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 Schiedsrichter

Autor Thema: Schiedsrichter  (Gelesen 454411 mal)

eilbek-andi

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Re: Schiedsrichter
« Antwort #1050 am: 15. November 2022, 17:55:37 »

https://www.fussifreunde.de/artikel/der-bittere-beigeschmack-und-das-gefuehl-dass-wir-um-einen-sieg-betrogen-wurden-bleibt/

Die "Standardsätze" gibt es wie immer vorneweg:

"Natürlich sind wir glücklich, dass wir heutzutage Schiedsrichter haben, die diesen Job als Hobby ausüben. Wir benötigen sogar Nachwuchs, dies ist mir bewusst und das möchte ich hier auch nochmal betonen"

"...daher gehöre ich zu den Personen, die sich hinter die Entscheidungen der Schiedsrichter stellen, auch wenn diese nicht immer nachvollziehbar sind"

und dann kommt das ABER:

"Ich bin nicht nur wütend, sondern auch sehr enttäuscht...aufgrund diverser sehr fragwürdiger Entscheidungen gegen HT waren das Publikum und einige Spieler aufgebracht und haben auch ihren Unmut deutlich gemacht...neben seinen offensichtlichen Fehlentscheidungen vor aller Augen...die Neutralität bei der Bewertung einiger Situationen hat schlicht gefehlt... der bittere Beigeschmack und das Gefühl, dass wir um einen Sieg betrogen wurden, bleibt..."

So sieht das also aus, wenn man es total toll findet, dass es Schiedsrichter gibt und man ja auch "immer" hinter deren Entscheidungen steht...

P.S.: Es geht übrigens um eine (!) Gelb-Rote Karte in der 65. Minute. Und um ein "provokantes" Lächeln des Assistenten Richtung Publikum. SKANDAL.... :-X :P
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Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (Jean-Paul Sartre).

eilbek-andi

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Re: Schiedsrichter
« Antwort #1051 am: 06. Dezember 2022, 15:53:54 »

Zum Thema "Respekt":

Zitat
„Ich glaube, wir haben heute 22 Mann auf dem Platz gesehen, die Spaß gemacht haben - und drei Vollidioten, die nicht verstanden haben, was ihr Handwerk ist"...

Cordi-Trainer Stefan Gehrke nach dem 1:3 gegen Dassendorf.

https://www.fussifreunde.de/artikel/harnik-netzt-nicht-fuenf-oder-sechsfach-aber-per-fallrueckzieher-cordi-coach-gehrke-schaeumt-vor-wut/
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Elster

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Re: Schiedsrichter
« Antwort #1052 am: 06. Dezember 2022, 18:39:39 »

Ich habe das Spiel nicht gesehen und kann mir kein Urteil über eventuelle Fehlentscheidungen bilden.
Solch eine Aussage als Trainer geht aber überhaupt nicht!
Cordi war mir früher einfach sympatischer.
« Letzte Änderung: 06. Dezember 2022, 18:49:42 von Elster »
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eilbek-andi

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Re: Schiedsrichter
« Antwort #1053 am: 04. Januar 2023, 20:43:21 »

Herzlichen Glückwunsch: Benjamin Stello hat beim HFV-Quiz einen neuen „Schlitten“ gewonnen…
« Letzte Änderung: 04. Januar 2023, 20:44:17 von eilbek-andi »
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eilbek-andi

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Re: Schiedsrichter
« Antwort #1054 am: 10. Januar 2023, 14:52:50 »

Umstrukturierung im HFV-Schiedsrichter-Bereich: BSA Walddörfer wird in den BSA Nord integriert

Nach den Neuwahlen in den Bezirks-Schiedsrichterausschüssen (BSA) des HFV im Februar 2023 wird es nur noch sieben anstatt der bisherigen acht BSA geben. Alle Vereine des BSA Walddörfer werden in den BSA Nord integriert, so, wie es bis 1960 schon einmal der Fall war, als alle Vereine einem Bezirk angehörten. 

