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16.08.2019
Die Joker knacken die 9er-Kette von Andreas Killat




vs.


TuS Dassendorf – FC Union Tornesch 3:0 (0:0)

TuS Dassendorf: Gruhne – Lenz, Aust, Tanovic – Dittrich (72. Hinze), Strömer, Nogovic (61. Kurczynski), R. Carolus – Möller, Nägele (79. von Walsleben-Schied) – Maggio
FC Union Tornesch: Baese – Knottnerus, Moritz, Zimmermann, Ellerbrock, Tiedemann (79. Aufgebauer) – Kuschka, Swennosen, Dora, Badermann (56. Beckmann) – Dohrn (73. Pracht)
Tore: 1:0 Kurczynski (63.), 2:0 Dittrich (71.), 3:0 von Walsleben-Schied (81.)
Schiedsrichter: Sebastian Born (SV Bergstedt): Keine Beanstandungen! Brachte die Partie sauber und gut über die Bühne (auch wenn die Gastgeber immer wieder mal Zeitspiel monierten).
Beste Spieler: Möller, Nogovic, Dittrich – Baese, Ellerbrock
Zuschauer: 103

Vom „größten Tag der Vereinsgeschichte“ letzten Samstag in Zwickau gegen Dynamo Dresden zur Pflichtspielpremiere gegen den Aufsteiger FC Union Tornesch – das muss man erstmal hinbekommen. „Die Mutter aller mentalen Aufgaben“, nannte es TuS-Sportchef Jan Schönteich, „für die Spieler, wie auch für das Trainer-Team und alle anderen Offiziellen“. Letztes Jahr gelang dies mit einem 2:0-Sieg gegen den TSV Buchholz 08 ( http://www.hafo.de/news/fullnews.php?id=6270), nachdem man in der Woche zuvor im DFB-Pokal gegen den MSV Duisburg angetreten war. „Zurück in den Alltag“, nennt es Jean-Pierre Richter, „für die Meisterschaft werden wir alle Kräfte bündeln. Wir haben jetzt eine ganz wichtige Phase der Saison vor uns. Nach solchen Highlights neigt man zur Zufriedenheit und es kommt zum Spannungsabfall. Das gilt es zu verhindern“.

Diese Sorgen waren heute jedoch unbegründet. Vom Anpfiff weg dominierte die TuS das Geschehen und kam gefühlt auf 80% Ballbesitz (Schönteich: „Ich komme auf 102%“). Nach dem Abpfiff herrschte fast so etwas wie „Aufatmen in Tornesch“ – denn so titelte die BILD bereits am Montag ( https://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg-aktuell/aufatmen-in-tornesch-ausgebuexte-tigerpython-wieder-zuhause-63891092.bild.html). Dabei ging es um eine entwichene Tigerpython, die symbolisch auch für das heutige Spiel herhalten kann, denn die Dassendorfer hatten Union fest im „Würgegriff“.

Fast wie beim Handball bildeten die Gäste um den eigenen Strafraum herum eine 9er-Kette (5-4-1) und warfen sich in jeden Ball. Lange Zeit bissen sich die Hausherren die Zähne daran aus, an Chancen jedoch mangelte es keinesfalls. Es war halt nur immer ein Bein, Fuß, Brust oder ein anderes Körperteil im Weg. Ohne zu übertreiben kommt der Redakteur dieser Zeilen auf handgezählte 20 Schussversuche Richtung Tornescher Gehäuse und zusätzlich jeweils 10 Flanken von links (Rinik Carolus) und rechts (Maxi Dittrich) – und zwar allein in der ersten Halbzeit!

Doch fast alle hohen Bälle wurden von der Union-Abwehr souverän heraus geschädelt. Und wenn endlich mal kein „Blauer“ im Weg stand, dann versagten die Nerven. Erst zielte Sven Möller vorbei (3.), dann köpfte Mattia Maggio freistehend aus sechs Metern drüber (5.) und auch der emsige Aleksandar Nogovic verfehlte das Ziel aus der Drehung (30.). Ball paradox: Die TuS musste – bei aller drückenden Überlegenheit – am Ende der ersten Hälfte sogar noch froh sein, mit 0:0 in die Kabine zu gehen. Denn nach einem leichtsinnigen Ballverlust von Keeper Christian Gruhne an der Außenlinie außerhalb des Strafraums hatte Fabian Knottnerus fast von der Eckfahne die dicke Chance zum 0:1 (18.). Doch während Giovane Elber vor 20 Jahren eine fast identische Szene zum Tor des Jahres 1999 nutzte ( https://www.youtube.com/watch?v=fRVXE7e4gig), verfehlte Knottnerus das Gehäuse um wenige Zentimeter. Die beiden haben eben doch „nur“ die Rückennummer (9) gemeinsam…

