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13.05.2018
Condor auf "Woike 7" - man soll aufhören, wenn es am Höchsten ist von Andreas Killat


präsentiert:


vs.


SC Condor – VfL Pinneberg 7:1 (3:1)

SC Condor: Kleinschmidt (84. Lund) – Lohner (74. Bulut), Körner, Niederstadt, Daudert – Klammer, Theis – Blunck, Iscan, Özalp (46. Martens) – Flores
VfL Pinneberg: Albracht – Zaman, Müller, Ellerbrock, Knottnerus – Ivanko (56. Koyro), Dora – Borck, Schlumbohm (56. Albry) – Kaetow, Amoah (66. Uitz)
Tore: 1:0 Theis (20.), 2:0 Niederstadt (24.), 2:1 Borck (28.), 3:1 Daudert (44.), 4:1 Martens (52.), 5:1 Iscan (55.), 6:1 Flores (59.), 7:1 Martens (66.)
Schiedsrichter: Torben Kunde (SCALA): Bis auf den nicht gegebenen Eflmeter (Albry an Daudert, 88.) ein geruhsamer Vormittag für den Referee.
Beste Spieler: Klammer, Iscan, Theis, Lohner – Keiner
Zuschauer: 120

Nein, an den VfL Pinneberg hat Condors scheidender Coach Christian „Crille“ Woike wirklich nicht die besten Erinnerungen. Das liegt zum einen an der äußerst mageren Bilanz unter seiner Regie ab der Saison 2013/14 (1-4-4, siehe „Statistik“ am Ende des Berichtes), aber vor allem an das vorzeitige Karriereende als Spieler im August 2007. Denn nach einem Kreuzbandriss in der 90. (!) Minute im Spiel gegen Pinneberg ( http://www.hafo.de/news/fullnews.php?id=2657) ackerte der bullige Stürmer zwar wie verrückt an (s)einem Comeback, doch nach 21 Monaten (!) Zwangspause reichte es nur noch für einen Kurzeinsatz gegen seinen Ex-Klub USC Paloma ( http://www.hafo.de/news/fullnews.php?id=3574), danach war Schluss.

Doch heute im letzten Heimspiel als SCC-Trainer sollte alles anders werden. „Mir wäre es sehr wichtig, wenn wir durch einen Sieg den Klassenerhalt zu 100% festmachen, so dass wir den Tag auch genießen können“, hatte Woike im Vorfeld der Partie im „Abschieds-Interview“ gesagt ( http://www.hafo.de/news/fullnews.php?id=6237). „Das wäre ein versöhnlicher Abschied für ein echtes Katastrophenjahr und mir würde echt ein Stein vom Herzen fallen“. Auftrag ausgeführt, kann man da nur sagen! Denn heute „brannte“ das gesamt Condor-Team darauf, seinem Chef (und acht Spieler-Abgängen) einen würdigen Abschied zu bereiten.

„Das muss der höchste Heimsieg in 27 Jahren Oberliga sein“, waren sich nach dem Schlusspfiff alle anwesenden altehrwürdigen Condor-Granden (u.a. Meik Ehlert, Matthias Bub, Kai Koch) sicher. Doch das Archiv sagt: In der Saison 1994/95 gab es sogar mal ein 10:0 gegen den Horner TV (und noch ein 8:0 gegen Komet Blankenese), außerdem im Meisterjahr 1996 ein 7:0 gegen BW 96 Schenefeld. Doch auch so war der heutige Tag etwas ganz besonderes. Neben vielen (acht) Spielerverabschiedungen sagten nämlich auch Betreuer Reiner Kernbach, Manager Marco Krausz, Physiotherapeutin Kimberly Campbell (feierte heute außerdem ihren 24. Geburtstag) und natürlich Christian Woike „goodbye“.