Die Umorganisation erfolgt u.a. aus Effizienzgründen und könnte als erster Schritt bei der Modernisierung der Strukturen im Hamburger Schiedsrichterwesen dienen. Vorweggegangen waren Gespräche mit den Verantwortlichen der beiden BSA und den beteiligten Vereinen. 
Der Vorsitzende des Verbands-Schiedsrichterausschusses, Christian Soltow erklärte: „Erst einmal möchte ich mich bei allen Ehrenamtlichen, die sich bisher im BSA Walddörfer unter der Leitung von Andreas Schallwig engagiert haben, ganz herzlich für die geleistete Arbeit bedanken. Ich bin sehr erfreut darüber, dass der Schritt der Zusammenlegung der beiden Bezirke im Konsens aller Beteiligten abgelaufen ist und alle die Bereitschaft erklärt haben, im neuen BSA Nord aktiv und mit Leidenschaft für die Schiedsrichterei weiter mitzuarbeiten!“

Mit Vorfreude auf die herausfordernde Arbeit äußerte sich auch Alexander Teuscher, derzeit Obmann im BSA Nord: „Ich freue mich sehr darauf, die Aufgabe der Wiedervereinigung nach 62 Jahren übernehmen zu können. Wir wollen nun den Fokus darauflegen, schnellstmöglich eine geschlossene Gemeinschaft zu werden. Ich bin überzeugt, dabei sowohl auf die aktuellen Vereine als auch auf die Vereine aus Walddörfer, die ich sehr offen und engagiert kennengelernt habe, zählen zu können."
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eilbek-andi

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Re: Schiedsrichter
« Antwort #1055 am: 03. März 2023, 13:34:10 »

Historische Wahl in den Schiedsrichter-Bezirken des HFV - Erstmals eine Obfrau im BSA – erstmals seit 1960 nur sieben Bezirke

Die Neuwahlen in den sieben Bezirks-Schiedsrichterausschüssen des HFV sind gelaufen. Das Präsidium des HFV hat in seiner Sitzung am 2. März 2023 die Gewählten berufen.

Es gab zwei Besonderheiten. Zum einen ist mit Stephanie Nehls das erste Mal in der Geschichte seit der Neugründung des HFV 1947 eine Frau an die Spitze eines Bezirks-Schiedsrichterausschusses gewählt worden. Dafür ganz herzlichen Glückwunsch!
Und zum zweiten ist die Zahl der Bezirke wieder auf sieben zurück gegangen. Das gab es zuletzt 1960. Da wurde der BSA Walddörfer als achter Bezirk gegründet. Nun wurde aus dem BSA Nord und dem BSA Walddörfer wieder ein Bezirk gemacht unter dem Namen BSA Nord.
Kurzer Rückblick: Bis 1960 gab es sieben BSA: Bergedorf, Harburg, Nord, Ost, Pinneberg, Unterelbe und West. Ab 1960 acht BSA mit dem neuen BSA Walddörfer zusätzlich. Ab 1983 neun Bezirke, da zusätzlich zum BSA West der BSA Mitte kam. Ab 1991 wurde dann aus Mitte und West der BSA Alster und es waren wieder acht BSA.

BSA Alster (Wahl 28.02.2023):
Obmann: Benjamin Stello (SC Egenbüttel)
Beisitzende: André Becker (GW Eimsbüttel), Luca Jürgensen (Eintracht Norderstedt), Kevin Klüver (Eintracht Norderstedt); Kooptiert junges Ehrenamt: Ben Henry Uhrig (SC Egenbüttel)

BSA Bergedorf (Wahl 14.02.2023):
Obmann: Günther Adermann (TuS Dassendorf)
Beisitzende: Dennis Krohn (TSV Reinbek), Jarno Wienefeld (VfL Lohbrügge), Jana Teipelke (SV Curslack-Neuengamme) (neu für Max Beyer); Kooptiert junges Ehrenamt (neu): Tom Kriebisch (SC Wentorf)

BSA Harburg (Wahl 28.02.2023):
Obmann: André Heinrich (FSV Harburg-Rönneburg)
Beisitzende: Lasse Holst (FC Türkiye), Marko Neuwirth (FSV Harburg-Rönneburg), Dennis Zwalinna (Harburger Turnerbund); Kooptiert junges Ehrenamt: Sören Wilhelm (GW Harburg)

BSA Nord (Wahl 21.02.2023):
Obmann: Alexander Teuscher (SC Eilbek)
Beisitzende: Christian Lüders (TSV Wandsetal), Sven Reinhart (SC Eilbek), Jouri Savitchev (HSV Barmbek-Uhlenhorst); Kooptiert junges Ehrenamt: Pascal Miklis (HSV Barmbek-Uhlenhorst); Kooptiert Integration BSA Nord und Walddörfer: Zubeir Ahmadi (SC Poppenbüttel)

