02.08.2026 Spitzenreiter! Spitzenreiter! Hey! Hey! von Redakteur
Stefan Knauß
präsentiert:
vs.
Niendorfer TSV – HT 16 4:1 (1:1)
Niendorfer TSV: Quack – Petri, Krüger (46. Le. Meyer), Spieckermann, Altuntas – Neumann, Huneke (66. Ayene), Kuchenbecker, Brückner (66. Okawa) – Casale (77. Ahmadi), de los Santos (86. Li. Meyer) HT 16: Schmidt –Freude (79. Büyüksakarya), Fousseni (64. Toksöz), Boateng, Keskin (79. Nkansah) – Lam, N. Gerber – Schlas, Güzel (64. Begsade), Bandoh – Pekin (88.Adu) Tore: 1:0 Brückner (10., FE), 1:1 N. Gerber (25.), 2:1 Neumann (48.), 3:1 Altuntas (74.), 4:1 de los Santos (79.) Schiedsrichter: Marvin Vogt (SV Börnsen): Läuferisch sehr stark. Blieb seiner Linie treu bis zum Schluss. Und stand dennoch von Beginn an in der Kritik der HT 16 Bank. Beste Spieler: Spieckermann, Petri, de los Santos – Lam Zuschauer: 125
„15.30 Uhr Bundesligazeit ist wie 14.00 Uhr Sachsenweg!“scherzte ein erneut gut aufgelegter Niendorfer Trainer Ali Farhadi nach dem Abpfiff. Zurecht! Zeigten seine Jungs mit ganz einfachen Mitteln, wie man einen spielstarken Gegner auskontert. Mit dem Anpfiff ging die Post ab. Ein langer Ball auf Leandro de los Santos und der spielte einen ganz feinen Pass in den Strafraum, den sein Sturmpartner Leandro Casale mitnahm. Er zog aus kurzer Distanz ab und verfehlte das linke obere Eck ganz knapp (1.). Ein erster Warnschuss. HT 16 schüttelte sich kurz. Hielt dagegen. In einer Anfangsphase mit vielen intensiven Laufduellen und Zweikämpfen. Elyesa Pekin lief auf Niendorfs Keeper Julian Quack zu, wurde leicht touchiert und lief weiter (5.). Kein Strafstoß! Das war ein weiterer Aufreger für die Bank von HT16 und den sympathischen als auch emotionalen Trainer Erdinc Örün. Er war mit sehr vielen Entscheidungen nicht einverstanden. Diese waren jedoch zu keinem Zeitpunkt im Spiel entscheidend. Dagegen waren die Fehler seiner Defensive sehr wohl entscheidend.
Erneut schickte de los Santos Partner Casale auf die Reise. Torwart Justyn Schmidt ging mit den Händen voran zum Ball. Casale fädelte dankbar ein und ging zu Boden (9.). Strafstoß! Schreien und fallen mit Berührung reicht. Daniel „Bohne“ Brückner versenkte humorlos zur Führung (10.). Den kann man so geben. Schmidt protestierte auch überhaupt nicht. Im Gegensatz zu seiner Bank. Niendorf stellte sich gewohnt tief. Überließ HT 16 den Ball. Und die Jungs von Örün versuchten alles. Setzten das Niendorfer Tor unter Druck. Quack faustete eine Ecke weg. Dann faustete er eine Flanke weg. Der Ball fiel irgendwie Nico Gerber vor die Füße. Aus 14 Metern von halblinks zog er ab und die Kugel flog abgefälscht an Quack vorbei zum 1:1-Ausgleich ins Tor (24.). Glücklich, aber keinesfalls unverdient. HT16 spielte. Niendorf kämpfte. Besaß kurz vor der Pause durch Fynn Huneke eine große Chance, als er nach einer Ecke von „Bohne“ frei zum Kopfball kam (40.). Geblockt in letzter Sekunde. Unentschieden ging es in die Pause.
„Danach haben wir umgestellt und es lief!“, laut „Happy“ Ali. Kann man wohl sagen. HT 16 war mehr mit Beschwerden als Spielen beschäftigt. Tatsächlich erhielten die Spieler vier gelbe Karten in der ersten Hälfte. Und Niendorf blieb verschont. Das sind Tatsachenentscheidungen, die nicht zu beanstanden sind. Und wo Gelasssenheit bei allem Verständnis besser täte. Ein falscher Einwurf? Der Spieler stand im Feld und nicht hinter der Linie. Kann man pfeifen. Aber man wünscht sich natürlich, dass dann immer darauf geachtet wird. Farhadi wechselte Leon Meyer ein. „Magnum“ Meyer passte in die Spitze auf Leon Neumann. „Neumi“ konnte Burak Keskin ganz einfach verladen. Und tunnelte Schmidt mit links (47.). Einrahmen für Freundin Nele! So oft kommt das Tor nicht wieder vor.
