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03.12.2022
Die "Maschine" ist zurück - Michel Netzbandt trifft Curslack ins Herz von Andreas Killat




vs.


SV Curslack-Neuengamme – FC Türkiye 0:3 (0:1)

SV Curslack-Neuengamme: L. Giese – Kühn, Bombek, H. Giese, Wilhelm – Rogge, Donkor Marfo (65. Meyer) – Winterfeld (58. Hadj), Brkic (81. Borgmann), El-Nemr – Lechler
FC Türkiye: Braun – Pettersson (83. Weiß), Koras, Okur, Bedrolli (78. Cadilhe Branco) – Türkad, Sarikaya – Bektesi (83. Odabas), Yagmur (78. Kocuk), Karaca – Netzbandt
Tore: 0:1 Bektesi (25.), 0:2/0:3 Netzbandt (48./73.)
Schiedsrichter: Marvin Vogt (SV Börnsen): Lieferte unter den Augen von SR-Beobachter Michael Malbranc eine fehlerfreie Partie ab.
Beste Spieler: Fehlanzeige – Bektesi, Netzbandt, Koras
Zuschauer: 108

„Die Qualität von Michel Netzbandt ist brutal, er ist eine Maschine“, lachte Türkiye-Coach Daniel Sager nach dem Abpfiff: „aber ich wusste gar nicht, dass er auch so gut Freistöße schießen kann. Dabei hat er nach seinem Muskelfaserriss in den letzten drei Wochen nur einmal vernünftig trainiert. Aber der brennt, der will. Da können sich viele eine Scheibe von abschneiden“.

Die Hausherren „wollten“ ebenfalls, hätten nach dem Erfolg von letzter Woche heute bis auf drei Punkte an Hamm United heranrücken können. Doch von der vielfach zitierten „letzten Chance“ wollte Spieler-Trainer Marcello Meyer trotz der Niederlage (noch) nichts wissen. „Ich bin weiter fest vom Klassenerhalt überzeugt“. Die erste Viertelstunde war auch noch recht ordentlich, doch bis auf einen geblockten Schuss von Lechler (6.) und dem Nachschuss von Winterfeld (genau in die Arme von Keeper Braun) wurde es für gut verteidigende Gäste nie wirklich gefährlich. „Ich hätte eine breitere Brust und mehr Feuer auf dem Platz von Curslack erwartet“, sagte Sager später – doch es blieb eine fast körperlos geführte Partie ohne nennenswerte Zweikämpfe und mit nur zwei Gelben Karten auf jeder Seite.

Erst nach knapp einer halben Stunde kamen die Wilhelmsburger erstmals ernsthaft über die Mittellinie – und gingen prompt in Führung! Die bis dahin sehr defensiven Gäste (Sager: „Unser Erfolgsrezept“) schlugen in Person von Rechtsverteidiger Philip Pettersson einen langen Ball nach vorne. Albin Bektesi kommt über die rechte Außenbahn ohne Mühe an Witalij Wilhelm vorbei, zieht in die Box und zimmert die Kugel zum 0:1 ins lange Eck (25.). Konzept aufgegangen! Nun musste Curslack kommen - und in die entstehenden Räume setzte der FCT immer wieder seine schnellen Spitzen Bektesi und Netzbandt in Szene.

Die Vierländer bekamen insbesondere den quirligen Bektesi nie in den Griff und wussten sich meist nur mit einem Foulspiel zu helfen. Zwei dieser Aktionen entschieden schließlich die Partie: Erst stoppte Wilhelm Bektesi (48.), später war es Brkic (73.). Beide Freistöße versenkte Michel Netzbandt perfekt in die Maschen. Wahnsinn! Direkt nach der Pause zauberte der Goalgetter die Kugel aus 20 Metern wunderbar über die Mauer zum 0:2 ins Netz. Besser geht’s nicht, dachte man. Doch weit gefehlt. Den nächsten Freistoß „streichelte“ Netzbandt fast aus dem Stand aus 23 Metern in den rechten Giebel (73.). Da klatschten sogar ein paar Curslacker Fans Beifall…