BSA Ost (Wahl 21.02.2023)
Obfrau: Stephanie Nehls (Horner TV) (neu für Marco Heppner)
Beisitzende: Daniel Burmester (TSV Glinde), Chris Lasse Däbritz (TuS Hamburg) (neu für Stephanie Nehls), Björn Lassen (Barsbüttler SV) (neu für Jonathan Spindler)

BSA Pinneberg (Wahl 14.02.2023):
Obmann: Michael Wischer (SV Rugenbergen) (neu für Michael Zibull)
Beisitzende: Timo Rehder (Heidgrabener SV) (neu für Michael Wischer), Julius Steinhorst (SV Halstenbek-Rellingen), Andreas Voß (VfL Pinneberg); Kooptiert junges Ehrenamt (neu): Robert Waigant (Kickers Hastenbek)

BSA Unterelbe (Wahl 21.02.2023):
Obmann: Björn Struckmann (FC St. Pauli)
Beisitzende: Miguel Fidalgo (BSV 19) (neu für Ina Butzlaff), Jaqueline Herrmann (TuS Osdorf), John-David Ladiges (FC St. Pauli) (neu für Rasmus Renner)
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eilbek-andi

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Re: Schiedsrichter
« Antwort #1056 am: 19. April 2023, 14:03:49 »

5. LOTTO-Talk des Hamburger Fußball-Verbandes: „Dieser Weg wird kein leichter sein“ – Schiedsrichter quo vadis?

Warum wollen viele Unparteiische einerseits gar nicht mehr auflaufen und weshalb ist die Schiedsrichterei andererseits so ein toller Sport? Wo liegen die Probleme und wo liegen die Lösungen? Das Thema „Schiedsrichter“ stand im DFB-Jahr der Schiris im Mittelpunkt beim „5. LOTTO-Talk“ im Hotel „Le Meridien“. Die Gastgeber des Abends: Birgit Hasselbusch (Sportkommentatorin, Buchautorin) und Carsten Byernetzki (Pressesprecher Hamburger Fußball-Verband). Die illustre Gästeliste: Lutz-Michael Fröhlich (Geschäftsführer Sport und Kommunikation der DFB-Schiri GmbH), Susann Kunkel (Ex Frauen-Bundesliga-Schiedsrichterin, SR-Ausschuss Schleswig-Holstein), Dennis Krohn (Bezirks-Schiedsrichter-Ausschuss Bergedorf und SR-Obmann TSV Reinbek) sowie Patrick Ittrich (Hamburger Bundesliga-Schiedsrichter).

„Egal was ist, ich bekomme eh immer Prügel“, sagte Hamburgs Top-Schiri Patrick Ittrich einst in einem „ZEIT“-Interview. Und dennoch: „Die Schiedsrichterei hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin. Das ist ein so hohes Gut. Wir müssen anfangen, dieses tolle Hobby ausschließlich positiv nach draußen zu vermitteln – denn die Ansprechpartner sind da draußen“, so der für den MSV Hamburg pfeifende Referee, der seit 2003 DFB-Schiedsrichter ist. Da Fußball der größte Sport sei, müsse man „die Illusion lassen, dass es keine Pöbeleien mehr geben wird. Die wird es immer geben. Es geht nur, indem man Möglichkeiten schafft, diese einzudämmen.“

„Es stärkt unglaublich das Selbstbewusstsein“

Als Unparteiischer gehe es schon damit los, „dass man Entscheidungen trifft. Das macht kaum ein junger Mensch in seiner Freizeit. Es stärkt unglaublich das Selbstbewusstsein“, weiß Dennis Krohn, wovon er spricht. „Man hat ein Strahlen im Gesicht, wenn man sein erstes Spiel beendet hat. Das ist ein großartiges Gefühl und erzeugt bei mir Gänsehaut.“ Doch in den letzten Jahren sei „der Respekt untereinander, dass wir miteinander agieren“, ein Stück weit verloren gegangen. „Wir gehen unserem Hobby genauso ernsthaft nach. Da wünsche mir, dass man uns so auch behandelt – als Teil des Sports.“

„Ich bin nicht daran interessiert, dass es im Amateurfußball knallt“

In die gleiche Kerbe springt Ittrich, der es auch auf Profi-Ebene als „verpflichtend“ ansieht, „dass man weiß, was es heißt, Schiedsrichter zu sein, so dass der Respekt vor dem Amt wieder hergestellt wird“ und die „Gleichgültigkeit“ abhandenkommt. Mit Transparenz und Offenheit müsse man dafür sorgen, „den Job attraktiver zu machen. Wir müssen gucken, dass wir wieder zur Praxis kommen. Das geht nur mit Elan von allen Seiten. Wir reden immer viel zu viel, aber wir machen nicht.“ Man habe „die Verpflichtung, Vorbilder für den Fußball zu sein“, aber sobald das (Flut-)Licht angeht, würden sämtliche Vorhänge fallen. „Ich kann Emotionen verstehen, aber nicht, wenn sie respektlos werden.“ Denn: „Natürlich wird das in den untersten Ligen nachgeahmt. Und ich bin daran interessiert, dass es im Amateurfußball nicht knallt“, betont Ittrich.

