, so der fachkundige Kommentar eines Zuschauers – und Reibe erklärte die Personalie: „Natürlich hätte ich Björn gerne immer in der Startelf. Aber er ist leider häufig angeschlagen, hatte zuletzt Schmerzen und dadurch eine Trainingsbeteiligung von unter 50%“. Und außerdem gab es da ja noch den Matchplan…

Die Hausherren jedenfalls konnten froh sein, nicht im Rückstand zu liegen. Doch dann kam der Schuhwechsel (40., siehe oben). Maximilian Ahlschwede mit einem seiner vielen traumhaften Bälle in die Spitze, Harnik nimmt die Kugel (mit den neuen Stollen-Schuhen) glänzend mit und trifft eiskalt aus spitzem Winkel zum 1:0 (43.). Selten war die Floskel: „Wie aus dem Nichts“ angebrachter – und TuS-Coach Peter Martens jubelte: „Endlich mal ein Ball in die Tiefe. Vorher haben wir immer nur vor deren Viererkette hin- und hergespielt“.

Nun erging es Union so, wie schon vielen anderen Mannschaft zuvor am Wendelweg. Die individuelle Qualität der Dassendorfer sorgte binnen kürzester Zeit für die (Vor-)Entscheidung. Eine kurz ausgeführte Ecke bringt Rinik Carolus scharf vors Tor, Keeper Knut-Ole Mohr greift daneben und Ahlschwede kann zum 2:0 abstauben (46.). Dachten jedenfalls alle. Doch Referee Florian Schwarze sah ein Foul, das sonst keiner sehen konnte (weil es nicht stattfand). Kein Tor, Freistoß für Union!. „Das ist ein Skandal“, schimpfte Thomas Hoffmann, „schon der dritte Treffer, der uns geklaut wird. Was will er da gesehen haben? Der Torwart greift am Ball vorbei und protestiert nicht mal“. Sogar die Tornescher Ersatzspieler, die in dem Moment an der TuS-Bank vorbeikamen, mussten über die Entscheidung lachen.

Zum Glück hatte dieser schlimme Aussetzer des Schiedsrichters keinen spielentscheidenden Charakter, unerklärlich bleibt die Szene dennoch. Die TuS-Spieler zeigten sich unbeeindruckt: Strömer mit starkem Antritt und dem Zuspiel auf Harnik im richtigen Moment. Der zirkelt den Ball von halblinks zum 2:0 ins lange Eck (51.). „Da kannst Du auch eine Fahnenstange ins Tor stellen“, schimpfte Knottnerus mit dem eigenen Keeper. Machtlos war Mohr aber beim dritten „Stollen“-Treffer: Wieder Strömer mit dem Assist, seine Flanke nimmt Harnik volley und drischt das Leder aus 7 Metern zum 3:0 in die Maschen (75.).

Hoch anzurechnen bleibt den Gästen aber der erkennbare Wille, sich hier nicht unter Wert geschlagen zu geben. „Wir haben zu viele Chancen zugelassen“, erkannte Harnik nach dem Abpfiff und Hoffmann sprach sogar von „einem zu hoch ausgefallenen Sieg“. Union hatte mit dem kurz zuvor eingewechselten Dohrn plötzlich einen echten Unruheherd vorne drin. Der vorher so souveräne Ahlschwede wurde von ihm zwei-, dreimal lässig ausgetanzt – und nach einer schönen Flanke von Knottnerus markierte Dohrn mit einem Kopfballaufsetzer das verdiente 1:3 (79.). Es folgten einige wilde Szenen, immer wieder zischten Bälle durch den TuS-Strafraum. Die „Eisernen“ waren am Drücker! Und wer weiß, ob es nicht sogar noch zu einem Punkt gereicht hätte, wenn Knottnerus mit seinem „geschlenzten Lupfer“ Erfolg gehabt hätte. Doch der etwas zu weit vor seinem Kasten stehende Kalk schraubte seinen Körper artistisch in die Höhe und kam noch irgendwie mit der rechten Hand an den Ball und kratzte ihn aus dem Giebel (89.). Wahnsinn.

Zum Schluss war dann aber wieder Show-Time äh natürlich „Schuh-Time“: Mattia Maggio startet ein Solo und legt quer für seinen Schwager. Harnik nimmt Fahrt auf und trifft aus 15 Metern zum 4:1-Endstand (90.+2). Sein 25. Treffer in dieser Saison und insgesamt sein 63. Tor für die TuS (in 48 Pflichtspielen). Mit oder ohne Nocken…


Stimmen:

Thorben Reibe (Trainer FC Union Tornesch):
Der Sieg für Dassendorf ist verdient. Das ist so. Wenn Du gegen Dassendorf spielst, verlierst Du wahrscheinlich neun von zehnmal. Und einmal hast Du vielleicht eine Chance, aber da muss dann vieles zusammenpassen. Unser Matchplan ging sehr gut auf, aber wenn du hier was holen willst, musst du deine Chancen nutzen und der Gegner muss zwei, drei Dinger liegenlassen. Aber heute war es sozusagen genau andersherum. Wir lassen alles liegen, hatten wohl so viele Chancen, wie kaum ein anderer hier am Wendelweg. Von daher haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht – und dann siehst du auf der anderen Seite diese individuelle Qualität, wo die Dinger einfach sitzen. Das ist heute der Unterschied gewesen. Schade, dass es nicht wenigstens 4:3 ausgegangen ist. Das hätte ein bisschen netter ausgesehen und war auch möglich.

Thomas Hoffmann (Trainer TuS Dassendorf):
Ich denke auch, dass der Sieg über 90 Minuten gesehen verdient ist. Aber 4:1 passt überhaupt nicht zu den Chancen, die Tornesch hatte. In den ersten 40 Minuten war Tornesch auf jeden Fall die bessere Mannschaft und wir hatten glaube ich nicht eine Torchance. Unser 1:0 kam aus dem Nichts – und erst danach waren wir im Spiel drin. Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir endlich angefangen Fußball zu spielen und machen auch das zweite Tor. Dachten wir jedenfalls. Aber der Schiedsrichter pfeift ab, das war ja Wahnsinn. Das kann ich nicht begreifen. Jeder sieht es, nur der Schiedsrichter nicht. Na ja, dann machen wir doch das zweite und dritte Tor – aber dann hatte Tornesch wieder Riesenmöglichkeiten. Hört sich vielleicht ein bisschen blöd an, aber insgesamt keine gute Leistung von uns. Dieses 4:1 täuscht total, das spiegelt nicht den Spielverlauf wieder. Wir müssen uns in den nächsten Spielen deutlich steigern.


Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1949): 4 Spiele, 4 Siege, 0 Remis, 0 Niederlagen, 15:2 Tore

2019/20: 3:0 / 6:0 Oberliga Hamburg
2020/21: 2:1 / --- Oberliga Hamburg
2021/22: --- Oberliga Hamburg
2022/23: 4:1 / --- Oberliga Hamburg


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