Altmeister Deran Tksöz kam frisch aus dem Urlaub zu seinem ersten Einsatz. Örün: „Damit er sich mal wieder daran gewöhnt. Als Familienvater darf er natürlich zwei Wochen Urlaub machen. Das ist doch ganz klar.“ Die HT 16 Familie war urlaubsbedingt getrennt. Kerim Carolus erst am Freitag aus dem Urlaub zurück. Wo Präsidente Amo Sahin und Manager Gökhan Iscan noch verweilen. Gönnen wir ihnen total. Wenn denn alle wieder an Bord sind, hat die Mannschaft ein ganz anderes Gesicht. Toksöz spielte klug und wuselig wie immer. Aber konnte das Blatt auch nicht mehr wenden. Er schoss einen genialen Diago auf Scheil Begsade und der flankte in die Mitte auf Keskin (65.). Daneben. Genauso wie in der 73. Minute, als Begsade erneut auf Keskin passte und der über das Tor bombte.
Niendorfs Neuzugang Alpay Altuntas warf von der linken Seite auf Höhe des Strafraums ein. HT16 blockte den Ball. Altuntas war nach seinem Einwurf einfach mal hinterhergelaufen. Nahm den Ball direkt. Traf aus 20 Metern halblinks direkt in die Kiste (75.). Schönes Tor! Wenig später schoss Pascal „Hasso“ Ayene einen Freistoß von der Mittellinie in den Strafraum de los Santos schraubte sich hoch und köpfte zum 4:1 ein (79.). Das war die Entscheidung am Sachsenweg. Aufregung gab es nur noch beim Versuch einer Einwechselung, weil sich der SRA nicht sicher war, wieviele Spieler HT16 eingewechselt hatte. Es waren vier Spieler. Fünf sind erlaubt. Aber der SRA hatte sich fünf Spieler notiert. Menschlich so ein Fehler! Kann passieren und ist sicherlich doof. Aber keinesfalls so spielentscheidend, wie die Fehler in der HT16-Defensive. Und das sah Örün auch so. Großartig!
Stimmen:
Erdinc Örün (Trainer HT 16): Ich muss mich ein bisschen zusammenreißen. Ich bin gerade etwas emotional. Man will nicht auf dem Schiedsrichter rumhacken, aber immer sind fifty fifty Entscheidungen gegen uns entschieden. Der Elfmeter ganz klarer Kontakt, den der Stürmer sucht. Wenn man selber ein bisschen gespielt hat, dann weiß man, dass der Stürmer den Kontakt sucht. Klar darf der Keeper da nicht so ungestüm hin gehen. Aber der Stürmer sucht den Kontakt. Er läuft in ihn rein. Da muss man ein bisschen Fingerspitzengefühl haben. Aber das sind so Kleinigkeiten. Auch danach. Dann müssen wir uns darauf konzentrieren, wie oft wir gewechselt haben. Dann lass uns doch den Fehler machen, wenn es so sein sollte. Rein fußballerisch heute. Was Niendorf heute gespielt hat, war ja kein Fußball. Bei allem Respekt. Aber es hat gelangt. Fertig! Wenn wir so leicht zu verteidigende Gegentore erhalten, dann kann man nicht sagen, dass sie nicht verdient gewonnen haben. Das Verteidigen war heute wieder sehr negativ. Sonst, ja, wir haben auch ein paar Chancen gehabt. Aber auch so. Die waren sehr passiv heute. Wir müssen mehr Chancen daraus machen. Das hat mir nicht gefallen.
Ali Farhadi (Trainer Niendorfer TSV): Ich glaube, die ersten zehn Spieltage guckt eh keiner drauf, wer, wo, was macht.Aber wir sind froh über diesen Start. Über dieses Spiel und die Entwicklung, die wir gemacht haben. Der Beginn war heute sehr sehr abenteuerlich. Bohne hat heute zuerst hinter den Spitzen gespielt. Das hat heute auch phasenweise gut geklappt. Aber wir waren nicht direkt da, wo wir bei HEBC waren. Das war heute für beide Mannschaften schwer mit der Sonne. Wir haben uns da etwas schwerer getan. Wir haben es dann in der Halbzeit umgestellt. Und dann muss ich sagen, Wahnsinn! Das war echt gut, was die Jungs da jetzt machen.Die nehmen immer mehr an, was wir hier machen wollen. Wir können nicht in jeder Disziplin Gold holen. Wir werden uns die eine aussuchen, da werden wir uns definitiv Gold holen. Nach zwei Spieltagen ist es schon mal gut. Das ist teilweise schon überraschend.
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