Auch aus diesem Grund ist Krohn so wichtig, dass man ausnahmslos „positiv über die Schiedsrichterei spricht“, die „positiven Aspekte noch publiker macht“ und da „auch die Vereine mit reinnimmt. Denn davon lebt der Fußball.“ Um selbst den Weg als Referee einzuschlagen, sei es „sehr wichtig, dass man eine Sportverbundenheit und Affinität zum Fußball sowie Lust hat, sich zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen“, sagt der ehemalige FIFA-Schiri Lutz Michael Fröhlich. Was das Schiedsrichterwesen einem dann geben kann, verdeutlicht die einstige Frauen-Bundesliga-Schiedsrichtern Susann Kunkel: „Ich habe mit Leidenschaft Fußball gespielt, musste aber zwangsläufig aufgrund einer Knieverletzung aufhören. Ich wusste gar nicht, was auf mich zukommt, habe aber eine Gemeinschaft kennengelernt, die einzigartig ist. Für mich dazu noch Charakter-bildend. Mich hat die Schiedsrichterei so weiterentwickelt, dass ich das nur weiterempfehlen und der Jugend näherbringen kann.“

Video-Assistent: Fluch oder Segen?

Trotz Video-Assistent oder auch unklarer Handspiel-Regelung. Zu beiden Themengebieten hat Ittrich eine klare Meinung und Haltung. Durch den VAR sei der Fußball „gerechter geworden, aber nicht subjektiv für den Fußball-Fan“. Der Unparteiische solle „die Hoheit auf dem Platz haben“, was in der Vergangenheit auch so war. „Wenn uns da bei der Entscheidungsfindung diese fünf Prozent gefehlt haben, hat das Bauchgefühl uns diese gegeben. Und es war in den meisten Fällen richtig. Oder der Assistent hat diese entscheidenden fünf zu 100 Prozent gemacht. Der Video-Assistent sorgt dafür, dass wir mehr über die Schiedsrichter diskutieren.“ Der „Kölner Keller“ – Fluch oder Segen? „Natürlich wird es immer Ausreißer geben. Aber Fußball ist ein Ermessenssport. Das heißt: Emotionen, Fankultur und Ermessen machen den Fußball zu dem, was er ist. Wenn wir das nicht akzeptieren, das Fehler gemacht werden, weil wir Menschen sind, dann ist einem nicht mehr zu helfen.“

Fröhlich dazu: „Wir reden vielleicht über zehn Situationen. Vorher waren es über 150 Situationen. Wo kommen diese negativen Meinungen denn her? Von Clubs, die aus der Betroffenheit Kritik üben. Wenn ein Club davon profitiert, ist das eine super Einrichtung. Wenn nicht, wird er verflucht“, outete sich der Geschäftsführer Sport und Kommunikation der DFB-Schiri GmbH als „Traditionalist“. Denn das sei „der besondere Reiz der Schiedsrichterei“.

„Das Ermessen des Schiedsrichters wird nicht akzeptiert“

Gleiches gilt für die Entscheidung: Handspiel – ja oder nein? „Das ist eine Auslegungssache. Es ist nicht immer nur Schwarz und Weiß. Stehe ich nur zwei Meter weiter rechts, entscheidet man anders. Aber das Ermessen des Schiedsrichters wird nicht akzeptiert. Das ist das, was mich wirklich stört“, kritisiert ein auskunftsfreudiger Ittrich. Während Fröhlich befindet: „Man macht immer wieder eine neue Baustelle auf. So auch beim Handspiel. Es gibt Fälle, wo man unterschiedlicher Meinung ist. Aber die Bereitschaft, auch mal etwas zu akzeptieren, ist nicht da.“ Ittrich: „Ich halte es für richtig, die Sachen an den Fan zu bringen, damit der versteht, was wir tun. Denn das, was alle wollen, ist Einheitlichkeit. Das wollen wir auch. Aber viel ist Ermessenssache.“ Und genau damit geht es schon los. „Es muss absichtlich sein. Das ist ja schon der erste Diskussionspunkt. Es ist und bleibt schwer. Und es ist ein leidenschaftliches Thema über das man gerne diskutiert. Auf der anderen Seite möchte ich nicht Abwehrspieler sein und wie ein Pinguin rumlaufen müssen“, bezog Krohn klar Stellung.