Zwischendurch hatte auch Curslack durchaus gute Aktionen, „aber heute wollte der Ball nicht ins Tor“, so Meyer. Viele Abschlüsse erfolgten zu zentral, so dass sich Keeper Tobias Braun, der eigentlich krankheitsbedingt gar nicht spielen wollte, aber mangels Ersatz musste, meist gar nicht strecken musste. Fast alle Paraden erfolgten aus dem Stand, häufig sogar mit einer einfachen Fußabwehr. Sinnbildlich für die erfolglosen „Bemühungen“ des SVCN.

Auf der anderen Seite hätte es auch ein Schützenfest geben können. Netzbandt (56.) und Karaca (64.) vergaben Hochkaräter, hinzu kamen unzählige Kontersituationen mit knappen Abseitsentscheidungen. „Wir haben bestimmt sechs-, siebenmal den Ball nicht vernünftig zu Ende gespielt“, so Sager. Den Hausherren blieb somit zwar ein Debakel erspart, aber der erhoffte Schwung aus dem HUFC-Sieg war nur ein laues Lüftchen. Von den abstiegsgefährdeten Teams hat Curslack die meisten Spiele (21) absolviert – und trotzdem sechs bzw. sieben Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Angesichts von bisher nur drei (!) Saisonsiegen (Osdorf, Buchholz, Hamm) fällt es auch ziemlich schwer, an eine Siegesserie nach der Winterpause zu glauben…


Großer Jubel bei den Gästen nach dem Abpfiff. Foto: A. Killat

Stimmen:

Daniel Sager (Trainer FC Türkiye):
Ein verdienter Sieg – und wenn wir unsere vielen Konter besser zu Ende spielen, dann kann es auch noch viel deutlicher werden. Andererseits haben wir hinten auch viel zugelassen, waren in der zweiten Halbzeit manchmal ein bisschen überheblich. Zu Beginn haben wir sehr diszipliniert gearbeitet/verteidigt, da war Curslack dominanter. Allerdings hatte ich mehr Feuer auf dem Platz erwartet. Nach der überragenden Aktion von Albin Bektesi zum 1:0 musste Curslack kommen, danach hatten wir viele Räume. Michel Netzbandt macht es dann überragend, ich wusste gar nicht, dass er auch so gut Freistöße schießen kann (lacht).

Marcello Meyer (Spieler-Trainer SV Curslack-Neuengamme):
Wir wussten, dass Türkiye tief stehen wird, da muss man geduldig bleiben und sich den Gegner zurechtlegen. Wir sind auch ganz gut ins Spiel gekommen, aber es fehlte die letzte Entschlossenheit. Wenn man 6-7x in den Strafraum hinter die Kette kommt, dann muss da einfach mehr bei herauskommen. Und dann kriegst Du einen Konter und liegst 0:1 hinten. Trotzdem haben wir es weiter versucht und hatten in der zweiten Halbzeit sehr viele Chancen. Am Ende hat dann die individuelle Klasse (von Netzbandt) das Spiel entschieden. Jetzt gehst Du mit einem 0:3 in den Samstagabend, sehr bitter. Ich bin aber weiter fest davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt schaffen. Heute wollte der Ball einfach nicht ins Tor.

Statistik:
Punktspielstatistik aus Sicht des Gastgebers (seit Vereinsgründung Türkiye im Jahr 2000): 8 Spiele, 3 Siege, 1 Remis, 4 Niederlagen, 10:12 Tore

2015/16: 0:0 / 1:0 Oberliga Hamburg
2016/17: 1:2 / 1:2 Oberliga Hamburg
2017/18: 5:1 / 1:0 Oberliga Hamburg
2022/23: 0:3 / 1:4 Oberliga Hamburg


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