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26.11.2017
Condor verteidigt nur eine Hälfte lang "lustvoll" von Andreas Killat


präsentiert:


vs.


SC Condor – FC Teutonia 05 1:6 (1:0)

SC Condor: Kleinschmidt – Mellmann, Niederstadt, Daudert – Theis, Klammer, Iscan, Künkel – Martens, Bulut (62. Jozic) – Kossowski
FC Teutonia 05: Oest – Gutmann, Kafetzakis, S. Atug (84. Eybächer), G. Cholevas (34. Friebe) – Suntic, Saglam – Sulejmani, Arifi, Dieterich (46. Winkel) – Boock
Tore: 1:0 Mellmann (30.), 1:1/1:2 Gutmann (50./63.), 1:3/1:4 Sulejmani (66./77.), 1:5 Arifi (87.), 1:6 Sulejmani (89.)
Schiedsrichter: Philip Roedig (Altona 93): Beim letzten Mal warf er Woike schon nach 28 Minuten runter ( http://www.hafo.de/news/fullnews.php?id=6107) und auch diesmal schien er nur auf eine ähnliche Gelegenheit gewartet zu haben. Die Ermahnung wegen Verlassens der Coachingzone (50cm!) war jedenfalls mehr als lächerlich (zumal Titze häufig mehrere Meter „ungestraft“ außerhalb stand). In seinem letzten OL-Spiel (er geht beruflich nach Gifhorn) häufig neben der Spur.
Beste Spieler: Keiner – Winkel, Sulejmani, Gutmann
Zuschauer: 96

Nach langer Zeit mal wieder ein Sonntagvormittag-Spiel am Berner Heerweg, für das sich Heim-Trainer Christian Woike eine defensive 3-4-2-1 Taktik zurechtgelegt hatte. Dieser Plan ging eine Halbzeit lang prima auf („Weil wir lustvoll verteidigt haben“, so Woike). Aber ein Spiel dauert eben 90 Minuten, wie nicht nur einst Sepp Herberger, sondern auch Sören Titze wusste: „Es ist diese Saison offensichtlich, dass wir oft erst in der zweiten Halbzeit unsere Tore machen. Weil wir geduldig sind und von der Bank immer noch Qualität nachlegen können“.

Diese Qualität trug heute vor allem den Namen Stefan Winkel, mit dessen Einwechslung sich die Partie zu Gunsten der Gäste drehte. Schon in der ersten Hälfte spielte Teutonia über weite Strecken sehr gefällig nach vorne, kam gegen tief stehende Condoraner aber oft mit dem letzten Pass nicht durch. Chancen waren aber trotzdem da. Nach einem sensationellen Außenrist-Pass von Veli Sulejmani über 40 Meter genau in den Lauf von Vincent Boock, der heute den „beruflich verhinderten“ Aytac Erman als Stürmer vertrat, konnte Keeper Sascha Kleinschmidt nur mit entschlossenem Herauslaufen den in ihn hineinrutschenden Boock aufhalten (2.). Weitere „Halbchancen“ durch Sulejmani’s Distanzschüsse verfehlten das Gehäuse (9./13./42.) und auch Nick Gutmann konnte die freie Schussbahn aus 15 Metern nicht zum eigentlich überfälligen 1:0 für die Gäste nutzen (20.).

Wesentlich effektiver zeigten sich da die Raubvögel. Nachdem André Kossowski von der Strafraumgrenze zunächst noch um wenige Zentimeter vorbei zielte (18.), gelang gleich mit der zweiten nennenswerten Szene die Führung: Nach einem Freistoß von Gökhan Iscan zog Kevin Mellmann aus 30 Metern Entfernung einfach mal ab: Drin (30.)! Aber was für ein dicker Patzer von Keeper Mirko Oest, dem (etwas zu weit vor seinem Kasten stehend) die Kugel sprichwörtlich durch die Finger flutschte.

Aber dann kam Winkel. Und mit ihm eine ganz andere Teutonen-Elf aus der Kabine. Angetrieben vom Ex-Condoraner brannten die Kreuzkirchler ein wahres Feuerwerk ab. T05-Coach Titze: „Stefan Winkel hat heute wirklich eine tolle Partie gemacht, das muss man neidlos anerkennen. Er ist viel gelaufen, hat die Bälle scharf vors Tor gebracht und nicht einen Fehlpass gespielt. Wenn er das jede Woche bringt, werden wir noch viel Freude mit ihm haben“.

Die in der ersten Hälfte noch so aufmerksame SCC-Abwehr wurde direkt kalt erwischt: Nach einem Abstoß (!) von Oest landete das Leder bei Gutmann, der im 20-Meter-Dribbling die halbe Raubvogel-Truppe austanzte und schließlich satt in den Giebel zum Ausgleich traf (50.). „Wie die Pussys“, kommentierte Jannick Martens das Abwehrverhalten seiner Kollegen wenig charmant. Und es sollte noch schlimmer kommen. Viel schlimmer.

Binnen weniger Sekunden (150 um genau zu sein) war die Partie nämlich entschieden: Erst traf erneut Gutmann (nach feinem Doppelpass mit Arifi), allerdings aus sehr spitzem Winkel. Da hätte Kleinschmidt die kurze Ecke zumachen müssen (63.). Dann sah der ehemalige „Spieler des Jahres“ (2014) sogar noch schlechter aus, als er sich einen harmlosen „Kullerball“ von Sulejmani aus 25 Metern quasi selbst zum 1:3 ins Netz legte (66.). „Diese Art von Gegentoren ist bezeichnend“, so Woike, der ergänzte: „Wir sind momentan nicht in der Lage, uns von solchen Rückschlägen zu erholen“.