„Müssen die Vereine mehr stärken und unterstützen“

Genauso wie zum Aspekt: „Warum kann man in Hamburg erst mit 14 Jahren Schiedsrichter werden?“ Eine Frage, die Krohn in den Raum warf – und gleichzeitig forderte, „mehr an die Schulen zu gehen und Werbung zu machen“, aber auch „die Vereine mehr zu stärken und zu unterstützen“. Sein Wunsch: „Noch mehr Verantwortung in die Vereine zu geben und die Clubs, die viele Schiris haben, zu belohnen“, bezieht er sich auf ein neues vom HFV ins Leben gerufenes Förderkonto.

Ein ganzes System auf dem Prüfstand? „Die Motivation, Schiedsrichter zu sein, um möglichst schnell in den Elite-Bereich zu kommen, ist nicht die richtige Motivation. In Deutschland wird immer diagonal nach oben gedacht. Aber welche Bergbesteigung hört am Gipfel auf? Dieser Weg wird nicht gewürdigt und dieses Karrieredenken versaut viel“, erwidert Fröhlich. Das Geld könne gerade in den unteren Ligen jedenfalls nicht der Anreiz sein, entgegnet Kunkel. Um auch dem Laien die Frage zu beantworten, wie die „Perspektive Schiedsrichter“ ist, bietet man in Schleswig-Holstein ein Schiri-Praktikum an. „Für Trainer, Spieler, Eltern und alle, die diese Sichtweise erleben wollen. Das ist sehr hilfreich.“ Ihr Versprechen, sich nach der eigenen Laufbahn um den Nachwuchs an der Pfeife zu kümmern, hat Kunkel eingelöst. Mit der gleichen Transparenz und Offenheit will sie „das Positive in den Vordergrund rücken“ und für die Schiedsrichterei „begeistern“.
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Re: Schiedsrichter
« Antwort #1057 am: 19. April 2023, 14:04:05 »

Teil II

„Talente werden zu schnell verbrannt“

Doch warum gibt es so wenig Schiedsrichterinnen? „Grundsätzlich fehlt es an der Quantität. Qualität ist vorhanden. Ich kann nur jedes junge Mädchen bestärken, weil es Charakter-bildend ist. Und wenn wir mehr Quantität generieren, werden wir auch mehr Qualität schaffen“, glaubt Kunkel. Während Ittrich in Bezug auf den Schiedsrichter-Nachwuchs das subjektive Gefühl äußert: „Wenn man glaubt, ein Talent zu haben, lässt man es nicht lang genug in den Klassen, sondern verbrennt es zu schnell, so dass es die Lust verliert. Wenn wir es schaffen, die Quantität herzustellen und viel besser auszubilden, werden auch mehr Talente nach oben kommen.“

„Der Spaß ist die Grund-Intention und der Motor“

Auch aus dem Hause Ittrich? „Meine Tochter hat im Oktober den Schein gemacht. Nachdem sie ihr erstes Spiel gepfiffen und danach vom Schiedsrichter-Obmann gefragt wurde, wie es war, hat sie nur gegrinst und gesagt: ‚Es hat Spaß gemacht.‘ Genau das ist die Grund-Intention und der Motor. Mir bringt es auch einfach Spaß“, bekundet der Bundesliga-Referee seine Liebe zur Pfeife. Auch Kunkel nannte ein jüngstes Beispiel bei der Beobachtung eines gerade mal 18-jährigen Schiedsrichters in der Kreisliga Stormarn. „Du guckst am Ende in ein strahlendes Gesicht und bist begeistert, wenn jemand einfach Bock auf dieses Hobby hat.“ 200 Erstliga-Spiele hat Lutz Michael Fröhlich geleitet. Doch auch bei ihm fing alles mal ganz klein an: Beim Schul-Fußball. „Es hat mich vom ersten Moment an unheimlich inspiriert, Entscheidungen zu treffen, durchzusetzen – und die Menschen trotzdem mitzunehmen.“ Es sei aber auch wichtig, „dass man jemanden hat, der einen in den ersten Jahren begleitet und betreut“, so der 65-Jährige.

