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02.04.2018
Bravo NTSV: Jetzt gewinnen die sogar klassische Remisspiele! von Andreas Killat

Dieses Heimspiel des
Niendorfer TSV
wird präsentiert von
Marcus Scholz


von Jan Schubert


vs.


Niendorfer TSV – HSV Barmbek-Uhlenhorst 3:2 (1:1)

Niendorfer TSV: Kindler – Benn, Krüger, Huneke, Agdan – Karow, Tafese (68. Ehrenberg) – Afsin, Hartwig (61. Ercetin), Meyer (78. Jeong) – Kutschke
HSV Barmbek-Uhlenhorst: Plendiskis – Clausen, Ide, Lux – Schluchtmann, Stoppel, Oguz (72. Odabas), Bajraktaraj (46. Müller-Leitloff) – Labiadh, Korczanowski, Lipke (85. Ribeau)
Tore: 1:0 Hartwig (3.), 1:1 Korczanowski (30.), 1:2 Müller-Leitloff (71.), 2:2/3:2 Afsin (77./88.)
Schiedsrichter: Murat Yilmaz (FC Türkiye): Eine „Na-ja-Pfeiferei“: Nervte mit vielen kleinen Fehlentscheidungen beide Seiten, ohne jedoch Gravierendes falsch zu machen.
Beste Spieler: Afsin, Tafese, Benn – Müller-Leitloff, Korczanowski, Oguz
Zuschauer: 171

Offiziell ist Ali Farhadi „erst“ seit dem 06.11.2014 Coach in Niendorf, aber bereits ab Mitte August 2014 hatte sich Frank Hüllmann aus beruflich/familiären Gründen zurückgezogen, so dass Farhadi am 31.08.2014 seine Heimspielpremiere als verantwortlicher (Interims-)Trainer mit einem 3:1-Erfolg gegen BU feierte ( http://www.hafo.de/news/fullnews.php?id=5451). In den beiden folgenden Jahren gab es dann allerdings jeweils Heimniederlagen gegen die Barmbeker (siehe „Statistik“ am Ende des Berichtes). Das sollte sich angesichts des Megalaufs der Sachsenwegler (2018 noch unbesiegt) heute natürlich ändern – doch bis eine Viertelstunde vor Schluss schien sich die Geschichte zu wiederholen. Aber seit dieser Spielzeit weht ein neuer Wind durchs Niendorfer Gehege.

Ausdruck des neuen Selbstbewusstseins: Wir springen hinein in den obligatorischen Kreis des NTSV nach dem 3:2-Erfolg gegen BU und horchen: „Ihr seid total zurecht Tabellenzweiter“, lobt Coach Ali Farhadi seine Gefolgschaft und spitzt sie gleich weiter an vor dem vermeintlichen Saisonhöhepunkt, der unmittelbar bevorsteht: dem Pokal-Viertelfinale am Donnerstag gegen Regionalligist Altona 93: „Nach so einem Spiel lecken sich alle die Finger – und ihr habt es vor euch!“ Und nicht allein das.

Was ist da nur passiert am Sachsenweg? Nun: Der derzeitige Erfolg war, so könnten es Schlauköpfe behaupten, ja irgendwann zu erwarten. Die Fußballabteilung der Nord-Hamburger gibt einiges her: Top-Nachwuchsarbeit, Top-Unterbau der Oberliga-Mannschaft, prima Trainingsbedingungen, dazu Kontinuität auf der Trainerposition und auch im Funktionärsumfeld. Dennoch vermuteten nicht wenige, es könnte in dieser Serie für die Farhadi-Kicker sogar gegen den Abstieg gehen – doch stattdessen gewinnt das Team sogar klassische Remisspiele. So wie vorliegenden Fall. Einer, der das derzeitige Leistungsvermögen des „Oberliga-Runner-Ups“ kompetent beurteilen kann, ist gewiss Frank Pieper-von Valtier, Trainer der Gäste aus Barmbek. Die in den Jahren 2015 und 2016 ähnlich hoch und effektiv wie aktuell Niendorf flogen, je einmal Vizemeister und Pokalsieger wurden. „Es muss in einer Saison viel zusammenpassen. Du brauchst in jedem Fall eine gute bis normale Chancenverwertung“, sagt der zum Saisonende scheidende Pieper-von-Valtier.

Beispiel gefällig? Magnus Hartwig kann für die Heimelf nach einem langen Einwurf aus der Nahdistanz gleich den ersten Hochkaräter der Partie nutzen (3.). Niendorfs Nummer 26 ist anfangs der Auffälligste auf dem Platz, sein Kopfball verfehlt das BU-Gehäuse nur hauchzart (14.). Endlich beenden dann auch die Gäste ihre Passivität, die erste von einigen guten Nico Schluchtmann-Flanken trifft Janis Korczanowski, der aber das Tor nicht (15.).

Weil das aber einigermaßen erfolgsversprechend aussah, versucht das Auswärtskollektiv genau diese Kombination abermals: Wieder flankt Schluchtmann brauchbar, und beim dritten oder vierten Nachgestocher hat Korczanowski nicht nur Fynn Huneke, Marcel Kindler und Adam Benn auf den Hosenboden gesetzt, sondern auch eingenetzt – 1:1 (30.). BU steigerte sich plötzlich minütlich, muss aber noch die Doppelchance von Hartwig und Ante-Akira Kutschke (40.) überstehen, um vor dem Wechsel eine tolle Umschaltbewegung mit dem Abschluss von Qendrim Bajraktaraj (41.) und ein etwas zu zentrales 24-Meter-Freistoßgeschoss durch Ilias Ide (44.) zu setzen.