Christian Woike und Olufemi Smith in Siegerlaune. Foto: André Matz

Da wollten die Pinneberger offensichtlich nette Gäste sein – und leisteten nur sehr bedingt Gegenwehr. Die Raubvögel freuten sich (vor allem in der zweiten Hälfte) über so viel Räume und so wenig Zweikämpfe. Insbesondere Gökhan Iscan blühte nochmal richtig auf – und bleibt den Gastgebern ja auch im kommenden Jahr treu. Das erlösende 1:0 fiel aber noch ohne Beteiligung der Nummer 28: Cassian Klammer mit einem feinen Zuspiel durch die Schnittstelle genau in den Lauf des durchgestarteten Mike Theis, der ein Missverständnis des herausgeeilten Keepers Lucas Albracht (rief laut hörbar: „Torwart“) und Innenverteidiger Arend Müller ausnutzen und den Ball an beiden vorbei aus 16 Metern ins leere Tor spitzeln konnte (20.). Die nächsten beiden Treffer gingen dann aber auf das Konto von Iscan. Erst schlenzte er einen Freistoß aus dem rechten Halbfeld gefühlvoll auf den zweiten Pfosten, wo Ken Niederstadt mit Tempo von hinten angerauscht kam und sehenswert per Kopf zum 2:0 traf (24.), und danach war es eine Iscan-Ecke, die von Theis verlängert und wieder per Kopf (diesmal durch Till Daudert) zum 3:1 führte (44.). Zwischendurch hätte der künftige „Alte Herren“-Kicker Carlos Flores sein Trefferkonto kräftig aufbessern können, versemmelte jedoch insgesamt fünf (!) dicke Chancen (10./27./34./36./39.). Fast schon tragisch! Aber es gab ja noch eine zweite Halbzeit...


Carlos Flores (r.) ließ viele Chancen liegen. Foto: André Matz

Und Pinneberg? Machte mit seiner einzigen ernsthaften Aktion nach vorne immerhin den zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer, als Müller gegen die viel zu weit aufgerückte SCC-Abwehr einen herrlichen Ball in den freien Raum spielte und Alexander Borck fast von der Mittellinie alleine aufs Gehäuse zusteuern und sicher verwandeln konnte (28.). Aber ansonsten grenzte der sehr lustlose Auftritt schon verdächtig an Arbeitsverweigerung, so dass Coach Thorben Reibe kurz vor dem Halbzeitpfiff laut schreiend (!) der Kragen platzte: „Hört auf mit dem Schiedsrichter zu diskutieren, das war kein Abseits. Ihr labert nur rum und spielt scheisse“.

Da wusste Reibe aber noch nicht, dass es eher noch schlimmer werden würde… Denn im zweiten Durchgang schraubten die Gäste ihr „Engagement“ nochmal deutlich herunter, gingen nun gar keinem verlorenen Ball mehr hinterher. So hatte Condor wirklich leichtes Spiel. Eine tolle Kombination über Flores, Blunck und Iscan findet beim gerade eingewechselten Jannick Martens ihr Ziel, der aus 12 Metern flach links unten zum 4:1 trifft (52.).


Brachte viel Schwung und erzielte zwei Tore: Jannick Martens wie immer äußerst dynamisch. Foto: André Matz

Direkt danach hätte Samuel Amoah sogar noch einmal verkürzen können, scheiterte aber freistehend an Keeper Sascha Kleinschmidt, der nach 10 Jahren (!) den Verein verlässt und zum Nachbarn Bramfelder SV wechselt. Großer Applaus für den ehemaligen „Spieler des Jahres“, als er wenige Minuten vor dem Ende ausgewechselt wurde.

Nach dieser Heldentat spielte sich Condor in einen Rausch und hätte ohne Übertreibung locker zehn, elf oder auch zwölf Tore erzielen können. Zum Glück für die Schleswig-Holsteiner wurden es aber „nur noch“ drei: Erst scheitert Blunck zwar an Albracht, doch den Abpraller legt Martens für Iscan auf, der seine starke Vorstellung mit dem 5:1 krönt (55.). Nur vier Minuten später belohnte sich dann auch endlich Flores für seinen Aufwand und vollendet nach toller Vorarbeit von Geburtstagskind Thomas Lohner („Der Hans-Peter Briegel vom Berner Heerweg“, so Woike) zum 6:1 (59.).

Den Schlusspunkt setzte Martens, der aus drei Metern zum 7:1 abstauben konnte (Albracht hatte einen Schuss von Flores nach vorne abprallen lassen). In der restlichen Spielzeit von immerhin noch 25 Minuten drückten die vielen anwesenden Journalisten die Daumen, dass kein Treffer mehr fallen möge, um die geplante Überschrift („Woike 7“) nicht zu gefährden. Das klappte allerdings nur deshalb, weil die weitere Chancenverwertung hanebüchen war. Allein Flores (81./86.) und Martens (69./82.) hätten locker ein zweistelliges Ergebnis herausschießen können.