Während Krohn die Schiedsrichterei mit einem Wort kategorisiert: „Gemeinschaft!“ Eine Gemeinschaft, die in der Persönlichkeitsentwicklung hilft, Charakter-bildend, Selbstbewusstseins-stärkend und einfach begeisternd sei, wie der „5. LOTTO-Talk“ zum Ausdruck brachte.
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Re: Schiedsrichter
« Antwort #1058 am: 09. Juni 2023, 14:02:34 »

HFV-Media-News 49/2023

Entscheidungen bei den Hamburger Top-Schiedsrichtern

Die sportliche Leitung der DFB Schiri GmbH hat Jarno Wienefeld (VfL Lohbrügge) für die 3. Liga als Schiedsrichter nominiert. Gleichzeitig wird er, wie die bisherigen Schiedsrichter der 3. Liga Konrad Oldhafer (SC Poppenbüttel) und Luca Jürgensen (FC Eintracht Norderstedt), als SR-Assistent der 2. Bundesliga agieren.

Darüber hinaus kann der Verbands-Schiedsrichteausschuss des HFV drei Aufsteiger in die Regionalliga vermelden: Dominik Kopmann (FC Eintracht Norderstedt), Gerhard Alexander Ludolph (Hoisbütteler SV) und Ben Henry Uhrig (SC Egenbüttel).

Marvin Repke (Harburger TB) wird zukünftig in der A-Junioren Bundesliga und Lasse Arne Hintze (SC Egenbüttel) sowie Henri Rockel (HEBC) in der B-Junioren Bundesliga amtieren.

Maximilian Lüders (TSV Wandsetal) wird ab der kommenden Serie neben Omar Amarkhel (MSV Hamburg) und Adrian Höhns (TuS Dassendorf) in der Futsal Bundesliga als Schiedsrichter eingesetzt.

Auf der HFV-Homepage sind unter VSA-Schiedsrichter bereits die neuen Klasseneinteilungen hinterlegt: https://www.hfv.de/schiedsrichter/#a-z-listing-letter-K-1
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Re: Schiedsrichter
« Antwort #1059 am: 24. September 2023, 14:53:39 »

HFV-Media-Service 80/2023

DFB startet Aktion "Profi wird Pate": Auftakt mit Patrick Ittrich in Hamburg am 1. Oktober

Der Deutsche Fußball-Bund startet gemeinsam mit den 21 Landesverbänden eine besondere Aktion: "Profi wird Pate.". In der laufenden Saison 2023/2024 werden alle Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter der Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, Google Pixel Frauen-Bundesliga und 2. Frauen-Bundesliga mindestens einmal als Pat*in von Schiri-Neulingen im Amateurfußball eingesetzt.

Wir laden Sie ein, den Einsatz der ersten Bundesliga-Schiris im Hamburger Fußball-Verband vor Ort zu begleiten:

Patrick Ittrich wird am 1. Oktober beim D-Jugendspiel zwischen Oststeinbek und Börnsen/Escheburg (14.30 Uhr) als Pate eines 16-jährigen Schiedsrichter-Neulings eingesetzt. Adresse: Meessen 32, 22113 Oststeinbek.

An die Medienvertreter: Bitte akkreditieren Sie sich bis spätestens 27. September, 16 Uhr, direkt beim DFB (über das Formular "Akkreditierung").

Bereits am 28. September wird die hessische Schiedsrichterin Katrin Rafalski wird beim D-Jugendspiel der SG Fuldalöwen/Beisetal gegen den TSV Altmorschen (18 Uhr) als Patin eines 15-jährigen Schiedsrichter-Neulings im Einsatz sein.

Weitere Informationen zur Aktion "Profi wird Pate" entnehmen Sie bitte der Meldung auf unserer Website:

https://www.hfv.de/dfb-startet-aktion-profi-wird-pate-startschuss-in-hamburg/ 
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Re: Schiedsrichter
« Antwort #1060 am: 24. September 2023, 14:59:48 »

dickes DFB-problem mal wieder: die inszenierung. eine akkreditierung ist so dermaßen lächerlich.

kategorie: "wie mache ich aus einer guten geschichte einen blanken irrsinn."
« Letzte Änderung: 24. September 2023, 15:02:06 von WORTSPIELER »
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Re: Schiedsrichter
« Antwort #1061 am: 24. September 2023, 15:04:07 »

Wir laden Sie ein, den Einsatz der ersten Bundesliga-Schiris im Hamburger Fußball-Verband vor Ort zu begleiten...
An die Medienvertreter: Bitte akkreditieren Sie sich bis spätestens 27. September, 16 Uhr, direkt beim DFB (über das Formular "Akkreditierung").

dickes DFB-problem mal wieder: die inszenierung. eine akkreditierung ist so dermaßen lächerlich.
kategorie: "wie mache ich aus einer guten geschichte einen blanken irrsinn."

