22.04.2026 Junger Mann zum Mitreisen gesucht! von Redakteur
Stefan Knauß
präsentiert:
vs.
Niendorfer TSV – USC Paloma 5:3 (4:0)
Niendorfer TSV: Graefe – Neumann, Petri, Brückner, Akugue – Le. Meyer (61. Alacorn Stark), Merkle, Kuchenbecker, Lüllemann (87. Cadir) – Dohrn (46. Köse), Casale (61. Alao Fary) USC Paloma: Grundmann – Adjei, Burmeister, Blumauer (46. Albrecht), Spranger– Keßner, Jacobs, Niemann (46. Rust), Blunck (46. Koschorrek) – Lekaj (46. Leptien). Buttler (46. Fane) Tore: 1:0 Lüllemann (24.), 2:0 Merkle (26.), 3:0 Casale (30.), 4:0 Dohrn (45.), 4:1 Fane (48.), 4:2 Adjei (74. FE), 4:3 Keßner (86.), 5:3 Alacorn Stark (89.) Schiedsrichter: Tom Kriebisch (SC Wentorf): Wenig Mühe in einem mitunter etwas nickligem Spiel. Kriebisch ließ großzügig einiges laufen. Konsequent bis zum Ende. Beste Spieler: Neumann, Merkle – Albrecht, Keßner Zuschauer: 110
Herzlich willkommen zur nächsten Achterbahnfahrt am Sachsenweg! Dieses Mal nicht nur emotional sondern auch mit zwei komplett unterschiedlichen Halbzeiten. Erst sah es für Niendorfs Trainer Ali Farhadi nach einem erneuten Kantersieg seiner Jungs aus, wie beim 7:0 bei HT 16. Tatsächlich startete der NTSV mit viel Selbstbewusstsein, sehr energisch und gallig in das Spiel. Paloma begann mit dem Ball gewohnt sicher. Aber zurecht beklagte Trainer Marius Nitsch seine defensive Lethargie. IV Colin Blumauer wusste nur durch verbale Attacken aufzufallen: „Setzt mal endlich eure Sonnenbrillen auf!“ (zum Linienrichter nach einer Entscheidung gegen Paloma). Beide Außenverteidiger bekamen laufend Probleme gegen Leandro Casale, Leon Meyer, Leon Neumann und Co.
Jesse Petri flankte in die Tiefe auf Leon Meyer, der mit seinem Abschluss an Palomas Keeper Tjark Grundmann scheiterte. Famos gehalten. Dann kam die Kugel zu Maurice Lüllemann und der schoss mittig aus rund 17 Metern flach in die untere rechte Ecke (24.). Keinesfalls unhaltbar. Die beiden nächsten Tore folgten im Minutentakt. Joseph Akugue schoss einen Freistoß von links in den Strafraum Der Ball flog weit nach rechts. Aber Leon Meyer stieg hoch und köpfte in die Mitte, wo Lennart Merkle wiederum die Kugel ins Tor köpfte (26.). Den dritten Treffer erzielte „Casale Grande“ aus rund 20 Metern. Der Ball sprang einmal vor ihm auf und er zog ab. Direkt rechts unter die Latte (30.). Danach blieb sogar „Blume“ wortlos. Doch lethargisch ging es weiter und Niendorf besaß viele weitere Chancen. Merkles Kopfbälle nach Ecken von Brückner (37. und 39.). Niendorfs Sportchef „Scholle: „Der wird uns ziemlich fehlen. Ein ganz bitterer Abgang.“ Und Paloma darf sich auf Merkle freuen. Den Schlusspunkt in Hälfte eins setzte Björn Dohrn zum 4:0 (45.). Dohrner kam im Strafraum nach einer Flanke von rechts an den Ball und schloss sehenswert ab. Pause.