Doch auch so schmeckte das Siegerbier (auch für die eingeladenen Journalisten, die von Woike zudem als Dankeschön „Merci“-Schokolade geschenkt bekamen) nach der Pressekonferenz ganz vorzüglich. Dazu gab es lecker Bratwurst (von „Oberkörperfrei“-Grillmaster Kris Laban). Ein perfekter Tag für Crille & Co., der zum Abschluss sehr emotionale Worte fand: "Ich verabschiede mich vom SC Condor. Von einem Lebensinhalt, wo ich Freunde fürs Leben gefunden habe. Ich konnte hier als Spieler und Trainer wachsen und gedeihen. Das kann mir keiner mehr nehmen, diese Dinge sind viel wertvoller als Pokale und Medaillen".

Stimmen:

Thorben Reibe (Trainer VfL Pinneberg):
Glückwunsch an Condor zum Klassenerhalt, alles andere wäre über die gesamte Saison gesehen auch nicht gerecht gewesen. Heute muss ich mich bei Türkiye entschuldigen, unser Auftritt war eine Katastrophe. Ein Spiel so herzuschenken, das gehört sich nicht. Aber so richtig sauer auf meine Mannschaft kann ich auch nicht sein. Wir haben sehr harte Wochen hinter uns, da ist so ein Spannungsabfall wahrscheinlich normal. Man hat gemerkt, dass es für Condor noch um etwas ging – und für uns nicht. Nach den drei Toren zur Halbzeit fehlte bei dieser Hitze die Bereitschaft, noch dagegen zu arbeiten. Da haben wir es Condor sehr einfach gemacht. Auch in der Höhe ein verdienter Sieg. Auch wenn ich heute natürlich ein bisschen sauer bin: Trotzdem Kompliment an meine Truppe für die tolle Rückrunde.

Christian Woike (Trainer SC Condor):
Ob verdient oder nicht – der Klassenerhalt war zumindest notwendig und wir haben den „Worst Case“ vermieden. Ich bin sehr froh, dass wir das absolute Minimalziel erreicht haben. Heute hat man gesehen, dass wir so ein bisschen Qualität haben. Wenn man uns lässt, dann können wir auch spielen. Spätestens nach dem vierten Treffer kam richtig Spielfreude bei uns auf. Da haben wir uns den Frust der letzten Wochen von der Seele geschossen. Aber natürlich hat Pinneberg auch nicht mit der letzten Konsequenz agiert. Trotzdem haben wir mal wieder nur jede dritte Torchance verwertet, wie schon die ganze Saison. Ein sehr erfreuliches Ergebnis und ein guter Heimabschluss für uns. Nun gehen wir gutgelaunt in den Nachmittag.

Statistik:
Gesamt-Punktspielstatistik aus Sicht des Gastgebers (seit 1957): 32 Spiele: 8 Siege, 9 Remis, 15 Niederlagen, 44:63 Tore

1983/84: 2:7 / 0:3 Verbandsliga Hamburg
1991/92: 1:4 / 1:0 Verbandsliga Hamburg
1992/93: 0:3 / 1:1 Verbandsliga Hamburg
1993/94: 2:2 / 0:2 Verbandsliga Hamburg
1996/97: 0:0 / 1:1 Oberliga HH/SH
2004/05: 0:2 / 2:4 Verbandsliga Hamburg
2005/06: 3:1 / 0:3 Verbandsliga Hamburg
2006/07: 4:2 / 0:1 Hamburg-Liga
2007/08: 0:2 / 3:1 Hamburg-Liga
2011/12: 2:1 / 2:1 Oberliga Hamburg
2012/13: 0:1 / 1:1 Oberliga Hamburg
2013/14: 2:2 / 2:3 Oberliga Hamburg
2014/15: 0:0 / 2:5 Oberliga Hamburg
2015/16: 2:2 / 1:1 Oberliga Hamburg
2016/17: 1:0 / 1:4 Oberliga Hamburg
2017/18: 7:1 / 1:2 Oberliga Hamburg


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