In der Tat ging bei den Gastgebern nun gar nichts mehr. Hatte man direkt nach dem 1:1 noch selbst zwei kleine Gelegenheiten zur erneuten Führung durch Martens (51.) und Theis (56.), so spielte nun nur noch Teutonia. Futsaler Winkel mit einer perfekten Hereingabe von der linken Seite auf Sulejmani, der aus acht Metern keine Mühe hatte, zum 1:4 zu vollenden (77.). Knapp zehn Minuten später eine fast identische Szene: Wieder Winkel von links, wieder Sulejmani (aus fünf Metern) mit einer Direktabnahme, doch diesmal war Kleinschmidt zur Stelle (86.). Die Freude über diese Glanztat hielt sich jedoch verständlicherweise in Grenzen, zumal es weiter hinter ihm einschlug. Erneut entpuppte sich die rechte Abwehrseite als Schwachstelle bei den Gastgebern, diesmal durfte Suntic (von Daudert mehr oder minder ungehindert) auf den zweiten Pfosten flanken, wo Arifi die Kugel aus einem Meter über die Linie drückte (87.).

Und Teutonia weiter im Vorwärtsgang. André Friebe mit einer herrlichen Hereingabe (natürlich von links!) in den Strafraum, wo ausgerechnet der „kleine“ Sulejmani artistisch mit einem Flugkopfball in den Giebel das halbe Dutzend vollmacht (89.). Was für eine starke Vorstellung der Titze-Elf im zweiten Durchgang. „Mit Platz 2 stehen wir glänzend da“, so das einstige Buchholzer Urgestein. Jetzt sind es „nur noch“ 13 Punkte auf Dassendorf…

Ganz anders die Situation bei den Raubvögeln, die sich nach Jahren im gesicherten oder oberen Mittelfeld (u.a. die Plätze 10,7,11,6,5,7,4 in den letzten Spielzeiten) erstmals mit dem Abstiegskampf konfrontiert sehen. Woike: „Uns war klar, dass es wegen der vielen Veränderungen im Kader eine schwere Saison wird. Dass es jetzt so gekommen ist mit nur 17 Punkten hat viele Gründe. Mal war es Pech, mal fehlende Qualität, ein paar unglückliche Entscheidungen gegen uns, kein Spielglück in 50:50-Partien, viele Verletzte und dazu sind negative Dinge außerhalb des Platzes passiert (Anmerkung der Redaktion: wie z.B. der Tod des Betreuers Michael Vogt), die definitiv Spuren bei uns hinterlassen haben. Wir alle sind mit der Ist-Situation nicht zufrieden und arbeiten eifrig an Verbesserungen. In der Rückrunde müssen wir zulegen“.

Stimmen:

Sören Titze (Trainer FC Teutonia 05):
Wir hatten erwartet, dass Condor tief stehen wird und wir wenig Räume bekommen. Es ist uns aber ganz gut gelungen, über die Außen zu Chancen zu gelangen und wir hatten das Spiel eigentlich im Griff. Aber wie das dann oft so läuft: Der Gegner macht nach einem Torwartfehler aus dem Nichts das 1:0. Aber da muss ich meiner Mannschaft ganz großen Respekt zollen: Wir haben uns davon nicht aus der Bahn werfen lassen und weiter Druck gemacht. Uns war klar, wenn wir das Tempo hochhalten, werden wir zu Chancen kommen. Als Trainer wünscht man sich natürlich so eine zweite Halbzeit. Die drei schnellen Tore haben Condor den KO verpasst, danach lief das Spiel für uns. Meine Mannschaft hat nicht nur ein paar Minuten gezaubert, sondern immer weiter Fahrt aufgenommen. Wir hatten richtig Bock, nach vorne zu spielen und haben fast jede Torchance genutzt.

Christian Woike (Trainer SC Condor):
In der ersten Halbzeit haben wir das wirklich gut gemacht. Da haben wir das starke Flügelspiel von Teutonia gut unterbinden können. Da hatten wir eine gute Körpersprache und Lust aufs Verteidigen. Bis auf einen Schuss von Gutmann haben wir nichts zugelassen und hatten dann mal das Glück, was uns zuletzt oft gefehlt hat und gehen mit einem Glücksschuss in Führung. In der Pause haben wir angesprochen, dass Teutonia sicher ganz anders aus der Kabine kommen wird. Diese Euphorie wurde befeuert durch den schnellen Ausgleich und die weiteren Treffer, die ja alle kurios gefallen sind. Das erste Tor fällt nach einem Abstoß, das zweite geht ins kurze Eck und das dritte nach einem Torwartfehler. Wir sind momentan nicht in der Lage, uns von solchen Rückschlägen zu erholen. Gegen eine fußballerisch deutlich bessere Mannschaft hatten wir da keine Mittel mehr. Sechs Gegentore in einer Halbzeit sind natürlich viel. Da haben wir nicht mehr so lustvoll wie zu Beginn verteidigt, dem Gegner Räume angeboten und uns auf 1:1-Duelle eingelassen. Für uns gilt es nun, wieder aufzustehen und uns für die beiden wichtigen Spiele vor der Winterpause gegen Türkiye und Pinneberg auf unsere Stärken aus der heutigen ersten Halbzeit zu besinnen.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1957): 2 Spiele: 0 Siege, 0 Remis, 2 Niederlagen, 2:8 Tore

2017/18: 1:6 / 1:2 Oberliga Hamburg


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