Betretene Gesichter auf Seiten des USC und strahlende Mienen auf der anderen Seite. Was macht man als Trainer, wenn man mit vier Toren aus der Halbzeit kommt? Man wechselt fünf neue Spieler ein. Nitsch: „Gefühlt hätte ich alle auswechseln können.“ Sogar Capitano Moritz Niemann blieb in der Kabine. Trotzdem wurde es danach ein komplett anderes Spiel. Nitsch: „Wir wollten uns nicht abschlachten lassen. Das ist nicht Paloma like.“ Paloma war im Spiel. Niendorf nicht richtig draußen, aber agierte plötzlich lethargisch. Nach Flanke von Jan Paul Koschorrek köpfte Mohamed Fane zum 1:4 ein (48.). Danach setzte Niendorf zum Looping in der Achterbahnfahrt an. Ein grandioser Spielzug nach vorne auf Merkle. Der legte quer vor dem Tor auf Lüllemann. Aber Grundmann hielt überragend. Das war ein kleiner Knackpunkt. Denn jetzt spielte nur noch Paloma und ließ den NTSV hinter dem Ball her laufen. Nick Leptien traf die Latte (64.). Fane schoss frei am Tor vorbei (67.). Dann foulte Akugue Koschorrek im Strafraum. Das ließ sich Quincy Adjei nicht entgehen. Elfmeter verwandelt (74.). Es wurde immer spannender. Hektischer. Mit viel Körperkontakt. Zweikämpfe mit Palomas Fabian Jacobs sind grundsätzlich schmerzhaft. Der langt zu. Nicht grundsätzlich unfair aber hart.Das bekamen Lars Kuchenbecker und Arda Köse heute mehrfach zu spüren. Jacobs traf Köse als der Ball weg war ziemlich heftig am Schienbein (65.). Schiedsrichter Tom Kriebisch beließ es bei einer gelben Karte. Da wünschten sich die Niendorfer mehr.
Paloma blieb am Drücker. Lennart Keßner köpfte nach Freistoß Albrecht ins kurze Eck zum Anschlusstreffer (86.). Da war Paloma dem Ausgleich nahe, um wenig später den entscheidenden fünften Gegentreffer zu schlucken. Niendorf konterte. Neumanns Diagonalball erreichte Enrique Alacorn Stark halblinks. Der machte den hohen Ball sehr gut fest, legte ihn sich vor und schoss von halbrechts ins kurze Eck zum 5:3 (89.). Auch nicht ganz unhaltbar.
Am Ende jubelte Niendorf über drei Punkte gegen den Abstieg. Freitag wartet Süderelbe zur nächsten Achterbahnfahrt.
Stimmen:
Marius Nitsch (Trainer USC Paloma): Das war vor allem defensiv super lethargisch erste Halbzeit. Mit dem Ball war es noch okay, aber wie wir verteidigt haben, gar nicht präsent in der Luft, gar nicht am Mann, das war indiskutabel, das geht nicht, das hat nichts mit Oberliga zu tun. Wir waren gar nicht dran, haben nicht markiert. Das haben wir zweite Halbzeit besser gemacht. Da waren wir aber auch viel emotionaler und viel mutiger nach vorne. Gefühlt kann es da am Ende 7:7 ausgehen. Wir hatten gerade in der zweiten Halbzeit eine Vielzahl von Torchancen. Ich glaube, wenn man das über 90 Minuten sieht, hatten wir vielleicht noch mehr Torchancen als Niendorf und kriegen dann aber ein billiges 5:3. Erste Halbzeit katastrophal und zweite Halbzeit haben die Jungs ihren Mann gestanden.
Ali Farhadi (Trainer Niendorfer TSV): Ein bisschen haben wir das schon erwartet. Wir mussten in der Halbzeit Björn Dohrn runter nehmen und man merkt schon, was Dohrner da vorne rackert. Aber trotzdem darf dann so etwas in der zweiten Halbzeit nicht passieren. Nach dem 4:1 hätten wir gleich das 5:1 mit Lülle machen können, dann glaube ich, dass Paloma nicht mehr zurück kommt. Aber dann haben wir Paloma stark gemacht. Eine Mannschaft wie Paloma kriegst du nicht so einfach erledigt. Selbst mit vier Toren Vorsprung nicht. Ich glaube unterm Strich ist der Sieg verdient für uns. Wir waren galliger. Paloma war in der ersten Halbzeit lethargisch und ich war grundsätzlich verwundert über deren Leistung. Aber am Ende freue ich mich. Wir haben gewonnen. Das war wichtig!
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