Der zweite Durchgang knüpfte nahtlos an das bisher Gesehene an: Flanke Möller, Kopfball Amando Aust – drüber (46.). Nägele aus 16 Metern – knapp vorbei (48.). Freistoß Möller aus 18 Metern – Zentimeter am Giebel vorbei (56.). Es war zum Verzweifeln – jedenfalls aus Sicht der Hausherren, während Tornesch dem Punktgewinn immer näher kam. Bis TuS-Coach „Jonny“ Richter nach gut einer Stunde das erste Mal wechselte. „Pokalheld“ Kristof Kurczynski („Die 93. Minute gegen Norderstedt werde ich nie vergessen“) betrat den Rasen (61.), sondierte kurz die Lage – und köpfte dann eine „geschaufelte“ Hereingabe von Len Aike Strömer zum 1:0 unter die Latte (63.). Joker rein, 9er-Kette geknackt! „Es ist ja das Tolle, dass wir wirklich viele gute Fußballer haben. Nicht nur die Startelf, sondern auch auf der Ersatzbank“, so Richter.

Nun „entriegelte“ Tornesch ein wenig sein Abwehrbollwerk – und so standen Flügelstürmer Maxi Dittrich endlich nicht mehr drei Mann auf den Füßen. Nach einem Zuckerpass von Möller zog „MD11“ von rechts – fast ein bisschen wir Arjen Robben - in die Box und knallte die Kugel mit links in den Giebel (71.). Ein Traumtor!

Und weil man auf einem Bein so schlecht stehen kann, folgte gleich auch noch Traumtor Nummer Zwei. Wieder Möller mit einem Sahne-Pass aus dem Mittelfeld in die Spitze auf „Joker“ Marcel von Walsleben-Schied (wie „Kuczy“ bei seinem Treffer gerade erst 100 Sekunden auf dem Feld). „Schiedi“ nahm das Zuspiel mehr oder minder direkt aus dem Lauf volley und überlupfte Keeper Norman Baese aus 25 Metern zum 3:0 (81.). Wahnsinn! Donnernder Applaus und großer Jubel auf der Tribüne. So einen Treffer sieht man wirklich nicht alle Tage. „Die Mentalität der Jungs ist wirklich beeindruckend“, lobte Richter sein Team nach dem Abpfiff, „gerade Möller mit zwei Vorlagen und vielen aktiven Grätschen. Aber auch viele andere haben sich in den Dienst der Mannschaft gestellt“.

Stimmen:

Thorben Reibe (Trainer FC Union Tornesch):
Man hat glaube ich gesehen, wie wir spielen wollten. Tief stehen und mit neun Mann hinten drin. Uns war klar, dass wir hier nicht mitspielen können und wollen. Dieser Matchplan ist auch relativ lange aufgegangen. Wir hatten aber auch selbst drei, vier gefährliche Situationen, wo wir ein Tor machen können. Sehr ärgerlich, dass Fabian (Knottnerus, 18.) das leere Tor nicht trifft. Nach gut einer Stunde kriegen wir dann das Gegentor, danach wurde es natürlich noch schwerer für uns. Wir haben dann etwas aufgemacht und bekommen prompt zwei „Kontersituationen“, da war dann einfach zu viel Platz für Dassendorf. Die Niederlage müssen wir so hinnehmen, ich bin gar nicht so unzufrieden. Wir konnten lange und gut das 0:0 verteidigen. Am Ende aber ein verdienter Sieg für Dassendorf.

Jean-Pierre Richter (Trainer TuS Dassendorf):
Das Spiel war heute sozusagen "auf links gedreht": Wir waren heute Dresden und Tornesch war Dassendorf - jedenfalls vom Ballbesitz her. Die Mannschaft hat es aber verstanden, wie wir uns präsentieren und die Spiele angehen wollen. Wir waren über die gesamte Spielzeit sehr engagiert, eng am Matchplan und haben viele Lösungsansätze gefunden. Nach dem Ballverlust von Gruhne hatte Tornesch allerdings eine gute Möglichkeit (18.). Aber ansonsten standen wir teilweise schon mit zu vielen Männern vorne am gegnerischen Strafraum, die Räume wurden dadurch sehr eng. Wir haben immer wieder Flanken geschlagen, hätten es aber mehr spielerisch lösen müssen. In der zweiten Halbzeit sind wir über die Physis immer besser ins Spiel gekommen. Ich habe der Mannschaft eben auch schon gesagt, dass ich sehr zufrieden war, wie wir es zu Ende gespielt haben.

Statistik:
Gesamt-Punktspiel-Bilanz aus Sicht des Gastgebers (seit 1949): 1 Spiel, 1 Sieg, 0 Remis, 0 Niederlagen, 3:0 Tore

2019/20: 3:0 / --- Oberliga Hamburg (5. Liga)


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