Wirklich lächerlich. Akkreditierung für ein D-Jugendspiel in Oststeinbek... Auch hier zeigt sich der DFB von seiner "besten" Seite...
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Re: Schiedsrichter
« Antwort #1063 am: 25. Oktober 2023, 15:18:14 »

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DFB-Präsident und Dr. Markus Merk ehren Deutschlands beste junge Schiris - Ben Henry Uhrig (SC Egenbüttel) Nachwuchs-Schiedsrichter des Jahres


Ben Henry Uhrig (Hamburger Fußball-Verband), Lennart Kernchen (Niedersächsischer Fußballverband), Lutz Meyersieck (Fußball-Verband Mittelrhein) und Paula Mayer (Saarländischer Fußballverband) sind Deutschlands beste Nachwuchs-Schiedsrichter und Nachwuchs-Schiedsrichterin. DFB-Präsident Bernd Neuendorf und der dreifache Weltschiedsrichter Dr. Markus Merk zeichneten die jungen Talente am Dienstag auf dem DFB-Campus aus. Die Auszeichnung Nachwuchs-Schiedsrichter*in des Jahres wurde zum zweiten Mal durch die Dr. Markus und Sabine Merk-Stiftung verliehen.

„Wir zeichnen heute vorbildliche und tolle junge Menschen aus“, betont Dr. Markus Merk zu Beginn der Ehrungszeremonie auf dem DFB-Campus in Frankfurt, der die Laudatio für den ersten Preisträger Ben Henry Uhrig in diesem Jahr auch persönlich übernahm. Er schilderte unter anderem, wie er den Preisträger vor ein paar Monaten kennenlernte. Das Finale um die Deutsche Meisterschaft am 23. April zwischen der U 19 des 1. FSV Mainz 05 und Borussia Dortmund, in dem das Juniorenteam der Mainzer mit 4:2 nach Verlängerung vor knapp 16.000 Zuschauern in der Mainzer Bundesligaarena siegte, war ein einziges Spektakel. Merk berichtete den Gästen der Ehrung: „Ich hatte Ben Henry Uhrig vorher gar nicht gekannt. Seine Spielleitung an diesem Tag war außergewöhnlich und mutig, ohne übertriebene Gestik traf er ganz klare Entscheidungen. Mit seiner natürlichen Begabung hat er die Leute alle auf seine Seite gebracht. Seine Schiedsrichterleistung an diesem Tag war ein Statement und sein Engagement außerhalb des Spielfeldes ist mehr als bemerkenswert“, so Merk, der gemeinsam mit seiner Frau Sabine im August 2021 eine Treuhandstiftung unter dem Dach der DFB-Stiftung Sepp Herberger eingerichtet hat. „Ich bin sehr bewegt, diese Würdigung bedeutet mir sehr viel“, sagte der 23-jährige Uhrig, als ihm Markus Merk anschließend den Preis überreichte.

Der 2. Preis bei den männlichen Talenten ging an Lennart Kernchen (Niedersächsischer Fußballverband).  Dr. Felix Brych, selbst zweifacher Weltschiedsrichter, übernahm persönlich die Laudatio. Mit großer Wertschätzung würdigte er die Talente und attestierte dem Nachwuchsschiedsrichter aus Hannover aufgrund seiner bereits bemerkenswerten sportlichen und persönlichen Leistungen alle Voraussetzungen für eine hoffnungsvolle Zukunft.

Lutz Meyersieck (Fußball-Verband Mittelrhein), der die Schiedsrichtertätigkeit selbst als „Schule des Lebens“ bezeichnet, ist der dritte und jüngste Preisträger. Der 1. DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann würdigte neben der Leistung des aufstrebenden Talentes auch besonders sein persönliches Engagement und die großartige Leistung, die in vielen Vereinen und stellvertretend für viele Kreise, in seinem Heimatkreis Heinsberg im Schiedsrichterwesen geleistet wird.