Die Führung kommt dann etwas, aber nicht komplett überraschend, als Niklas Müller-Leitloff per Linksschuss vom Strafraumeck Keeper Kindler keine Chance lässt (71.).

Altona im Kopf, BU aber noch vor den Füßen: Die tollste Erkenntnis für Coach Farhadi und seine fußballerischen Freunde ist, dass auch die zweite Garnitur funktioniert, die Elite ein paar Körner sparen kann und trotzdem gewonnen wird: „Wenn unser zweiter Anzug nicht passen würde, dann hätten wir ja bei der Kaderplanung etwas falsch gemacht“, kommentiert der Übungsleiter.

Vorzeitig werden Leon Meyer, Tevin Tafese und zuerst Hartwig (Farhadi: „Wenn Maggi müde und maulig wird, dann kann er auch zur Gefahr für sich selbst werden“) rausgenommen, das Spiel dennoch umgebogen. Spätestens nach dem Rückstand reißt Ersatz-Regisseur Mustafa Ercetin vieles an sich, bedient Adam Benn, dessen Flanke den Kopf von Ilyas Afsin trifft – eher das Gegenteil des hünenhaften Stoßstürmers, aber in dem Falle vogelfrei im Fünf-Meter-Raum unterwegs und zum Ausgleich erfolgreich (77.).

„Klär ärgert mich, dass wir überhaupt nicht in diesen Kopfball-Zweikampf gekommen sind, aber wir müssen es schon vorher besser verteidigen“, schimpft Pieper-von-Valtier. Das mit dem gescheiteren Verteidigen dürfte „FPV“ mindestens noch zweimal gedacht haben: Zunächst bei Ercetins 70-Meter-Energienanfall von Strafraum zu Strafraum, den Ante-Akira Kutschke ungenau abschließt (80.). Und dann natürlich beim Siegtreffer, als ein weiterer Niendorfer Joker sticht: Hunu Jeong flankt wieder von rechts auf den hereinlaufenden Afsin – beinahe ein Ebenbild des 2:2, nun aber das siegbringende 3:2 (88.).


Spiel gedreht, Riesenjubel bei den Niendorfern nach dem Abpfiff. Foto: Florian Baumgart

Ärgern mit Frank: „Das ist eben der Unterschied zwischen den Tabellenplätzen 1 bis 5 und dem Zehnten: Wir spielen ja genug Chancen heraus, aber die Mannschaften über uns verwerten sie auch. Das Spiel dürfen wir trotzdem nicht verlieren.“

Erstaunliches zum Schluss und überhaupt nicht unrealistisch: Den Niendorfern könnte innerhalb einer Spielzeit tatsächlich das gelingen, was der besiegte Gegner nacheinander in 14/15 und 15/16 erreichte: Vizemeister und Pokalsieger. Weiterer Beweis der neuen Herrlichkeit beim NTSV.

Statistik:
Punktspielstatistik aus Sicht des Gastgebers (seit 1946): 32 Spiele, 15 Siege, 6 Remis, 11 Niederlagen, 56:50 Tore.

1948/49: 3:1 / 0:2 A-Klasse Staffel 3 (= Bezirksliga)
1949/50: 1:8 / 0:4 Kreisklasse Nord (= Bezirksliga)
1963/64: 2:4 / 1:3 Kreisklasse 2 (HSV Barmbek-Uhlenhorst Amateure)
1985/86: 0:3 / 1:1 Bezirksliga Nord
2005/06: 1:1 / 0:0 Verbandsliga Hamburg
2006/07: 1:0 / 2:0 Hamburg-Liga
2007/08: 1:0 / 1:2 Hamburg-Liga
2008/09: 1:1 / 1:1 Oberliga Hamburg
2009/10: 4:0 / 2:0 Oberliga Hamburg
2010/11: 6:1 / 4:1 Oberliga Hamburg
2012/13: 0:2 / 3:2 Oberliga Hamburg
2013/14: 3:0 / 2:1 Oberliga Hamburg
2014/15: 3:1 / 2:3 Oberliga Hamburg
2015/16: 0:1 / 1:1 Oberliga Hamburg
2016/17: 3:4 / 3:0 Oberliga Hamburg
2017/18: 3:2 / 1:0 Oberliga Hamburg

Historie:
2004 war für beide Klubs ein gutes (Meister-)Jahr: Die Niendorfer wurden mit einem Punkt Vorsprung vor dem FC St. Georg Horn Meister in der Landesliga Hansa (73 vs. 72) und schafften erstmals den Aufstieg in Hamburgs höchste Amateurliga, wo sie nun schon im 14. Jahr durchgehend kicken.

Und auch der HSV Barmbek-Uhlenhorst feierte 2004 - eine Liga höher - einen Titelgewinn: Verbandsliga-Meister mit 69 Punkten ( http://www.hafo.de/tabellenarchiv.php?file=vblhh0304.l98&action=table). Lohn war der Aufstieg in die neu geschaffene Oberliga Nord auf (vorher getrennte Staffeln mit OL HH/SH und OL NDS). Kurios: Das erste und das letzte Spiel bestritt BU damals jeweils gegen den SV Meppen (2:3, 0:1).

20 Jahre zuvor, im George Orwell-Jahr 1984, standen die Niendorfer ligamäßig erstmals über den Barmbekern. Denn während der NTSV in der Bezirksliga West als Vizemeister hinter dem SC Pinneberg den Aufstieg in die Landesliga feierte, musste BU als Tabellenletzter der Landesliga Hansa den bitteren Gang in die Bezirksliga antreten (nach dem dritten Abstieg binnen kürzester Zeit: von der Amateur-Oberliga Nord 1981, Verbandsliga 1982, Landesliga 1984).


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