Im zweiten Jahr in Folge verlieh die Dr. Markus und Sabine Merk-Stiftung insgesamt fünf Preise an besonders talentierte Nachwuchskräfte unter den Unparteiischen im deutschen Fußball, wobei neben der sportlichen Leistung auch das soziale Engagement eine große Rolle spielt. Der Preisstifter selbst war zwischen 1994 und 2008 sieben Mal als Deutschlands bester Schiedsrichter des Jahres geehrt worden, war dreimal Weltschiedsrichter und wurde zuletzt hinter dem Italiener Pierluigi Collina zum weltweit zweitbesten Schiedsrichter aller Zeiten gewählt.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf wünschte sich im Gespräch mit Moderator Steffen Simon, dass gerade die Fußballvereine im Land noch mehr ihr Herz für die Unparteiischen öffnen. „Die Schiedsrichter gehören zum Fußball, nicht nur zum Spiel, sondern auch zum Klub. Gerade bei der Anbindung an den Verein aber haben wir oft noch Luft nach oben.“ Eines von vielen Anliegen und Projekten im „Jahr des Schiris“, das der DFB 2023 ausgerufen hat. „Wir haben es geschafft, dass mehr als je zuvor über die positiven Aspekte des Schiedsrichterwesens berichtet wird“, zog der 1. DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann ein positives Zwischenfazit.

Dies gilt gerade auch für die jungen Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen. Aktuell leiten knapp 10.500 junge Schiedsrichter im Alter unter 18 Jahren Wettbewerbsspiele in Deutschland. Gerade bei den männlichen Jungschiedsrichtern steigen die Zahlen spürbar, nämlich in der Saison 2022/23 um mehr als 18 Prozent. Auch bei jungen Schiedsrichterinnen sind Zuwächse erkennbar, wenn auch noch auf niedrigem Niveau.

Dabei ist Paula Mayer aus dem Saarland nun die beste junge Nachwuchs-Schiedsrichterin Deutschlands. „Dein Ehrgeiz hat sich gelohnt, nach nur sechs Jahren leitest du Spiele in der 2. Frauen-Bundesliga“, lobte Katrin Rafalski ihre junge Kollegin. Die zweifache Schiedsrichterin des Jahres hielt die Laudatio auf Paula Mayer. „Ich bin selbstbewusster und kritikfähiger geworden, stehe für mich selbst ein und kann besser mit Konflikten umgehen“, betonte Mayer gemeinsam mit den anderen Preisträgern, wie sehr der Job als Schiedsrichter*in die Persönlichkeit formt. Mittlerweile pfeift sie im Verband in der höchsten Liga, der Saarlandliga, mit dem Ziel Herren-Oberliga. Den Aufstieg in die 2. Frauen-Bundesliga hat sie in diesem Jahr bereits geschafft. Jetzt heißt es, „Ankommen!“, wie sie selbst unterstreicht.

Der Vorsitzende der Schiedsrichterkommission Elite, Lutz Michael Fröhlich nahm ebenso wie der langjährige Bundesliga-Schiedsrichter Florian Meyer, der Chef der DFB-Schiedsrichterkommission Amateure, Udo Penßler-Beyer, und DFB-Direktor Willi Hink an der Ehrungszeremonie auf dem DFB-Campus teil.

Die Auszeichnung „Der BeMERKenswerte Weg“ ging an Kenth Joite, der trotz seines Herzfehlers seit fast zwanzig Jahren Spiele leitet. 2011 endete der Traum, mittels einer Herzoperation wieder vollständig zu genesen, doch Joite hat nie daran gedacht, als Schiedsrichter aufzuhören: „Der Fußball bedeutet mir so viel und ich bin ein Kämpfer“, zitierte DFB-Schatzmeister Stephan Grunwald in seiner Laudatio den Preisträger. In der Tat ist sein Beispiel bemerkenswert und zeigt, dass auch Menschen mit Beeinträchtigung mit großer Leidenschaft ihrem Hobby als Schiedsrichter nachgehen. Ein schöner Abschluss einer inspirierenden Veranstaltung.
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Bei einem Fußballspiel verkompliziert sich alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft (Jean-Paul Sartre).

eilbek-andi

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Re: Schiedsrichter
« Antwort #1064 am: 18. Dezember 2023, 18:10:31 »

Nach Roter Karte gegen Hertha: Hamburger Schiedsrichter Patrick Ittrich erhält Morddrohung

„Ich werde dich töten. Du bist eine Schande für den deutschen Fußball.“

https://www.abendblatt.de/sport/article240840360/hertha-rot-hamburger-schiedsrichter-patrick-ittrich-erhaelt-morddrohung.html

Ein Hoch auf die "Sozialen" Medien...
« Letzte Änderung: 18. Dezember 2023, 18:11:14 von eilbek-andi »
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